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Abschied vom selber Fahren

WONDERMIKE 29.03.2019 - 15:34 3066 22
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böhmi

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Und die Leute vor Ort sind haftbar für die korrekte Ladungssicherung?
Und bei LKW bei denen Umladungstätigkeiten notwendig sind (also etwas Palletten jonglieren im LKW, um die richtige zu erreichen), sind die auch haftbar für den Zustand der restlichen Ware?
Und die Arbeitszeit für die Umladungstätigkeiten der Ware des nächsten Empfängers leiste ich ebenfalls als Empfänger anderer Ware?

Es fahren viel weniger LKWs mit einer kompletten Ladung für einen Empfänger, als ihr euch anscheinend vorstellt ;)

mr.nice.

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Stimmt schon, da gibt es viele Haftungsfragen wie die von die genannten und weitere, wie z.B.
was passiert bei Strom- oder Mobilfunkausfall, Störungen der Boardelektronik, mechanischen Gebrechen..

Aber dennoch, der erste Lebensmittelkonzern, der seine Flotte erfolgreich auf Telefahrten umstellt, hat bestimmt einen Wettbewerbsvorteil.

Bender

I am a PC Game
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Logistisch wird das sicher nicht einfach, keine Frage aber machbar sollte es sein.
Wenn man sich nur die Autobahn Kilometer spart, könnt das schon ein Gewinn sein.

enforcer

What?
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Zitat aus einem Post von mr.nice.
enforcer, warum meinst du dass man dann am Ende doch wieder selbst fahren muss?
Der Telefahrer bzw. die Telefahrerin kann ja auch Taxidienst machen.

Was das Be- und Entladen von LKWs betrifft, ja da wird es noch eine zeitlang Menschen dazu brauchen,
aber was spricht dagegen, dass dies z.B. die Absender bzw. Empfänger der Ladung selbst machen?

Natürlich geht das, aber dann hab ich preislich keinen Vorteil im Vergleich zu nem Taxi - ich muss Fahrzeug und Mensch für die volle Fahrt bezahlen. Wenn er das Fahrzeug nur bringt ist es günstiger weil ich den Menschen nur für die Hin- und Rückfahrt bezahlen muss.

Edit: LKW ist sicher nicht jede Fahrt zu ersetzen, grade Fahrten zu Einzelhändlern, wo meist mehrere Stationen angefahren und beladen werden sind da schwirig, aber irgend nen Container vom Hafen zu nem Lager transportieren geht damit wohl ziemlich gut. Wie gesagt - ich sehe die Vorteile hauptsächlich in der Langstrecke.
Bearbeitet von enforcer am 16.09.2021, 16:20

Roman

CandyMan
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Es könnte sein das ich in den folgenden Zeilen etwas vom Thema abschweife aber ich muss hier mal kurz ausholen:
Von meinem Wohnort zu meinem Arbeitsplatz habe ich eine einfache Strecke von 14km.
Meine Arbeitszeiten sind „flexibel“ in den Sinn das ich je nach Bedarf zwischen 6:00 und 8:00 zu Arbeiten beginne bzw. auch mal 10-11 Stunden in der Bude bin.

Mit meinem PKW brauche ich, je nach Tageszeit und Verkehr zwischen 10 und 15min in die Arbeit.
Würde ich das mit den Öffis machen wollen brächte ich für die Hinfahrt 70 Minuten und für die Rückfahrt 117 Minuten.
Würde ich das ganze mit einem Park&Ride verbinden (was wiederum ein eigenes Fortbewegungsmittel voraussetzt um die 4km zum nächsten Bahnhof zu bewältigen) würde die Hinfahrt auf 39 Minuten und die Rückfahrt auf 64 Minuten kommen.
Offenbar wird hier davon ausgegangen das die arbeitende Bevölkerung Zeit hat. Zum Saufüttern sogar.
Eine Voll-Öffi Fahrzeit von ~190 Minuten pro Tag ist zumutbar, für 14km Strecke. Und ich wohne im Bezirk Villach-Land, nicht im Lesachtal oder im oberen Mölltal.

Wenn sich dies natürlich in den nächsten Jahren signifikant bessert kann ich mir schon vorstellen auf eines von den zwei Autos in unserem Haushalt verzichten zu können.
Das verbleibende kann dann von mir aus auch ein Hybrid- oder E-Auto sein. Ich bin aber dem Thema Batterie gegenüber immer noch sehr verhalten um nicht zu sagen skeptisch.
Das elektrische Fahren ist mM eine top Sache, aber die Energie muss aus einer anderen Quelle kommen als von einer Batterie. Ob das Wasserstoff, Brennstoffzelle oder von mir aus ein Fusionskraftwerk (damit könnte ich mein Haus betreiben wenn ich nicht fahre :D ) ist mir egal.
Ich will nur keine 400 Kilo Batterie herumliegen haben die alle paar Jahre kaputt ist und keiner weiß wie man sie entsorgt.

Zum Thema Autonom kann ich nur sagen das der Verkehr aus meiner Sicht deutlich zu Vielschichtig ist um bis 2030 hier flächendeckend so zu fahren.
Autobahnen und Schnellstraßen mit großer Wahrscheinlichkeit JA, Bundes- und Landstraßen definitiv NEIN aus meiner Sicht.
Gerade am Land hat man zusätzlich zu Fußgängern und Radfahrern noch mit Motorradfahrern und landwirtschaftlichen Fuhren zu rechnen. Diese werden sicher nicht autonom unterwegs sein (vom Feld mal abgesehen) und das wird nicht zusammenspielen.
Ferngesteuertes Fahren klingt cool, wenn ich darüber nachdenke ist das aber für mein Gefühl nicht schlechter als das autonome Fahren. Da steigst in ein Fahrzeug ein das von der Person X am Ort Y gelenkt wird und dann fällt das Internet aus.
Beim autonomen Fahren ist die KI wenigstens Lokal am Fahrzeug, was passiert beim ferngesteuerten?

rad1oactive

knows about the birb
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Das ferngesteuerte auto wird dann hoffentlich für so einen fall (verbindungsabbruch) eine automatik zum sicheren stehenbleiben haben.

NL223

RoHS-konform
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Also wenn ich mir diesen Artikel durchlese:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrze...ahren-5-stufen/

Mehr als "Erstes Level: Assistiertes Fahren" gibts nicht... Tesla autopilot und co ist doch alles in Wahrheit noch (vermutlich lange) unbrauchbar... so lange ich konzentriert zu schaun muss dass mich mein Tesla zB nicht tötet kann man eigentlich nicht mal davon sprechen :)

Smut

takeover & ether
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Hm. Wirklich eingehen tut der Artikel auf fsd10 nicht.
Die Klassifizierung der Funktionen macht schon Sinn. Wirklicher technolgieausblick ist der Artikel aber nicht.
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