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Wiederholung der Bezirksvertretungswahlen in Wien Leopoldstadt

XXL 18.09.2016 - 23:27 2377 19
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XXL

insomnia
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Wollte es nicht in irgendeinen Sammelthread posten weil ich es doch interessant finde, die Grünen haben im Vergleich zu dem ungültigen Ergebnis viel zugelegt während andere Parteien eher verloren haben ...

Irgendwie stellt sich mir da die Frage ob es die mangelnde Wählermotivierung (Wahlbeteiligung war im Keller) oder vielleicht die Präsidentenwahl war die das Ergebnis so verändert hat ...

dosen

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Bei uns haben die Grünen und die FPÖ geworben, ansonsten irgendeine seltsame EU-Austrittspartei. Von der SPÖ hat man gar nichts gesehen. Die Leute waren auch sehr wenig Informiert... viele haben geglaubt es geht nur um Grün und Blau.

Überraschend ist es schon. Morgen gibt es aber erst das Ergebnis mit Wahlkarten. Schwankung +/- 1,5% wird prognostiziert. Wird sicher wieder nicht zutreffen und wir haben Morgen wieder ein anderes Ergebnis.

edit: Die FPÖ holt schon wieder den Degen aus der Ecke:

Bearbeitet von dosen am 19.09.2016, 01:10

t3mp

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"Wir wollen einfach unser Österreich zurück" :ugly:

eitschpi

alles wird gut
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Wahlbeteiligung!

HVG

untitled
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auch wenns diesmal wieder anfechten, wie hoch wird die chance sein dass die anfechtung durchgeht? immerhin gehts ja jetzt nicht mehr um ein paar stimmen unterschied (auch wenn die wahlbeteiligung so niedrig is) ;)

dosen

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Und es geht schon los

Zitat
In der Leopoldstadt übernimmt Ursula Lichtenegger nun die Bezirksvorstehung. Als erstes Großprojekt will sie den Praterstern umgestalten, wie sie im „Wien-heute“-Interview erklärt. Neben einem Orientierungssystem soll er „luftig und durchlässig werden, damit sich alle wohl fühlen. Wir brauchen auch noch mehr Sozialarbeit, da diese die Kriminalität bekämpfen können.“

Auch eine Umgestaltung der Praterstraße steht auf Lichteneggers Plan. Noch Anfang September forderte sie, dass zukünftig pro Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen für Autos bleiben soll. Von nur einer Fahrspur gehe sie nicht aus, sagt Lichtenegger nun jedoch im Gespräch mit „Wien heute“.

http://wien.orf.at/news/stories/2797512/


Na Super. Alleine bei uns in der Gegend sind die letzten 2 Jahre einige Parkplätze "verschwunden" - Bauliche Maßnahmen die nicht unbedingt notwendig waren. In einer Gegend die immer schon von Parkplatznot geplagt war natürlich Super. Die 30er Zonen die sich bei uns wie die Pest verbreiten sind nicht mal so schlimm, die neuen Einbahnen und Vorrangänderungen haben für mich aber keinen Sinn ergeben.
Ich muss jetzt ca. 200 Meter um den Block fahren um einen 50 Meter weg zu fahren - Grandios.

Praterstraße hört sich toll an, wird besonders viel Sinn machen weil es die einzige Straße ist die ein bisschen Entlastung auf der Lände bringt. Staut es sich halt zurück bis nach Kagran im Berufsverkehr :)
Pratersternprobleme wird man mit Sozialarbeitern nicht in den Griff bekommen, tut mir leid aber das ist reinste Fantasie. Ein ähnliches durchgreifen wie damals am Karlsplatz könnte helfen, das hat es bisher aber noch nicht gegeben.

HUJILU

Parkplatzrunner
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Ich find es gut, dass hier versucht wird etwas zu gestalten. Leider wirds wie immer nur eine halb/halb Lösung werden - wenn überhaupt.

COLOSSUS

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Zitat von dosen
[...]
Ich muss jetzt ca. 200 Meter um den Block fahren um einen 50 Meter weg zu fahren - Grandios.
[...]

Dann fahr halt einfach nicht?

schizo

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Zitat von dosen
Ein ähnliches durchgreifen wie damals am Karlsplatz könnte helfen, das hat es bisher aber noch nicht gegeben.

Bei der Umsiedelung mancher Obdachlosen zu Punkt X? Eine andere Wirkung als die Schaffung neuer Hotspots hatte die Aktion am Karlsplatz nämlich nicht. Und solang der Wurstlprater existiert wirds am Praterstern Alkoholprobleme geben.

davebastard

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Zitat
[...]
Ich muss jetzt ca. 200 Meter um den Block fahren um einen 50 Meter weg zu fahren - Grandios.
[...]

