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Microsoft Wedge Touch Mouse und Keyboard

oanszwoa 26.02.2013 11374 0
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Da derzeit der Trend vom Desktop-PC immer weiter zu tragbaren und mobilen Arbeits- und Konsumgeräten geht, haben wir uns dazu entschlossen, zur Abwechslung einmal einen Test in dieser Richtung zu wagen. Genauer gesagt geht es um die neue kabellose Wedge Mouse und Tastatur von Microsoft, also zwei überaus kompakte Bluetooth-Eingabegeräte, um auch unterwegs komfortabel auf Notebook und Tablet arbeiten zu können.

Wir haben uns bei diesem Review dazu entschieden, gleich beide Produkte in einem Artikel und dementsprechend auch als Gesamtlösung zu beurteilen. Wir sind im Laufe der Tests zu dem Schluss gekommen, dass zwar die Produkte einzeln im Handel erworben werden können, aber ein separater Einsatz in der Praxis nur wenig Sinn macht. Insofern empfinden wir, dass bei der Verwendung beider Wedge-Devices der praktische Nutzen im Alltag deutlich gesteigert wird. Gerade beim Arbeiten am Tablet ist der Unterschied signifikant. Kombiniert man beide Geräte miteinander, verbessert sich der Eingabekomfort und ermöglicht auch wirklich ein schnelleres Arbeiten.

Wedge Mobile Keyboard: Produktseite | Datenblatt | Geizhals-Preisvergleich
Wedge Touch Mouse: Produktseite | Datenblatt | Geizhals-Preisvergleich

Mission Briefing



Lasst uns mit der Wedge Mouse beginnen: Wenn wir dieses Eingabegerät nicht schon vor dem Test gesehen hätten, würden wir uns fragen, was denn hier eigentlich vor uns liegt. Eine Maus sieht definitiv anders aus. Also nicht unbedingt wie ein Keil und vor allem nicht so klein. Aber genau das soll ja der Schmäh an der Sache sein, zumindest bewirbt Microsoft die Maus mit ihrem "Komfort ohne das klobige Design". Das mit dem Komfort können wir nicht so recht glauben, mehr dazu aber später im Praxisteil. Soviel sei aber schon verraten: Wir waren positiv überrascht!

Wie auch bei der bereits getesteten Touch Mouse, verfügt dieser kleine Nager nur über eine einzige physische, dafür berührungsempfindliche Maustaste. Die Abmessungen sind in der Tat kompakt und damit optimal, um sie in einer Seitentasche verstauen zu können. Auch das eingesetzte Material weiß zu gefallen: Die leicht angeraute Kunststoffoberfläche fühlt sich gut an, bietet angenehmen Halt und liefert das notwendige Feedback für die Eingabe. Die wichtigsten Spezifikationen im Überblick:

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Wedge Mouse
  • Abmessungen: 60,9 x 53,6 x 22,1 mm
  • Gewicht: 65 Gramm (inkl. 1x AA Batterie)
  • Abtastrate: 8000 fps
  • X-Y-Auflösung: 1000 points/inch (39,4 points/mm)
  • Tracking Speed: bis zu 1829 mm/s
  • Reichweite: 5 Meter in typischer Office-Umgebung
  • Features: 2 Tasten, Touch-Oberfläche
  • Wireless Spezifikationen: Bluetooth 3.0, 2,4 GHz
  • Unterstützte Betriebssysteme: Microsoft Windows 7, 8, RT; Mac OS X v10.6 - 10.7; Android 2.3 und darüber
Kompakt aber schwer, so ist unser erster Eindruck des Wedge Keyboards. Schuld daran ist jedoch nicht die Tastatur selbst, sondern vielmehr das Cover, das nicht nur als Schutz, sondern gleichzeitig auch als Standfuß für Tablets dient. Durch den auf der Rückseite befindlichen Schacht für zwei AAA-Batterien liegt die Tastatur ergonomisch - nach vorne hin leicht abfallend - am Tisch. Der Tasten-Hubweg scheint am ersten Blick recht gering ausgefallen zu sein. Man darf aber nicht vergessen, für welches Einsatzgebiet das Wedge Keyboard entwickelt wurde: Es sollte möglichst platzsparend sein und die Texteingabe vor allem bei Tablets deutlich vereinfachen. Dass beide geforderten Punkte nicht hundertprozentig erfüllt werden können, ist uns sowieso schon im Vorfeld klar - eine eierlegende Wollmilchtastatur gibt es eben noch nicht. Aber mehr dazu auf den nächsten Seiten. Die technischen Spezifikationen lesen sich wie folgt:

