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Klima, oder das Wetter im Schnitt über 30 Jahre

kel 22.02.2007 - 17:42 190953 1373 Thread rating
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Dune

Frühpensionist
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Zitat aus einem Post von Viper780
Gerade PV ist da perfekt, die kann man ohne Probleme kurzfristig vom Netz nehmen ohne dass man einen Schaden hat. Eine der wenigen Möglichkeiten zu hohen Takt runter zu bringen (neben dem offensichtlichen - Speicher zu füllen).

Einzig die privaten PV kannst nicht so einfach vom Netz nehmen sonst wirds bei den Haushalten finster.

Bitte was? :D

https://www.google.com/url?sa=t&...IdOsvQtvKFJjUeL

Als ich noch in den Branche gearbeitet habe gab es etliche Schulungen quer durch Schland zu der Problematik. Gerade PV tut dem Netz da weh und führt zu Problemen.

Viper780

Er ist tot, Jim!
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Mein Wissen ist ca 3 Jahre alt und Von Wien Energie und EVN.

Die haben zwar die privaten PV Anlage nicht so gerne aber aus Netzstabilisierungsgründen speziell im Sommer einiges an PV Anlagen aufgebaut.

Aber dein Link sagt es eh schön ab 50,2 Hz gehen Solaranlagen langsam vom Netz. Das die alle auf einmal abgeworfen werden war meines Wissens in Österreich nie der Fall.

Das PV dem Netz weh tut und Windenergie sowieso ist glaub ich ein "Geschichtl" der Atomstrom Lobby.
Ich hätt keine Erklärung dafür warum das so sein sollte

ferdl_8086

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Zitat aus einem Post von Dune
Bitte was? :D

https://www.google.com/url?sa=t&...IdOsvQtvKFJjUeL

Als ich noch in den Branche gearbeitet habe gab es etliche Schulungen quer durch Schland zu der Problematik. Gerade PV tut dem Netz da weh und führt zu Problemen.

Also dein Link sagt sowas aber nicht aus.
Mir ist die 49,5Hz Problematik bekannt, EnBW, Bayernwerk und Co sehen das aber in Deutschland schon viel entspannter mittlerweile, es wurde aber auch ordentlich investiert. Mit kommenden Großbatterien im 1-2GWh Bereich seh ich das Problem völlig verschwinden.

Dune

Frühpensionist
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Warum Wind besser sein soll, kann ich auch nicht erklären. Der Link ist ein bisschen komisch (weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich :confused:), war aber trotzdem das einzige was ich gefunden habe, was die 49,5 Hz Problematik am besten beschreibt.

Das Thema war anno 2014 so groß, dass jeder Wechselrichter im Netz umgerüstet/kompatibel werden/sein musste.

Viper780

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49,5Hz ist aber das Gegenteilige Problem. Zu wenig Leistung im Netz.

Dune

Frühpensionist
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Eh, hängt aber unmittelbar damit zusammen, weil dann keine Einspeißung mehr erfolgen kann.

War für mich objektiv nie nachvollziehbar wie viel an dem Thema dran ist. Aber ganz zu leugnen ist es nicht dass man bei manchen EE wie Wind und Sonne nicht die Kontinuität im Netz schaffen kann, weil es von der Verfügbarkeit abhängt. Sind aber alles mMn keine Probleme für die es keine Lösungen gibt, ist nur irgendwann eben aufgrund eine kritischen Größe aufgekocht.

Indigo

raub_UrhG_vergewaltiger
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Zitat aus einem Post von Viper780
Das PV dem Netz weh tut und Windenergie sowieso ist glaub ich ein "Geschichtl" der Atomstrom Lobby.
Ich hätt keine Erklärung dafür warum das so sein sollte

nope, das wird dir in der regel jeder netzbetreiber (in österreich die APG) bestätigen - (private, nicht kontrollierbare) PV anlagen sind der grund warum die netzbetreiber teure, schnell zu- und wegschaltbare, wenns geht sogar noch schnell regelbare kraftwerkstypen vorhalten müssen um die nicht konstante stromproduktion der PV anlagen (verschattung durch wolken, etc... bringt da schnell mal enorme leistungsschwankungen innerhalb von sekunden...) abzufedern.
und alleine wenn ich mir anschau wieviele shunt-drosseln die APG und BEWAG in den letzten jahren im raum NÖ/wien und im burgenland installiert hat welche das leitungsnetz aufgrund der vielen windkraftwerke auskompensieren müssen...

siehe: https://www.welt.de/wirtschaft/ener...r-Blackout.html

Bender

dont`t jinx it
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PV und Wind sind eine Herausforderung für die Netze.
Hat uns Elsberg schon 2013 in Blackout erzählt. ;)
Mit gscheiten Pufferbatterien sollte das aber alles kein "Problem" sein - simpel ausgedrückt.

Viper780

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Private sind natürlich ein heikleres Thema (die kannst nicht so einfach abwerfen). Aber die Abachattung ist doch minimal im Vergleich zu den Verbrauchsschwankungen.

