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Offline-Safe selbst gebaut – brauche euer Feedback als Tester

JörgSch 17.07.2026 - 18:46 4550 24 Thread rating
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JörgSch

Bloody Newbie
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Hallo zusammen,

aus Frust über Cloud-Zwang und altbackene Designs habe ich als Hobby-Projekt eine Android-App namens MyLocalSafe gebaut. Ursprünglich stand dahinter ein praktisches Gedankenspiel: Was hat man im Katastrophenfall (z.B. Hausbrand) noch in der Hand? Meist nur das Smartphone. Daher wollte ich existenziell wichtige Dokumenten-Scans und Passwörter absolut sicher und rein lokal in der Hosentasche tragen.
Beruflich bin ich Grafiker in München und habe versucht, diesen Fokus auf einfache Usability ins Coden mitzunehmen. Technisch verzichtet die App im Manifest komplett auf die Internet-Berechtigung – sie kann also gar nicht nach Hause telefonieren. Sie vereint einen Passwort-Manager (inkl. AutoFill/2FA) mit einem Dokumenten-Tresor. Backups laufen über einen passwortgeschützten ZIP-Export.

Da ich die App alleine entwickle, brauche ich jetzt eure Hilfe als Tester, um sie auf verschiedenen Geräten zu optimieren. Besonders wichtig wäre mir euer Feedback zu diesen Punkten:

• Wie läuft die Autofill-Performance auf euren Geräten?
• Ist das UI im Alltag intuitiv oder laufe ich da als Grafiker in eine Usability-Falle?
• Gibt es beim lokalen ZIP-Export oder der Verschlüsselung Probleme mit eurer Android-Version?

Wenn ihr Lust habt, ein frisches Projekt mitzugestalten, sucht im Play Store einfach nach 'MyLocalSafe'. Ich freue mich auf eure ungeschönte Kritik und Bug-Reports!

Grüße aus München, Jörg
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liltan0x

Big d00d
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Zitat aus einem Post von JörgSch
Hallo zusammen,

aus Frust über Cloud-Zwang und altbackene Designs habe ich als Hobby-Projekt eine Android-App namens MyLocalSafe gebaut. Ursprünglich stand dahinter ein praktisches Gedankenspiel: Was hat man im Katastrophenfall (z.B. Hausbrand) noch in der Hand? Meist nur das Smartphone. Daher wollte ich existenziell wichtige Dokumenten-Scans und Passwörter absolut sicher und rein lokal in der Hosentasche tragen.
Beruflich bin ich Grafiker in München und habe versucht, diesen Fokus auf einfache Usability ins Coden mitzunehmen. Technisch verzichtet die App im Manifest komplett auf die Internet-Berechtigung – sie kann also gar nicht nach Hause telefonieren. Sie vereint einen Passwort-Manager (inkl. AutoFill/2FA) mit einem Dokumenten-Tresor. Backups laufen über einen passwortgeschützten ZIP-Export.

Da ich die App alleine entwickle, brauche ich jetzt eure Hilfe als Tester, um sie auf verschiedenen Geräten zu optimieren. Besonders wichtig wäre mir euer Feedback zu diesen Punkten:

• Wie läuft die Autofill-Performance auf euren Geräten?
• Ist das UI im Alltag intuitiv oder laufe ich da als Grafiker in eine Usability-Falle?
• Gibt es beim lokalen ZIP-Export oder der Verschlüsselung Probleme mit eurer Android-Version?

Wenn ihr Lust habt, ein frisches Projekt mitzugestalten, sucht im Play Store einfach nach 'MyLocalSafe'. Ich freue mich auf eure ungeschönte Kritik und Bug-Reports!

Grüße aus München, Jörg

und was genau is nun der Grund warum man das hier KeePassDX vorziehen sollte? Wie hast du Verschlüsselung, KDF/Hashing etc. mit welchen Konzepten und Überlegungen gelöst? Crypto ist ein sehr konservatives Thema für AI Slop Apps generell und nochmal für das Anvertrauen der Kronjuwelen.


