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Lärm!

haemma 13.05.2022 - 09:20 4931 76
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~PI-IOENIX~

Pappenschlosser
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Zitat aus einem Post von DAO
diese diskussion erinnert mich an die menschen die billigst neben einer militärischen schiessstätte einen grund gekauft und ein haus hingebaut haben und dann anfangen sich zu beschweren das es zu laut ist und die bösen menschen dort doch wo anders lärmen sollen.

Ich hab auch extra nichts geschrieben. Wie in Graz neben der Messehalle da finden teilweise Veranstaltungen statt die komplett eskalieren fuer kein Geld der Welt moechte ich in der Naehe wohnen.

haemma

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Zitat aus einem Post von jogurt
Nachdem die Gesiba der Eigentümer der Halle sowie der lärmgeplagten Wohnungen gegenüber ist und beides über die Wien Holding der Stadt Wien gehören kannst davon ausgehen dass sich da mal nur schwer was bewegen wird - kleiner Interessenkonflikt...

Zeigt ja auch dass der seit nun mehr als 13 Jahren den Anrainern versprochene Park (dort wo die Tourbusse parken) nicht kommen wird, obwohl das bei Baubeginn erwähnt wurde, sogar von einem Schwimmteich war die Rede - hätte ja auch dazu beigetragen dass die Ecke etwas freundlicher und aufgelockerter wird.

Edit: Muss mich ausbessern - der Park wäre noch immer eingezeichnet...


@Haemma: von 28. April bis 09. Juni kannst du noch Einsicht in den Flächenwidmungsplan nehmen und eine Stellungnahme abgeben. (Bebauungsplan 8321)

https://www.wien.gv.at/stadtentwick...tuell/8321.html


Ich hab da noch nicht soviel reingeschaut, aber so wie ich das sehe wird da eh noch vielmehr zugebaut. Soll aber auch eine Parkstraße errichtet werden, guter Zeitpunkt den illegalen Parkplatz nochmals auf öffentlichem Wege zu diskutieren. Sollten man auf jeden Fall nutzen, da kann die Stadt Einwände nicht unter den Tisch fallen lassen...

lg

Danke, das habe ich vor ;)

Der Park ist eh eingezeichnet. Ob das so kommt weiß ja noch immer keiner.

Der Gesiba speziell hab ich eh geschrieben, ich weiß dass sie dort auch HV spielen.. Dezenter Interessenskonflikt stimmt wohl :(

Diego

Big d00d
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Geht es um diesen Gewerbetreibenden? Falls ja, können neue Auflagen vorgeschrieben werden und zwar für unterschiedlichste Arten von Veranstaltungen. Wenn Behörden (Baubehörde, Gewerbebehörde) etwas übersehen haben, muss im Nachhinein ein rechtskonformer Zustand hergestellt werden. Ich kenne die Situation nicht aber deine Position ist logischerweise schwächer, wenn bei deinem Zuzug klar war, dass dort Lärm herrschen wird - aber Grenzen gibt es trotzdem (Stichwort: Gesundheitsgefährung). Denkbar sind Auflagen wie: Abbau und Aufbau nur zu bestimmten Uhrzeiten oder alternativ entsprechende Schalldämmungsvorkehrungen (zumutbare Baumaßnahmen) usw.

haemma

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Jep, das ist der Gewerbetreibende.

Diego

Big d00d
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Dann mal die Polizei rufen und wenn was Gröberes ansteht, eventuell einen SV beauftragen, nach vorheriger Abklärung der Kosten, für eine Art Lärm-Gutachten. Wie bereits geschrieben, gleich mal die Gewerbebehörde kontaktieren - diese prüft ja, ob die Auflagen eingehalten werden oder sogar neue nötig sind. Sieh es als eine Herausforderung, an der du wachsen und neue Erfahrungen machen kannst. :)

haemma

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Hört sich alles vernünftig an. Mal schauen was rauskommt. Es melden sich ab und an weitere Hausbewohner weil die nichtmal mehr die Fenster öffnen können weil die ganze Nacht die Busse vor deren Fenster stehen und irgendwelche Aggregate laufen haben.

