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Aktuelle Volksbegehren

smashIt 02.10.2018 - 17:21 14182 170
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xaxoxix

Dagegen da eigene Meinung
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del pls
Bearbeitet von xaxoxix am 21.11.2019, 12:05

vb3rzm

Big d00d
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Ich verstehe das Geraunze um das BGE nicht. Wir alle profitieren seit jeher von Gratisarbeit, der Staat lebt davon, bis jetzt geht es sich halt gerade noch aus, dass die, die Steuern zahlen, alles am Laufen halten. Das BGE ist für mich eine logische Konsequenz

x37

xxx-xxxxxxx
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Zum Thema: Wir brauchen ein BGE weil es bald nicht genug Arbeitsplätze gibt. https://www.derstandard.at/story/20...-nein-zu-wenige

InfiX

she/her
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[x] unterschrieben :)

@alle die sich um die finanzierbarkeit sorgen machen, evtl. wenigstens mal die gleiche energie aufwenden um über die finanzierbarkeit unseres derzeitigen systems und allen sozialpolitischen folgen daraus nachzudenken.

wergor

I like open source
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[x] unterschrieben
bin mir zwar betreffend der umsetzbarkeit und sinnhaftigkeit nicht sicher, aber das thema sollte imho politisch mal ernsthaft angegangen werden.

Dune-

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Zitat aus einem Post von InfiX
@alle die sich um die finanzierbarkeit sorgen machen, evtl. wenigstens mal die gleiche energie aufwenden um über die finanzierbarkeit unseres derzeitigen systems und allen sozialpolitischen folgen daraus nachzudenken.

Hey, überfordere die Leute nicht, sie haben schon eine Meinung ;)

Es war ja schon immer so, deshalb muss es auch genau so weiter gehen... Dass die westlich Welt mit der aktuellen Zinspolitik zum Konsum getrieben wird und die Rohstoffe begrenzt sind versteht aktuell wahrscheinlich eher ein Zwölfjähriger als ein Erwachsener.

Es scheint nicht in die Köpfe zu gehen, dass Wohlstand nicht zwangsläufig Wirtschaftswachstum bedeutet. Und das obwohl es mittlerweile immer mehr Regionen auf der Welt gibt wo Arm und Reich nebeneinander leben.

Das es irgendwann scheppert wenn es so weitergeht wie bisher kann man sich auch mit wenig Fantasie ausmalen.

smashIt

master of disaster
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Zitat aus einem Post von x37
Zum Thema: Wir brauchen ein BGE weil es bald nicht genug Arbeitsplätze gibt. https://www.derstandard.at/story/20...-nein-zu-wenige

hast du den artikel auch gelesen?

der ist wieder ein wunderbares beispiel dafür dass die schreiberlinge an den grundrechenarten scheitern...

Zitat
Wenn die Zahl der Arbeitskräfte sinkt und dies nicht überkompensiert wird, kommt es zu Stagnation. Damit kein Missverständnis entsteht: Japan ist eines der wohlhabendsten und sichersten Länder der Erde. Aber die schrumpfende Bevölkerung trägt wesentlich zum stagnierenden Wohlstand bei. So könnte es Österreich auch ergehen.

wenn die wirtschaft um hausnummer 2% schrumpft (WIR WERDEN ALLE STÖRBÄÄÄN!!!!!) und gleichzeitig die bevölkerung um 5% abnimmt (WIR WERDEN NOCH VIEL MEHR STÖRBÄÄÄN!!!!!) ist der wohlstand in wirklichkeit um ~3% gestiegen.

BIP vs. BIP pro kopf sind hier der wichtige unterschied.

und dann gibt es immer noch das problem dass man beim thema wohlstand eigentlich den median (oder noch besser das 1. quartill) betrachten müsste...

ccr


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Zitat aus einem Post von Dune-
Es war ja schon immer so, deshalb muss es auch genau so weiter gehen... Dass die westlich Welt mit der aktuellen Zinspolitik zum Konsum getrieben wird und die Rohstoffe begrenzt sind versteht aktuell wahrscheinlich eher ein Zwölfjähriger als ein Erwachsener.

Dann erleuchte uns doch bitte mit konkreten Argumenten, wieso BGE notwendig und finanzierbar ist.

In jeder Diskussion - hier, wie anderswo im Internet - schreiben die Gegner seitenlange Abhandlungen, wieso das aus ihrer Sicht nicht funktionieren kann.
Und von den Befürwortern kommen nur polemische Antworten und Platitüden ("Dass die westlich Welt mit der aktuellen Zinspolitik zum Konsum getrieben wird" - WTF? ).

Ich bin gerne offen für sachliche Argumente, die meine Bedenken entkräften.

