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Diesel bald tot?

XXL 25.04.2017 - 19:33 25003 315 Thread rating
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hachigatsu

king of the bongo
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Zitat aus einem Post von daisho
Ja, das ist klar. Aber prinzipiell denke ich schon dass die E-Auto-Akkus dieselben sind die auch für unsere Mobiltelefone etc. gebaut werden. Im Auto sind halt Unmengen an Zellen in Serie und/oder Parallel geschalten drin vermute ich.

Das mit 10/90 kann man aber prinzipiell genauso mit "herkömmlichen" (wie gesagt, ich denke nicht das es hier großartige Unterschiede gibt) Akkus machen. Wenn es nicht so gemacht wird, warum nicht? Und muss man Angst haben dass die E-Autos dasselbe Problem bekommen werden (alias Tesla schaut jetzt das es keine negative Presse wegen Lebensdauer gibt, die Billighersteller zu denen später jeder greift erzeugen aber dann dasselbe Problem)?

Ich glaube nicht das die Akkus "magically" auf einmal besser sind als überall anders. Ich denke eher das die Tesla-Akkus vielleicht irgendwann durch chinesischen Nachbau ersetzt werden weil billiger und dann am selben Stand sind wie im 0815 Huawei Handy ...

Auch glaube ich nicht dass das Nutzungs- und Ladeverhalten so viel anders ist als mit dem Mobiltelefon wenn ich so drüber nachdenke.


Schäden habe ich eh extra außen vor gelassen, weil statt Akkus hast bei herkömmlichen Autos halt die Zündkerzen oder Benzinleitung oder Probleme die ein Verbrennungsmotor hat welcher ein E-Motor nicht hat usw.


Absolut richtig, es sind quasi normale Zellen.. Aber das Lademanagement macht eben viel aus, und die meisten Geräte haben kein Lademanagement (Handys, Laptops, Kameras usw..). Finde ich sowieso blöd, Handy-Akkus könnten wesentlich länger leben... Ich persönlich lade mein Handy auch quasi nur bis 80-90% auf, und schaue das es nie unter 10% kommt. Sehr sehr selten das ich es mal auf 100% lade.

Auch ein Thema, viele E-Autos haben Klimatisierte Akkus. Die befinden sich also meistens in der Temperatur-wohlfühlzone, das macht neben dem Lademanagement auch einiges aus. Ist auch nachgewiesen das Autos ohne Akku-Heizung/Kühlung wesentlich schneller altern.

Will Jetzt garnicht weiter über E-Autos reden, dafür ist hier der falsche Platz (geht ja um Diesel). Außerdem wird mir ja sonst wieder nachgesagt das ich mir E-Autos schön rede (wobei ich eigentlich finde das ich sehr objektiv berichte, und mir sehr wohl über der nachteile bewusst bin)...
Jeder der derzeitigen Antriebe hat jetzt aktuell seine vor und nachteile, und stand jetzt, kann sich auch noch jeder für den Antrieb seiner Wahl entscheiden.

Obermotz

Fünfzylindernazi
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Zitat aus einem Post von Probmaker
glaubt eigentlich hier irgendwer ernsthaft, dass der strompreis (für autos) dort bleibt wo er heute ist wenn die mal einen marktanteil von >50% haben?

der preis richtet sich doch immer danach was der konsument noch "aushält". siehe miete, diesel-möst, est, gebühren,...

in dem moment wo die kunden "in der falle" sitzen heissts dann wohl: einmal bücken und hose runter.
Seh ich auch so.
Der Staat wird sich die Einnahmen, die er momentan vom Autofahrer schröpft, nicht nehmen lassen.
Die Elektroautos werden eher früher als später ähnlich besteuert werden als jetzt die Fossilen.

hachigatsu

king of the bongo
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Vermutlich ja, aber dafür erwarten ja auch einige das der Anschaffungspreis von E-Autos in den nächsten Jahren den Preis von derzeitigen Autos erreichen wird.