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Wedge Keyboard
  • Abmessungen: 257 x 101 x 20,8 mm
  • Gewicht: 236 + 207 Gramm (Tastatur + Cover)
  • Reichweite: 5 Meter in typischer Office-Umgebung
  • Features: 105 Tasten, Media Features: Play/Pause, Page Up/Down, Volume -/+
  • Strom: 2x AAA Batterien
  • Wireless Spezifikationen: Bluetooth 3.0, 2,4 GHz
  • Unterstützte Betriebssysteme: Microsoft Windows 7, 8, RT; Mac OS X v10.6 - 10.7; Android, iOS

Verpackung und Zubehör, Installation, Kompatibilität



Verpackung und Zubehör

Gewohnt stabil und sicher verpackt Microsoft ihre geschätzten Eingabe-Devices inklusive der notwendigen Batterien im farblich attraktiven, weiß-roten Design. Neben der wie üblich beigelegten Kurzanleitung, finden wir ein kompaktes Produkthandbuch und Infos zur Garantie. Ja, und das war es dann auch schon. Aber mehr ist offen gestanden auch nicht nötig, denn ein Installationsmedium mit Treiber sind für die Bluetooth-Geräte nicht notwendig; fast alle von uns getesteten Notebooks, Tablets und Bluetooth-Adapter verstanden sich hervorragend mit den beiden Testobjekten. Mehr zur Kompatibilität findet ihr weiter weiter unten auf dieser Seite.

Falls es jetzt noch nicht klar ist, formulieren wir es zur Sicherheit an dieser Stelle noch einmal explizit: Das Microsoft Wedge Keyboard und die Wedge Mouse verfügen ausschließlich über Bluetooth-Konnektivität, sind daher keine kabelgebundenen Geräte! Microsofts Zielpublikum sind in erster Linie Laptop- oder Tablet-Benutzer.

Microsoft Wedge Mouse

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Schlicht verpackt und wenig Zubehör - aber mehr benötigen wir bei einer BT-Maus nicht.

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Microsoft Mobile Wedge Keyboard

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Selbes Spiel bei der mobilen Tastatur: die Abdeckung, das Keyboard selbst, sowie Batterien und Anleitung

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Installation

Um die Bluetooth-Verbindung herzustellen, sind nur wenige Schritte notwendig. Sobald am zu verbindenden Gerät Bluetooth aktiv ist, kann es losgehen. Auf der Rückseite beider Wedge-Devices muss man die Verbindungstaste etwa 3 bis 5 Sekunden gedrückt halten, dann leuchtet das Status-LED abwechselnd rot und grün. Ab sofort werden Maus und Tastatur erkannt und können als Eingabegeräte hinzugefügt werden. Für die Tastatur ist noch die Bestätigung eines Zifferncodes erforderlich, danach ist der ganze Zauber beendet. Die Geräte sind eingerichtet und einer Nutzung steht nichts mehr im Wege.

Zumindest beinahe, denn unter Windows lädt sich ganz ohne weiteres Zutun das Maus- und Tastatur-Center herunter. Ein simples Pop-Up-Fenster mit der Frage, ob uns das auch recht sei, hätte uns etwas besser gefallen. Aber wie auch immer, hier lassen sich die wichtigsten Grundeinstellungen zügig vornehmen, wie zum Beispiel die Umstellung von Rechts- auf Linkshänder. Bei den Settings für die Touch-Eingabe sind wir etwas verwundert: Hatten wir doch Einstellungen zu Zwei- und Dreifingergesten erwartet, fällt unser Blick lediglich auf Scroll-Einstellungen für den horizontalen und vertikalen Bildlauf. Mehr gibt es hier nicht zu sehen. Das enttäuscht uns doch ein wenig, aber anscheinend müssen wir uns damit abfinden, dass Microsoft ihrer Wedge Mouse keine umfangreiche Gestensteuerung verpasst hat.

