sinnloser Wechsel: i7 4770K vs E5-2687w 8 Kerner

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WONDERMIKE schrieb am 15.03.2019 um 22:06

Ich konnte ein paar Teile vor der Verschrottung bewahren und spiele jetzt mit dem Gedanken mir ein System daraus zu bauen. Derzeit im Einsatz sofern ich mal nicht mit dem Dell auf der Couch liege:

4770K
Asrock H87 Pro4
16 GB DDR3 1600
GTX 1060
Samsung 850 EVO 500Gb Systemplatte(W10)
Samsung 840 500GB(Daten)
Corsair TX650
Corsair AIW H115i Pro Wakü

Was ich abstauben konnte:

E5-2687W, 8x 3.10GHz
32GB DDR3 Registered Ram

Und eigentlich häng ich eh schon drin, weil ich nach Recherche in russischen Overclockerforen, Reddit und Youtube Reviews so ein megaabenteuerliches X79 Chinabrettl bestellt habe :D ich wills einfach mal ausprobieren weils so schräg ist und gleichzeitig schwärmen die Leute ziemlich davon. "Normale" X79 Boards gibts nur noch gebraucht ab 200 Euro auf ebay soweit ich das gesehen habe(2011-0) und da fühl ich mich dann doch abgezockt angesichts des Alters dieser Teile.

X79 Chinabrett bei Aliexpress

Vielleicht habe ich etwas Wichtiges übersehe, aber das dürften die Pro/Contra Punkte sein:

Pro Xeon System:
8 Kerne 16 Threads statt 4 Kerne 8 Threads
NVMe M2
Option auf SLI
Quadchannel

Contra Xeon System:
nur 3,1Ghz Basistakt vs fixen 3,9Ghz vom i7 auf dem H87 Board mit Beta-Bios
AIW Wakü noch ausreichend?
bei anderen Chinabrettln ist der Onboardsound unterirdisch
kein S3 Suspend to RAM

An sich mache ich nichts was den i7 rechtfertigen würde und ich spiele auch nur sporadisch leicht angestaubte Titel. Also wäre das alles nur eine Spielerei aus Spaß an der Freud, weil ich vermutlich weder einen Nutzen aus den 8 Kernen ziehe noch den leicht geringeren Takt spüren würde :) bin trotzdem auf eure Meinungen gespannt!


Weinzo schrieb am 15.03.2019 um 22:30

wow, sinnlos triffts dann wirklich..... :D


Garbage schrieb am 15.03.2019 um 22:42

Contra: Kein AVX2, geringere Single-Core Leistung (nicht nur wegen dem Takt)

- Was sagt die Recherche bzgl. von NVMe Booten?
Es muss ein UEFI BIOS sein und ein passender Loader im BIOS sein, nachdem praktisch keine aktuelle NVMe SSD noch ein eigenes Bootrom mitbringt.

- Die AIO Wakü ist fix ausreichend

Ich hab iirc noch einen 3930K und 3960X liegen, wenn jemand auf den Geschmack gekommen sein sollte. :D:p


ZARO schrieb am 17.03.2019 um 21:12

Zu reinen Zahlen:
i7-4770k Passmark 10084, Passmark single 2251
84W TDP, 4 core, 8 Threads

E5-2687W Passmark 14364, Passmark single 1857
150W TDP, 4 core, 16 Threads

Die meisten Spiele profitieren von der Single Thread Leistung und sind eher auf wenige Threads ausgelegt (besonders die angestaubte). Und andere Programme brauchen auch eher keine 16 Threads.

Aber sonnst Viel Spass beim basteln :-)


RIDDLER schrieb am 10.04.2019 um 22:43

Obwohl ich ein XEON Fan bin, ist das eher sinnlos. Da sind 3 Generationen dazwischen. Dennoch viel Spaß beim Basteln. Vielleicht gelingt ja OC. ;)


WONDERMIKE schrieb am 10.04.2019 um 23:27

Leider hängt das Board im Zoll, aber vielleicht habe ich Glück und es kommt nicht noch ein bastelfreies WE auf mich zu.

Den 2687W konnte ich verkaufen und für etwas Aufpreis einen 2667 V2 holen. Damit kann ich mir den Wechsel viel besser schönreden ;D

NVMe Boot funktioniert laut Berichten, aber ich habe noch nicht vor von den SATAs zu wechseln und kann es daher nicht testen.


RIDDLER schrieb am 11.04.2019 um 07:40

Der 2667v2 macht mehr Sinn (muss ich ja sagen, da ich ja selbst 2 im Einsatz habe :D). Wegen Kühlung brauchst dir keine Gedanken machen. Ich betreibe beide mit LuKü und unter Stresstest der beiden CPUs und der GPU (1080TI), erreichen die CPUs einmal 60 und einmal 70 Grad (geschlossenes Gehäuse). Daher alles kein Problem.


