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Präsident Trump

Hansmaulwurf 23.01.2017 - 14:51 339595 2599 Thread rating
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t3mp

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Zitat aus einem Post von XXL
Das Problem ist halt das sich die demokratischen Kandidaten jetzt alle noch ordentlich zerlegen, war ja auch einer der Gründe wieso Trump 2016 Präsident werden konnte ...
Das hab ich aber völlig anders in Erinnerung.

Der größte Feind von Bernie Sanders ist das Media Bias, der Wahlkampf der Demokraten war bis jetzt kaum von Untergriffigkeit begleitet. Die trauen sich ja kaum aus lauter Angst, die 'Unity' zu stören. Das wird sich sicher noch ein bisserl zuspitzen, aber negativ muss das nicht unbedingt sein. Man kann das in 2016 auch umgekehrt betrachten: Dass da überhaupt ein zweiter Kandidat aufgetaucht ist, der Hillary das Wasser reichen konnte, hat für viel mehr Aufmerksamkeit gesorgt als sie allein je bekommen hätte.
Bearbeitet von t3mp am 06.02.2020, 22:06

XXL

insomnia
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Wenns nach Hillary ging war es ein Teil davon ...

Klar kann man jetzt auch mit einrechnen wie viel die Manipulation der sozialen Medien gebracht hat und wie viel gerrymandering ausgemacht hat, es hilft aber trotzdem nicht wenn ich in einer partei Kandidaten habe die sich so komplett unterscheiden wie Bernie und Hillary, ich glaub nicht das es mit Elisabeth Warren und Bernie so schlimm ist, die Kandidaten vertreten aber schon teilweise sehr unterschiedliche Meinungen und das hilft halt nicht wirklich ....

t3mp

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Zitat aus einem Post von XXL
Wenns nach Hillary ging war es ein Teil davon ...
Das ist halt kompletter BS von der Clinton Machine - Bernie hat sich für sie nach der Convention komplett in die Schlacht geworfen und hat mehrere Dutzend Rallyes abgehalten. Von Hillary für Obama waren es glaube ich 9 - und das war nachdem ihre Kampagne Fotos von Obama mit Turban lanciert hatte :) Und letztendlich ist von Clintons Wählern in 2008 ein größerer Anteil zu John McCain gewechselt als in 2016 von Sanders zu Trump...

Komisch dass niemand davon redet wie sehr sich die Republikaner mit Trump zerlegt haben - das dürfte ihm ja nicht geschadet haben, aber bei Hillary Clinton ist es auf einmal schädlich dass sie sich einigen wirklich guten Debatten stellen musste. Schon blöd, dieser demokratische Prozess...

Wer immer noch glaubt, man hätte Hillary Clinton einfach nur in Ruhe allein durch die Ziellinie joggen lassen sollen, der hat einfach nicht die fundamentalen Probleme in den USA verstanden die dazu geführt haben dass eine Mehrheit so einem Rattenfänger nachrennt.
Bearbeitet von t3mp am 06.02.2020, 22:48

Smut

takeover & ether
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Hatte sie nicht mehr stimmen in diesem knappen Renn und du beendest deine argumentation mit „demokratischem Prozess“ in einem defacto 2 Parteien Dilemma?

t3mp

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Demokratischer Prozess innerhalb der Demokratischen Partei, ja*, vom Wahlmännersystem war überhaupt nicht die Rede. Dein Post ist komplett am Thema vorbei geschossen...

* und selbst da gab es nach den Wahlen einiges aufzuarbeiten, wie sehr die Clintons die Partei zu ihren Gunsten eingenommen hatten, auch finanziell.
Bearbeitet von t3mp am 06.02.2020, 23:01

WONDERMIKE

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fluent as f*ck
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Da kommen Tausend Faktoren ins Spiel und ein begeisterter Sanders Anhänger wird einfach kein begeisterter Clinton Wähler ;) Man könnte auch noch andere Dinge anführen. Ich persönlich gratuliere noch immer den Stein Wählern und das wird auch im Buch angesprochen

Zitat
"Eigentlich müsste man kein Wort über Jill Stein verlieren, wenn sie nicht 31 000 Stimmen in Wisconsin bekommen hätte, wo Trumps Vorsprung weniger als 23 000 betrug. In Michigan erhielt sie 51 000 Stimmen, während Trump mit 10 000 vorne lag", schreibt Clinton

SZ

Also ja, wenn Stein nicht gewesen wäre hätte es vielleicht gereicht fürs ruhige Joggen ;)

Bei Sanders sehe ich zwar viel Potential weil er Leute zur Stimmabgabe motivieren kann die sonst vielleicht garnicht gehen, aber ich denke er ist einer der Kandidaten die Trumps Feuer und Wählermobilisierung fast noch besser entfacht als Buttigeg ;D Der Herzinfarkt hilft auch nicht.

Würde mein Geld im 1-on-1 noch immer auf Biden setzen.

Und die interne Zerstrittenheit der Republikaner hat Trump natürlich das Image des Starken verpasst, der sich nichts sagen lässt, den Kopf durchsetzt und aufräumt. Das funktioniert halt nur dann wenn tatsächlich rundherum alles und jeder einknickt und der Wicht wie ein Riese wirkt als Machtbeweis.

t3mp

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Biden hat so viele Leichen im Keller, Trump kennt sie alle. Und er ist schon lange nicht mehr in Höchstform, in Iowa hat er bei jeder Gelegenheit Leuten geraten jemand anderen zu wählen, anstatt auf sie einzugehen... und er ist einfach ein ziemlich schlechter Lügner und Plagiarist. Damit hat er schon seinen ersten Wahlkampf in 1988 aufgeben müssen.

