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Energieträger für E-Mobilität (Akku vs. Wasserstoff)

XeroXs 02.03.2016 - 13:11 10921 202
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hachigatsu

king of the bongo
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Deshalb batterie!!!! In Batterie und wieder heraus hat defintiv weniger Verluste als zu Wasserstoff und wieder zu Strom.

Einziger Nachteil der batterie ist die Zeit den Strom woanders hin zu übertragen, da lässt sich Wasserstoff natürlich schöner transportieren, wenn auch ineffizient.

XXL

insomnia
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Zitat aus einem Post von hachigatsu
Warum habe ich das gesagt? weil ich extrem oft den Einwand höre "da muss ich ja stunden lang aufladen"... Ja und? Obs auto jetzt herum steht und angesteckt ist, oder herum steht und nicht angesteckt ist - das is ja wohl egal? Ein Herkömmliches auto steht über 97% seines Lebens herum, ist wohl genug zeit um geladen zu werden :).. Wohl bemerkt, das würde bei mir zutreffen, und ich kann zuhause laden. Für Personen die nicht zuhause laden können ist das ein ganz anderes Thema. Da sehe ich auch absolut ein das E-Autos noch keine Möglichkeit darstellen (wobei ich 3 Tesla-S Fahrer kenne die eine normale Wohnung haben und nicht zuhause laden können, fahren problemlos 40.000km/Jahr ohne sich über Ladezeiten zu beschweren)

Bzgl Effizienz noch ein Bild (sehr vereinfacht dargestellt)
https://image.jimcdn.com/app/cms/im...44368/image.jpg

Da ist eben genau das Problem, im kleinen funktioniert das anstecken und laden eh, jetzt rechne mal mit 50% E-Autos, da wirds dann blöd weil es gibt halt nicht überall Steckdosen und die Infrastruktur musst auch mal schaffen das man die 2,5 Millionen Autos die dann in Österreich herumfahren irgendwann aufläd ...

Der Vorteil von Wasserstoff wäre halt der gleiche Vertriebsweg wie Benzin, nicht jeder braucht eine Tankstelle zu Hause, produziert werden kann er irgendwo, klar du hast Verluste beim Transport, dafür sparst dir eine riesige Umstrukturierung der Infrastruktur, wenn ich irgendwo einen Stromgenerator habe der Wasserstoff erzeugt kann ich den erzeugten Wasserstoff viel leichter zentral ausgeben als den Strom über Leitungen zu einem Akku zu bringen ....

Man darf halt nicht vergessen das unser Stromnetz vielleicht 5-10% Reserven hat und das reicht halt leider nicht aus um Unmengen an Autos zu laden ....

Master99

verträumter realist
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ist der bescheidene Wirkungsgrad von Brennstoffzellen schon angesprochen worden? der liegt derzeit meines Wissens bei maximal 60%.

Mit einer effizienteren Wasserstofferzeugung ist es also noch nicht getan...

Für den Mainstream dürfte Akkutechnologie somit insgesamt die vielversprechendere Lösung sein - wenn auch die Mittelklasse dann realistische >350km (inkl. Winter und Autobahn) schafft wird die Akku/Reichweitendiskussion sicherlich ein wenig abflachen.

Langfristig seh ich die Wasserstoff somit eher im Langstreckenbereich oder Anwendungen wo Gewicht sehr wichtig ist (Fliegen zb)... evtl. auch Hybrid-PKWs als Zusatz für Leute die täglich mehr als die durchschnittlichen 35km brauchen.

HaBa

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Dr. Funkenstein
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Wasserstoff hätte aber auch den Vorteil dass man ihn im Kolbenmotor verbrenben kann, Übergangsphase und so...

Castlestabler

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Bezüglich Effizienz und Nachhhaltigkeit (ich glaube für die meisten ist unser Stromnetz eine BlackBox)

Vergleich zwischen Akku und Benzin-Auto ist selbst bei der besten Arbeit mit soviel Annahmen zu treffen, dass man immer Einspruch erheben kann.

Wasserstoff zu Akku kann man aber super leicht vergleichen, warum es hier aber wissentlich ignoriert wird ist mir unklar.
(Ich nehme alle aus die ihr Auto zu hause mit nur den eigenen Solarzellen laden, ich glaube wir können uns auch darauf einigen die sind verschwinden)

Wann wird der Durchschnitt sein Auto laden:
Manche in der Arbeit, bitte sagt mit wenn es bei euch geht
Mehr wahrscheinlich direkt wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen und das Auto an die Steckdose stecken.

