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Wählbarste Partei 2014?

Nico 22.09.2014 - 08:44 9785 100 Thread rating
Wählbarste Partei in Österreich 2014?
BZÖ
FPÖ
Grüne
SPÖ
ÖVP
KPÖ
Neos
Piraten
andere
keine
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InfiX

she/her
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Zitat von xaxoxix
was fehlt ? längerfristige Konzepte, die auch ueber eine Legislaturperiode hinaus gelten und nicht von der nächsten Regierung wieder umgeboxt werden

längerfristige konzepte verkaufen sich in der breiten masse halt eher schlecht, das würde nämlich ziemlich sicher bedeuten, dass man erstmal kurzfristig zurückstecken müsste und dazu ist niemand bereit.

userohnenamen

leider kein name
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dann schau dir die liberalen schulsysteme doch in den usa an
nur wennst an knödel hast oder dich mit schulden bis zum sankt nimmerleinstag umgibst kannst dir das leisten

und das wasser privatisieren hängen bleibt darf einen nicht wundern, wer so was nur ansatzweise fallen lässt hats einfach selbst verbockt
über sowas denkt man ned mal 2 sekunden nach _._

xaxoxix

Dagegen da eigene Meinung
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Zitat von t3mp
Schau in die Schweiz...

ich wollte schon wegen der Schweiz was schreiben - ja - du hast recht - die Schweiz hat absolute Vorbildwirkung - Politiker sein ist dort ein Ehrenamt, die bekommen nur sehr geringe Gehälter, sprich dort ist der Großteil eben deswegen Politiker um sich für das Land / die Menschen einzusetzen

in dem Thread gings aber eben um Österreich

@InfiX ich weiss was du meinst, Problem ist halt, dass wir ueberall in Teufelskreise steuern, Österreich finanziert sich schlecht bzw anders gesagt, es werden permanent mehr Schulden angehäuft, gleichzeitig werden staatliche Betriebe verkauft, gleichzeitig werden die Sterun die "die breite Masse" treffen immer grösser, die Kaufkraft geht nach unten, weil den Leuten weniger bleibt, österreich. Unternehmen leiden unter dem Konkurrenzdruck aus dem Ausland, müssen Leute entlassen / gehen konkurs, mehr Arbeitslose müssen finanziert werden ... etc... und so kreisen wir uns ins Abseits

das heisse Eisen Steuerreform will keiner so richtig angreifen - auf dem Papier sollen die Kleinen entlasstet werden - hintenrum werden wir aber wieder ueber andere Abgaben besteuert. Reichensteuer nene mach ma net, selbst wenn Reiche durchaus gerne eine Solidaritätsbeitrag zahlen wollen, wird sowas abgelehnt...

Politik in Österreich scheitert pauschal an der Gier für die eigene Tasche.
Bearbeitet von xaxoxix am 23.09.2014, 15:56

Burschi1620

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Zitat von pari
ja, irgendsoein blödsinn wie wasser privatisieren bleibt bei den leuten hängen. mich ärgert einfach die dummheit mancher leute. man kann ja vernünftig zu einer linken oder rechten position kommen, aber wenn dann nur mehr floskeln wie "alle korrupt" nachgeplappert werden, wirds mühsam.
Ichbin ja schon gespannt, wann das Budget des KH Nord trockenliegt und wieivel die Grünen davon mitbekommen haben. Da wird man mal sehen ob die Generalisierung "alle sind korrupt" wirklich stimmt. Außerdem ists teilweise auch scheinheilig. Mehrere Partein fordern zb geringere Parteinförderung, aber solange es sie noch gibt akzeptieren sies dennoch...