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Das Maus- und Tastaturcenter installiert sich ohne unser zutun ganz von alleine.


Kompatibilität

Im Rahmen unserer Tests probierten wir die Wedge-Produkte auf zahlreichen Endgeräten aus und konnten bis auf die Kombination iPad - Wedge Mouse keine Inkompatibilitäten feststellen. Sowohl am MacBook mit MacOS X 10.8 (Mountain Lion), Windows 7- und Windows 8-Notebooks, als auch auf Tablets mit Windows RT und Android funktionierten beide durch die Bank und ohne nennenswerten Problemen. Testweise hatten wir damit sogar ein Nexus 4 im Einsatz und waren damit deutlich schneller als mit der fummeligen Display-Eingabe unterwegs.

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Keine Kompatibilitätsprobleme mit dem Apple iPad, dem Google Nexus 4 oder dem Samsung Galaxy Note 10.1


Praxis und Fazit



Praxis

Microsoft legt bei den Wedge-Eingabegeräten offensichtlich viel Wert auf die Verarbeitung. Die Wedge-Maus und Tastatur greifen sich hochwertig an und machen einen stabilen Eindruck. Trotz seiner kompakten Abmessungen und der fehlenden Abstützmöglichkeit für den Handballen, liegt der kleiner Nager überraschend gut in der Hand und verfügt jetzt im Vergleich zur bereits getesteten Touch-Mouse endlich über eine deutlich verbesserte Scroll-Steuerung. Gleich geblieben ist hingegen die Macke mit dem Rechtsklick. Der ist weiterhin nur dann möglich, wenn der linke Zeigefinger den Touch-Bereich nicht berührt. Da sie fast genauso breit wie herkömmliche Zeigegeräte gebaut ist, fällt der fehlende Platz nach einiger Zeit kaum mehr auf. Auch der Druckpunkt wurde angenehm gewählt, genauso wie der unaufdringlich dumpf klingende Mausklick zu gefallen weiß. Besonders überzeugt hat uns wieder der BlueTrack-Sensor, der so gut wie alle Unebenheiten verzeiht und bis auf Glastischen überall wunderbar funktioniert.

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Die Wedge-Devices im Größenvergleich: Links im Bild unser Gespann mit einem Nexus 4 und rechts mit einer Microsoft Wireless 5000


Auch die Wedge-Tastatur lässt sich hervorragend bedienen. Das sogenannte "Scissor Switch Keyboard" wird auf der Rückseite von einer Aluminiumplatte verstärkt, wodurch sie besonders verwindungssteif wird und gleichzeitig über einen guten Halt verfügt. Nur der relativ geringe Tastenhub von gerade einmal 1,5 mm ist etwas gewöhnungsbedürftig. Hier müssen wir uns aber noch einmal in Erinnerung rufen, dass es sich um eine mobile Lösung handelt, die für unterwegs möglichst kompakt sein sollte. Vor allem wenn es um das Erstellen von längeren Texten geht, ist diese Lösung ein deutlicher Fortschritt zum Tippen am Tablet-Display. Sondertasten wie etwa für die Regelung der Lautstärke lassen sich auf allen getesteten Geräten problemlos bedienen, für Windows 8 hält Microsoft zusätzliche Schmankerln bereit, wie etwa Shortcuts zur Suchfunktion oder dem Einstellungsmenü. Ein besonderer Clou ist das aufklappbare Keyboard-Cover mit seiner gummierter Oberfläche, sodass Tablets darauf stabilen Halt finden, um nicht wegzurutschen. Gleichzeitig schaltet sich das Wedge Keyboard automatisch ab, sobald die Abdeckung wieder angebracht wird. Nach einem ausgiebigen Test der Wedge Maus und Tastatur in Kombination mit der herkömmlichen Touch-Navigation am Display kommen wir zu dem Schluss, dass die Anwendung dieser drei Eingabearten auch in der Praxis zu einer überaus komfortablen Arbeitsweise führt.