Diego

Big d00d
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Schlafmangel wegen regelmäßiger Lärmbelästigung hatte ich auch schon und verstehe dich deswegen umso mehr. Halt uns am Laufenden. Viel Glück! :)

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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So, ich hatte gehofft, dass ich heute etwas beitragen kann - denn heute sind In Extremo im Gaso. Also heute hättet ihr wieder Gelegenheit für Beobachtungen. Wobei die das letzte mal als ich sie hatte eher ne kleine Baustelle waren, das war allerdings Open Air und keine Headliner-Show und vermutlich nicht vergleichbar. Ansich wäre ich da gebucht gewesen aber ich wurde gestern Nacht noch nach Salzburg beordert und mache hier in der Salzburg Arena Seiler & Speer mit. Also kein Gasometer heute für mich. Morgen ist auch was im Gaso aber nachdem es heute in Salzburg bis 2 in der Früh geht und das Hotel heute Nacht noch gebucht ist werd ich da wohl nur Abbau machen.

Hab hier keinen Laptop mit, muss also weiter vertrösten mit den ausführlichen Antworten vorerst.

LG aus Salzburg :)
Bearbeitet von whitegrey am 14.05.2022, 18:18 (Rechtschreibung)

11Fire01

Here to stay
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bin immer überrascht wie die leute da schlange stehen für so einen random pop star. letztens einen mal testhalber reingehört und mir nur gedacht, welch geldverschwendung :_D

tagsüber hats die normale geräuschkulisse; musser aber auch nicht nachts dort schlafen :p

hoffentlich wars kein eigentum für dich :p

Master99

verträumter realist
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Acts sind schon sehr unterschiedlich im Gaso... und In Extremo würd ich jetzt auch nicht als Random Popstar sehen hehe

Ich mag die Location nicht weils ***** klingt, aber die 3,4 Konzerte oder so die ich gesehen hab waren vollkommen anders vom Genre (Parkway Drive, Cranberries, Beirut, ParovStellar)

@ Lärm: glaub am meisten bringts wenn du dich mal erkundigst was in der aktuellen Bewilligung steht. Wenn da zb 00:30 steht und es jetzt immer ne Stunde länger dauert, dann hast du zusammen mit selbst erstellter Lärmdokumentation direkt etwas wo du einhaken kannst, weil es geltendem Recht widerspricht (und du bzw. ihr als Mieterverbund auch auf Einhaltung dieser Bewilligung klagen könntet)

Weil ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß das du "ja ist blöd, wir schaun mal wie das geregelt ist und schaun was man machen kann" abgespeist wird und genau nix passiert.

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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So, dann wollen wir mal... Einige Dinge habe ich eh schon kurz beantwortet, ich versuche etwas mehr ins Detail zu gehen.
Meine Perspetive ist halt die einer Stagehand; ich verdiene im Moment einen Großteil meines Einkommens mit dieser Art von Arbeit (Bühnenbau und andere Hilfstätigkeiten im Event-Bereich) wobei sich das auf verschiedene Locations und auch Tätigkeiten aufteilt und der Anteil 'Gasometer Konzert Auf- & Abbau' in diesem Jahr bisher wohl bei etwa 1/4 aller Arbeitsstunden liegt die ich geleistet habe.

Zitat aus einem Post von Viper780
Gegen Lärm kann man mit Technik immer was machen.
Ja, kann man - theoretisch. Was den Gasometer anbelangt sehe ich da aber nur eine Lösungen als realistisch an welche erstmal mit gröberen Umbauten bzw. einer größeren Baustelle zu bewerkstelligen wäre. Also auch wieder ne ganze Weile viel Lärm; dafür danach potentiell weniger Lärm. Da denke ich an eine Einhausung der kompletten Ladezone die beide Laderampen umfasst plus die Parkplatzflächen die für Hallen-Ausstatung (Stapler und Steiger), Tourbusse, LKWs und Produktion genutzt werden.