Zitat von pari
liberal bedeutet, dass man selbst mehr entscheidungen trifft. wär zB beim schulsystem ein privates system jetzt so schlecht? man zahlt die milliarden (sozial gestaffelt) direkt an die eltern und diese an die (privaten) schulen. somit hätten diese eine gewisse macht gegenüber der schule, dass diese für eine gute ausbildung ihrer kinder sorgt. wenn dort lauter schlechte lehrer angestellt sind, werden die eltern die kinder in eine andere schule schicken. derzeit ist es ja extrem schwierig, inkompetente lehrer zu kündigen. mein cousin, ein geborener lehrer ;) ist auf seiner schule wirklich dahinter, dass diese zumindest von seiner schule gekündigt werden. bei den schauergeschichten frag ich mich schon, wieso dass monate dauern kann, bis eine komplett unfähige lehrperson endlich von den schülern wegkommt.

aber ja, man müsste das bildungssystem gar nicht so radikal umkrempeln, mehr schulautonomie würd da auch schon viel bringen.
Naja, wenn du schon die Schulen so konkret ansprichst dann bleiben wir gleich da:
Initial hast du, behaupte ich mal, durch die Auszahlungen eine höhere Verwaltung. Nochdazu wird es ein paar Oberspezialisten geben ,die das Geld einfach am Schädel hauen. Das Konzept ist generell ein Schwachsinn imho
Längerfristig hast du aber nur Probleme. Angenommen du hast eine Zweckgebundene Förderung (zb Lohnsteuer Senkung bei Schulbesuchsnachweis - auch kacke, zahlt ja nicht jeder... wieder mehr Verwaltung bei Ausgleichszahlungen), dann kannst du diese natürlich reinbuttern in die Schule des Kindes. Jetzt kann die Schule aber sagen, wir sind supertoll wir verlangen mehr Geld. Ein intelligenter Staat wird das deckeln. Gleichzeitig haben wir aber jährlich das Problem, dass in unserem Bananenstaat jedes Jahr Budget verhandelt werden muss, und auch nicht einfach inflationsangepasst wird. ALso über kurz oder lang, werden die "billigen" Schulen finanziell austrocknen, während die teureren Schulen sich den Ausgleich der unzreichenden Zahlungen des Staates von den Eltern holt - den reichen Eltern. Ein Zweiklassensystem ist geboren.

Jegliche Methodik dieses Zweiklassensystem von staatlicher Seite her zu unterbinden ist wesentlich aufwendiger. Es hat mehr Freiheiten und muss besser kontrolliert werden.
Bildung und Infrasturktur zu privatisieren oder liberalisieren oder wie auch immer man es nennen mag, ist einfach dämlich. Man kann diese Dinge nicht als Produkte sehen wie in der herkömmlichen Wirtschaft...
Seit nicht allzulanger Zeit sind nun in den USA die Student Loans insgesamt größer, als sämtliche Privatkredite der Amerikaner. Und diese werden auch hart eingefordert. Da drüben ist es dümmer, eine höhere Ausbildung zu machen als direkt anfangen zu arbeiten und sich hochzuarbeiten...
Bearbeitet von Burschi1620 am 23.09.2014, 16:15

sk/\r

sins of the fathers
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Zitat von xaxoxix
ich wollte schon wegen der Schweiz was schreiben - ja - du hast recht - die Schweiz hat absolute Vorbildwirkung - Politiker sein ist dort ein Ehrenamt, die bekommen nur sehr geringe Gehälter, sprich dort ist der Großteil eben deswegen Politiker um sich für das Land / die Menschen einzusetzen

und schau nach dänemark. auch da arbeitet die politik großteils FÜR die bevölkerung.
aber ich will auch garnicht drauf rumreiten.

wählbarste partei atm?
ich schwanke zwischen grüne, kpö, neos und piraten. da müsst ich jetzt eine münze werfen...

//die münze sagt kpö! :D

wergor

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ich kann mich nicht zwischen grün und piraten entscheiden.
ich sag einfach piraten.

edit: lol, 1 stimme (meine) :D

snors

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Piraten haben leider bei uns keine Zukunft, einen Erfolg wird die Partei nie wirklich haben. Obwohl teilweise super Leute und die Themen extrem wichtig sind.

Die einzigen beiden wirklich ohne sich auf den Kopf zu greifen wählbaren Parteien sind im Moment in Österreich die NEOS und die Grünen.