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Nicht einmal zwei Millimenter Tastenhub - aber alle mal komfortabler als die Disyplay-Tastatur.


Nachdem sich der Bluetooth-Standard heutzutage auf fast allen Endgeräten etabliert hat, konnten wir unser Duo auf einigen Plattformen ausprobieren. Auf allen getesteten Geräten wurden die Wedge-Produkte einwandfrei erkannt und ließen sich problemlos bedienen: Tablets, Handys, Notebooks, auch am MacBook (Pro) oder mithilfe eines Bluetooth-Dongles am Stand-PC. Bis auf zwei Ausnahmen: Weder auf Apples iPhone noch am iPad - egal in welcher Variante - wird die BT-Maus erkannt. Dem ließe sich zwar mit einem Jailbreak nachhelfen, aber so weit wollten wir dann doch nicht gehen. Wer sich genauer dafür interessiert, kann sich folgende Anleitung näher ansehen. Weiters ist uns aufgefallen, dass bei Tablets mit Windows RT der Mauszeiger zum Ruckeln beginnt, sobald auffällig viele Programme geöffnet waren. Interessanterweise war gleichzeitig das Scrollen am Display ohne der störenden Ruckler möglich.

Fazit

Mit dem Wedge Keyboard und der Wedge Mouse bringt Microsoft zwei potente Geräte auf den Markt, die besonders für den mobilen Einsatz konzipiert wurden. Beide Produkte verbinden sich anstandslos per Bluetooth mit Tablets, Smartphones, Notebooks und Stand-PCs und konnten sich bei unserem Test als unproblematisch und alltagstauglich herausstellen. Die Bedienbarkeit der Maus ist trotz ihrer ungewöhnlichen Form wirklich gut gelungen, aber wie auch schon bei verwandten Touch Mouse fehlt uns die mittlere Maustaste, die von Microsoft wohl einfach aus dem Kompromiss zur Kompaktheit weggelassen wurde und der rechte Mausklick kann für so manchen Nutzer zu einem "No go" werden. Positiv hingegen bleibt uns der Maussensor auf Basis der BlueTrack Technologie in Erinnerung. Er leistet auf fast jedem Untergrund wirklich präzise Arbeit und vereinfacht somit das Arbeiten ungemein - auch ohne Mauspad.

Genauso schafft es die Wedge-Tastatur, sich in unseren Tests zu behaupten. Vor allem mit dem praktischen, stabilen Cover, mit dem das gute Stück nicht nur geschützt ist, sondern es beim Abdecken auch gleich automatisch abschaltet wird. Und als besonderer Clou lässt das mit Metall verstärkte Cover mit gummierter Oberfläche auch gleich als Standfuß für Tablets benutzen. Aber auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt: Durch die schwere Abdeckung wird das Gewicht der eigentlichen Tastatur fast verdoppelt und das geht natürlich auf Kosten der Mobilität. Selbstverständlich erleichtert der Einsatz des externen Keyboards die umständliche Eingabe über das Touch-Display bei mobilen Geräten ungemein, aber unserer Meinung nach hätte der Tastenhub ruhig ein bisschen größer ausfallen können. Das ist aber auch schon unser einziger Kritikpunkt, denn sonst kann uns die Wedge-Tastatur von Grund auf überzeugen.

Derzeit ist die Microsoft Wedge Mouse laut Geizhals ab etwa 46 Euro verfügbar, während das Mobile Keyboard bereits für unter 50 Euro gelistet ist.

Auf einem Blick

+ Maus beidhändig einsetzbar
+ Ermöglicht deutlich schnelleres Arbeiten auf mobilen Geräten
+ Das Cover des Mobile Keyboards lässt sich als Standfuß für Tablets verwenden

- Keine mittlere Maustaste
- Keine Mausgesten mehr
- Zu geringer Tastenhub beim Keyboard
- Tastaturcover relativ schwer
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