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Die geplante Obsoleszenz. Eure Erfahrungen damit ?

flying_teapot 17.11.2012 - 20:21 23119 165
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Viper780

Er ist tot, Jim!
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Das lag eher an der sehr konservativen Politik von IBM.

Die Teile waren sehr teuer, trotz Standardkomponenten nicht "state of the art" und entwicklungen dauerten ewig.

War halt auch eine Zeit wo jeder, von jedem abgeschaut und kopiert hat. Deshalb ist in der Zeit wirklich sehr viel sehr rasch was brauchbares raus gekommen.

IBM hat es halt leider nicht geschafft den Consumer Markt an zu sprechen, da waren alle anderen deutlich besser dran.

PS/2 war halt am Markt vorbei - IBM dachte halt so lang die Kunden die Software laufen lassen können passt das schon.

Aber Ende der 80iger war halt auch die Zeit der Bastler und Schrauber. Da die Hardware nicht mehr zum Rest kompatibel war aber die ersten Vendors Einzelteile zum selbst zusammen bauen verkauften passte das nicht zusammen und IBM hat das Business im großen und ganzen aufgegeben.

NL223

RoHS-konform
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Zitat aus einem Post von Viper780
IBM hat es halt leider nicht geschafft den Consumer Markt an zu sprechen

Dafür wäre der PCjr. vorgesehen gewesen...

Aber auch der wurde viel erfolgreicher gecloned als das Original war - vermutlich ist "Tandy 1000" den meisten schon eher ein Begriff als "PCjr" :D

Auch der hatte das "Problem" leicht zu clonen zu sein...

Auch die Adlib... Auch die wurde massenhaft gecloned... der bekannteste clone ist da wohl die "SoundBlaster"...

Alle drei dieser Produkte haben die Eigenschaft aus Standardkomponenten gebaut zu sein... Sieht schon so aus als würde das das Risiko gecloned zu werden stark vergrößert :D

davebastard

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ein _bisserl_ offtopic mittlerweile :D

InfiX

she/her
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find ich nicht, gerade der PC ist ja ein beispiel dafür wo es das noch gibt, da werden standardisierte komponenten verwendet (was die großen, Dell, HP usw. gerne auch mal anders machen) und bei einem defekt kann man komponenten auch mal leicht durch andere austauschen (jetzt mal abgesehen vom GPU mangel) da müssen die ersatzteile nichtmal identische komponenten sein solange die funktion gegeben ist.

ferdl_8086

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Zitat aus einem Post von InfiX
find ich nicht, gerade der PC ist ja ein beispiel dafür wo es das noch gibt, da werden standardisierte komponenten verwendet (was die großen, Dell, HP usw. gerne auch mal anders machen) und bei einem defekt kann man komponenten auch mal leicht durch andere austauschen (jetzt mal abgesehen vom GPU mangel) da müssen die ersatzteile nichtmal identische komponenten sein solange die funktion gegeben ist.

Die Diskussion über der Versagen IBMs in den späten 80er ist nicht OffTopic?

Dann sollte der Thread wohl "historischer Rückblick auf die geplante Obsoleszenz" heißen.;)

InfiX

she/her
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nein, aber dass firmen immer mehr auf proprietäre komponenten, patente etc. setzen um konkurrenz zu verhindern, und dadurch die reparierbarkeit immens leidet.

weil dann könnts ja passieren, dass konkurrenten herkommen und womöglich ein besseres günstigeres produkt bauen das kompatibel ist... wie bei IBM damals.

daisho

SHODAN
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Ich finde es zum kotzen dass Firmen nur noch billigen Schei.. produzieren das nach kurzer Zeit obsolet (wegen Feature Creep, oder einfach wegen geplanter Obsoleszenz) werden damit man nach 1-2 Jahren dasselbe noch einmal verkaufen kann.

Gute Hersteller bzw. Produkte sind nur leider ausgestorben weil man eigentlich nicht mehr unterscheiden kann zwischen gut und schlecht nachdem Marketing hier übernommen hat und einfach ALLES als super hinstellt obwohl in Wahrheit alles super OR... ist.

Wenn ich dann halt sehe dass der Kaffee-Vollautomat halt wieder einmal hinüber ist weil die Zahnräder halt klarerweise wieder einmal billiger Kunststoff ist anstatt Stahl geht mir halt das geimpfte wieder auf. Kann man natürlich alles reparieren (lassen) (noch), aber die Zeit und Muße muss man sich dann auch ständig antun - als hätte man nichts anderes zu tun.

Wenn Firmen wie Apple o.Ä. gegen Selbstreparatur bzw. "3rd Party Reparatur" vorgehen und dann vielleicht noch irgendwo schreiben sie sind so grün gehört der Vorstand eigentlich erschossen.

nexus_VI

Overnumerousness!
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Zum Thema Reparierbarkeit, habe gestern das Display beim Fairphone 3 meiner Freundin getauscht. 5 Minuten Arbeit, 80€ hat's glaub ich gekostet. Ja das ist nicht das beste Handy am Markt aber dieser Ablauf ist einwandfrei. Ersatzteile sind beim aktuellen afair 5 Jahre garantiert verfügbar.

davebastard

Vinyl-Sammler
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ja voll verständlich find das auch super, es ist halt recht groß...
ich hoffe ja dass das framework das notebook pendant dazu wird. nachdems sogar schon DE Tastaturen zum bestellen gibt...

