DIY NAS / Homeserver Setup

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Viper780 schrieb am 29.03.2026 um 13:04

Ich bin mit meiner NAS Lösung seit 17 Jahren bei FreeBSD (FreeNAS > NAS4Free > XigmaNAS).
Aber für mich ist es mittlerweile ein dead end. Der Weg geht bei mir mir klar in Richtung Linux und brauch eigentlich auch kein Web interface für die paar shares die sich nie ändern.

Hardware soll die bestehende bleiben (E3-1225 V6, 32GB RAM, 80TB Raid-Z1 Pool mit 5x20TB, 1TB WD Black).
Ich hab auf meinen Thinclient Miniserver Proxmox und plain Debian laufen.

An Proxmox stört mich der fehlende Docker support. Viele meiner Services bekomme ich als fertige Docker Container und habe wenig Lust die selbst als LXC bauen/warten zu müssen.
Mit dem Ende von Home Assistent supervised (und den kommenden Ende der UniFi Network Application) werde ich stärker auf VM setzen müssen, was mein kleines Setup unflexibel macht (CPU, RAM und Diskplatz müssen zugewiesen werden) und da kommt die Stärke von Proxmox ins Spiel. Die ganzen automatischen Skripte und Backup Tools für VM sind wirklich hilfreich.

Ich hab mir TrueNAS scale und Unraid angesehen. Beide einerseits "to much" für meinen Bedarf und gleichzeitig zu unflexibel.

Wie schaut euer setup aus?


spunz schrieb am 29.03.2026 um 13:44

alles mit pve in VM´s und LXC.

Wer eine NAS Gui sucht => https://github.com/macgaver/zfsnas-chezmoi


Viper780 schrieb am 29.03.2026 um 13:53

Wie gehst du mit Services um die es nur als docker gibt? ZB Pi-hole?


Longbow schrieb am 29.03.2026 um 14:05

Mein Homelab läuft alles auf fedora server, noch lebt das synology - aber wenn das einmal EoL ist werd ich einfach auf einen externen Plattenkäfig für den m720q umsteigen. Hat eine webui falls man grad kein ssh zur hand hat, fast alles lässt sich dort flott erledigen.

Backup tools dann einfach per system daemon.


spunz schrieb am 29.03.2026 um 14:05

für pihole brauchst du kein Docker: https://github.com/pi-hole/pi-hole/...tomated-install

Du kannst ja immer noch Docker als LXC installieren, damit bist du bezüglich Storage flexibler (mountpoints) als in einer VM. Getrennte LXC sind mMn halt einfacher/flexibler bei so einem kleinen Setup.


InfiX schrieb am 29.03.2026 um 14:12

Zitat aus einem Post von Viper780
Wie schaut euer setup aus?

TrueNAS erfüllt bei mir alle wünsche und ist "deppeneinfach" imho ^^
vor allem snapshots und backup tasks gehen extrem komfortabel.

hab mit proxmox schon herumgespielt und mir gefällt LXC... TrueNAS soll ja glaub ich auch bald LXC support bekommen, gibt aber inzwischen auch schon einige sachen direkt in TrueNAS.


davebastard schrieb am 29.03.2026 um 14:15

ich find truenas scale auch recht übersichtlich gehalten... denke nicht dass das overkill is... so gesehen wäre eher debian overkill :p
zumindest vom Aufwand her wenn man noch nicht "fit" in Linux is.

edit: mein Kollege hat sich ein Ugreen NAS angeschafft. Angeblich ist die Software sehr brauchbar... wenn nicht kann man drauf aber auch Linux laufen lassen. eventuell auch eine Option?

edit: aso blödsinn du willst ja die hardware behalten

edit2: proxmox selber is sicher auch ned verkehrt hab aber mit LXC 0 Erfahrungen. Theoretisch kanns ja sogar eine debian VM drauf machen wo die docker rennen


Viper780 schrieb am 29.03.2026 um 16:46

Zitat aus einem Post von Longbow
Backup tools dann einfach per system daemon.

welche würdest du dann einsetzen? Mir gehts weniger um meine Daten, sondern um die Config und Datenbanken der Services (*arr Stack, UniFi,...)

