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Grille(-r/-en)

Krabbenkoenig 07.04.2009 - 11:50 464152 4314 Thread rating
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22zaphod22

chocolate jesus
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also die emotion kommt bei mir vom guten essen, den leuten und dem wetter ... 90% der "emotion" die tatsächlich mit der kohle was zu tun hat hat sich in begleitung von schimpfwörtern manifestiert ...

aber ich kann meinen "steinzeitmenschen" oft genug mit lagerfeuer bei den eltern im garten befriedigen ... da gibts auch einen drehbaren "hangman-grillrost"

daisho

SHODAN
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Zitat aus einem Post von ChrisViper
Grill auf Vollgas mit Kohle befeuert haben, dann irgendwas drauf, außen verbrannt, innen halb roh und trotzdem happy.
Ich weiß nicht, ich wär da nie happy als Gast (auch nicht in meiner Jugend) und Kohlegrill heißt nicht das man nicht gut grillen kann - im Gegenteil. Das klingt eher nach Grill-Koch-Fail oder "Jugend hat(te) keine Ahnung".

Was mich an meinem Kugelgrill stört ist
a) wenig Platz (liegt aber einfach an der Größe und Form)
b) Dreckig (Rauch beim Anzünden der Kohle und Asche als Überbleibsel)

Ansonsten kann man mit dem super grillen, das liegt dann nur noch an den Zutaten und Grill-Skills.

Krabbenkoenig

Managing the unmanageable
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Naja, wenn ich mir ansehe was viele mit einem BigGreen Egg & Co zaubern ist das für mich vom Handwerk schon noch eine andere Hausnummer als auf einem Gasgrill wo du zum Temperaturverstellen am Drehregler drehst und du hast (mehr oder weniger) instant Rückmeldung.
Da muss ich für einen 12h longjob nicht viel planen oder einregeln. Ich weiß, dass ich bei meinem Genesis 110° im Garraum habe, wenn ich einen Brenner auf minimum fahre und dank dickwandiger Aluguss Grillkammer eigentlich von Frühling bis Herbst (im Winter muss ich den Regler paar Grad weiter drehen)

Dass die Qualität vom Essen durch mehr Gasgriller steigt halte ich für eine sehr kühne These.
Dazu müssten die Leute erstmal mehr ins Essen investieren anstatt das abgepackte vom Discounter zu kaufen. ;)

Ich behaupte eher, Gasgriller sind aktuell einfach erfolgreicher weil sie einfacher zu Handhaben sind - funktionsprinzip drehregler kennt jeder von seinem Herd - und die Frau eher erlaubt, dass eine Edelstahlkiste auf der Terrasse steht, als eine (immer rußige) Blechkugel.

Vielleicht isses auch nur ein weiteres Indiz unserer quantifizierten Gesellschaft? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass jemand in meiner Kindheit fast schon in panische Angst verfallen wäre, wenn er ein Würstl ohne digitalen Thermometer mit 5 kabellosen Fühlern zubereiteten musste.
Bearbeitet von Krabbenkoenig am 18.06.2019, 13:34

Sagatasan

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Zitat aus einem Post von 22zaphod22
nachdem ich mich nun an den gasgriller gewöhnt habe und ~10 gegrillt wurde mein fazit:

- geschmacklich kaum feststellbarer unterschied zum kohlegrill ... und das holz- / räucheraroma kann man ja mit wenig aufwand dazugeben
- von der temperatursteuerung ist der unterschied tag und nacht - ich weiß am gasgriller ganz genau was passiert und wie lange und kann auch mal länger weg gehen ...
- dass man brot mit- / parallel-backen kann erspart dieses depperte aufbacken im backofen im haus

resultat:

es wird VIEL öfters gegrillt ... die hemmschwelle zu grillen ist viel niedriger (eigentlich kaum vorhanden) ... gestern einfach mittagessen am griller gemacht ... putenfleisch musste weg und war mir lieber als die pfanne dreckig zu machen

der umstieg auf gas ist ganz klar zu empfehlen

Ich habe sowohl einen Gasgrill als auch einige Kohlegriller im Garten :)
Mein eindeutiges Urteil: Kohle > Gas

Gasgriller (Q3200) steht am Balkon für schnelles grillen - ist ganz OK, aber hat trotzdem nichts mit richtigem grillen zu tun ;)

normahl

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Was meine persönliche Erfahrung betrifft muss ich leider sagen, bis jetzt konnte ich immer den Unterschied schmecken zwischen Kohle/Briketts und Gas.