WONDERMIKE schrieb am 07.05.2019 um 13:15

Also das Paket liegt noch immer beim Zoll.

Zum Glück war ich ungeduldig und habe in der Zwischenzeit nochmal bestellt und dieses dann gestern bekommen :D beim Chipsatzlotto wurde es eines mit H77 -> also 2 SATA3 Ports :) Sie verwenden da alle möglichen Kombinationen von B75, Q77, H77,... und wenn man Pech hat steht man mit nur einem SATA3 Port da.

Man bekommt sehr umfassende Informationen und auch Overclocking-Bios bei den russischen Overclockern. Einfach die Seite übersetzen und man kann sich einen schönen Überblick verschaffen über empfehlenswerte Mainboards, CPUs und vertrauenswürdige Händler oder plausible Preise: https://xeon-e5450.ru/socket-2011/a...na-2011-sokete/

Habe gestern alles in ein hübsches Fractal R6 gepackt und bin absolut zufrieden. Bei Gelegenheit teste ich mal die Nvme SSD wenn ich eine in die Finger bekomme. Laut Youtube bootet das Mobo aber verlässlich damit.


Garbage schrieb am 07.05.2019 um 16:00

H77 und LGA2011? Halte ich für ein Gerücht, ansonsten bitte um ein Beweisfoto oder HWinfo Übersichtsscreen. :)


quilty schrieb am 07.05.2019 um 16:11

Die Chinesen bauen im Moment alles zusammen was man sich nicht vorstellen kann und mag. Da gibt es jetzt Boards für 9th Gen Intel die nur DDR3 unterstützen und man CPUs von 6-9th Gen reinstecken kann. :)
Würde mich nicht überraschen wenn sie bei den Sockel es auch nicht so genau nehmen.


WONDERMIKE schrieb am 07.05.2019 um 19:16

:D

click to enlarge


Garbage schrieb am 07.05.2019 um 19:55

Sehr spannend. :D

Ich mein technisch spricht da nicht unbedingt was dagegen, schließlich kommunizieren alle Intel Chipsets seit 2009 über das DMI Interface mit der CPU. Mag andere Feinheiten geben wenn es um OC geht, aber die Grundfunktion kann man schon herstellen und OC spielt bei den Teilen eh keine Rolle.


WONDERMIKE schrieb am 08.07.2019 um 01:44

Mittlerweile habe ich einige der chinesischen LGA 2011 Boards durchprobiert und auch verschiedene Sandy/Ivy Bridge Xeons durchgetestet. Das ganz ist zu der größten Hardwarebastlerei der letzten 10 Jahre bei mir eskaliert :)

Meistens läuft alles wie es soll aber manche Kombinationen haben auch ihre Tücken und davon will ich etwas berichten. In den Links habe ich nur die ersten Treffer genommen und nicht den günstigsten Anbieter. Teilweise sind die gleichen Motherboardmodelle mit Preisunterschieden von 20-30 Euro gelistet. Aliexpress versucht einen auch hinters Licht zu führen und zeigt manchmal nicht alle Suchergebnisse richtig an. Hier hilfts im privaten Modus zu surfen.

Das rote Pseudo-mATX Jinghsa konnte beim 2687W und 1650 den Turbo auf allen Cores im Stresstest nicht halten und taktet zB den stromhungringen 2687W dann auf unter 3Ghz. Auch sonst habe ich da wohl ein schlechtes Exemplar erwischt, denn mit einer GTX 1070 will es einfach kein Bild ausgeben. Es bootet brav mit einem Blackscreen bis ins Windows :rolleyes:

Das grüne ATX Jingsha wollte einfach nicht mit meinen 4 8GB Modulen starten. Die 4x4GB 1333er übertaktet es aber immerhin auf 1600. Durch Quadchannel liegen dann über 40Gb/s an.

Beim billigsten Board überhaupt war kein Boot mit einer USB3 Karte möglich und man muss auf Quadchannel verzichten. Eine USB3 Karte mit Molex Stecker hat dann funktioniert. Ich habe hier angesichts des ungekühlten VRM nur einen 2630v2 6-Kerner mit kleiner TDP verwendet und im Belastungstest keine Probleme bemerkt. Zusammen mit einer GTX 1060 ist das eine richtig gute und trotzdem günstige Kiste für 1080p Gaming geworden :)

Beim E5 3.5C von XLZ gabs in der russischen Wiki eine Warnung zum schwachen VRM, aber der 1620 läuft hier trotzdem problemlos über Stunden auf 4Ghz. Das Board ist nicht ganz so günstig wie das obrige, bietet zwar USB3, hat aber auch keinen Quadchannel. 1333er Ram läuft auch hier stabil mit 1600, wodurch immerhin 25Gb/s erreicht werden.

