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Wanderschuhe

blood 31.05.2020 - 12:15 1395 26
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blood

menschenverachtend
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wie schwer/leicht tut ihr euch beim kaufen neuer wanderschuhe?

anfang der woche 1 1/2h lang im geschäft (bergfuchs, wien) gesessen, mehr als ein halbes dutzend schuhe durchprobiert und wirklich überzeugt bei keinem einzigen gewesen. "gute wanderschuhe müssen sitzen wie eine 2te haut!" - ok danke, keine ahnung, von was für einem magischen wunderschuh sie da gerade sprechen, herr verkäufer.
hab dann das modell genommen, das nach 15min tragen im geschäft am unauffälligsten war.
gestern einen 3h spaziergang zum einlaufen gemacht und nach 2h schmerzende druckstellen bekommen, die heute noch rot und leicht geschwollen sind und weh tun.
warum sind meine füße nur so empfindlich und/oder verkrüppelt :D :(

ica

hmm
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Meine haben auf Anhieb perfekt gepasst. Hab dafür dein Problem bei Schischuhen...

lagwagon

bierfräser
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Zitat aus einem Post von ica
Meine haben auf Anhieb perfekt gepasst. Hab dafür dein Problem bei Schischuhen...
me2!

Diego

Addicted
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Zitat aus einem Post von blood
nach 2h schmerzende druckstellen bekommen, die heute noch rot und leicht geschwollen sind und weh tun.
Die Socken machen auch einiges aus. Habe gute Erfahrung mit der Marke "Danish Endurance" gemacht.

Cobase

Mr. RAM
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Neue Wanderschuhe bzw. längere Wanderungen ohne Verwendung von Leukoplast sind aus meiner Sicht nicht zu empfehlen.

t3mp

I Love Gasoline
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Auch nicht anders als mit normalen Schuhen. Irgendwie bin ich 2x bei Lowa gelandet, die passen mir. Die 'bergigere' Version haben sie mir beim Bergsport auch noch mit einer zusätzlichen dämpfenden Einlage versehen (an die Fußsohle angepasst). Leukoplast hätte ich damit noch nie gebraucht.

blood

menschenverachtend
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Zitat aus einem Post von Cobase
Neue Wanderschuhe bzw. längere Wanderungen ohne Verwendung von Leukoplast sind aus meiner Sicht nicht zu empfehlen.

meine druckstellen hatte ich 2 finger über dem fußgelenk rund um das bein. kann ich da auch leukoplast drübermachen?

Obermotz

Fünfzylindernazi
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Also hier meine Erfahrungen, nachdem ich da auch sehr geplagt bin:
- Jeder Schuh muss eingegangen werden
- Immer Blasenpflaster (Compede!) dabei haben -> diese kannst du auch auf eine schon existierende Blase picken, haben mir bei Mehrtagestouren schon den Arsch gerettet
- Leukoplast gibts nur ein gutes für den Anwendungszweck: Blau, breit
- Pflaster am besten schon vor der Fahrt zum Berg aufkleben, dann haben sie auch Zeit zum richtig fest werden
- Du brauchst gute Socken, die können auch ein bisserl was kosten. Ich hab vor allem Woolpower 400
- Probier die Schuhe beim Kauf immer mit den Socken, die du nachher auch trägst
- Ich lande immer bei Lowa Schuhen
- Mein fester Bergschuh ist ein Camino GTX
- Mein leichter Bergschuh ist ein Innox Evo GTX Lo

vb3rzm

Big d00d
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Als absoluter nicht Sportler habe ich mich zum Jakobsweg Tirol überreden lassen. Tagespensum 25 - 35 km am Tag, ca. 14 Tage lang. Compede Blasenpflaster wie oben schon erwähnt täglich erneuert und im Vorhinein geklebt. 2 versetzt an die Ferse und eines hatte ich in der ersten Woche am Fußballen unter dem großen Zeh. Socken hab ich mich für billige Anzugsocken davon aber 2 Paar übereinander und täglich frisch entschieden und es nicht bereut. Hatte zwar jeden Tag Muskelkater, aber nie Blasen. Wanderschuhe habe ich den leichtesten genommen, den ich fand, Merrell, doch ein amerikanischer. Hatte noch den Mammut, aber der war mir zu klobig.
Bearbeitet von vb3rzm am 31.05.2020, 15:31

Dune-

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Habe bisher einmal welche gekauft, vor 15j, die halten immer noch und haben schon vier Kontinente gesehen :) Damals auch beim Fuchs.

