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System Empfehlung für Videoschnitt mit DaVinci Resolve

Volti 25.11.2021 - 10:31 217 5
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Volti

aka Sepultura1
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Da ich schon länger von der Materie weg bin und mich mit den “aktuellen“ Systemen nicht mehr so gut auskenne richte ich mich da an euch.

Mein Kollege würde gerne ein gebrauchtes oder evtl. ein aktuell bei Hofer angebotenes Notebook kaufen um darauf seine in 4k aufgenommen Videos zu Schneiden.
Er würde das gerne mit dem Freeware Program DaVinci Resolve machen.
Welche Hardware würdet ihr empfehlen, habt ihr Erfahrungen mit DaVinci oder bekommt man um den Preis doch einen vernünftigeren Stand PC?


350€ gebraucht System:

Lenovo IdeaPad Y50-70, Core i7-4710HQ, 16GB RAM, 256GB SSD, GeForce GTX 860M, DE (59424709)
3.1jetzt bewerten!Info beim Hersteller
Display15.6", 1920x1080, 141ppi, 60Hz, non-glare
CPUIntel Core i7-4710HQ, 4C/8T, 2.50-3.50GHz, 6MB+1MB Cache, 47W TDP, Codename "Haswell-H" (Haswell, 22nm)
RAM16GB DDR3
SSD256GB
HDDN/A
GrafikNVIDIA GeForce GTX 860M - 4GB GDDR5 - Mobile, 5SM/640SP, Codename "GM107" (Maxwell 1.0, 28nm)
BetriebssystemN/A
EingabeTastatur mit DE-Layout (beleuchtet, Nummernblock, Rubber-Dome), Touchpad
Anschlüsse1x HDMI, 2x USB-A 3.0, 1x USB-A 2.0, 1x Gb LAN


630€ neu System:

HP Pavilion 15-eh1801ng Natural Silver, Ryzen 7 5700U, 16GB RAM, 1TB SSD, DE (4S8V7EA#ABD)
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Display15.6", 1920x1080, 141ppi, 60Hz, non-glare, IPS, 250cd/m²
CPUAMD Ryzen 7 5700U, 8C/16T, 1.80-4.30GHz, 8MB+4MB Cache, 15W TDP, Codename "Lucienne" (Zen 2, 7nm)
RAM16GB DDR4-3200 (2x 8GB Module, 2 Slots)
SSD1TB M.2 PCIe
HDDN/A
GrafikAMD Radeon Graphics (iGPU), 8CU/512SP, 1.90GHz, Codename "Vega" (GCN 5.1)
BetriebssystemWindows 10 Home 64bit
EingabeTastatur mit DE-Layout (beleuchtet, Nummernblock, Rubber-Dome), Touchpad
Anschlüsse1x HDMI 2.0, 1x USB-C 3.1 mit DisplayPort 1.4 (PD), 2x USB-A 3.0, 1x Klinke, 1x Hohlbuc

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Zitat aus einem Post von Volti
um darauf seine in 4k aufgenommen Videos zu Schneiden.
Er würde das gerne mit dem Freeware Program DaVinci Resolve machen.
Bitte fangen wir erstmal da an wo man normalerweise anfängt wenn man so ein Vorhaben umsetzen will... ;)

1. Welche Kamera(s) benutzt er und welches Material hat er zu barbeiten?
(Codec-Details! -> Auflösung haben wir ja bereits [so in etwa] mit 4K fehlen noch Codec, Framerate, Bittiefe, Audio-workflow...)

2. Will er das alles nativ in Resolve bearbeiten oder wäre ein Offline-Workflow auch denkbar?
(ich würde bei den Geräte-Specs definitiv zu einem Offline/Proxy-Workflow raten - die reichen meiner Meinung nach beide nicht aus für natives Arbeiten in 4K!)

2. Wo landet das fertig geschnittene Projekt dann im Endeffekt?
(Abgabe-Spezifikationen; V-Log/YouTube, BluRay, DVD, komprimiert oder in Originalqualität als Master für's Archiv...)

3. Welche zuätzliche Peripherie ist vorhanden?
(speziell zur Qualitätskontrolle; externes Display, Ton-Abhöre usw...)

Was viele nicht wissen: auf Windows ist die gratis Version von Resolve was die GPU-Beschleunigung anbelangt ziemlich beschnitten somit reisst einen da eine neuere GPU auch nicht raus -> wenn man wirklich ordentlich mit Resolve arbeiten will sollte man sich schon die Vollversion leisten (ca. 200€ standalone, bei einigen Blackmagic Produkten wie den Kameras ist eine vollwertige Linzenz bereits inkludiert).

click to enlarge

hth :)

Volti

aka Sepultura1
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Habe mir schon gedacht das Fragen auftauchen werden, aber gleich so spezifische...

EDIT: da hats mein smiley wohl den rest gefressen...


Primär werden die Videos von seiner Drohne verwenden (Mavic Air 2S) evtl. auch mal was vom Smartphone.
Codec kann die Drohne H.264 und H.265 vermutlich je nach Auflösung 4K bzw 5,4K.