Zitat aus einem Post von Viper780
In der Nacht müsste man auch nicht abbauen, sondern könnte das in Zeiten verlegen wo nicht die Nachtruhe geregelt ist
Das habe ich eh schon etwas ausführlicher beantwortet; realistisch betrachtet -> Nein; zumindest nicht ohne einen Großteil der Konzerte (da rede ich von weit mehr als der Hälfte) zu verlieren weil man dann nur mehr Konzerte buchen kann die am Folgetag einen 'day off' haben. Wenn man die Tour aber nicht selbst von A bsi Z plant und veranstaltet und nur lokaler Promoter ist hat man darauf wenig Einfluss. Gerade bei internationalen Acts und Touren die über das DACH-Gebiet (DE/AT/CH) hinaus gehen hat ein 'kleines' Land wie Österreich kaum Vorrang was 'gute' Dates anbelangt und auch kaum ein Mitspracherecht was die Tourpläne anbelangt. Und wenn dann wohl nur über höheren Kosten und Organisationsaufwand (der sich letztenendes auch auf den Ticketpreis auswirkt).

Zitat aus einem Post von haemma
... der Fall mit dem Parkplatz ist mir bekannt. Laut Flächenwidmungsplan ist das als Grünzone gewidmet. Wird aber schamlos vom Planet Music genutzt und auch gern mal abgesperrt.
Für Fußgänger wird meistens dann abgesperrt wenn 'großer' Verkehr herrscht (Nightliner, Tourbusse, LKWs, Stapler, Steiger,...), Anrainer weden meines Wissens nach blockweise durch gelassen sobald es möglich ist (teils natürlich in Begleitung von Sicherheitspersonal). Wie das genau geregelt ist kann ich nicht sagen, wenn ich dort am Laden bin (auch anderswo mit 'öffentlichem' Verkehr) bin ich aber sehr froh über die partiellen Sperren (was nicht heißt, dass ich mich darauf verlassen darf - aufpassen muss ich immer).

Zitat aus einem Post von haemma
Geschrien wird natürlich auch immer, und die Motoren laufen lassen ist auch ganz fein.
Das habe ich denke ich auch schon beantwortet. Es ist leider manchmal nötig damit Ansagen oder Warnungen ankommen; je mehr Personal desto schwieriger ist es alles reibungslos zu koordinieren - die erweiterte Problematik hier ist natürlich auch, dass das Personal nicht immer das selbe ist und für das Material gilt das auch. Zusätzlich kommen teils sprachliche Differenzen dazu und die Fluktuationen beim Personal plus ein genereller Personalmangel sind ein zusätzlicher Faktor.

Motoren laufen lassen: bei den Tourbussen dient das unter Anderem der Klimatisierung aber wohl auch um diverse andere Systeme/Aggregate an Board neu zu laden - die Busse ersetzen oft das Hotel und der 'Standard' was einen gewissen Komfort anbelangt will gehalten werden. Bei den LKWs wird es wohl auch um so Dinge wie Ladedruck & Co gehen - da bin ich aber technisch nicht versiert genug um das im Detail beantworten zu können.

