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iphone 13 videos lieber prores oder 60fps?

sebostyler 23.09.2021 - 11:27 778 14
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sebostyler

Big d00d
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hallo,
wie bekannt kann man beim iphone 13 videos in prores nur mit 30fps aufzeichnen, jetzt frage ich mich was besser ist prores in 30fps oder doch lieber einfach normale hdr videos mit 60fps? ich zeichne fürs internet auf und schneide mit einem m1 mac,...
normal mache ich nicht viel farbkorrektur und so aber will halt das beste ergebniss für den zuschauer erreichen,.. was würdet ihr bevorzugen?
lg sebastian

Viper780

Er ist tot, Jim!
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Kommt drauf an was du auf dem Video hast.

Reichen 30fps (wenig Bewegung oder Ausgabe ist auch 30fps) dann lieber ProRes
Machst du sowieso nur minimale Farbanpassung und kümmerst dich nicht um LUT dann bring dir Prores garnichts.

Die Frage bleibt wenn du solche Ansprüche hast ob ein iPhone dann das Richtige Tool ist oder du mit guten Linsen und einem großen Sensor nicht deutlich mehr raus holen kannst

zB einer Blackmagic Pocket Cinema Camera

sebostyler

Big d00d
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hmm ok danke,.. ja hab mich schon paar mal bisschen farben rum gespielt aber ja ich mache pranks,.. (wiener schmäh) und dachte jetzt ich hänge mir das iphone einfach um den hals mit diesen schnurcovers und filme damit aus der ich perspektive, das fällt nicht auf und die qualität ist sicher 100 mal besser als bei einer brille, da gibt es eigentlich nur normale bewegungen nichts besonders schnelles aber auch nicht super langsam,.. würde mir halt auch noch 100 euro sparen wenn ich nicht die 256gb kaufen muss obwohl ich vielleicht sowiso die größere kaufe,.. ich weiß nicht wie groß so ein iphone hdr 4k 60fps video ist also mal sehen ob ich nicht gleich die 256 kaufe morgen werd ich sie mir wohl leisten,.. eine blackmagic ist da wesentlich auffälliger als einfach das handy um den hals denke ich,.. habs aber auch noch nicht wirklich getestet aber die brille schaut halt echt schlecht aus, da lieber hochkant 4k und zur not rein zoomen um normales fullhd zu haben bzw hochkant derzeit für kurze clips eh sehr beliebt,..

Viper780

Er ist tot, Jim!
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Das iPhone 12 gibt bei 4k 60Hz HDR ca. 440MB pro Minute an
Wird beim 12er nicht anders sein.

Du hast am Bauch aber ein starkes Gewackel und wenn du näher zu den personen gehst einen etwas strangen Blickwinkel.

Würd da auf ProRes verzichten und lieber mehr Frames wählen. Da muss ja eigentlich auch kein 4k sein

Smut

takeover & ether
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ich denke prores ist ein absoluter edge-case.
ähnlich aber wie hdr/dolby-vision wenn du den content online postest. welche plattformen können das mittlerweile ohne probleme? tiktok, insta, fb können es afaik nicht.
youtube sollte es können, aber keine ahnung wie das mit dem iphone zusammenspielt, hab bis auf testvideos dort noch nie etwas HDR taugliches gesehen. vermutlich kann youtube dolby vision gar nicht aufgrund von lizenzen etc.

also generell - komplett egal.
wichtiger ist die entscheidung ob hoch/querformat und ob 23/30/60 fps - bei 60fps (sofern es die plattform unterstütz) kommt der content anders rüber, muss man mögen/wollen.

Master99

verträumter realist
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mehr frames ist nicht automatisch besser... es hat vor- und nachteile, auf jeden fall ist es aber sicherlich ein sehr anderer bildausdruck. das kann man mögen oder nicht.

ich persönlich film lieber in weniger frames (meist 24 oder 25) weil ich es ästhetischer finde - aber es gibt auch anwendungen wo mehr frames handfeste vorteile bieteen (slowmo-möglichkeiten, flüssigere bewegungen, weniger bewegungsschärfe was beim stabilisieren in der post hilft)

pro res ist btw. eigentlich kein typischer delivery-codec sondern für die weiterverarbeitung gedacht oder als masterformat aus dem man dann h264/h265... macht. weniger stark komprimiert und einfacher zum decodieren (braucht weniger rechenpower) aber dafür eben mehr datenrate.

rein von der fragestellung her würd ich sagen brauchst du weder pro res noch 60fps ;)
Bearbeitet von Master99 am 23.09.2021, 13:16

XeroXs

doh
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Ja, 30/60 ist Geschmackssache.. aber ProRes braucht ein Amateur definitiv nicht..

sebostyler

Big d00d
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ok vielen dank für die ganzen antworten das hat voll geholfen kenn mich jetzt gefühlt besser aus :)) glaube dann werd ich 60fps hdr 4k aufzeichnen :) ich mag 60fps und hdr und 4k schaded zumindest nicht,.. 4k hat den vorteil das ich aus dem hochformat noch easy ein queres fullhd basteln kann :)
echt top hier wie einem immer geholfen wird :))

Master99

verträumter realist
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hier noch ein schönes vergleichsvideo zu dem thema:

XeroXs

doh
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Ned vergessen beim Ansehen im Youtube Player umstellen auf 60 FPS, sonst bringt das ned viel :D

