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WTF is nur los bei uns - politics at its best

questionmarc 28.06.2015 - 17:57 611144 6360 Thread rating
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murcielago

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Zitat aus einem Post von Vinci
Habts ihr alle den Artikel überhaupt gelesen?

Staatsbürgerschaft ja wenn:
- positiver Asylbescheid
- für Kinder wenn zumindest ein Elternteil fünf Jahre legal
und am aller wichtigsten
- in den letzten sechs Jahren zumindest in 36 Monaten nicht zum überwiegenden Teil Sozialhilfe bezogen wurde

Das klingt imho sehr vernünftig. Da sind ma weit weg von dem offene Grenzen und kein Mensch is illegal Wischiwaschi der Lifestyle-Linken.

Eben :)

Diego

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Sofern die Staatsbürgerschaft - zumutbar - erlangt werden kann, bin ich auch dafür, dass nur Staatsbürger wählen dürfen. Irgendwas muss einem halt recht sein.
Wenn ich nach Staat X auswandern würde und dort nicht wählen dürfte, weil ich nur die AUT-Staatsbürgerschaft habe, dann könnte ich ja entscheiden was mir wichtiger ist.
Wer in Österreich steuern zahlt, der zahlt nicht nur, sondern kommt auch in den Genuss des Sozialstaats.

WONDERMIKE

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Overglocker
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Zitat aus einem Post von Hokum
dass der hofer ums arschlecken BP geworden wär zeigt mir anderes.

Das Ergebnis war sehr deutlich.. auch wenn man es mit anderen Wahlergebnissen vergleicht.

Arschknapp wars zwischendurch. Aber das hat dann eben Menschen mobilisiert weil sie eben nicht einen Kandidaten wie Hofer wollten.

Und man wird ja sehen wie gut der grüne Migrationskurs bei den Wählern ankommt. Noch ein paar nächtliche Kinderabschiebungen mit der Hundestaffel und der Kogler kann sich nach dem Rauswurf aus dem Parlament nicht mal mehr im Kaffeehaus blicken lassen :p

Viper780

Er ist tot, Jim!
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Zitat aus einem Post von Tosca
Ich finde es gut, dass sich die SPÖ hier mal klar positioniert, das hat eh Seltenheitswert. Das kostet der SPÖ maximal fiktive Wählerstimmen von Leuten die sowieso den Rechtsblock wählen ;)

Obacht! FPÖ und SPÖ hat die selbe Zielgruppe. Arbeiter und einfache Angestellte.
Der große Unterschied ist die "Ausländer"politik

Zitat aus einem Post von Dune
Das wäre aber auch heute in der Konstellation nicht mehr möglich. Die FPÖ hat derzeit keinen BP Kandidat der an die 50% schafft.

Dachte damals auch keiner an den Hofer. Da waren alle Medien und ein ganzes Land gegen eine einzige Person und wegen einer Handvoll stimmen ist er es gerade nicht geworden.

Die Situation ist jetzt genau gleich

Dune

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Zitat aus einem Post von UnleashThebeast
Sorry, aber wenn die ihre "potenzielle Zukunft" bei den Teutonen statt hier sieht, bin ich ein starker Fan davon, dass sie hier nicht wählt.

Schon? Wenn ich 10J in DE Steuer zahle, würde ich dort auch gerne wählen können.

MMn sollte man mit Hauptwohnsitz plus paar Jahre Verbleib und nichts Anderem wahlberechtigt sein, aber da flippen viele aus weil da "jeder" wählen könnte.

