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REQ: Kopfhörer für Gaming

RIDDLER 22.01.2026 - 10:12 3918 40
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Rogaahl

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Ich empfehle weiterhin die AKG K612 Pro. Sind akustisch gleich wie der Klassiker AKG K601. Sehr linearer Sound, nicht so schrill bei den Höhen (wie die teureren Modelle). Extremer Komfort und gut belüftet wegen halboffen. Eine große soundstage, die man bei kaum andere KH hat. Die einzige KH die für mich als Ersatz infrage kommen würden waren alle >1000€.

Viper780

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Eigentlich umgekehrt, die K712 haben beim Übergang zu den Höhen etwas weniger Energie und klingen einen ticken runder - durch die Gelpads entsteht auch etwas mehr Bass (letzteres sieht man nicht immer in den Messungen, hängt vom Messkopf bzw koppler ab)

Siehe zB https://graph.hangout.audio/headpho...12_Pro,K712_Pro

Kannst du mir erklären warum ein Kopfhörer kühler sein sollte nur weil die Rückseite der Membran nach außen hin weniger gedämpft ist? Zwischen Ohr und Membran ist kein Unterschied.

Rogaahl

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Zitat aus einem Post von Viper780
Eigentlich umgekehrt, die K712 haben beim Übergang zu den Höhen etwas weniger Energie und klingen einen ticken runder - durch die Gelpads entsteht auch etwas mehr Bass (letzteres sieht man nicht immer in den Messungen, hängt vom Messkopf bzw koppler ab)

Ich habe 2017 mich für KH entscheiden können (gratis) und habe die K712 Pro zurückgeschickt, weil sie schriller und unangenehmer waren als die K612 Pro. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne es erneut zu testen, damals war es klar und eindeutig für mich.


Zitat aus einem Post von Viper780
Kannst du mir erklären warum ein Kopfhörer kühler sein sollte nur weil die Rückseite der Membran nach außen hin weniger gedämpft ist? Zwischen Ohr und Membran ist kein Unterschied.

Vielleicht weil er als halboffen einfach mehr luft-/feuchtigkeitsdurchlässig ist als ein geschlossener? Was willst du von da mir hören? Jeder geschlossene KH wird spätestens nach einer Stunde etwas unangenehm, was man bei den halboffenen AKG auch nach mehreren Stunden nicht hat.

Viper780

Elder
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Hören wollen tu ich garnichts, ich halte die Behauptung nach eigenen Tests (DCA Aeon Open vs Aeon2 Noire) für Unfug und hab mich dann mit dem Aufbau beschäftigt.

Die Kunststoffmembran ist ein guter Isolator. Die Luft zwischen Ohr und dem Treiber wird nicht mit der Umgebung ausgetauscht (sonst hat man weniger Bass und ggf Unstreitigkeiten bis in die Mitten). Der Unterschied ist die Rückseite der Membran der entweder in einen (mehrheitlich) geschlossnen Gehäuse spielt oder bei offenen nur mäßig gedämmt ist. Ich wüsste nicht wie das mit dem Wärmetransport gehen sollte.

Ich hab K601, K701 und K712 hier..
Je nach Earpads werden die auch gut warm (zB Dekoni Sheepskin), am kühlsten bleiben die Ohren mit den originalen Gelpads der K712. Warum das so ist kann ich mir noch nicht erklären

InfiX

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Zitat aus einem Post von Viper780
Kannst du mir erklären warum ein Kopfhörer kühler sein sollte nur weil die Rückseite der Membran nach außen hin weniger gedämpft ist? Zwischen Ohr und Membran ist kein Unterschied.

die ganze rückseite ist offen, auch zum ohr hin, zumindest bei allen offenen die ich hab/kenn, ausserdem haben offene von haus aus meistens luftdurchlässige pads aus stoff.

davebastard

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is das nicht common knowledge das offene kühler sind? warum weiß ich auch ned, kann ich auch nur vermuten.
Soll nicht heißen dass man das nicht hinterfragen darf aber gibts dazu messungen?

Master99

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im winter zieht man mehr schichten an damit weniger körperwärme verloren geht.

die erste schicht auf der haut ist wichtig aber nicht absolut entscheidend.

natürlich ist nicht jeder geschlossene automatisch wärmer und jeder offene automatisch luftiger. aber
wieso sollte dieses thermodynamische prinzip bei kopfhörern nicht gelten?

hausisolation funktioniert ja gleich.

Viper780

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Zitat aus einem Post von InfiX
die ganze rückseite ist offen, auch zum ohr hin, zumindest bei allen offenen die ich hab/kenn, ausserdem haben offene von haus aus meistens luftdurchlässige pads aus stoff.

Moment - ja die Rückseite ist offener (nicht ganz offen - da gibts nur sehr wenige Ausnahmen, aber das spielt hier keine Rolle)

Zum Ohr hin ist der Treiber dazwischen - das ist egal ob Offen oder Geschlossen.
Wenn beim Treiber zwischen vorne und hinten kein Widerstand ist hat man einen akustischen Kurzschluss - das geht nur bei sehr großer Membranflächen und ausreichend Leistung (Das Prinzip gibt auch bei Lautsprechern, zB bei Elektrostaten oder Open Baffle)

Welche Pads man nimmt ist akustisch zwar wichtig, aber für den Luftaustausch egal. Solang diese nicht gut abdichten hat man Probleme mit dem Klang. zB als Brillenträger kennt man das. Weniger Bass und die Mitten klingen komisch. Bei In-Ear ist das recht häufig wenn die Tips zu groß oder zu klein sind.

