WTF is nur los bei uns - politics at its best - Seite 190

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daisho schrieb am 20.05.2020 um 20:44

Am besten medial shitstormen solange so blöde Sachen daher kommen, damit die Politik auch weiss das man so einen Scheiss nicht durchdrücken kann (und soll).


ccr schrieb am 20.05.2020 um 20:52

Die 848 Euro gibt's ja de facto nur, wenn man einen Monat nicht fliegt, sonst wären es um die 1.500 brutto.
Trotzdem natürlich inakzeptabel.
Das Problem: die Wizzair checkt gleich am Schalter daneben ein, und deren ungarischen und slowakischen Mitarbeiter verdienen heute schon nicht mehr. Für die ist's aber trotzdem noch besser, als in Sopron Pediküre bei fetten österreichischen Pensionistinnen zu machen.

Schuld ist auch nicht die Ryanair, sondern der Fluggast. Hier im Forum gibt's auch genug Geiz-ist-Geil-Vielflieger.


22zaphod22 schrieb am 20.05.2020 um 21:08

naja ... ich höre aus der türkisen ecke schon wirr aggressive stimmung gegen die gewerkschaft ... schon wieder schadet sie der wirtschaft ... da ist schon wieder so viel schaum vorm mund bei manchen ...

ich finde das ja heftig ...

Der Mutterkonzern machte letztes Jahr einen Gewinn von 885 Millionen Euro und bezahlte seinen CEO Michael O’Leary ein Gehalt von 99 Millionen Euro.

und ich bin echt keiner der manager per se verteufelt ... aber nur um sich das mal bewusst zu machen ...

1 jahresgehalt eines mitarbeiters eines unternehmens = 9 jahre lang 300 mitarbeiter bei lohnkosten von 3000€ / monat


t3mp schrieb am 20.05.2020 um 21:10

Für die Baseline beim Einkommen und das was an Arbeitsbedingungen als akzeptabel durchgeht ist aber der Staat zuständig, nicht der Fluggast.


ccr schrieb am 20.05.2020 um 21:23

Zitat aus einem Post von 22zaphod22
Der Mutterkonzern machte letztes Jahr einen Gewinn von 885 Millionen Euro und bezahlte seinen CEO Michael O’Leary ein Gehalt von 99 Millionen Euro.

In dem Fall kann man aber auch sagen: es kann ihm ja jeder nachmachen, und selber eine Fluglinie gründen ;)


Und bei der AUA kommst im aktuellen KV auch grad mal auf maximal 2.000 brutto mit allen Nebengeräuschen, und die Mitarbeiter würden sich wünschen, dass sie Gewinne schreibt :p
Aktuell zahlt due AUA nicht einmal das volle Kurzarbeitgeld aus, sondern nur ein Akonto, und behält sich noch einmal rund 20% der 80-90% ein. Da auch die Diäten etc. entfallen, liegen die "jüngeren" Crews derzeit auch nur knapp über der Mindestsicherung - Ende nicht abzusehen.


questionmarc schrieb am 20.05.2020 um 22:19

Zitat aus einem Post von 22zaphod22
1 jahresgehalt eines mitarbeiters eines unternehmens = 9 jahre lang 300 mitarbeiter bei lohnkosten von 3000€ / monat

das Spiegelbild unserer Gesellschaft..
Man braucht eigentlich links und rechts nix wissen, das allein sagt eigentlich eh alles..so ganz allgemein und unspezifisch (sorry, ich sinniere grad nebst zombieland2 und einem nahenden feiertag ;))


murcielago schrieb am 20.05.2020 um 22:40

Zitat aus einem Post von questionmarc
das Spiegelbild unserer Gesellschaft..
Man braucht eigentlich links und rechts nix wissen, das allein sagt eigentlich eh alles..so ganz allgemein und unspezifisch (sorry, ich sinniere grad nebst zombieland2 und einem nahenden feiertag ;))

grauenhaft, ich hoffe so dass die Masse diesen Missstand auch bald behirnt.


rad1oactive schrieb am 20.05.2020 um 23:07

Zitat aus einem Post von ccr
In dem Fall kann man aber auch sagen: es kann ihm ja jeder nachmachen, und selber eine Fluglinie gründen ;)


aber er würd es wahrscheinlich auch für 50 mio pa machen. ;)


XXL schrieb am 20.05.2020 um 23:59

Zitat aus einem Post von ccr
In dem Fall kann man aber auch sagen: es kann ihm ja jeder nachmachen, und selber eine Fluglinie gründen ;)


Und bei der AUA kommst im aktuellen KV auch grad mal auf maximal 2.000 brutto mit allen Nebengeräuschen, und die Mitarbeiter würden sich wünschen, dass sie Gewinne schreibt :p
Aktuell zahlt due AUA nicht einmal das volle Kurzarbeitgeld aus, sondern nur ein Akonto, und behält sich noch einmal rund 20% der 80-90% ein. Da auch die Diäten etc. entfallen, liegen die "jüngeren" Crews derzeit auch nur knapp über der Mindestsicherung - Ende nicht abzusehen.