Zitat aus einem Post von haemma
Achja und ich muss dazusagen dass erst jetzt immer bis 2 in der nacht abgebaut wird, früher war da um halb 1 alles fertig
Ich weiß jetzt natürlich nicht was mit 'früher' gemeint ist; es macht einen Unterschied ob wir da jetzt von 'vor 3 Jahren' (pre-lockdown) oder von 'vor 5-8 Jahren' sprechen. Ich kann nur kurz vor dem Lockdown und jetzt aktuell beurteilen - und aktuell versucht man natürlich die Sachen die währen der Lockdowns nicht möglich waren nachzuholen. Über einen längeren Zeitraum betrachtet; natürlich entgehen der Musikbranche und den Künstlern seit dem Wegfall des klassichen CD-Geschäfts vermehrt die 'klassischen' Einnahmequellen und Konzerte/Touren sind als Einnahmequelle wichtiger geworden als sie es noch vor 10 Jahren waren. Es wird mehr Geld in die Live-Schiene gesteckt; auch um höhere Preise rechfertigen zu können. Natürlich gehen damit aufwendigere Setups auf der technischen Seite einher und das braucht speziell in den mittelgroßen Locations (dazu zähle ich den Gaso) mehr Zeit für Load-Out, Setup, Load-In. Hängt natürlich immer auch vom Personal, der Crew, etwaigen Verständigungsprobleme oder technischen sowie organisatorischen Schwierigkeiten ab.

Zitat aus einem Post von haemma
Mir kommt ja auch vor dass beim Gasometer gefühlt immer ALLES neu gebaut werden muss, was da immer an Equipment herangekarrt wird...
Gefühlt: Ja. Der Gaso hat als Location mittlerer Größe wenig an Fixinstallationen und auch wenig an Miet-Optionen die immer verfügbar sind - und die Optionen die verfügbar sind sind technisch nicht auf neuestem Stand (was de nGaso anbelangt sowieso) - alleine deshalb werden sie oft nicht genommen. Ton- und Lichtanlage kommt somit zu 90% von 'extern', auch LED-Walls, Backdrop (Vorhänge/Banner & Co), FOH, Follow-Spots & Co kommt von Extern, Merch meistens zusätzlich in einem eigenen kleinen Tourbus-Anhänger. Manchmal kommt ein Teil über den lokalen Promoter vom lokalen Verleih (also aus Österreich, nicht aus dem Ausland) - das ist aber eher bei den lokalen Acts oder kleineren Acts der Fall, größere Acts bauen sich zu 90% komplett eigenes Equippment rein. Ist natürlich auch ein Kostenfaktor: es ist wesentlich teurer und vor allem planungstechnisch weit mehr Aufwand für jede Location extra Equippment-Miete zu zahlen als langfristig planbares und nutzbares eigenes Equipment zu haben oder die Miete mit berechenbaren Fixpreisen nur über die Tourdauer und nicht mit verschiedenen, schwankenden Preisen in diversen Ländern und Locations buchen zu müssen; zumal man da kaum eine Kontrolle über den Zustand, die Wartung und das (Pre-)Setup der Geräte hat.

Zitat aus einem Post von jogurt
Der Veranstalter hat auch dafür zu sorgen dass die Gigs rechzeitig beginnen damit eben nicht bis um 2 Uhr abgebaut wird, aber wie Haemma schon sagte die wollen natürlich rausholen was geht und wenn die Band 1 Stunde später startet wird auch 1 Stunde länger konsumiert...
Da habe ich zu wenig Einblick in die Interna aber pauschal würde ich ihnen das nicht unterstellen. Oft dauert die sicherheitstechnische Abnahme einfach länger (was das anbelangt sind sowohl Location als auch lokale Promoter durchaus 'happig' - was ich gut finde), oft verzögert sich die Ankunft von Material/LKW's und das zieht sich dann nach hinten durch, oft wird auch kurz unterbrochen wenn zu viele Leute zu den Sanis müssen (gibt Acts da stellen sich die Leute draußen nen ganzen Tag an und essen/trinken kaum was; die kippen im Gaso oft nach der Reihe um wenn das Konzert los geht)... Die Veranstalter sind nicht immer die selben; also das mit dem 'Rauszögern für mehr Gewinn' generell zu unterstellen klappt so nicht -> ob es da schwarze Schafe gibt kann ich nicht beurteilen; meiner persönlichen Erfahrung nach schwankt es ziemlich was überziehen und pünktlich sein (rein vom Konzert her, nicht vom Auf-/Abbau) anbelangt; ein 'Muster' sehe ich da nicht unbedingt.

