"Der PC läuft auf Standardtakt, dafür ist mein Android-Tablet übertaktet. Man muss einfach mit der Zeit gehen." « that

Computerhardware in Hong Kong - Ein Streifzug

oanszwoa 03.08.2012 11593 14
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Wer erinnert sich noch an die Alternate-Filiale auf der Triesterstraße am Stadtrand Wiens? Genau! Der Laden, wo man durch die Gänge schlendern konnte, um das gesamte Sortiment schon vor dem Kauf begutachten zu können. Was für die meisten Hardware-Liebhaber in Österreich eine Neuigkeit zu sein schien, ist in Fernost bereits seit vielen Jahren üblich.

Ich habe meinen letzten Urlaub in Hong Kong verbracht und da es dort verdammt günstige Computerteile geben soll, musste ich mich einfach umschauen, wie es um Preise und Verfügbarkeit meiner Lieblingsbeschäftigung steht. Nahe der U-Bahnstation Sham Shui Po finde ich ein Gebäude namens "Golden Building", das mit unzähligen Neonschildern zugepflastert ist. Darin sind gleich zwei Einkaufszentren nur für PC-related Stuff angesiedelt. Yes Baby! Neben dem Golden Computer Center und der Golden Computer Arcade gibt es auch eine eigene Spielhalle für Spielesüchtige Arcade Games.

Ersteres soll laut befreundeten Overclockern aus Hong Kong über ein besseres Sortiment verfügen. In der Computer Arcade (das "Golden" spare ich mir mittlerweile) findet man beispielsweise im oberen Geschoß einen deutlichen Fokus auf mobile Spielekonsolen.

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Die Adresse des Golden Computer Centers. Mein erster Blick eröffnet sich auf endlos wirkende Gänge, in denen sich ein Geschäft neben das andere reiht.


Sofort fällt mir auf, dass die Anbieter offensichtlich ihre gesamte Produktpalette zur Schau stellen. So wirken die Auslagen der meist winzigen Händler total überladen. Massen an Kabel und Adapter gesellen sich zu zahllosen bereits ausgepackten Mainboards, Netzteilen und Grafikkarten, womit dem Kunden alle Kaufoptionen auf einen Blick präsentiert werden. Ähnlich wie wir es ja schon vom Alternate kennen.

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Egal ob Kabel, Mainboards oder Netzteile, alles ist halbwegs übersichtlich präsentiert. Ok, die Netzteile sind eine Ausnahme. Stellt euch vor, beim DiTech würde es so aussehen …


Für die Besucher läuft auf den ausgestellten Monitoren "Girls Generation" (maybe not safe for work) oder irgendeine andere asiatische Mädchenband. Immerhin sind fast alle Kunden hier männlich und die müssen ja irgendwie zum Verweilen eingeladen werden, denn optisch haben es diese Mädels durchaus drauf, einen in ihren Bann zu ziehen. Hab' ich gehört …

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Weiter geht's mit Notebooks, auf denen zumeist "Girls Generation" läuft, Notebookakkus und Stromkabel, sowie ITX-Mainboards.


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An Auswahl mangelt es auch hier nicht: Grafikkarten, Display Adapter und Gehäuse soweit das Auge reicht.


Was mir besonders gut gefallen hat, waren Komponenten, die es bei uns in Europa nicht zu kaufen gibt. So sind einige Marken hier so gut wie gar nicht vertreten, wie zum Beispiel Colorful, ECS oder Galaxy. Na ja, letztere Firma hat im europäischen Raum mittlerweile mit der Premium-Marke "KFA²" Fuß gefasst. Und auch ECS hat sich erst kürzlich wieder mit dem ECS Z77H2-A2X Golden Board zu Wort gemeldet, nachdem sie längere Zeit von der Overclocking-Bildfläche verschwunden waren.

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Das goldfarbene ECS-Mainboard wird ganz besonders beworben.

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Auch Galaxy weiß sich mit ihrem Custom-Kühlerdesign von der Konkurrenz abzusetzen.

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Sogar Noctua ist in Hong Kong mit einigen Produkten vertreten.


Die Preise der High-End-Hardware, etwa der GTX 680, HD 7970 oder CPUs wie dem Intel Core i7-3960X bewegen sich leicht unter dem österreichischen Niveau. Da die in Hong Kong gekauften Komponenten bei uns in Österreich je nach Hersteller (teilweise auch je nach Produkt) nicht unter die Garantiebedingungen fallen, zahlt sich ein Kauf in den meisten Fällen nicht aus. Dazu kommt die Einfuhrumsatzsteuer, die ehrliche Käufer nach dem Eintritt in die EU bezahlen müssten. Übrig bleiben dann nur noch deutlich billigere Smartphone-Schutzfolien oder ausgefallene Hardware von Galaxy bzw. Colorful, die man als Hardware-Freak einfach haben muss. Da der Euro während meines Aufenthalts in Fernost leider sehr schwach war, versuchte ich meinen Kaufrausch etwas zu zügeln. Am Schluss freute ich mich dann doch über eine Colorful iGame GTX 550 und einen Akku für mein MacBook (der während unserer Reise defekt wurde).

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Colorful mit ihrer GTX 670 und dem riesigen Karton der iGame GTX560Ti.


Ihr seht also, dass mein Ausflug in die Computermall nicht ganz uneigennützig war. Der Akku hat leider nach nur zwei Wochen das Zeitliche gesegnet. Der Verkäuferin, die mir glaubhaft versichern wollte, dass er original sei, lacht sich jetzt sicher ins Fäustchen, denn Apple will mir das defekte Teil - das sich plötzlich als doch nicht so ganz original herausstellte - nicht tauschen. Aber das ist eine andere Geschichte.

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