Stimmt, ich kanns auch wie der Benko machen und mit Immobilien reich werden und mir einen Bundeskanzler kaufen ...

Das ganze auf den Kunden umwälzen ist halt auch eine blöde Ausrede, wir können den Bauern nicht mehr für Gemüse, Milch und Fleisch geben weil der Kunde will das ... (Hint: wenn der Bauer nicht mit dem Preis mitgeht kommt das Gemüse halt aus Spanien oder sonstwo)

Es wird an allen Ecken und Enden gespart um die maximale Gewinnausschüttung zu erreichen, nicht um dem Kunden ein billiges Fliegen zu ermöglichen, so wie bei allen grösseren Firmen, je mehr Gewinn man erwirtschaftet desto lukrativer für die Aktionäre oder Inhaber, selbst wenn Ryanair jetzt eingeht sitzen der Michael O’Leary auch noch in seinem Penthouse und zählt seine Millionen, selbiges bei der Lufthansa, oder jedem anderen Grosskonzern der grad um Geld bettelt ...

Und dann gibts da in Österreich Unmengen an KMUs bei denen die Chef weniger verdienen als die meisten hier die mit genau den selben Problemen wie z.B. die Bauern zu kämpfen haben und die müssen zur WKO betteln gehen, während bei der AUA nur darum gefeilscht wird wie viele Millionen sie in den Arsch geblasen bekommen ...

Das eigentlich schlimme daran ist das es in Österreich gerade mal ein paar Kleinstparteien gibt dies anders machen würden, aber nachdem was die Grünen gerade in der Regierung machen wäre ich mir nicht so sicher ob die was anderes machen würden, so enttäuscht von der Politik wie in den letzten Wochen war ich Jahre davor nicht ...


rad1oactive schrieb am 21.05.2020 um 08:26

Ermmmm.. Das Finanzministerium ist aber nicht in grüner Hand. Die fehlende Hilfe für KMUs hat der Herr Blümel bzw die ÖVP schon ganz alleine verbockt!


dosen schrieb am 21.05.2020 um 09:24

Ganz alleine verbockt hat die ÖVP es nicht, die Verantwortung haben sie schon gemeinsam in einer Regierung. Die Grünen haben nur eine Verantwortung - sie sind in einer Rolle in der sie nichts entscheiden dürfen und trotzdem die Negative Publicity voll abbekommen.

Es betrifft btw. nicht nur die Corona Maßnahmen, die ÖVP hat die Grünen schon komplett in der Hand.
Zb. haben die Grünen vor kurzem erst gegen die Aufhebung des Blutspendeverbots für Homosexuelle gestimmt. Jahrelang haben sie Diskriminierung geschrien, jetzt gibt es eine Arbeitsgruppe dazu... lol


bsox schrieb am 21.05.2020 um 09:30

Zitat aus einem Post von dosen
gegen die Aufhebung des Blutspendeverbots für Homosexuelle gestimmt
Sowas gibts in Österreich?! Grant gegen ÖVP intensiviert sich...


semteX schrieb am 21.05.2020 um 09:39

inhärente risikogruppe


wergor schrieb am 21.05.2020 um 10:14

ja, eigentlich "schon immer". wurde iirc mit höherem anteil hiv-infizierter personen bei homosexuellen personen argumentiert. was komplett sinnbefreit ist, bei blutspenden werden ja eh gleich einige tests mit gemacht.


ENIAC schrieb am 21.05.2020 um 11:06

Ich bin von den Grünen derb enttäuscht worden. Und sie werden meine Stimme für längere Zeit nicht mehr bekommen.
Wie hat's der Resetarits treffend bezeichnet: Die Grünen schaffen es auch so unter die 4%. Da brauchen's net mi dazua ;)

Sie haben sich so dermaßen über den Tisch ziehen lassen nur damit sie in der Regierung sitzen.
Jetzt haben sie den Salat und es geschieht ihnen recht.

Da ist z.B. die Sigi Maurer, welche nun den Kaffee den die Regierung verzapft, auch noch rechtfertigt... Das hätte es vor einigen Jahren von ihr nicht gegeben. Sie wäre die erste gewesen, die lautstark aufgeschrien hätte, wenn z.B. die Blauen gegen die Aufhebung des Blutspende Verbots für Homosexuelle gestimmt hätten. Oder die Aufhebung des Epidemiegesetzes. Das ist eine Wende um 180°.

Anstatt in der Regierung kläglich zu Versagen und als "Watschenbam" für die türkisen Schergen herzuhalten, hätte ich mir lieber eine solide und starke Opposition mit grüner Beteiligung gewünscht!
Denn nur aufgrund "Türkis/Blau" verhindern zu wollen, seine gesamtem Überzeugungen über Board zu werfen, ist mir ein wenig zu fadenscheinig und zutiefst zuwider.

Die Grünen könnten, meines Erachtens, nur noch durch eine einzige Aktion ihre Glaubwürdigkeit wieder erlangen. Und die heißt: Koalitionsauflösung.
Dann stünden sie aber bei Neuwahlen wieder vor der Gefahr, die 4% Hürde nicht zu erreichen. Ein Teufelskreis...




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