Zitat aus einem Post von Garbage
Was ich mir auch als Faktor vorstellen könnte ist, dass die Buhnenaufbauten gerade bei etwas bekannteren Acts tendenziell aufwendiger sind als noch vor 10 oder 20 Jahren.
Da ist dann natürlich auch mehr Zeug das abgebaut und transportiert werden muss, mit mehr LKWs, etc. und es dann eben auch bis später in die Nacht reingeht.
Vorhin schon zum Teil beantwortet; Ja - definitiv. Wobei ich auch erst seit 2016 den Job mache und da wenn man den Lockdown und private Pausen weg rechnet eher 3-4 Jahre intensiverer Arbeitserfahrung übrig bleiben. Aber Ja - wo man früher links und rechts ne Leinwand mit 2 Beamern oder eine Rückprojektion hatte stellt man heute fette LED-Walls hin oder sperrige Props. Es wird auch weit weniger Material über mehrere Jahre 'verwurstet' oder zumindest nach 2 Touren umgebaut/upgegradet (gibt gewisse Ausnahmen, die sind aber eher selten - gerade bei 'moderneren' Acts). Personal für den technischen Ablauf kommt mittlerweile viel öfter direkt mit eigenen Equipment von den Bands/Veranstaltern während es früher eher mit kurzer Absprache mit dem Location-Lichttechniker geregelt wurde (das ist jetzt nur mehr bei den kleineren Locations der Fall; beim Gaso eher weniger). Und so Sachen wie RoboSpot gab es früher nicht; mittlerweile nutzt die fast jeder - um auch ein konkretes Beispiel zu nennen; https://www.robe.cz/robospot

PS: Ich persönlich würde den Gaso nicht bespielen wollen (als lokaler Promoter) - alleine weil ich auch der Meinung bin, dass die Akustik im Gaso verglichen mit anderen Locations zeimlich mau ist, auch der technische Standard ist nicht mehr zeitgemäß. Generell ist es mir etwas zu sehr 'corporate livehouse' vom Feeling her -> beim gleichen Betreiber finde ich die ((szene)) weit angenehmer; dort habe ich schon Konzerte veranstaltet und war zufrieden (bin daher wohl auch ein bisschen gespoiled). Gaso käme bei mir nur in Frage wenn als Alternative Arena & WUK weg fallen würden und ich keine andere Option habe.

hth
Bearbeitet von whitegrey am 17.05.2022, 02:52 (RS/Formatierung)

davebastard

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Zitat
Gefühlt: Ja. Der Gaso hat als Location mittlerer Größe wenig an Fixinstallationen und auch wenig an Miet-Optionen die immer verfügbar sind - und die Optionen die verfügbar sind sind technisch nicht auf neuestem Stand (was de nGaso anbelangt sowieso) - alleine deshalb werden sie oft nicht genommen. Ton- und Lichtanlage kommt somit zu 90% von 'extern', auch LED-Walls, Backdrop (Vorhänge/Banner & Co), FOH, Follow-Spots & Co kommt von Extern, Merch meistens zusätzlich in einem eigenen kleinen Tourbus-Anhänger. Manchmal kommt ein Teil über den lokalen Promoter vom lokalen Verleih (also aus Österreich, nicht aus dem Ausland) - das ist aber eher bei den lokalen Acts oder kleineren Acts der Fall, größere Acts bauen sich zu 90% komplett eigenes Equippment rein. Ist natürlich auch ein Kostenfaktor: es ist wesentlich teurer und vor allem planungstechnisch weit mehr Aufwand für jede Location extra Equippment-Miete zu zahlen als langfristig planbares und nutzbares eigenes Equipment zu haben oder die Miete mit berechenbaren Fixpreisen nur über die Tourdauer und nicht mit verschiedenen, schwankenden Preisen in diversen Ländern und Locations buchen zu müssen; zumal man da kaum eine Kontrolle über den Zustand, die Wartung und das (Pre-)Setup der Geräte hat.