Österreich/Deutschland ist mit 3000-4000€ eh noch schwach bei den Förderungen, in Amerika und Asiatischen Ländern bist du teilweise auf +10000€ Förderung pro Auto.

~PI-IOENIX~

Pappenschlosser
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Zitat aus einem Post von Probmaker
glaubt eigentlich hier irgendwer ernsthaft, dass der strompreis (für autos) dort bleibt wo er heute ist wenn die mal einen marktanteil von >50% haben?

der preis richtet sich doch immer danach was der konsument noch "aushält". siehe miete, diesel-möst, est, gebühren,...

in dem moment wo die kunden "in der falle" sitzen heissts dann wohl: einmal bücken und hose runter.

Denke auch. Siehe Heizöl versus Diesel

spunz

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Auf lange Sicht kommt eine Kilometerabgabe, über den Stromverbrauch würde dem Staat viel Geld kosten.

Bender

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So was in de Art wird es wohl werden.
Den Strom selbst kann sich jeder mit etwas (Dach)Fläche und ein paar Batterien bald selbst günstig erzeugen und speichern.
Es würde mich wundern wenn nach 2025 noch neue Verbrenner kaufbar sein werden, hauptsächlich weil die dann Kosten-technisch einfach nicht mehr mithalten werden können.

Obermotz

Fünfzylindernazi
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Zitat aus einem Post von Bender
Es würde mich wundern wenn nach 2025 noch neue Verbrenner kaufbar sein werden
Es wird dich wundern, wie lange noch Verbrenner kaufbar sein werden ;)

Bender

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Nischen werden sicher überleben, keine Frage, aber die Mehrheit wird sich die Dinger nicht mehr antun.

hachigatsu

king of the bongo
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Kommt alles drauf an wie es sich in den nächsten Jahren entwickelt.

Vorteil Verbrenner: er bewegt das auto, zwar ineffizient (weil +70% in Wärme geht), aber er tut es, und dabei ist es Verbrauchstechnisch "relativ" egal wie kalt es ist. Kälte + Schnee ist beim E-Auto ein echtes Problem (derzeit), besonders weil es noch immer so viele Autos gibt die keine Akkuheizung haben.

zB Hyundai Ioniq.. normreichweite ~190-200km.. Einige packen auch 230km.. Im winter bei 0 grad mit Schneefall auf der Straße, da kann die Reichweite schon mal auf 120-140km einbrechen.

Die Kälte reduziert mal die verfügbare Kapazität im Akku, die Kälte reduziert die Leistungsfähigkeit der Wärmepumpe (Heizung), und durch Schnee auf der Fahrbahn hast du einen wesentlich höheren Rollwiderstand.

Alles kein Problem, wenn es ausreichen(und leistbare) Ladestationen gibt :)
Achja, noch ein thema.. Kalter Akku = langsam laden.
Tesla S/X hat beheizte Akkus, und kann daher auch im Winter mit ~120kW
Tesla 3 hat offenbar keine Akkuheizung, in tests vor ein paar tagen (sehr kalt) konnte er nur mit ~70kW laden (obwohl er auch 120kW könnte)

Römi

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Passend dazu:

Zitat
Andere Tesla-Fahrer haben ganz andere Probleme: Weil die automatischen Türgriffe ihrer Wagen bei Eiseskälte schlichtweg festfrieren, öffnet ihr Auto nicht mehr - und sie kommen gar nicht erst rein.

https://www.lz.de/ueberregional/aus...eslas-lahm.html

und
Zitat
Doch nicht nur Tesla hat ein Problem mit Minusgraden. Immer wieder berichten Elektroauto-Fahrer von sinkenden Reichweiten bei Kälte. Der ADAC geht davon aus, dass viele Batterien bei Kälte bis zu 50 Prozent ihrer Reichweite einbüßen.

hachigatsu

king of the bongo
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Zitat aus einem Post von Römi
Passend dazu:



https://www.lz.de/ueberregional/aus...eslas-lahm.html

und

Tchja :D... Das ist eben ein problem von versenkbaren Türgriffen. Das trifft nicht nur Tesla, sondern auch Jaguar i-Pace. Ansonsten ist mir derzeit kein Hersteller bekannt der versenkbare Türgriffe hat.