Was man merkt ist natürlich der Hautkontakt dass sich Stoff länger Kühl anfühlt und zB die Gelpads diese Wärme von der Haut abführen (die AKG K712 wurden hier schon mal genannt). Das hat aber auf die Ohrtemperatur recht wenig einfluss (Selbstversuch mit Dekoni Lederpad und den originalen Gelpad) - Obwohl der Kopfhörer offen ist hat man das Gefühl dass es mit dem Leder wärmer wird. Mit einem IR Thermomenter die Ohrmuschel gemessen ist aber innerhalb der Schwankungsbreite.

Das selbe beim ~30min Probehören letztes Jahr mit den DCA Aeon2 Noire und Aeon Open (identer Treiber und restlicher "Aufbau", selben Pads, aber geschlossen vs offenes Prinzip) beide fühlten sich ident warm an (hatte das Thermometer nicht mit)

Zitat aus einem Post von davebastard
is das nicht common knowledge das offene kühler sind? warum weiß ich auch ned, kann ich auch nur vermuten.
Soll nicht heißen dass man das nicht hinterfragen darf aber gibts dazu messungen?
Eher urban Legend - es gibt ein paar Versuche aber keine echten Studien dazu. Ich hab dann bei mir mal gemessen, nach dem ich eine Studie in Nature(?) gelesen habe wie man mit wearables am Ohr das Temperaturempfinden verändern kann habe ich mir dazu Gedanken gemacht. Man findet ein paar wenige Foren Diskussionen zu ähnlichen Themen.

Ich kann mir den Hauptunterschied und warum es zu dem "common knowledge" nur erklären dass geschlossene Kopfhörer früher meistens kleinere Pads und Treiber verwenden (kleinere "vordere" Kammer) und mit höherem Anpressdruck arbeiten. Dazu wie von InfiX schon erwähnt dass man dort auf dichtere Lederpolster gesetzt hat.
Das hatte den Grund dass man geschlossene Kopfhörer spezifisch für mehr Bass designt hat.

Zitat aus einem Post von Master99
im winter zieht man mehr schichten an damit weniger körperwärme verloren geht.

die erste schicht auf der haut ist wichtig aber nicht absolut entscheidend.

natürlich ist nicht jeder geschlossene automatisch wärmer und jeder offene automatisch luftiger. aber
wieso sollte dieses thermodynamische prinzip bei kopfhörern nicht gelten?

hausisolation funktioniert ja gleich.

Thermodynamik ist ein Axiom und gilt immer.
Ich kann aber deinem Beispiel "Pullover" und "Haus isolation" nicht ganz auf Kopfhörer umlegen.

Probieren wir mal ein Flow zu skizzieren:
Ohr/Haut | Membran | Cup

Bei offenen ist der Cup durchlöchert und bei geschlossenen zu (und meist nochmals extra bedämpft).
Ich hab mir damals mal eine Physikalischen Chemie Bücher hergenommen und versucht den Wärmeaustausch über die Membran zu rechnen. Je nach Material komme ich auf 8-30mW bei einem Temperaturunterscheid von 10°C (20° außen und 30° innen).
Es gibt zwar Vents in der Schallwand aber die sind so klein und extra bedämpft dass sie für den Wärmeaustausch keine Rolle spielen können (1-3mW).

Aber wenn wir uns ehrlich sind, sind wir hier wieder extrem Offtopic

InfiX

she/her
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@viper schau dir mal den aufbau von ein paar bekannten offenen an, bei meinen audio-technica sieht mans ja sogar direkt von aussen, das ganze gehäuse ist um den treiber herum offen, da ist eine luftdurchlässige membran drin (papier? stoff? polyester? k.a.)

dass offene generell weniger bass haben ist auch kein geheimnis, ist aber imho zu vernachlässigen solange man einen _guten_ bass hat, ich find das gerade bei gaming headsets sogar eher störend, die sind meist so schlecht getuned, dass der bass einfach nur störend "bedrückend" wirkt und fast schon schmerzt... und selbst bei manchen hifi-kopfhörern hab ich das schon so gehabt, deswegen hab ich auch keine lust auf geschlossene, das ist für mich einfach auf dauer unangenehm, sowohl von der temperatur als auch vom akustischen.

aber da gehen die geschmäcker halt sehr weit auseinander, manche menschen schwitzen nicht so leicht, für die mag das egal sein, und manche mögen evtl. das "bedrückende" gefühl.

hier sieht man das schön: https://www.head-fi.org/threads/how...t-to-do.798199/
Bearbeitet von InfiX am 25.01.2026, 15:56

davebastard

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also ich bleib bei meiner Hausverstand logik dass mehr Material einfach mehr isoliert wies master99 auch schon gesagt hat. Die Pads spielen sicherlich auch eine Rolle aber aber das is halt nicht die einzige Variable.
Du kannst ja mal Links zu den Versuchen posten

Viper780

Elder
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Ja das sind die Ventingports - bei Audio Technica auch sehr groß dimensioniert. Aber diese Membran (gibts aus Papier oder Filz) dämpft das so stark dass es für den Wäremetransport nicht so stark relevant ist als die dünne Membran welche deutlich stärker in Bewegung ist.

Eure Referenz scheinen aber die typischen Gaming Headsets und "Hifi" Kopfhörer aus Ende der 1990iger sein. Da hat sich gewaltig was getan.
Hört euch mal Sennheiser HD 620S oder Audio-Technica ATH-M70x an
Beim Sennheiser HD 820 sieht man den Aufbau ja sogar von außen

@davebastard
meine Versuche habe ich nicht veröffentlicht. Hab da nur meine Notizen im Laborjournal
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