EDIT: du willst geld dafür? lol :) wo ist bitte der sourcecode zu finden - zwengs da security warats!
Bearbeitet von liltan0x am 17.07.2026, 22:31

Vinci

hatin' on summer
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Ich hab das mal als Werbung reported.

JörgSch

Bloody Newbie
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Hallo,

danke für die kritischen Fragen – absolut berechtigt, gerade bei sensiblen Daten wie Passwörtern und Dokumenten. Ich versuche mal, die Punkte direkt aufzuklären:

Zum Thema Geld / Source Code & wo ich Hilfe brauche:
Da gibt es ein Missverständnis, die App bis zu 10 Einträge komplett kostenlos und werbefrei. Was den Quellcode angeht: Genau hier brauche ich eigentlich eure Hilfe und euer Feedback.

Ich bereite das GitHub-Repository gerade für die Veröffentlichung vor. Da ich das Projekt als Einzelkämpfer stemme, bin ich aktuell noch dabei, den Code sauber zu dokumentieren. Sobald der Code auf GitHub ist, brauche ich erfahrene Leute aus der Community, die Lust haben, ein Auge auf die Implementierung zu werfen (Stichwort: Code-Review). Dass die App komplett offline arbeitet (keine Internet-Berechtigung im Manifest), lässt sich aber jetzt schon über die App-Details im Play Store verifizieren – sie kann also technisch gar keine Daten übertragen.

Warum nicht einfach KeePassDX?
KeePassDX ist großartig und eine absolute Bank. Der Unterschied liegt im Konzept: MyLocalSafe ist kein reiner Passwort-Manager, sondern als kombinierter Tresor für Dokumenten-Scans und Logins gedacht. Der Fokus liegt darauf, im Ernstfall (wie dem erwähnten Brandfall) die wichtigsten Ausweise, Verträge und Passwörter sofort einsatzbereit, visuell extrem reduziert und maximal einfach bedienbar in einer einzigen App parat zu haben. KeePassDX ist mächtig, aber für den schnellen Dokumenten-Zugriff im Alltag oft klobig.

Krypto-Konzept:
Hier wurde definitiv kein Rad neu erfunden oder auf "AI Slop" gesetzt – bei Krypto experimentiert man nicht. Die lokale Datenbank setzt auf SQLCipher mit AES-256-GCM für die authentifizierte Verschlüsselung. Die Schlüsselableitung des Master-Passworts erfolgt standardmäßig über PBKDF2 mit einer hohen Iterationsanzahl, um Brute-Force-Angriffe lokal zu blockieren. Beim ZIP-Export für das Backup kommt eine starke AES-Verschlüsselung innerhalb des Archivs zum Einsatz, anstatt auf die unsichere Standard-Zip-Verschlüsselung zu setzen.

Wer also Lust hat, das Projekt vor dem Open-Source-Start auf Herz und Nieren zu testen und mir später beim Code-Review unter die Arme zu greifen – ich freue mich über jeden Tech-Input!

Viele Grüße,
Jörg
Bearbeitet von JörgSch am 18.07.2026, 09:11

wergor

connoisseur de mimi
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Zitat aus einem Post von JörgSch
EM dash detected? :D
Ich benutze für den Anwendungsfall keepass + nextcloud (die app kann auch per pin gesichert werden).
Ich werd mir deine app aber mal anschauen.

wergor

connoisseur de mimi
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Zitat aus einem Post von wergor
EM dash detected? :D
Ich benutze für den Anwendungsfall keepass + nextcloud (die app kann auch per pin gesichert werden).
Ich werd mir deine app aber mal anschauen.

Kommt die app dann auch auf f-droid?
Edit: das hätte ein edit sein sollen :D

JörgSch

Bloody Newbie
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Hallo wergor,

Erwischt! Als Grafiker blutet mir das Herz, wenn ich den normalen Bindestrich als Gedankenstrich missbrauchen muss – das typografische Auge liest schließlich mit.