Man will halt immer feinteiliger Regeln und Windräder kannst auch recht gut aus dem Wind drehen.

Warum man hier in Österreich den Aufwand treibt sind mehr die Kosten für Ausgleichsenergien. Um so besser man plant und exakter die Werte stimmen um so mehr Geld lässt sich an der Strombörse machen. Für Wien, Niederösterreich und Burgenland macht das die EnergieAllianz Austria GmbH (EAA)
Bei der Wien Energie gibt's eine Abteilung (die nicht zu klein ist) die nichts anderes als Bigdata Auswertungen und Simulationen machen. Dazu Wetterdaten die auf 500x500m und 1-5min aufgelöst sind. EVN und EAA haben auch ähnliche Simulationen waren aber damals nicht ganz so fein aufgelöst

chriswahl

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Und deswegen pocht die APG so darauf, die Salzburgleitung zu bauen - die wird dringend gebraucht, damit Wind und PV Überschuss in die Pumpspeicherkraftkwerke (Malta, Kaprun, Limberg...) kommt. Wenn diese 380er Leitung fertig ist, dann haben wir im Prinzip eine riesige Überschussbatterie. Dazu werden die bestehenden Leitungen auf Hochtemperaturseile umgerüstet, Thermal Rating wird eingeführt um mehr Strom rüber zu bringen. Das Problem liegt immer bei der n-1-Sicherheit von den großen Freileitungen, weil du niemals die komplette Leitung ausnutzen darfst (60 % bei den 380ern, 70 % bei den 220ern).

Die Pumpspeicherkraftwerke werden auf mehr Leistung hochgebaut (speziell das Raufpumpen). Das reicht im Prinzip schon aus, dass du nahezu alle Schwankungen ausgleichen kannst. Aber all dies wird noch etwas dauern. So im groben halt.

Bender

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Wie haben das Riesenglück auf diese großen Gravo Speicher zurückgreifen zu können.
Unschlagbar billig trotz relativ bescheidenem Wirkungsgrad.
Die Kaprun Kapazität als Batterie wäre mächtig (teuer).

Dune

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Das was Indigo und chriswahl schreiben deckt sich mit meiner bescheidenen Branchenerfahrung (Optimierung und Betriebsführung von int. Großanlagen).

Anders als Viper sehe ich die Großanlagen kritisch für Netzschwankungen, und nicht die Kleinanlagen mit ein paar Watt. Wenn ein Bauer am Dach seine paar kW vom Netz nimmt juckt das keinen. Wenn aber ein 50MW Park aus Wartungsgründen runter geht oder einen Ausfall hat, muss das erstmal kurzfristig kompensiert werden. Wasserkraft ist meist da wo viel Sonne ist ohnehin nicht verfügbar (Südeuropa, Balkan, usw), hat aber auch dass Problem dass es sich nicht kurzfristig genug regeln lässt. Mittlerweile haben die Netzbetreiber aber viel Geld investiert um die Schwankungen zu kompensieren, als kein Grund das Thema zu verteufeln.

Die Problematik hängt natürlich immer von der Netztopologie ab. In DE is die 50Hz-Problematik als erstes aufgeschlagen weil die anteilig relativ viel PV haben und ein qualitativ hochwertiges Netz. Die Enel war in Sizilien mit ihren Hz Schwankungen sehr gelassen, weil die ohnehin kaum die Qualität einhalten können und dort ständig ein me Anlage im MW Bereich runter geht... In Österreich würde da mehr Panik ausbrechen :D

sk/\r

mr. zinklatte
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Zitat aus einem Post von Bender
PV und Wind sind eine Herausforderung für die Netze.
Hat uns Elsberg schon 2013 in Blackout erzählt. ;)
Mit gscheiten Pufferbatterien sollte das aber alles kein "Problem" sein - simpel ausgedrückt.

das problem ist - und wird auf längere Sicht - der puffer bleiben.
nichtmal mit den ganzen stauseen im westen österreichs kann man den Energiebedarf auch nur ansatzweise puffern.

privat schaut es da anders aus. wobei ich die aktuellen puffer zumindest ökologisch auch stark hinterfrage.

Bender

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Mit auf Natrium basierenden Heimspeichern könnte sich das ändern. Wenn fast jeder oder zumindest viele ihre privaten Puffer haben, der dann auch bidirektional arbeiten kann, wird das schon was. E-Autos kann man in dieses System auch mit einbinden.
Alles aus der Sicht des Laien natürlich. Möglicherweise hab ich da eine groben Denkfehler drin.

Michi

¯\_(ツ)_/¯
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Zitat aus einem Post von WONDERMIKE
Beim Blechdach aufpassen, dass ein rein optischer Schaden übrigens auch mitversichert wurde ;).

... Das hilft dir nichts, wenn optische Schäden mit 3000Euro gedeckelt sind.. Aber ich diskutiere diesbezüglich gerne mit dir... Bin ja betroffen und Geschädigter...
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