Zitat aus einem Post von spunz
für pihole brauchst du kein Docker: https://github.com/pi-hole/pi-hole/...tomated-install
Oh das ist "neu" wie ich das letzte mal (~2022) geschaut habe gings nur direkt mit Docker

Zitat aus einem Post von spunz
Du kannst ja immer noch Docker als LXC installieren, damit bist du bezüglich Storage flexibler (mountpoints) als in einer VM. Getrennte LXC sind mMn halt einfacher/flexibler bei so einem kleinen Setup.
wie meinst du das?
Die Empfehlung ist Docker nicht nested in einem LXC laufen zu lassen, sondern eine VM dafür auf zu ziehen. (mag ich aber nicht - du sprichst eh einfacher/flexibler an).

Zitat aus einem Post von InfiX
TrueNAS erfüllt bei mir alle wünsche und ist "deppeneinfach" imho ^^
vor allem snapshots und backup tasks gehen extrem komfortabel.

Die hab ich sowieso per ZFS in der CLI konfiguriert. Mir haben in der GUI einige Punkte gefehlt und wie ich diese dann per CLI gesetzt hab war der Status im WebUI komplett broken. Docker muss man händisch per CLI verwalten, die vorgefertigten catalog apps und custom apps kannst in meinen Augen vergessen.
Somit bleibt für mich kein Vorteil zu einem minimal debian

Zitat aus einem Post von davebastard
ich find truenas scale auch recht übersichtlich gehalten... denke nicht dass das overkill is... so gesehen wäre eher debian overkill :p
zumindest vom Aufwand her wenn man noch nicht "fit" in Linux is.
Naja "fit" ich kanns bedienen, hab keine Angst vor der CLI und dank KI bin ich mit dem suchen der Befehle flotter. FreeBSD hab ich etwas mehr verinnerlicht.

Zitat aus einem Post von davebastard
mein Kollege hat sich ein Ugreen NAS angeschafft. Angeblich ist die Software sehr brauchbar... wenn nicht kann man drauf aber auch Linux laufen lassen. eventuell auch eine Option?

edit: aso blödsinn du willst ja die hardware behalten
Ja an ein UGreen NAS hab ich auch immer mal wieder gedacht - aber eigentlich macht es keinen Sinn ein UGREEN NASync DXP6800 Pro oder DXP8800 Plus für 1200-1600€ nehmen und hätte dann weniger RAM und kein SFP+

Macht einfach keinen Sinn, da hol ich mir lieber eine Bronica RF645 oder Zeiss Ikon ZM drum.

Zitat aus einem Post von davebastard
proxmox selber is sicher auch ned verkehrt hab aber mit LXC 0 Erfahrungen. Theoretisch kanns ja sogar eine debian VM drauf machen wo die docker rennen

LXC sind im Grunde ident wie die Jails im FreeBSD und am ehesten mit nackten Docker zu vergleichen.
Vorteil es rennt mit dem Host Kernel (etwas vereinfacht) und hat minimalst overhead. Nachteil man dann nicht ganze docker Images nehmen sondern muss jeden LXC getrennt up2date halten (und auch der Vorteil wenn man sieht welche alten Libs sonst mit geliefert werden).