Gas war immer etwas langweiliger als vom Kohlegrill, eventuell waren aber auch einfach nur die Gastgeber keine Profis.

Beim Kohlegrill kann man einfach mehr Fehler machen, schon allein bei der Wahl von Kohle oder Briketts. Gerade bei (billigen?) Briketts schmeck ich relativ oft, ich nehm an, das Bindemittel raus. Ist einfach nicht recht gut.

Mein "NO. 1 AIR F60" hat bis jetzt nur Weber Briketts gesehn und dort konnte ich das zb noch nicht feststellen.
Auch das Anzünden geht eigentlich relativ gut, bis jetzt hab ich halt nur so kurze Sachen gemacht, mit maximal 90min.
Ich find die Anzündphase fällt da trotzdem nicht so ins Gewicht, da muss ich nicht wirklich daneben stehen und warten und auch wenn er mal die Temperatur hat lässt er sich recht gut regulieren.

Aber klar, der Gasgrill ist sowas wie es mal die Sommerküche war. Statt die Räume unnötig mit kochen aufzuheizen, raus in die Sonne und dort kochen.
Bearbeitet von normahl am 18.06.2019, 13:36

daisho

SHODAN
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Zitat aus einem Post von Krabbenkoenig
Ich weiß, dass ich bei meinem Genesis 110° im Garraum habe, wenn ich einen Brenner auf minimum fahre und dank dickwandiger Aluguss Grillkammer eigentlich von Frühling bis Herbst (im Winter muss ich den Regler paar Grad weiter drehen)
Das z.B. ist sehr wichtig. Man muss seinen Griller einfach kennen, und das kommt einfach mit Erfahrung.

Ich mache halt keine fancy Projekte und bin auch kein Hauben-Koch, aber ich beherrsche meinen Grill halbwegs und weiß wo ich was wie lange hinlegen muss damit es gut wird - wie viel von welcher Kohle ich nehme und wie lange ich diese anheize und wie ich sie im Griller verteile damit ich ordentliche Mittel & Heiß Zonen habe.

Das hat auch eine Zeit lang gedauert bis ich das alles raus hatte und jetzt immer ein konsistentes gutes Ergebnis bekomme.
Man kann nicht erwarten das man sich einen neuen top Grill kauft und sofort der Top Koch ist.

HaBa

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Ich denke dass bei vielen insofern die Qualität steigt weil sie jetzt z.B. die steaks auch so ca. hinbringen wie sie wollen und nicht 20 EUR Durchgegartes haben am Schluß => da landen dann öfter "bessere" Stücke am Grill als nur die Käskrainer ...


Es geht ja nicht jeder soooo in die Tiefe, und wenn ich überlege wie wenig für manche hier z.B. die Weber-Grillakademie "wert" ist die für viele schon den Olymp darstellt ...

eeK!

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Ich schwanke zurzeit zwischen Holzkohle oder Gasgrill...

Es herrscht gewisser Respekt vorm Gas - hab zwar erst kürzlich auf einem Gasgriller gegrillt und es ist halt ein Wahnsinn wie schnell das Ding Einsatzbereit ist, hab trotzdem meine bedenken :(

normahl

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Zitat aus einem Post von eeK!
Ich schwanke zurzeit zwischen Holzkohle oder Gasgrill...

Es herrscht gewisser Respekt vorm Gas - hab zwar erst kürzlich auf einem Gasgriller gegrillt und es ist halt ein Wahnsinn wie schnell das Ding Einsatzbereit ist, hab trotzdem meine bedenken :(

Willst du nur grillen wenn du wirklich Zeit hast? Also hat es einen sagen wir mal Erholungsfaktor für dich? Dann würd ich zu Holzkohle greifen.