Was ist am Abend: Am Abend wird von unserem Netz schon jetzt der größte Strombedarf gefordert. Bedeutet die Sonne ist am untergehen, die Pumpspeicher sind hoffentlich voll und wenn man Glück hat geht ein Wind.
Zuerst entleert man die Pumpspeicher und dann schmeißt man halt die Gas und Dampfturbinen an oder die Kohlekraftwerke, ein täglicher Zyklus.
Mit dem Laden der Autos baut man somit mehr GüD um die Spitzen abzufangen.
Abhilfe wären SmartMeter, aber die Diskussion im anderen Thread führe ich hier nicht weiter.

Wasserstoff: Den ganzen lieben langen Tag scheint die Sonne und ich habe zwei Elektroden die fröhlich blubbernd Elektrolyse betreiben. Den Strom braucht am Vormittag und Nachmittag eh keiner, weil der Strombedarf eine leichte Delle hat.
Dann kommt irgendwann noch ein ordentlicher Wind, egal ob wir alle schalfen oder gerade den Vormittag beim Kaffee verbringen, den überschüssigen Strom kann ich direkt bei der Offshore Anlage in Wasserstoff speichern.

Ich wünsche allen den Spaß mal eine Arbeitssicherheit erstellen zu müssen für eine Batterie- oder einen Wasserstoffversuchsplatz, da kommt jedem das heulen.

hachigatsu

king of the bongo
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Zitat aus einem Post von Castlestabler
Was ist am Abend: Am Abend wird von unserem Netz schon jetzt der größte Strombedarf gefordert. Bedeutet die Sonne ist am untergehen, die Pumpspeicher sind hoffentlich voll und wenn man Glück hat geht ein Wind.

Nope... genau abends könnten die meisten Stromanbieter Strom verschenken, weil ein Großteil der Industrie inaktiv ist. Sie wissen nachts nicht wohin mit dem ganzen Strom.

Zitat aus einem Post von Castlestabler
Wasserstoff zu Akku kann man aber super leicht vergleichen, warum es hier aber wissentlich ignoriert wird ist mir unklar.
(Ich nehme alle aus die ihr Auto zu hause mit nur den eigenen Solarzellen laden, ich glaube wir können uns auch darauf einigen die sind verschwinden)


Das ist dann der SUpergau, wie Hybride.. Das schlechtes aus beiden Welten, noch mehr Effizienzverlust :D
Also eigentlich hat fast jeder E-Autofahrer (mit Haus) auch eine PV-Anlage, zumindest kenne ich nur solche, soll aber kein Argument sein, denn die Sonne zuhause bringt dir nix wenns auto tagsüber immer in der Arbeit steht.
Bearbeitet von hachigatsu am 21.06.2018, 00:55

Hubman

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Zitat aus einem Post von hachigatsu
Nope... genau abends könnten die meisten Stromanbieter Strom verschenken, weil ein Großteil der Industrie inaktiv ist. Sie wissen nachts nicht wohin mit dem ganzen Strom.

das hängt jetzt von der definition von "abends" ab, die duck curve ist jetzt nicht überall so, wie in kalifornien.
aber zunehmende solarinstallationen ( schön dargestellt in diesem link --> realität vs. lobbyschätzungen http://www.taz.de/picture/2650968/9...g-Prognose.jpeg ) werden die kurve überall in die richtung treiben. der peak gilt nur für wenige stunden, danach gehts wieder stark runter

steuerung und speicherung von wind & solarstrom sind die themen der zukunft. wasserstoff kann hier ein teil der lösung sein, aber ein recht teurer teil, da die umwandlung immer wieder von neuem gemacht werden muss. bei quasi "gratis strom" spielt das natürlich keine so große rolle, aber für die benötigte menge braucht man sehr sehr sehr viel gratis strom.
den sehe ich bestenfalls im bereich photovoltaik kommen, die peaks im windbereich sind dafür nicht annähernd ausreichend und in dem bereich steckt der ausbau in vielen ländern schon etwas fest.