Das PlexHD, ein Huananzhi Nachbau,ist bislang mein Favorit. Es kommt super mit 8 Kernern zurecht, übertaktet 4 Kerner auf über 4Ghz, frisst jeden RAM, übertaktet den RAM auf 1866 und kostet etwas weniger als die vielgelobten Huananzhi Boards. Ich werde demnächst testen wie weit ich den 1650er damit übertakten kann. Manche Boards schaffen nur 3,9 aber andere immerhin 4,2. Falls man ein Modell ohne OC Möglichkeit erwischt hilft ein Flash des OC-Bios.

Generell würde ich die Ivy Bridge Xeons bevorzugen, sie laufen deutlich kühler als die Sandy Bridge Modelle. Die TDP ist oft nicht sehr aussagekräftig und muss besonders bei den Ivy Bridge Modellen überhaupt nicht ernst genommen werden. Habe sehr lachen müssen, als ich gesehen habe, dass der 1607v2 mit 130 Watt angegeben ist. Das Ding rennt fast lautlos mit einem 20 Euro NoName Kühler im Rechner meiner Schwester und man könnte es mit einem Fächer kühlen :p

Preis/Leistung ist besonders beim 2630v2 genial, den bekommt man für circa 25 Euro nachgeschmissen und sein Sandy Bridge Gegenstück 2640 kostet 16 Euro. Auch sehr gut ist der 2650v2 oder der 2689 wenn man 8 Kerne möchte und auf das Budget achtet. Die meisten CPUs fallen derzeit im Monatstakt im Preis und auch bei den Boards gibt es einen steten aber etwas langsameren Preisverfall. Ich habe großes Glück gehabt und eine Schachtel von den E5 1620 auf Willhaben für 10€/CPU ergattert :eek:

In mein Fractal Gehäuse passt leider kein E-ATX, sonst hätte ich vermutlich schon ein Dual Board getestet :rolleyes::D aber was ich mir noch anschauen möchte ist dieses Board mit dem C602 Serverchipsatz, das von Huananzhi als Gaming Deluxe verkauft wird und auch umgelabelt etwas günstiger zu haben ist. Es sollte eine schnellere NVMe Anbindung besitzen und durchbricht durch den Chipsatz auch das Limit von 2 USB3 Ports hinten. Eine weitere Besonderheit: es soll als einziges einen funktionierenden Energiesparmodus haben. Alle anderen Boards erwachen nicht mehr aus dem Sleep wenn man vergisst ihn in Windows zu deaktivieren. Vielleicht zerreiße ich dafür mein System nochmal und versuche dann den 2667v2 noch ein Spürchen über den FSB zu übertakten ;p

Philscomputerlab und Tech Yes City beschäftigen sich auf Youtube auch näher mit dem Thema aber die wahren Champs sind und bleiben die Russen. Zum Glück dubben einige ihre Videos selbst und zur Not funktioniert auch die Untertitelfunktion ganz gut, aber nichts geht über https://xeon-e5450.ru/ :)


WONDERMIKE schrieb am 20.07.2019 um 10:41

Es scheint jetzt ein Board mit tatsächlichem X79 Chipsatz ohne der üblichen Einschränkungen(zB kein Sleep Mode) für einen vernünftigen Preis zu geben: https://xeon-e5450.ru/socket-2011/m...jingsha-x79-p3/

Ich habe es bereits bestellt und werde damit in Kombination mit dem 2630Lv2 meinen aktuellen Athlon II X3 HTPC in Pension schicken ;D

Und auch interessant: für 2011-3 ist nun auch das erste Board verfügbar und es basiert auf dem sehr beliebten PlexHD wie es scheint. Die Preise von v3 und v4 Xeons sind zwar nicht unbedingt prickelnd wenn mein erster Blick das einigermaßen gut eingefangen hat, aber immerhin spart man mit DDR4 ECC und Quadchannel an dieser Front Geld ein. Mal sehen ab wann der Markt so mit den v3 und v4 Xeons überschwemmt wird wie es mit den v1 und v2 passiert ist.


quilty schrieb am 20.07.2019 um 10:46

Danke für die Reports, es ist teilweise unglaublich was die Chinesen zusammenschrauben.

Ich hab nur eine der chinesischen P106-100 Mining Karten als 1060er GraKa im Einsatz - das war schon Bastelei genug. :) Aber gute 50€ für die Leistung einer 1060er war zu verlockend.




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