Willst du schnell nach der Arbeit mal ein Würstl braten und das draußen statt in der Pfanne am Herd? Dann wohl lieber Gas.

davebastard

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das ist aber auch blödsinn weil man kann auch beim gasgrill gmütlich grillen... und das ergebnis ist auch gut... also das find ich übertrieben. das liest sich als ob gasgriller nur was für schnell,schnell wär

normahl

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Zitat aus einem Post von davebastard
das ist aber auch blödsinn weil man kann auch beim gasgrill gmütlich grillen... und das ergebnis ist auch gut... also das find ich übertrieben. das liest sich als ob gasgriller nur was für schnell,schnell wär

Da hast du jetzt auch wieder recht, da hab ich mich etwas schlecht ausgedrückt.

Krabbenkönig hats eigentlich eh recht gut gesagt: "Nichtsdestotrotz ist jedesmal wieder eine Freude wenn ich das Keramikei anfeuere, da hüpft der innere Neandertaler und freut sich wenn die frischerlegte ( :rolleyes: ) Kuh draufgepackt wird." :)

Krabbenkoenig

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Zitat aus einem Post von davebastard
das ist aber auch blödsinn weil man kann auch beim gasgrill gmütlich grillen... und das ergebnis ist auch gut... also das find ich übertrieben. das liest sich als ob gasgriller nur was für schnell,schnell wär

Nicht nur, aber es ist nunmal das absolute killer Argument eines Gasgrills - und das sticht sowohl beim Kurz&Flach Anfänger bis zum Longjobber der sich um Mitternacht keine Gedanken drüber machen will ob der Grill jetzt schon auf 120° eigeregelt ist oder noch ein bissl braucht.

normahl

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Wie siehts eigentlich mit den Kosten zwischen Gas vs Kohle/Briketts aus?
Hat da von euch jemand einen vergleich? Mit was fährt man günstiger?
Ist wohl schwer zu sagen aber vl hat ja jemand mal einen Vergleich gemacht.

davebastard

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Zitat aus einem Post von Krabbenkoenig
Nicht nur, aber es ist nunmal das absolute killer Argument eines Gasgrills - und das sticht sowohl beim Kurz&Flach Anfänger bis zum Longjobber der sich um Mitternacht keine Gedanken drüber machen will ob der Grill jetzt schon auf 120° eigeregelt ist oder noch ein bissl braucht.

dass das ein vorteil von gas ist ist klar, es hat sich halt imho so angehört als könne man den griller nur für einfache/unaufwendige sachen verwenden und das ist halt imho blödsinn.

22zaphod22

chocolate jesus
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Zitat aus einem Post von normahl
Wie siehts eigentlich mit den Kosten zwischen Gas vs Kohle/Briketts aus?
Hat da von euch jemand einen vergleich? Mit was fährt man günstiger?
Ist wohl schwer zu sagen aber vl hat ja jemand mal einen Vergleich gemacht.

ist so "wurscht" ... anschaffungskosten sind beim gasgriller höher ... das dauert ewig bis sich das amortisiert hat ...

ich grille jetzt sicher seit 20 jahren, halte mich für einen überdurchschnittlichen koch (sicherlich kein "gourmet-level") und verwende gute zutaten ... fleisch schau ich auf die qualität und nicht auf den preis ... gemüse, öle, gewürze, saucen immer frisch, qualitativ und wo geht selbst gemacht (kräuterbutter, joghurtsaucen, ...)

"schmecken" kann ich den unterschied nicht ... aber bei mir ist immer öl & gewürz dabei und das tropft genauso runter und da brennt auch im gasgriller mal was ...

und die "empfindlichen / schweren" sachen wie haloumi oder fisch funktionieren am gasgriller einfach perfekt ...

und wenn da "rauch" dabei sein soll kommt die räucherbox mit in die kammer ... kohlestaub und asche haben imho nichts positives zum geschmack beigetragen ... auf die kann ich verzichten (wenn beim weber bei jedem 2ten luftzug dreck ins essen geblasen wurde durch die lüftung von unten)

ich will ja niemandem den kohlegriller schlecht machen - ich hatte viel freude mit meinem weber kugelgriller aber ich würde ihn (außer für experimente wie caveman-steak) nicht mehr auspacken aus der schupfn
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