VM hat den Nachteil dass ich fix vCore und RAM dafür reservieren muss was den anderen dann nicht mehr zur Verfügung steht, auch wenns gerade nicht gebraucht werden - natürlich auch den Aufwand der Mountpoints (am besten per SMB übers Netzwerk) und Overhead der Virtualisierung


davebastard schrieb am 29.03.2026 um 17:00

ich glaub tbh dass der wartungsaufwand bei allem wo man keine fertigen container verwenden kann um ein eck größer is... vor allem wenn man viele kleine verschiedene dinge verwendet wie du mit deinem usenet stack. bei meinem vaultwarden hab ich tbh die letzten paar mal updaten nur docker pull && docker compose up -d sagen müssen... den comfort hast bei LXC/jails/VM halt nicht. theoretisch könnte man solche unkritischen container sogar über sowas wie watchtower automatisch updaten lassen (muss ich mir noch näher ansehen)

edit: vll is das aber auch nur von meinem blickwinkel so weil ich in der Arbeit halt viel mit container zu tun hab..

edit2: KI hilft bei beiden solangs nix exotisches bzw. komplexeres setup is... das würd ich nicht als pro/contra hernehmen


spunz schrieb am 29.03.2026 um 17:05

Zitat aus einem Post von Viper780
Oh das ist "neu" wie ich das letzte mal (~2022) geschaut habe gings nur direkt mit Docker

das ist im Grunde der ursprüngliche Installer - auf einem 1er Raspi war Docker jetzt nicht so gefragt :)


Zitat aus einem Post von Viper780
wie meinst du das?
Die Empfehlung ist Docker nicht nested in einem LXC laufen zu lassen, sondern eine VM dafür auf zu ziehen. (mag ich aber nicht - du sprichst eh einfacher/flexibler an).

Ein simples Beispiel - nehmen wir mal deine Bilder, Videos und Dokumente. Du willst auf sämtliche Daten per Nextcloud und SMB Share zugreifen. Die Bilder willst du jedoch noch zusätzlich in Immich, deine Filme in Jellyfin und deine Dokumente in Paperless nutzen. Du legst einfach jeweils ein Dataset für die Bilder, Filme, Dokumente,.. an und kannst diese in den jeweils gewünschten LXC Umgebungen (samba, nextcloud, jellyfin, Paperless,..) einhängen. Für die jeweilige Software ist es ein "lokaler" Ordner innerhalb des Containers, kein Overhead oder Bastelei mit smb/nfs erforderlich.

Snapshots, zfs send,... ist dann auf Hostebene natürlich auch kein Problem.


davebastard schrieb am 29.03.2026 um 17:13

das klingt zugegeben elegant aber du kannst halt trotzdem keine container images von dockerhub verwenden sondern musst innerhalb des LXC containers dein sonarr radarr und was es in dem usenet stack nicht alles gibt manuell installieren.
außer man kann docker innerhalb von LXC installieren, das fühlt sich aber nicht richtig an :p

im Falle einer VM mit docker:
das durchreichen vom share is ja nur ein nfs mount, das is jetzt nicht so wahnsinnig viel aufwand. ja man muss einmal schaun dass mit den rechten mit samba usw. alles passt aber dann...


Viper780 schrieb am 29.03.2026 um 17:23

Zitat aus einem Post von davebastard
ich glaub tbh dass der wartungsaufwand bei allem wo man keine fertigen container verwenden kann um ein eck größer is... vor allem wenn man viele kleine verschiedene dinge verwendet wie du mit deinem usenet stack. bei meinem vaultwarden hab ich tbh die letzten paar mal updaten nur docker pull && docker compose up -d sagen müssen... den comfort hast bei LXC/jails/VM halt nicht. theoretisch könnte man solche unkritischen container sogar über sowas wie watchtower automatisch updaten lassen (muss ich mir noch näher ansehen)

genau das ist es warum ich lieber Docker habe - auf der anderen Seite rennt vieles jetzt noch in einem Jail unter BSD und mach da einmal im Monat meine updates per Paketmanager (könnte man auch automatisieren)

Zitat aus einem Post von davebastard
KI hilft bei beiden solangs nix exotisches bzw. komplexeres setup is... das würd ich nicht als pro/contra hernehmen

War nicht als Vorteil in eine Richtung gedacht sondern dass es leichter wird ohne spezifischen wissen die standardbefehle und schritte raus zu finden