Castlestabler

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Abends ist bei mir so zwischen 18 und 20Uhr:
https://commons.wikimedia.org/wiki/...schematisch.svg

Dort wo sicher kein ernstzunehmender Anteil an Sonnenenergie zur Verfügung steht.
Die Kurve ist für Deutschland.

Wer will um diese Zeit Energie unbedingt loswerden?

Dreamforcer

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Zitat aus einem Post von HaBa
Das Laden daheim wird mMn die größte Hürde.

Ja, den Strom gibts, aber nicht dort wo man ihn braucht, dafür werden die ganzen Stromgegner schon sorgen..

und das wird dem wasserstoff in die hände spielen, wir schaffen es ja jetzt schon nicht die strom zu verteilen, viel off shore parks stehen still weil sie den strom nicht einspeichern können, dort vorort kann man also ganz einfach und "günstig" h erzeugen und in Tanks/Pipelines einspeissen. Und je mehr man da forsch desto höher wird auch die effizienz werden mit der der wasserstoff erzeugt werden kann.

HaBa

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Z.b. forscht die voest=> den Stromüberfluss z.B. der Windkraftanlagen in Wasserstoff "parken" und dann statt/zusätzlich zur Kohlen im Hochofen zu verwenden.

Problematisch: die Hochspannungsleitungen quer über den Kontinent sind ja schon recht ausgereizt.

Hat man vor ein paar Monaten ja gesehen wie das alles zusammenspielt als alle Küchenherd- und Nachtkastluhren um 5 min danebenlagen weil in Serbien zu viel Strom verbraucht wurde um das auszugleichen (ja, nicht ganz vollständig zusammengefasst, aber ging ums big picture)

kleinerChemiker

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Ja, das Leitungsnetz ist tw. am Limit, aber die Uhren hatten nichts mit einem überlasteten Netz zu tun. Das Problem war, dass zu wenig eingespeist wurde, nicht dass es einen Leitungsengpass gab.

HaBa

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War nur ein Beispiel dafür wie alles zusammenspielt, nicht für die Überlastung, siehe meinen Text.

Master99

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noch seeehr weit weg von praktischen anwendungen, aber könnte prinzipiell eine sehr interessante möglichkeit sein strom zu speichern bzw. generieren oder wasserstoff, erdgas,... herzustellen.

xaxoxix

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imo wird sichs dennoch nicht durchsetzen da das konzept schwer massentauglich ist - solang man darauf angewiesen ist die kisten zuhause zu laden oder an den paar ladestationen solange kann sich e nicht als standard etablieren - das ganze gleicht ehr de tamagotchi phänomen

man stelle sich vor, es würden auch nur 10% der autos auf e umstellen - alleine die warterei bei der wiederaufladung ist ein schuss ins knie (und eigentlich ist das nicht mal direkt das henne ei problem)

die netze müssten auch ausgebaut werden und da sprechen wir dann auch nicht von pipifax kohle sondern einen richtigen batzen - und wenn ich zuden nachbarn schaue - sprich - mit dem kübel dann zb nach dtland fahre - kann ich mir am anhänger gleich noch einen dieselgenrator mitnehmen :p

die autoindustrie hat auch wenig(er) davon, da verhältnismässig wenig(er) verschleiss im vgl. zu benziner und co

aller freude und euphorie zum trotz - e ist eine momentane cashcow - und ein netter marketinggag - ich warte definitiv auf wasserstoff

dazu auch https://www.nachrichten.at/nachrich...n;art15,2945991

oder

https://ecomento.de/2017/10/02/post...rennstoffzelle/

https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_...le20517340.html


vorteil der e kisten zur zeit noch - der hohe wiederverkaufswert - sprich - wer lust hat das zeugs längere zeit zu testen verliertzumindest beim verkauf weit nicht so viel als wärs ein verbrennungsmotor
Bearbeitet von xaxoxix am 08.10.2018, 14:25

Hubman

Seine Dudeheit
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Zitat aus einem Post von xaxoxix
imo wird sichs dennoch nicht durchsetzen da das konzept schwer massentauglich ist - solang man darauf angewiesen ist die kisten zuhause zu laden

Gerade das Laden zu hause ist der große Vorteil von Elektroautos.

Wenn ich mir die Pläne der großen Autokonzerne ansehe, schaut das sehr gut aus, für die nächsten 5-10 Jahre.
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