Aber für ein
Zitat
Hey, überfordere die Leute nicht, sie haben schon eine Meinung ;)
ist mir meine Zeit echt zu schade.
Auf dem Niveau kann man die Diskussion bleiben lassen.

x37

xxx-xxxxxxx
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@smashit
Ja habe den Text gelesen und dieser Satz ist mir auch aufgefallen und hat mich etwas :confused: zurückgelassen, ich weis nicht was der Autor mit dem genau aussagen will.
Der Grund warum ich den Link trotzdem gepostet habe ist das 1. in Österreich die verfügbaren Arbeitnehmer abnehmen werden und 2. das nicht sicher ist ob in Zukunft wirklich viele Arbeitsplätze KI und anderem zum Opfer fallen werden. Vor allem 2. wird oft als Grund für Einführung eines BGE genannt.

Vinci

hatin' on summer
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Zitat aus einem Post von ccr
Dann erleuchte uns doch bitte mit konkreten Argumenten, wieso BGE notwendig und finanzierbar ist.

Ich glaub ich hab das schon einmal gepostet, aber das Problem an der ganzen Diskussion ist imho dass das BGE ständig als Option betrachtet wird. Das ist meiner Ansicht nach falsch. Im Prinzip befindet sich die BGE-Thematik in etwa dort wo wir beim Klima vor 20-30 Jahren standen. Damals wie heute haben sich was weiß ich wie viele Leute den Mund fuslig geredet, meist eh mit ähnlichen Argumenten wie dass des ja alles nicht finanzierbar is und so weiter... Beim Klima sind wir jetzt immer noch nicht schlauer aber dafür wiss ma jetzt dass "Hände foitn Goschn hoitn" tatsächlich viel teurer war als wenn ma früher ein bisserl Geld in die Hand genommen hät. Jetzt ist es für alles zu spät und man darf ruhig Wörter in den Mund nehmen für die man um die Jahrtausendwende noch den Aluhut gebraucht hät... "Apokalypse" zum Beispiel.

Punkto tatsächlicher Realisierung, Finanzierbarkeit usw. kann ich sowieso nicht mitreden weil mich das
a) Nüsse interessiert
b) ich absolut Zero Plan hab

Aus dem Grund sitzen aber hoffentlich andere Leut an sowas dran die ich in einem demokratischen Prozess wähl, damit ned solche Trottln wie ich sich darüber den Kopf zerbrechen müssen.

Ebenfalls analog zum Klima lässt sich übrigens die Frage zum "ob" beantworten. So ähnlich wie auch vor 20 Jahren der anthropogene Anteil am Klimawandel absolut sicher war, so sicher ist dass die Automatisierung kommt. Da gibts kein "ob" und kein "vielleicht". Das einzige was ma da diskutieren kann is wann...

smashIt

master of disaster
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Zitat aus einem Post von x37
Der Grund warum ich den Link trotzdem gepostet habe ist das 1. in Österreich die verfügbaren Arbeitnehmer abnehmen werden

was ja anundfürsich nichts negatives ist.
man muss sowas immer in relation zur gesamtbevölkerung sehen.

Zitat aus einem Post von x37
2. das nicht sicher ist ob in Zukunft wirklich viele Arbeitsplätze KI und anderem zum Opfer fallen werden. Vor allem 2. wird oft als Grund für Einführung eines BGE genannt.

das kommt immer auf die branche an.
und im bereich transport und verkehr ist es nunmal bereits absehbar dass es bald einen kahlschlag geben wird.
die autonomen kisten fahren ja bereits auf unseren strassen und schienen.
und wir reden hier von 8% der gesamten arbeitsplätze die da bereits angezählt sind.

im handel (20% der arbeitsplätze) siehts auch nicht besser aus:
in japan werden schon die ersten regale von robotern eingeschlichtet.
und es gibt schon die ersten supermärkte wo keiner mehr an der kasser sitzt.
beratung im geschäft? frag mal bei mediasaturn nach...

im bereich verkehr und handel ist die frage nicht mehr ob sowas überhaupt kommt.
hier ist nur noch die frage wie lange der flächendeckende rollout noch braucht.

ich sage auch garnicht dass hier schlagartig alle jobs wegbrechen.
aber wenn nur die hälfte wegrationalisiert wird hast du enorme soziale probleme vor dir.

ccr


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Zitat aus einem Post von smashIt
in japan werden schon die ersten regale von robotern eingeschlichtet.
und es gibt schon die ersten supermärkte wo keiner mehr an der kasser sitzt.

Japan kämpft aktuell eher damit, dass es vielerorts nicht mehr genug Personal gibt, um Kombinis 24h am Tag geöffnet zu halten. ;)


Und wenn ich mir anschaue, wie schwierig es ist, junge Menschen im Alter von 18-20 Jahren zu finden, die nach einem Schul- oder Lehrabschluß einen geraden Satz herausbringen und die Grundrechnungsarten beherrschen, dann sollten wir uns nicht wegen der Automatenkassen sorgen, sondern wegen des sinkenden Bildungsniveaus.

Das Problem ist nicht, dass zukünftig Jobs wegautomatisiert werden. Das ist zu einem guten Teil durchaus begrüßenswert, weil es sich dabei oftmals um schlecht bezahlte, anstrengende, gesundheitsschädigende Arbeit handelt.