interessant, d.h. im umkehrschluss dass der - oft wahrgenommene - schlechte sound im gaso nicht an der anlage liegt sondern rein an der akustik bzw. vielleicht noch tontechniker. ich dachte schon dass zumindest die PA dort immer die selbe ist

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Zitat aus einem Post von davebastard
interessant, d.h. im umkehrschluss dass der - oft wahrgenommene - schlechte sound im gaso nicht an der anlage liegt sondern rein an der akustik bzw. vielleicht noch tontechniker. ich dachte schon dass zumindest die PA dort immer die selbe ist
Punkt 1: ich bin kein Experte auf dem Gebiet (habe ab und zu mal mit Film-Ton zu tun, hab auch schon Backlines nach Tech-Rider aufgestellt; habe aber keinerlei Ausbildung im Bereich Tontechnik genossen). Aber man sammelt natürlich etwas Erfahrung wenn man viel von dem Zeug aufstellt; das mal als Disclaimer :fresserettich:

Punkt 2: meiner Meinung nach -> Ja, es ist eher die Location. Was meistens schon von der Halle kommt an Tontechnik sind die Floor-Subs die direkt vor der Bühne/Bühnenkante stehen, das ist übrigens bei den meisten Locations so. Beim Gaso sind das irgendwelche uralten Teile. Schon was 'ordentliches' (Martin oder so) aber ziemlich alt; kann bei Gelegenheit mal nachsehen was das genau ist. Vom Formfaktor her Richtung KARA SB18*. Aber die haben nicht den Hauptanteil an 'gutem' Sound (afaik -> bin kein Experte wie gesagt). Ihre Line-Arrays bauen sich die Leute soweit ich es beurteilen kann immer selbst rein.

Die Stadthalle ist auch nicht für guten Sound berühmt obwohl da oft die neueste/beste Technik rein gebaut wird; mit ein Grund warum sie da mal die Akustik-Elemente verbaut/nachgerüstet haben bei einer der früheren größeren Renovierungen. Also die Location macht oft mehr aus als das was verbaut wird; generell gesprochen. Ein Faktor ist auch wie gut besucht die Konzerte sind, ob es Steh- oder Sitzkonzerte sind usw. Der Tontechniker hat sicher auch noch eine nAnteil, da ist aber wohl auch die Frage wie viel Freiheit er hat oder ob er sich strikt nach Vorgaben richten muss. Manche Artists wollen ne gewisse Lautstärke, nen gewissen 'Stil' usw. - das hat nicht immer was mit reinem 'technischen Können' zu tun afaik.

* -> http://pam.pamevents.de/files/DE_KARA_SPS_DE_2-1.pdf
(SB18, also die 'low range' Bassreflex-Elemente alleine, als Floor-Subs meistens 2x gestacked)

hth :)
Bearbeitet von whitegrey am 18.05.2022, 21:42 (RS, Formatierung & inhaltlichen Fehler plus Link ausgebessert)

Master99

verträumter realist
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so ein mehr oder weniger runder raum ist quasi das schlimmste akustisch, da kannst auch mit technik wenig machen sondern muss man baulich angehen... aber dann hast weniger platz für leute oder keinen platz für die 4 getränke-bars. sprich es kostet viel und danach nimmt der betreiber weniger ein, somit wird ers nicht machen.

im endeffekt ist es einfach ein schlechter raum für konzerte... dann lieber stadthalle, die ist besser managebar.

Garbage

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The Wizard of Owls
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Dass der Gasometer akustisch mies ist, ist eh seit Anfang an bekannt. Gleich zu Beginn gabs damals viele Beschwerden dazu, dann haben sie an den Akustik Elementen bissl was gemacht, aber das Grundproblem das du (Master99) ansprichst, konnten sie damit auch nicht lösen.

Ganz übel wirds wenn versucht wird die schlechte Abstimmung mit Lautstärke zu übertönen, hatte ich leider mehr als einmal bei einem Konzert dort. :o
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