Designed to fail in winter :)

ADAC verwechselt reichweite mit Kapazität :)... Stimmt so auch nicht ganz.

Die Kapazität ist bei kalten Akkus ja nicht weg, sie ist nur bei der Temperatur nicht abrufbar. Erwärmt sich der Akku aber (bei der fahrt), so kommt die Reichweite auch wieder großteils zurück. Und um 50% reduziert sich die Kapazität nun wirklich nicht.. vielleicht bei -20 grad, wenns auto komplett ausgekühlt draußen steht und über Nacht nicht angesteckt ist/war, aber wie oft hat es das bei uns? Einige Autos sind so klug und heizen im Winter den Akku wenn er angesteckt ist, dann hast du keinen Reichweitenverlust.


gibt ja auch verbrenner wo der Sprit einfriert :).. Kann mich noch erinnern das BMW vor einigen Jahren mal Autos hatte wo der Temperaturschutz im Tank vergessen wurde, die sind dann schnell gestanden weil der Diesel geflockt hat.

daisho

SHODAN
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Falls es jemanden technisch interessiert wegen Temperatur & Li-Ion Akkus: >klick<

Römi

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Ja, am besten vorher ein feuer unterm Auto anzünden damit der Akku auftaut.

WONDERMIKE

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Zitat aus einem Post von hachigatsu
zB Hyundai Ioniq.. normreichweite ~190-200km.. Einige packen auch 230km.. Im winter bei 0 grad mit Schneefall auf der Straße, da kann die Reichweite schon mal auf 120-140km einbrechen.

finde das eigentlich noch ganz gut fürs Speckgürtel-Elektroauto.. ich könnte damit bei widrigen Bedingungen noch immer meine täglichen Wege abdecken bzw noch mehr(warme Garage mit Lademöglichkeit in der Arbeit hilft ja vielleicht)

Zitat aus einem Post von Römi
Ja, am besten vorher ein feuer unterm Auto anzünden damit der Akku auftaut.

https://www.youtube.com/watch?v=AoyBPT8Fz6U

hachigatsu

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Zitat aus einem Post von WONDERMIKE
finde das eigentlich noch ganz gut fürs Speckgürtel-Elektroauto.. ich könnte damit bei widrigen Bedingungen noch immer meine täglichen Wege abdecken bzw noch mehr(warme Garage mit Lademöglichkeit in der Arbeit hilft ja vielleicht)

Es kommt eben immer drauf an was man will, und was man braucht.

Viele glauben ja "ich brauche ein Auto mit 800km reichweite"... Das ist zum einen unrealistisch, und zum anderen komplett Sinnfrei... Meistens sind das genau die typen die im Jahr 2x über 200km fahren, und 1x 600km nach Italien.

Der Ioniq mit ~28kWh ist bei mir persönlich zwar möglich, wäre aber für meinen bedarf wirklich kritisch (40.000km/Jahr). Der kommende Ioniq mit ~39kWh wird hingegen interessant. So schlecht kann das wetter garnicht sein das du damit nicht 200km kommst, und im sommer sind locker flockige 300-330km drinnen.

Und wer meint da es bei einer 600km Strecke nicht einmal zumutbar wäre eine 20-30 Minuten Pause zu machen,... kannst sowieso nicht ernst nehmen.

Wenn das E-Auto kommt, wird es bestimmt nicht mit 800-1000km Normreichweite (wie derzeit viele Diesel) sein.
Glaube das sich ~40-50kWh Akkus durchsetzen werden. Ist nur meine persönlich Meinung.. +60kWh wird es freilich geben, ist aber dann schon eher die obere Kategorie (die auch kosten wird).

Zurück zum Thema.. -> diesel :)
Bearbeitet von hachigatsu am 06.02.2019, 14:40
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