Das Problem ist viel mehr, dass es in diesem Land immer mehr junge Menschen gibt, die keine Qualifikation mitbringen, die sie vor einer Automatisierung schützen kann.

Da hilft aber kein BGE. Da hilft nur Bildung, Bildung, Bildung.

Vinci

hatin' on summer
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Zitat aus einem Post von ccr
Das Problem ist viel mehr, dass es in diesem Land immer mehr junge Menschen gibt, die keine Qualifikation mitbringen, die sie vor einer Automatisierung schützen kann.

Da hilft aber kein BGE. Da hilft nur Bildung, Bildung, Bildung.

Das seh ich zwar genauso (vor allem wenn man sich die Akademikerquote anschaut) aber bei dem Zeitrahmen vom dem ich ausgeh sind selbst "eingesessene" Arbeitnehmer von einer Automatisierung "bedroht". Einem 30-Jähriger beim Supermarkt hilft Bildung nicht mehr.

XXL

insomnia
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Das Problem ist das die meisten Eltern meinen die Bildung muss von der Schule kommen, genauso wie Erziehung, die Kinder werden aber mit 2 in die Kindergruppe gebracht während die Eltern arbeiten gehen, weil die Wirtschaft ja leben muss ...

Und ich glaube nicht das du jeden Menschen mit "Bildung" weiterbringst, ich kenn da so einige Leute deren Titelliste länger ist als ihr Name und man sich dann aber fragt was er eigentlich können soll, schaut am Papier aber immer besser aus ...

ccr


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Ich habe vor 20 Jahren erstmals bei einer Automatenkasse in einem US Supermarkt gezahlt.
Damals war die erste Reaktion auch: boah, da braucht es bald keine Mitarbeiter mehr.

Mittlerweile sind 20 Jahre vergangen, und Supermärkte sehen in den USA genauso aus wie damals. Und die dummen Systeme von damals haben sich auch nicht mehr weiterentwickelt, sondern nur weltweit verbreitet.

Amazon's Experimente sind nett, aber die werden wir auch in 10 Jahren noch nicht flächendeckend in jeder Billa-Filiale sehen. Möglicherweise wird es in 10 Jahren dann immerhin in jeder Billafiliale wenigstens einen Kassenautomaten geben. :p

Ich denke, das wird in dem Standard Artikel auch ganz gut thematisiert. Der technische Fortschritt ist erheblich gebremster, als wir das vielleicht manchmal glauben.
Das Smartphone täuscht da über vieles hinweg, weil es innerhalb weniger Jahre viele unserer Verhaltensweisen komplett umgekrempelt hat. Das war ein Paradebeispiel einer disruptiven Technologie.
Aber bei anderen Technologien ist der Hype weit entfernt von der Realität, ist der Fortschritt enorm langsam geworden, steckt man teils auch in Sackgassen.
Beispiel autonomes Fahren - ausser Musk glaubt niemand in der Industrie, der halbwegs bei Sinnen ist, dass in 20 Jahren Autos autonom durch Städte fahren werden. Die Technologie, die wir heute nutzen, ist bald 10 Jahre am Markt - und Verbesserungen gab es seit damals nur inkrementell, es gibt aber für die technischen Grenzen von damals bis heute keine Lösungen. Jemand, der heute ein Tesla-Marketingvideo sieht, oder sich einen neuen Golf kauft, hält das für Wunderautos, technisch dem KITT :p ebenbürtig. Realität ist aber, dass die Systeme technologisch gesehen extremst dumm und limitiert sind, und man jetzt nach Quick Wins wie adaptiven Tempomaten und Spurhalteassistenten technisch ansteht, und nur Detailverbesserungen bringt. Damit in 20 Jahren Taxis oder Lieferwägen autonom durch die Wiener Innenstadt fahren, müsste Wien heute schon beginnen, die notwendige Infrastruktur zu implementieren und bei Bauprojekten zu berücksichtigen. Es weiß aber keiner, wie die überhaupt aussehen soll, wie die Technik dafür aussieht, etc.

Die Berufsfelder, in denen neue Technologien zur Kahlschlag führen, sind meiner Meinung nach ganz andere, als die, die oft diskutiert werden.
Ich würde da zB die Buchhaltung nennen. Die hat heute schon nichts mehr mit einer Buchhaltung vor 30 Jahren zu tun. Berufsbild und notwendige Qualifikation haben sich grundlegend geändert. Und heute schon gibt es die Technologien, um Buchhaltung durchautomatisiert zu betreiben. Es wird noch Jahre dauern, bis sich diese Technologie durchgesetzt hat. Aber es gibt sie, real, am Markt, funktionstüchtig. Und nicht nur als Vision oder Medienhype.
Deshalb würde ich heute jedem davon abraten, "nur" eine HAK zu machen - in 10 Jahren wird niemand mehr einen HAK Absolventen einstellen.
Man wird in 10 Jahren aber immer noch die Haare von einer Friseurin geschnitten bekommen und im Billa dem Regalschlichter bei der Arbeit zuschauen können ;)
Bearbeitet von ccr am 21.11.2019, 17:05
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