Ich persönlich kritisiere die NEOS in Diskussionen immer heftig und suche immer Aspekte, die man angreifen kann und die böse "neoliberal" sind. Am Ende stellt sich aber immer wieder heraus, dass sie bei vielen Anliegen die einzige echte moderne Partei in Österreich sind wirklich extrem sinnvolle Anliegen haben und diese auch in die Öffentlichkeit tragen.
Sie sind zum Beispiel die einzigen die offen und ehrlich eine harte Pensionsreform fordern. Während uns alle anderen offen ins Gesicht lügen und "wir jungen Leute" in ein paar Jahren die Rechnung bekommen - wurscht, die Pensionisten sind ja dann schon mehr.

Bei den Grünen finde ich schade, dass sie von den meisten als reine "Genderpartei" wahrgenommen werden und somit unwählbar sind. Wobei die meisten Leute die sich darüber aufregen nicht einmal wissen, was Gender bedeutet.
Am liebsten wäre mir eine grüne Bundespartei mit "westlichem" Gesicht ala Oberösterreich, Vorarlberg. Leider sind die Wiener Grünen Idioten...


Zitat
Trotz alledem würde ich zur Zeit das geringste Übel wählen ->
[x] Grüne

eitschpi

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Bogus

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die neos sind übrigens für das freihandelsabkommen und auch für privatisierung des wassers. das macht sie in meinen augen ausreichend unwählbar.

zum 'love coach' fällt mir nur ein :bash: *facepalm*

snors

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Zitat von Bogus
und auch für privatisierung des wassers. das macht sie in meinen augen ausreichend unwählbar.

Das ist so einfach falsch. Es wurde lediglich vorgeschlagen, ob eine Teilprivatisierung der Versorgung bzw. ein genossenschaftlicher Aufbau nicht sinnvoller wäre, da der rein staatliche zu teils unnötigen, sehr hohen Preisen führt.

Und in NÖ und Wien ist die Wasserversorgung schon jetzt jeweils teilprivatisiert. Erwin und Michi sind jetzt aber die, die mitunter am meisten auf die Neos mit dem Privatisieren schimpfen.

quake

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der Love Coach ist doch ein krasses Gegenteil vom strache.
wird sicher witzig :p. irgendwie hätte der Orsolics besser zu den blauen gepasst :P

InfiX

she/her
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mhhh... teilprivatisierung... super idee.

Dimitri

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Es bleibt mir ein Rätsel warum hier so viele Leute grün wählen, aktuelles Beispiel:
http://kurier.at/politik/inland/gru...lose/92.705.292

Wie wär's auch noch mit Urlaubs/Weihnachtsgeld? Wir haben's ja ... :bash:

murcielago

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Zitat von Dimitri
Es bleibt mir ein Rätsel warum hier so viele Leute grün wählen, aktuelles Beispiel:
http://kurier.at/politik/inland/gru...lose/92.705.292

Wie wär's auch noch mit Urlaubs/Weihnachtsgeld? Wir haben's ja ... :bash:

Ja, weil jeder Arbeitslose ist selbst daran schuld und muss sich dann durchgehend geben, wie er von einem Vorstellungsgespräch zum nächsten rennt und Absagen erhält. Gönnen wir ihm keine Pause!

Andere werden halt FPÖ-Politiker.

Burschi1620

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Zitat von Dimitri
Es bleibt mir ein Rätsel warum hier so viele Leute grün wählen, aktuelles Beispiel:
http://kurier.at/politik/inland/gru...lose/92.705.292

Wie wär's auch noch mit Urlaubs/Weihnachtsgeld? Wir haben's ja ... :bash:
ja am Anfang dachte ich mir das auch. Aber so blöd ist der Vorschlag gar nicht.
Punkt 1: Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung. Hier gehts nicht um die Mindestsicherung.
Punkt 2: Man muss dem AMS ständig zur Verfügung stehen. Das ist schon ein bisserl pervers. Wenn man die Jobsuche selbst als Job betrachtet (man bekommt ja nur eine zuvor bezahlte Versicherungsleistung ausbezahlt!), dann sollte man sich von diesem auch frei nehmen dürfen bzw nicht immer "auf Bereitschaftsdienst" sein müssen. Ich würds nicht Urlaub nennen, sondern Tage ohne Verpflichtungen.


Ich finds nur bisserl witzig, dass der Kickl gegen seine Wählerschaft wettert :D Und natürlich hat ers wieder geschafft die Ausländer mit ins Spiel zu bringen :rolleyes:
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