(der Kerl is so unfassbar sympatisch.. eine Frechheit :D)

whitegrey

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Als jemand der eher in der ProRes Welt unterwegs ist (bzw. ganz generell im Bereich 'virutally lossless' bei den Codecs); kommt ganz auf deine Ansprüche und vor Allem deinen Workflow an - natürlich auch auf die Endgeräte die in Benutzung sind was die Ausspielung anbelangt... Nur so als Beispiel: wenn du nen Kurzfilm für ein 'kleines' Festival drehen willst -> viele davon nehmen noch ein FullHD h.264 File an bzw. ab... 'große' Festivals hingegen verlangen durchaus ein 'sauberes' 2K DCI mit ordentlichen Bitraten. Wenn du Richtung Webserie gehen willst (YT, Vimeo, Amazon prime,...) ist 4K kein Fehler, die Framerate ist da aber (je nach Plattform) absolut nebensächlich bzw. wenn dann fix festgelegt - so, dass sie einem gängigen Standard entspricht - hier bei uns 24 oder 25 Frames 'geradeaus', die '30' Frames sind sowieso etwas das noch von NTSC her rührt, bei uns geschichtlich gbetrachtet kompletter Schwachsinn und nur möglich weil Computer im Gegensatz zu TV-Geräten/Projektoren so ziemlich alles 'fressen' was ankommt... Alles was 'Kino' betrifft hat sowieso eigene Standards wo Sachen wiie 50 Frames noch ziemlich weit weg sind... In Wahrheit hat sich das erst mit Action-Sport via GoPro, Slow-Mo fähigen Kameras und generell der 'Generation YouTube' eingebürgert - nem Standard entspricht das größtenteils nicht bzw. ist der im Moment noch eher dynamisch am Entstehen...

Mach mal einen 'real life'-Test mit deinen Aufnahme- und Endgeräten und dann schau mal ob du wirklich nen Unterschied merkst und falls ja ob sich der Mehraufwand (der in Wahrheit auch mit Kosten verbunden ist - aber das wird, speziell im Bereich 'Hobby/Amateur' größtenteils ignoriert; imho leider) mit ProRes Workflow wirklich lohnt bzw. auszahlt.

Ich von meiner Warte aus -> für Sachen die ich langfristig archivieren will bzw. wo ich mir später mal eine 'höherwertige' Auswertung vorstellen kann (zb. später Upscale auf höhere Auflösungen -> Überarbeitung von VFX/Inserts & Co in besserer Qalität, professionelle Nachvertonung, Grading mit neuer ColorScience usw.) -> da ist ein 'ordentlicher' Schnittcodec schon praktisch (und genau das ist ProRes, wenn man denn einen ProRes Workflow etabliert hat).

Für nen 08/15 'YouTube Blog' oder Instagram-Selbstinzenierungen -> imho: overkill...
Bearbeitet von whitegrey am 24.09.2021, 11:08 (RS & Ergänzungen)

XeroXs

doh
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Vor allem darf ma halt auch ned übersehen wie groß die Files werden mit ProRes.. da is dann bald mal Schluss am iPhone..

Dreamforcer

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6-8 gb pro minute kanns schon werden was ich so gelesen hab
https://www.knowyourmobile.com/phones/iphone-13-prores/
Bearbeitet von Dreamforcer am 24.09.2021, 11:02

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Zitat aus einem Post von XeroXs
Vor allem darf ma halt auch ned übersehen wie groß die Files werden mit ProRes.. da is dann bald mal Schluss am iPhone..
Deswegen wurde das bei der Präsentation explizit auf dem top-of-the line Gerät mit größtem Speicherplatz-Ausbau präsentiert... Ist natürlich ein zusätzliches Argument für die Maximalausstattung -> mit wenig Speicher kommt man da nicht weit! ;)

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Zitat aus einem Post von Master99
pro res ist btw. eigentlich kein typischer delivery-codec sondern für die weiterverarbeitung gedacht
Ich sage immer Schnitt-Codec dazu - der Einfachkeit halber :)

Ganz stimmen tut das natürlich nicht - ProRes kommt ja in verschienden 'flavours' von PROXY (LT) bis (ganz aktuell) RAW und war als es 2007 raus kam sowohl als aquisition als auch delivery-Codec gedacht, also als möglichst flexible Variante. Als reiner delivery-Codec hat er sich halt nicht oder nur zum Teil durchgesetzt - gerade in der aquisition (Aufnahme-Codec) ist er bei den externen Recordern aber immer noch sehr weit vorne dabei (je nach Workflow wie gesagt - wer auf AVID unterwegs ist wird nicht in ProRes aufnehmen sondern in DNxHD/DNxHR). Im Moment implementieren immer mehr Anbieter ihre eigenen Codecs für 3rd Party usage - zuletzt Blackmagic Design mit BRAW für Resolve zb. - man wird sehen was das für ProRes bedeutet aber kurzfristig noch nicht recht viel weil doch recht gut verankert in der Industrie von der Verbreitung her. Am Mac sowieso, auf Windows war's immer ein ganz eigenes Thema - professionelle Software kann es aber mittlerweile größtenteils unter Windows auch (freie Software kaum weil Linzenzpflichtig - zumindest was die encoding-Komponente anbelangt)...
Bearbeitet von whitegrey am 24.09.2021, 11:51
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