Spass beiseite: KeePass + Nextcloud ist natürlich die absolute Power-User-Kombination. Mein Ansatz mit MyLocalSafe zielt eher auf diejenigen ab, die eben keine eigene Nextcloud-Instanz administrieren wollen oder im absoluten Ernstfall (Null Empfang, Server down) den kombinierten Tresor aus Dokumenten und Passwörtern sofort offline und maximal einfach bedienbar auf einem Gerät gekapselt brauchen.

Bezüglich F-Droid:
Da muss ich schauen, wie ich das mit dem Freemium-Modell gelöst kriege. Da F-Droid nur komplett restriktionsfreie Open-Source-Lizenzen erlaubt, werde ich den Code auf GitHub wahrscheinlich erst mal als „Source-Available“ veröffentlichen. Das bedeutet: Der Code ist für jeden zu 100 % einsehbar und überprüfbar (für den Sicherheitscheck), aber rechtlich geschützt gegen 1:1-Klone im Play Store. Ein reines Hobby-Projekt muss ja am Ende auch irgendwie die Store-Gebühren wieder reinspielen.

Ich setze gerade ein frisches Repository auf, um die Code-Historie von alten Testdaten zu bereinigen, und putze den Code noch ein bisschen heraus, damit man sich beim Reinsehen nicht erschreckt.

Freut mich aber riesig, dass du einen Blick draufwirfst! Bin gespannt auf dein Feedback – egal ob zur Usability oder ob dir technischer Slop auffällt.

Viele Grüße,
Jörg

roscoe

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Ich bin an und für sich ein sehr zufriedener KeePass Nutzer, habe mir gedacht, na gut, schaue ich mir an, was Deine App so bietet.

Ich verstehe durchaus, dass man für Arbeit/Aufwand entschädigt werden möchte.

Eine Grenze von zehn Einträgen für die Free Variante ist für mich ein K.O. Kriterium.

In meiner privaten Keepass DB habe ich 138 Einträge, in der beruflichen 653.

Naja, ok, dann suche ich mir ein paar Sachen, die ich dort eintrage.

Bevor ich das mache, schauen ich mal an, wie das mit den Dokumenten funktioniert. Ah, das geht auch nur in der Bezahlvariante.

Unter den Umständen tue ich mir das nicht an, die App zu testen, weil sie in dieser Form für mich schlicht und ergreifend für nichts sinnvoll einsetzbar ist. Und testen bedeutet verwenden, idealerweise in einem realen Umfeld.

JörgSch

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Servus roscoe,

danke für das ehrliche Feedback, das hilft mir gerade extrem weiter! :-)

Das Limit von 10 Einträgen war von mir eher so gedacht, dass man einfach mal reinschnuppert, um zu sehen, wie unkompliziert die App im Alltag sein könnte – zum Beispiel wie flüssig das Autofill läuft, ob das Swipe-to-Copy intuitiv ist oder wie das Fotografieren von wichtigen Dokumenten und Ausweisen klappt, die direkt verschlüsselt werden und somit gar nicht erst in der normalen Galerie des Telefons auftauchen.

Aber ich kann dich total verstehen: Ich habe selbst über 580 Passwörter und weiß, dass man so nicht real testen kann. Erschreckenderweise kam ich bei Umfragen im Bekanntenkreis darauf, dass viele gar nicht mehr als 10 Passwörter nutzen, was mich wohl blind für die Power-User gemacht hat.

Auch der Punkt mit den Dokumenten ist ein super Hinweis – du hast völlig recht, das sollte man auch in der Free-Version nutzen können. Ich war mir anfangs selbst total unschlüssig, wo ich die Grenzen ziehen soll, und genau für solche Augenöffner bin ich dem Forum hier mehr als dankbar!