Ich würde sagen es hängt davon ab was man unter super gut passen versteht und was für Haxn man hat. Wanderschuhe sind nie so bequem wie 0815 Nike Latschen. Liegt an den Einlagen, der Polsterung und am Schnitt. Man muss solche Schuhe imho auch immer einlatschen. Dafür kann man sie reparieren und hat sie ewig.

Meindl Kilimanjaro finde ich super als Allzweckschuh. Ist ein bisschen leichter, macht aber trotzdem auch anspruchsvolle Wanderungen mit und dabei recht bequem.
Bearbeitet von Dune- am 31.05.2020, 16:16

t3mp

I Love Gasoline
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Wenn die nicht bequem sind, wird man wohl kaum gern damit wandern gehen? :p

rad1oactive

knows about the birb
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Wurde eh schon gesagt: auch in gute Socken investieren!
Ich persönlich mag falke ganz gerne.

Zum Wanderschuh selbst: im Geschäft ist es meist ein bisschen eine Lotterie, du kannst ihn einfach nicht so testen wie wirklich am Berg.
Er sollte auf alle Fälle nicht schon im Geschäft wehtun, bei den Zehen sollte man 1-2cm Platz vorne zur Spitze haben, damit man sich beim bergabgehen nicht blaue Zechennägel holt. Der Rest ist Geschmackssache.
Ich hatte jahrelang einen lowa Tibet Gtx, mit dem bin ich alles gegangen (leichte Wanderungen/bergtouren/klettersteig/leichte Gletschertouren) der hat sich aber letztes Jahr zerbröselt. War einfach schon zu alt.
Ich hab mir dann beim Mammut Fabriksabverkauf in Steyr letztes Jahr einen neuen gekauft. Der wiegt gefühlt die Hälfte, leider noch nicht wirklich was Aussagekräftiges gegangen.

Doppelt Socken anziehen halte ich für gefährlich, wenn da was verrutscht, ist eine blase garantiert.
Compeed blasenpflaster mitnehmen ist sicher eine gute Idee beim eingehen und entweder vorher schon picken, oder sobald man was spürt, nicht zulange warten

Dune-

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Falke Socken würde ich auch fix nehmen dazu. Habe auch mal billig Merino bei Sportsdirect (so ein Ramschladen) gekauft, kaputt nach drei mal verwenden. Falke halten lange und sind bequem.

Nie sparen bei der Ausrüstung, rächt sich fast immer :)
Bearbeitet von Dune- am 31.05.2020, 17:23

Obermotz

Fünfzylindernazi
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Von 2 paar Socken übereinander kann ich nur abraten, zumindest bei mir war das eher kontraproduktiv. Genauso wie der Tipp, die Füße vor dem Gehen mit Hirschtalg oder irgend einem anderen Fett einzureiben.
Das liest man immer wieder auf diversen Wanderseiten.

Grube.at ist btw. auch ein guter Tipp für preiswerte Merinosocken. Aber ich schwöre nach wie vor auf meine Woolpower 400 :D

Unic0der

Senpai
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Bei mir haben sich
a) Merinosocken (für kürzere Wanderungen bis 25km) und
b) Doppellagige Wrightsocks (für Wanderungen ab 25km) bewährt.

Blasen bekomm ich nur, wenn ich mehrere Tage am Stück jeden Tag mind. 30km auf Belastung gehe.

Hirschtalg und Co bringen nur etwas, wenn man sehr trockene Füße und dicke Hornhaut hat. Sonst kann mans IMHO bleiben lassen.

Was IMHO wirklich wichtig ist, sind die richtigen Schuhe in der richtigen Größe. Ich schwöre nur mehr auf leichte und gut durchlüftete Trailrunners wie z.B. die La Sportiva Bushido II. Wenns wirklich ins Hochgebirge gehen soll, dann müssen natürlich schon schwere Lowa her.
Bearbeitet von Unic0der am 31.05.2020, 20:21
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