Ich gehe davon aus dass alles Offline passieren wird da es nur als reines Hobby betrieben wird, somit wir das fertige Video allerhöchstens mal auf Blueray gebrannt, aber eher wird das Ganze nur via HDMI auf den Fernseher übertragen.



Peri was *g*, eine Externe Festplatte und das wars, somit wäre ein Stand PC eher die zweite Wahl. Zumindest glaube ich dass ich es geschafft habe ihm einen zweiten Bildschirm schmackhaft machen konnte.

Viper780

Er ist tot, Jim!
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Also unter dem Ryzen würd ich nicht gehen. Eher noch was stärkeres suchen.

4k ist nicht so ohne was die Last betrifft. Extra Grafikkarte mit genügend VRAM schadet nicht, bringt aber erst in der Bezahlversion wirklich was.

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Zitat aus einem Post von Volti
Primär werden die Videos von seiner Drohne verwenden (Mavic Air 2S) evtl. auch mal was vom Smartphone.
Codec kann die Drohne H.264 und H.265 vermutlich je nach Auflösung 4K bzw 5,4K.
Da hat er sich halt gleich nicht das 'einfachste' Material ausgesucht...
h.264 geht ja noch und ist in FullHD (nicht 4K!) mit den angegebenen Laptops sicher problemlos möglich was Schnitt anbelangt. Aber bei 4K und generell bei h.265 wirst du da mit den Geräten nicht allzu weit kommen - der zweite Laptop sieht da aber wesentlich besser aus als der erste (die dedizierte Graka beim ersten Laptop bringt leider nicht viel wenn sie von der Generation her zu alt ist). GoPro baut auch stark auf HEVC (h.265) auf und die sagen da zb;
Code:
HEVC wird auf Windows 10-Computern unterstützt, die den Intel Kaby Lake (oder gleichwertig) oder einen neueren Prozessor verwenden. 
Wenn man nach dem geht sollte man ab etwa 2017 halbwegs 'safe' sein mit der Hardwarebeschleunigung seitens der Chipsets, davor ist es wohl noch grenzwertig was das anbelangt (ist auf h.265 bezogen, h.264 ist davor auch kein Problem von der Hardwarebeschleunigung her).


Zitat aus einem Post von Volti
Ich gehe davon aus dass alles Offline passieren wird da es nur als reines Hobby betrieben wird, somit wir das fertige Video allerhöchstens mal auf Blueray gebrannt, aber eher wird das Ganze nur via HDMI auf den Fernseher übertragen.
Nope - mit Offline-Schnitt ist in dem Fall gemeint, dass nicht das native Format in voller Auflösung geschnitten wird sondern, dass man Proxies rendert und dann mit denen schneidet (mit einem anderen Codec der sich wesentlich besser für flüssigen Schnitt eignet, meistens auch in geringerer Auflösung/Qualität). So wird es im professionellen Umfeld meistens auch generell gemacht. Wenn der Schnitt mit den Proxies durch ist verlinkt man das Projekt wieder mit den originalen, hoch aufgelösten Files und geht damit ins Grading & Finishing...

Im 'Home-Bereich' kann man natürlich die Proxies auch gleich so erstellen dass die Qualität für die eigenen Ansprüche ausreicht und sich die letzten zwei Parts (Grading/Finishing) mehr oder weniger sparen und direkt mit den Proxies in den Schnitt gehen als wäre es 'Originalfiles'. Sollte für die meisten Ansprüche völlig ausreichen und dann hat man mit der Rechnerleistung meistens keine Probleme (in FullHD und 2K, 4K muss man sich immer ansehen). Auf Windows wäre ein passender Schnittcodec zb. DNxHD.


Zitat aus einem Post von Volti
Peri was *g*, eine Externe Festplatte und das wars, somit wäre ein Stand PC eher die zweite Wahl. Zumindest glaube ich dass ich es geschafft habe ihm einen zweiten Bildschirm schmackhaft machen konnte.
Dann hoffe ich, dass er die externe Festplatte nich als Projektplatte für die Videofiles verwenden will wenn die recht lahm ist... ;)

Mit einem Stand PC würdest du kostenmäßig und vom Speed her schon etwas besser aussteigen meiner Meinung nach, da sind die Komponenten bei vergleichbarem Preis schon noch etwas besser/schneller als die Laptop-Gegenstücke, alleine schon wegen Kühlung, Größe/Platz & Co...

Die genauen Systemanforderungen vom Drohnenmaterial suche ich mir später noch raus, freut mich gerade nicht...

hth vorerst :)
Bearbeitet von whitegrey am 25.11.2021, 20:45 (Qutes bereinigt plus Rechtscheibung)

clauskadrnoschka

still oc.at-addicted
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Davinci bietet zusätzlich noch an, die Anzeigeauflösung zu halbieren oder zu vierteln...hier kann während der Arbeit ev. noch ein bisschen Speed rausgeholt werden.

Edit: ich pers. würd auch keinen Laptop unter 17" dafür nutzen...mit dem UI von Davinci wird schnell alles zu klein...
Bearbeitet von clauskadrnoschka am 25.11.2021, 20:17
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