Bogus

C64 Generation
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was imho weiterhin ein problem bleiben wird: oft ist ein neues gerät kaum teurer, oder sogar billiger, als eine reparatur.

und gerade bei handys war es lange so, dass sowieso der limitierte interne speicher irgendwann (zb. android update) automatisch zum größten problem wurde.

und elektro großgeräte konnte man teilweise auch bisher schon reparieren. allerdings ist dann oft die reparatur zu teuer.
oder ein anderes teil geht danach ein. (das ist mir zb. mit nem wäschetrocker passiert. zuerst ist der keilriehmen durchgerutscht; den habe ich dann selbst ersetzt. danach ist der motor durchgebrannt)

man müsste eher irgendwie 'verhindern', dass verschleißteile nicht so billig produziert werden.
lager einer waschmaschinentrommel aus plastik? warum nicht mehr aus metall?
oder die wassertasche eines geschirrspüler: da sind die hauptleitungen teilweise so dünn dimensioniert, dass diese sich zwangsläufig mit fett und kalk verstopfen.
küchenmaschine/mixer: zahnräder aus plastik

usw...

matiss

Chaos Maestro
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Bei den Ersatzteilen wird sowieso aufgeschlagen wie wild, auch bei neuen Geräten. Hab selbst mal in einem Service Center gearbeitet und wir machten uns mal den Spaß zusammen zu rechnen was ein Gerät aus Ersatzteilen kostet. Da kann man leicht vom 4-8 fachen des Endgerät Preises ausgehen. Und das war 2000 schon so.

xtrm

social assassin
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Bei Handys war eigentlich immer der Akku das Problem. Jedes meiner Handys seit ich Handys habe (immerhin ungefähr 1997) wurde irgendwann unbrauchbar, weil der Akku total im Eimer war oder weil es technologisch irgendwann zu veraltet war. Früher konnte man Akkus noch sinnvoll tauschen (Danke Nokia), aber seit da alles verklebt und geklipst und was weiß ich ist, lohnt es sich einfach nicht mehr.

daisho

SHODAN
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Das Problem ist aber oft auch Hausgemacht.

Die Hersteller schicken dann in der Regel einen Techniker zur Reparatur der nichts anderes plant als dir ein neues Gerät zu verkaufen. Eine Reparatur ist dann künstlich teuer weil sie das Material zum Wucherpreis verrechnen wollen (z.B. eine Pumpe für den Geschirrspüler kostet dann plötzlich 300% von dem was es tatsächlich kostet), ordentlich Anfahrtskosten und Reparaturkosten aufschlagen dass sich die Reparatur gar nicht lohnt.

Wir haben einmal blauäugig einen Techniker für unseren Kühlschrank geschickt weil er nach schon ~7 Jahre im Gefrierfach nicht mehr gekühlt hat.
Der hat dann unmöglich viel Schei..e gelabert die absolut null Sinn ergeben hat.
Dafür kommt natürlich ein Angebot dass wir 30% auf einen Neuen bekommen.

> Wenn eure Kühlschränke nach 7 Jahren schon ex gehen bestell ich sicher wieder einen bei euch lol

Dann hat er noch unten das Gefrierfach aufgeschraubt und wir haben den massiven Eisblock gesehen. Da ist der Stein schon gefallen ... er meinte dann der ist unwiederbringlich verloren weil vermutlich das Kühlmittel ausgelaufen ist wegen dem Eis (Hint: Die normalen Fächer haben ohne Probleme gekühlt :rolleyes:).

> Heim geschickt und die Firma dann angerufen: Den Technikereinsatz bezahlen wir sicher nicht, verar...en kann ich mich selbst auch.

> Eis abgetaut ... Kühlschrank läuft bis jetzt makellos weiter :bash:


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Geschirrspüler bei meinen Eltern:
Der (Siemens iirc) Techniker macht Druck und meint er braucht JETZT SOFORT eine Entscheidung ob er die Reparaturteile bestellen soll oder nicht, ABER DAS WIRD TEUER!!!111

Hat mir nicht sagen können was genau kaputt war.
Meinte die Pumpe ist wohl hin ... ok, aber wenn er die nachbestellt ist sicher nachher auch das Zeolith-System kaputt ... da kommt eines nach dem anderen.

> Das müssen sie doch schon wissen ob das kaputt ist oder nicht und wenn ich eine funktionierende Pumpe einbaue dann wird das ja nicht im Nachhinein kaputt werden :bash:

> Im Endeffekt Geschirrspüler auf Willhaben für irgendeinen Bastler der ihn reparieren will > Neuen gekauft

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Unsere Kaffeemaschine war schon 3x beim "Drago" reparieren. Leider wird bei der Delonghi halt leider einmal im Jahr irgendwas kaputt weil es einfach so DESIGNED ist kaputt zu werden :mad:

Es besteht einfach gar kein Interesse Dinge zu reparieren seitens der Hersteller.

nexus_VI

Overnumerousness!
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Zitat aus einem Post von xtrm
Bei Handys war eigentlich immer der Akku das Problem. Jedes meiner Handys seit ich Handys habe (immerhin ungefähr 1997) wurde irgendwann unbrauchbar, weil der Akku total im Eimer war oder weil es technologisch irgendwann zu veraltet war. Früher konnte man Akkus noch sinnvoll tauschen (Danke Nokia), aber seit da alles verklebt und geklipst und was weiß ich ist, lohnt es sich einfach nicht mehr.

30€ kostet der Akku fürs Fairphone, um es festzuhalten. Rückseite ist ein Plastikdeckel, ohne Werkzeug abzunehmen.

daisho

SHODAN
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Zitat aus einem Post von nexus_VI
30€ kostet der Akku fürs Fairphone, um es festzuhalten. Rückseite ist ein Plastikdeckel, ohne Werkzeug abzunehmen.
Das war früher halt "normal" dass man den Akku rausnehmen kann. Und dass man keine Original-Akkus (statt dem Aliexpress/Amazon-Nachbau-Akku mit fragwürdiger Qualität) bekommt für einen ordentlichen Preis sind halt auch die Hersteller schuld.
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