Ich würde Biden noch nicht einmal als Demokraten bezeichnen. Bei Wahlen, in denen es um Turnout, Turnout, Turnout geht, wieso soll Hillary 2.0 jetzt auf einmal funktionieren?
Bearbeitet von t3mp am 06.02.2020, 23:27

Tosca

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Zitat aus einem Post von t3mp
Wer immer noch glaubt, man hätte Hillary Clinton einfach nur in Ruhe allein durch die Ziellinie joggen lassen sollen, der hat einfach nicht die fundamentalen Probleme in den USA verstanden die dazu geführt haben dass eine Mehrheit so einem Rattenfänger nachrennt.

Genau das. Viele führende Demokraten haben das aber leider noch immer nicht verstanden und glauben, man gewinnt mit einem aalglatten Moderaten gegen Trump. Jemand wie Bernie Sanders ist für diese Kreise ein rotes Tuch.

InfiX

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der einzige kandidat der auch nur den funken einer chance gegen trump hat ist sanders... auch wenn es noch so komisch klingt weil sie gegensätzlicher nicht sein könnten, die haben imho die größte schnittmenge zwischen den wählern, d.h. das könnte trump durchaus stimmen kosten... aber halt auch nur wenn sich die demokraten nicht geschlossen quer legen und so wie es derzeit ausschaut alles in ihrer macht stehende versuchen um sanders zu verhindern.

mr.nice.

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Ich hoffe Pete Buttigieg wird der nächste Präsident der USA, ich finde Sanders ist zu alt und etwas zu verschroben für dieses Amt.

t3mp

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Ernsthaft? Der ist wie ein blankes Blatt Papier auf das seine Großspender in geschlossenen Spendenparties frei heraus ihr Wunschprogramm schreiben können. Eine Plattitüdenmaschine in jedem Interview...

Anon337

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Zitat aus einem Post von InfiX
der einzige kandidat der auch nur den funken einer chance gegen trump hat ist sanders... auch wenn es noch so komisch klingt weil sie gegensätzlicher nicht sein könnten, die haben imho die größte schnittmenge zwischen den wählern, d.h. das könnte trump durchaus stimmen kosten... aber halt auch nur wenn sich die demokraten nicht geschlossen quer legen und so wie es derzeit ausschaut alles in ihrer macht stehende versuchen um sanders zu verhindern.

Ich stimme dir da voll und ganz zu. IMO kann Sanders menschen zur Stimmabgabe motivieren, die bisher zu Hause geblieben sind und das auch bei einem z.B. Pete B. voraussichtlich wieder so machen.
Kan es sein, dass Sanders als Kandidat ein paar Stimmen am rechten Flügel der Dems verliert? Ich denke schon, nur glaub ich nicht, dass die dann Trump wählen. Gleichzeitig sehe ich auf Sanders' Seite aber eben mehr neue Wähler als bei allen anderen Kandidaten.
Dass er seinen Wahlkampf ziemlich populistisch aufzieht sagt mir zwar nicht so zu, aber einen Versuch ist es IMO wert. Edit: Sagen wir's so; Lieber linker als rechter Populismus ;)
Bearbeitet von Anon337 am 07.02.2020, 13:32

mr.nice.

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Zitat aus einem Post von t3mp
Ernsthaft? Der ist wie ein blankes Blatt Papier auf das seine Großspender in geschlossenen Spendenparties frei heraus ihr Wunschprogramm schreiben können. Eine Plattitüdenmaschine in jedem Interview...

Ja, ernsthaft. Pete Buttigieg, ein bekennender schwuler Bürgermeister, der viele Sprachen spricht, zu seinen christlichen Werten steht, nachrichtendienstliche Erfahrungen hat und Kriegsveteran ist.
Jahrgangsbester in der High-School, studierte Geschichte, Literatur, Philosophie, Politik und Wirtschaft. Der hat sicher schon einige Anfeindungen und Schikanen im Leben durchgestanden
und sich dennoch sein, so scheint es, sonniges Gemüt bewahrt, das gefällt mir.

Anon337

done
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Naja, vielleicht in ein paar Jahren dann. Die Geschichte könnte ihm noch schaden und dass er sein Iowa-Ergebnis über den Super-Tuesday hinaus halten kann ist sehr unwahrscheinlich.

Natürlich nicht die ganze Wahrheit, aber die aktuellen Polls zeigen, dass Pete der vermutlich "schlechteste" Gegenkandidat ist:
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InfiX

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Zitat aus einem Post von mr.nice.
ich finde Sanders ist zu alt und etwas zu verschroben für dieses Amt.

ja, leider ist er inzwischen schon alt (gerade mal ein jahr älter als Biden)... er versucht seit dem beginn seiner politischen karriere das gleiche zu erreichen... so einen integren politiker findet man selten, und deshalb ist es imho um so mehr ein grund ihn jetzt aufzustellen (hätten sie natürlich bei der letzten wahl schon machen sollen), denn so eine gelegenheit kommt dann nicht mehr nach.

Sanders ist so ziemlich der einzige politiker bei dem ich das alter nicht als negativen punkt sehe, denn normalerweise assoziiert man alter mit entsprechend veralteten ansichten, und genau das ist bei Sanders ja nicht der fall, er ist der mit abstand progressivste kandidat.
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