SPÖ hat imho seit Jahren bei den Wahlrechten sinnvolle Demokratisierungsvorschläge und Konzepte, leider ist erst in der Opposition davon mehr in die Medien gekommen.
Bearbeitet von Dune am 09.06.2021, 11:19

UnleashThebeast

APES TOGETHER STRONK
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Naja, niemand hält dich davon ab, deutscher Staatsbürger zu werden, wenn du dort 10 Jahre steuern zahlst. Dann kannst auch wählen, weil du dich "offensichtlich" länger an den Aufenthalt dort binden willst. Warum sollte jemand, der potenziell nach 10-15 Jahren wieder abposcht über die Zukunft des Landes entscheiden können?
Ja, man kann das jetzt weiter spinnen, ich bin auch kein Freund davon, dass Pensionisten wählen, aber da rutschen wir dann sehr schnell in Diskussionen ab, die keiner haben will.

Dune

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Ich weiß nicht wie mobil dein Lebensstil ist, ich möchte aber nicht X mal Staatsbürger werden und trotzdem mitbestimmen dürfen, wenn ich hier oder dort lange lebe und Teil der Gesellschaft bin.

Ich finde es gibt schon gute Argumente das Wahlrecht an den Wohnsitz zu koppeln, weil man nicht mal eben so Staatsbürger werden kann, das ist für viele eine riesen Hürde.

In unserer Zeit finde ich das im Sinne der Mobilität einfach nicht mehr zeitgemäß und undemokratisch.

Diego

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Den Hauptwohnsitz kannst du gleich mal wechseln, ob du aber Staatsbürger wirst, überlegst du dir wohl viel gründlicher und mit der gründlicheren Überlegung und der daraus resultierenden Entscheidung ist das Wahlrecht (mehr oder weniger) verknüpft. Das klingt für mich vernünftig. Ich war aber auch noch nie in einer Situation, in der ich wählen wollte aber nicht durfte und sehe es deswegen vermutlich lockerer.

UnleashThebeast

APES TOGETHER STRONK
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Wählen sollte nicht nur an Hauptwohnsitz oder Staatsbürgerschaft gekoppelt sein, sondern an beides mMn. Auch sollte der Zugang zur Staatsbürgerschaft einfacher gemacht werden, hier werden einem noch immer zu viele Steine in den Weg gelegt, das ist vollkommen richtig. Zu beachten ist dabei, dass man nicht nur Rosinen rauspicken kann, sondern auch die staatsbürgerlichen Pflichten zu beachten sind, allerdings gehört die Wehrpflicht schon lange abgeschafft. All in all ist das alles ein riesiger Clusterfuck, und solange wir eine Boomergesteuerte Gerontokratie haben, wird sich nichts ändern.

Dune

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Zitat aus einem Post von Diego
Den Hauptwohnsitz kannst du gleich mal wechseln, ob du aber Staatsbürger wirst...

Wenn du nochmal liest fällt auf dass ich eine Verbleibedauer und Einzahlung ins Steuersystem als Voraussetzung betrachte :)

sk/\r

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Zitat aus einem Post von murcielago
vielleicht noch allgemein: auch wenn uns die fpövp das glauben lassen will, aber halb österreich interessiert sich nicht mal für das thema.

nein. ganz klar nein. das ist schon gefährlich naiv.
warum schafft es denn die övp aktuell noch immer auf die 30%?
und das bei all den skandalen und der inkompetenten politik.

weil sie genau wegen solchen - eigentlich nichtigen und deppaden - ausländerthemen der fpö das wasser abgegraben haben.
und diese position bringt ihnen ja LOCKER 10-15% an wählerstimmen.

// was wo drinnen steht interessiert die krone/österreich leser auch nicht. ;)
die headline wird genauso interpretiert wie es da steht "die spö ist dafür die österreichische staatsbürgerschaft leichter zu bekommen"
die einzelnen punkte dahinter werden doch von fpövp wählern mittlerweile überhaupt nicht mehr hinterfragt.
Bearbeitet von sk/\r am 09.06.2021, 13:28

murcielago

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Zitat aus einem Post von sk/\r
nein. ganz klar nein. das ist schon gefährlich naiv.
warum schafft es denn die övp aktuell noch immer auf die 30%?
und das bei all den skandalen und der inkompetenten politik.

weil sie genau wegen solchen - eigentlich nichtigen und deppaden - ausländerthemen der fpö das wasser abgegraben haben.
und diese position bringt ihnen ja LOCKER 10-15% an wählerstimmen.