Zitat aus einem Post von spunz
das ist im Grunde der ursprüngliche Installer - auf einem 1er Raspi war Docker jetzt nicht so gefragt :)
Ich habs nie auf einem RasPi laufen gehabt und dann war Docker der default weg (jedenfalls für x86)



Zitat aus einem Post von spunz
Ein simples Beispiel - nehmen wir mal deine Bilder, Videos und Dokumente. Du willst auf sämtliche Daten per Nextcloud und SMB Share zugreifen. Die Bilder willst du jedoch noch zusätzlich in Immich, deine Filme in Jellyfin und deine Dokumente in Paperless nutzen. Du legst einfach jeweils ein Dataset für die Bilder, Filme, Dokumente,.. an und kannst diese in den jeweils gewünschten LXC Umgebungen (samba, nextcloud, jellyfin, Paperless,..) einhängen. Für die jeweilige Software ist es ein "lokaler" Ordner innerhalb des Containers, kein Overhead oder Bastelei mit smb/nfs erforderlich.

Snapshots, zfs send,... ist dann auf Hostebene natürlich auch kein Problem.
Das ist mir absolut klar und hab ich jetzt auch schon so laufen (unter FreeBSD mit Jails).

Meine Frage war wie du Docker auf Proxmox bringst. Offizieller Weg ist eine Linux VM aufzusetzen und dort drinnen dann Docker Engine zu installieren.
Dann geht aber dein weg nicht mehr (oder nur kompliziert) - unter Proxmox geht das nur mit LXC so, aber dann muss ich auf Dockerimages verzichten

Zitat aus einem Post von davebastard
außer man kann docker innerhalb von LXC installieren, das fühlt sich aber nicht richtig an :p

im Falle einer VM mit docker:
das durchreichen vom share is ja nur ein nfs mount, das is jetzt nicht so wahnsinnig viel aufwand. ja man muss einmal schaun dass mit den rechten mit samba usw. alles passt aber dann...
Exakt - es geht aber ist nicht supported und wird nicht empfohlen. Möchte ich damit mal nicht in Betracht ziehen.
Klar kann ich mit NFS/SMB "übers Netzwerk" das lösen aber wie du schon sagst hat man dann Einschränkungen bei den Berechtigungen und ist deutlich weniger elegant


davebastard schrieb am 29.03.2026 um 17:36

Zitat
Klar kann ich mit NFS/SMB "übers Netzwerk" das lösen aber wie du schon sagst hat man dann Einschränkungen bei den Berechtigungen und ist deutlich weniger elegant
naja gibts Einschränkungen? ich würd sagen die Rechte müssen nur richtig gesetzt sein...


stevke schrieb am 29.03.2026 um 18:09

Mein Homeserver/NAS läuft auf einem Proxmox Kastl. ZFS Volumes werden in die Container gemappt und dann wie ein Mountpoint verwendet.

Hab einen LXC in dem ein paar simple Dockerdienste laufen.

*arr laufen jeweils in eigenen LXCs, OS Updates laufen über "unattended-upgrades", *arr haben eh ein eigenes Updatesystem für den Dienst selber. Installiert hab ich die meisten Dinge per Scripts von https://community-scripts.org/ - man ist hier halt der Community ausgeliefert, du kannst dann in jedem LXC "update" ausführen und es sollte aktualisiert werden, Scripts sind halt nicht offiziell, das muss einem bewusst sein.


spunz schrieb am 29.03.2026 um 18:28

Zitat aus einem Post von Viper780
Meine Frage war wie du Docker auf Proxmox bringst. Offizieller Weg ist eine Linux VM aufzusetzen und dort drinnen dann Docker Engine zu installieren.
Dann geht aber dein weg nicht mehr (oder nur kompliziert) - unter Proxmox geht das nur mit LXC so, aber dann muss ich auf Dockerimages verzichten

so z.b. https://raw.githubusercontent.com/c...in/ct/docker.sh




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