Ich setze mich die nächsten Tage direkt noch mal an den Code und nehme die Dokumente ins Free-Modell auf. Da darf ich wohl noch mal eine Runde coden. ;-) Ich gebe dir dann hier einfach Bescheid, sobald das Update im Google Play Store live ist.

Viele Grüße, Jörg

liltan0x

Big d00d
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Zitat aus einem Post von JörgSch
...
Technisch verzichtet die App im Manifest komplett auf die Internet-Berechtigung – sie kann also gar nicht nach Hause telefonieren.
...

vs https://reports.exodus-privacy.eu.o...18/#permissions

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GTFO?

d0lby

reborn
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Wenn du willst, dass Testuser ein Feedback geben, darf es gar keine Restriktionen geben.

Ich habe zwar ein iPhone und kann es nicht testen, aber ganz habe ich es nicht verstanden: Irgendwie kostenlos aber dann doch nicht.

Vielleicht kann man den Leuten alles geben, sie dürfen 30 oder noch besser, 60 Tage alles kostenlos nutzen, uneingeschränkt und dann, wer es behalten will, gut findet und haben will, kann die App erwerben.

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Zitat aus einem Post von JörgSch
Was hat man im Katastrophenfall (z.B. Hausbrand) noch in der Hand? Meist nur das Smartphone. Daher wollte ich existenziell wichtige Dokumenten-Scans und Passwörter absolut sicher und rein lokal in der Hosentasche tragen.
Prinzipiell kein unlogischer Gedankengang...

Hat aber (für mich) einen Haken: Dinge die man immer dabei hat kann man potentiell immer verlieren, sie können einem potentiell immer gestohlen werden, sie werden potentiell häufig/durchgehend genutzt und sind alleine dadurch anfällig(er) auf Verschleiß, von 'Hoppalas' oder 'Unfällen' mal abgesehen (Klassiker: Wasserschaden & Sturzschaden). Zusätzlich ist ein Handy ein Gerät aus dem man sich theoretisch 'aussperren' kann und nachdem es inzwischen fast wie ein Computer ist kann es auch auf der OS/Software-Seite unvermittelt zu Problemen kommen (nach Updates, durch Schadsoftware usw.)...

Also: Ich finde es gut wenn ich ein paar der wichtigeren Dinge immer auch am Handy dabei habe oder von da aus zumindest aufrufen kann. Als "sicheren Hafen" sehe ich das Handy aber nicht unbedingt, zumindest nicht ohne zusätzliche Backups.

d0lby

reborn
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Ich gehe schon davon aus, dass man Backup/Exportieren kann und das eben irgendwo ablegen kann.

JörgSch

Bloody Newbie
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@liltan0x: Du hast recht, und meine Formulierung oben war falsch. Da war ich definitiv zu euphorisch bzw. Stolz auf meinen Code. Ich sehe schon ich muss schnell meinen Repo offen stellen...

Internet steht im finalen Manifest, ich deklariere sie nicht selbst. Laut Manifest Merger Report kommt sie aus Googles ML Kit Barcode-Scanner (den nutze ich für den QR-Code-Scan beim Teilen von Einträgen), der zieht die Permission mit rein. „Keine Internet-Berechtigung" war deshalb schlicht falsch von mir, da bin ich aus der Sicht von meinem eigenen Code statt von den Libs ausgegangen, sorry.

Ursprünglich hatte ich die App ja eigentlich nur für mich geplant. Daher ist mir Sicherheit sehr wichtig und ich bin da für Kritik richtig dankbar. Nur so wird die App auch besser und einen leichten Hang zur Perfektionismus habe ich da.

Ich hätte den Satz wohl eher so formulieren sollen: Mein Code macht keinen Netzwerkzugriff, die Internet-Permission kommt allein aus einer Google-Lib.

sLy-

semiconductor physicist
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Ich versteh den Vorteil zu verschlüsselten Dateien in der Cloud immer noch nicht....
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