// was wo drinnen steht interessiert die krone/österreich leser auch nicht. ;)
die headline wird genauso interpretiert wie es da steht "die spö ist dafür die österreichische staatsbürgerschaft leichter zu bekommen"
die einzelnen punkte dahinter werden doch von fpövp wählern mittlerweile überhaupt nicht mehr hinterfragt.

ich weiß nicht was ihr alle habts, fpövp haben zusammen ca. 50%. MigRAtIoNsDRamA interessiert (negativ behaftet) die andere Hälfte dann wohl nicht so sehr, sonst hättens mehr als 50%. Nochdazu, wo sicher nicht ausschließlich jeder die FPÖVP nur wegen diesem Thema wählt.

Reine Mathematik, nix Ideologie oder Navität.

Dune

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Ich bin da auch eher bei Murci. Etwa 50% stehen rechts, die wählens eh schon und wissen genau was sie bekommen. Ob salonfähig mit schönen Haaren oder mit Rülpser, man hat die Wahl.

Erstens hab ich den Eindruck dass die gaaanz große Angst vorm Musselmann wie 2018 doch etwas abgenommen hat bzw. sich die Debatte ein bisschen rationalisiert aber auch radikalisiert (Wendung der Tonart) hat. Es wird zwar sehr viel diskutiert aber nicht mehr in den gaaanz großen Emotionen wie anno damals.

Zweites sollen Linksparteien bitte endlich linke Politik machen und sich nicht jedem Move oder eigenen Konzept in die Hosen kacken weil dadurch potenziell mehr Leute rechts wählen. Wenn Linksparteien aus Angst vor den Rechten keine linke Politik mehr machen, verlieren sie ihre Existenzberechtigung weil sie sich selbst abschaffen. Insofern finde ich den "das hilft jetzt Basti" Reflex sehr kontraproduktiv.

murcielago

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Danke, hast meinen Post von vor 2 Seiten ein bissl ausführlicher und hoffentlich verständlicher beschrieben. Genau so seh ich das auch.

(Aber selbst wenn die Angst vorm Musel nicht abgenommen hätte, hab ich mich mathematisch einfach nur mit 50% = Hälfte, d.h. andere Hälfte ist es nicht so wichtig erkärt. ;) )

Zitat
Zweites sollen Linksparteien bitte endlich linke Politik machen und sich nicht jedem Move oder eigenen Konzept in die Hosen kacken weil dadurch potenziell mehr Leute rechts wählen.

THIS! Wenn jeder sich dem Basti / der F angleicht brauchts bald keine Parteien mehr.

Lächerlich wie der Oliver Pink heute in der Presse schreibt "der SPÖ ist nicht mehr zu helfen - haben sie nicht gesehen, womit Sebastian Kurz 2 Wahlen gewonnen hat?". Dass man sich als Journalist so aufgibt ist ja bezeichnend und ihm fällts nichtmal mehr auf.

sk/\r

sins of the fathers
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die umfragewerte der fpö kenn ich garnicht. liegen die wirklich schon wieder bei 20%? :D
wie man anhand eines doskozils im burgenland sieht, interessiert das thema wohl doch mehr als man meinen möchte. ;)
und der ist ja rot. zumindest der parteifarbe nach.

wenn man deiner logik folgt, hat es für die övp garnichts gebracht den rechtsruck einzuschlagen?
ich denke, dass auch viele von spö zur övp gewandert sind. oder zumindest einige. ich kenn aber die wählerstromanalysen der letzten wahl nicht auswendig.
solang in südeuropa und in der türkei genügend flüchtlinge warten, kann man dieses Damoklesschwert auch schwingen.

und mr. balkanrouten schließer hat diesen beisatz auch nicht ohne grund. auch das wird sicher von mehr als 50% der österreicher gutgeheissen.
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