50m musst aber wirklich nicht mit dem auto fahren :p :D
Bearbeitet von davebastard am 19.09.2016, 21:09

Smut

takeover & ether
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ev war es nur falsch ausgedrückt, wenn nicht, dann wird es zeit für eine umstellung.

dosen

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Natürlich sind die 50 Meter fahrt nix anderes als mein täglicher Weg zur Arbeit ;)

Ich wollte nur aufzeigen wie dämlich und undurchdacht manche Umgestaltungen waren.

@schizo - Zuerst mal müssen wir beide vom gleichen reden. Obdachlose waren am Karlsplatz nie das Problem, das waren immer die Junkies. Obdachlose trifft man eher in der Gruft, Junkies im Jedmayer. Teils durchmischt sich das Publikum aber normalerweise ist sehr klar was gemeint ist.

Die Obdachlosen waren früher am Praterstern stark vertreten. Meist schön abgetrennt nach den Gleisen auf dem Platz. Seit dem Umbau ist das nicht mehr so, das geschehen hat sich vor und in die Halle verlegt und das Publikum ist anders und härter. Früher die alten versoffenen Obdachlosen, heute eher jüngere Randoms die nur stunk machen. Vom Junkie bis zum Asylanten ist dort alles vertreten und die Mischung funktioniert einfach nicht. Jedes mal wenn ich dort rein/raus/vorbei muss sehe ich irgendwelche Reiberein, Streiterein oder Schlägerein.

Bin trotzdem gespannt wie erfolgreich sie mit Ihren Plänen sind. Es ist schon mal gut das ein Problem erkannt wurde und nicht so lange totgeschwiegen wird bis es nicht mehr geht.

schizo

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Zitat von dosen
@schizo - Zuerst mal müssen wir beide vom gleichen reden. Obdachlose waren am Karlsplatz nie das Problem, das waren immer die Junkies. Obdachlose trifft man eher in der Gruft, Junkies im Jedmayer. Teils durchmischt sich das Publikum aber normalerweise ist sehr klar was gemeint ist.

Die Obdachlosen waren früher am Praterstern stark vertreten. Meist schön abgetrennt nach den Gleisen auf dem Platz. Seit dem Umbau ist das nicht mehr so, das geschehen hat sich vor und in die Halle verlegt und das Publikum ist anders und härter. Früher die alten versoffenen Obdachlosen, heute eher jüngere Randoms die nur stunk machen. Vom Junkie bis zum Asylanten ist dort alles vertreten und die Mischung funktioniert einfach nicht. Jedes mal wenn ich dort rein/raus/vorbei muss sehe ich irgendwelche Reiberein, Streiterein oder Schlägerein.

Bin trotzdem gespannt wie erfolgreich sie mit Ihren Plänen sind. Es ist schon mal gut das ein Problem erkannt wurde und nicht so lange totgeschwiegen wird bis es nicht mehr geht.

Meiner eigenen Erfahrung nach war das Hauptproblem am Praterstern eher Alkohol und weniger andere Drogen. Und nachdem in Obdachlosenquartieren üblicherweise kein Alkohol konsumiert werden darf konsumieren obdachlose Alkoholiker tagsüber eben meist auch auf öffentlichen Plätzen. Ich war die letzten paar Jahre zugegebenermaßen aber eher selten an Praterstern (einen großen Wickel hätte ich jedoch noch nicht live mitbekommen).

Natürlich kommts zu Reibereien wenn mehrere Problemgruppen aufeinander kommen. Aber eine bloße Verlagerung, wie es die Karlsplatzrenovierung nach sich gezogen hat ist keine Problemlösung, darauf wollte ich hinaus. Dann tauchen genau dieselben Probleme eben an einem anderen Ort auf.
Am Hauptbahnhof ist das ganze besser angegangen worden, indem dieser offener gestaltet wurde und außerdem ein Tageszentrum direkt daneben errichtet wurde. Durch Sozialarbeit kann halt auch auf die Menschen eingegangen werden und genau dabei helfen, Spannungen abzubauen und Problemfälle von der Straße zu holen.
Das bringt halt in meinen Augen mehr, als sie bloß an einen anderen Ort zu schicken, wo genau dieselben Probleme wieder auftreten werden.

dosen

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Der Praterstern hat sich die letzten Jahre drastisch gewandelt, vor allem nach dem Umbau. Wenn es noch die Obdachlosen von früher wären würde das kein Politiker aktiv ansprechen, das war damals wirklich sehr harmlos.

schizo

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Wobei ein recht aktueller Am Schauplatz die Lage auch weit entspannter darstellt, als du es hier tust.

Wenn du aber meinst, dass es nach dem Umbau (sprich nach 2010) schilmmer geworden ist stützt du meine Aussage aber insofern, als dass ich kritisiert habe, dass das Klientel am Karlsplatz bei der Renovierung (2012) bloß vertrieben wurde und jetzt eben an anderen Orten anzutreffen ist. Daher kann "ein ähnliches durchgreifen wie damals am Karlsplatz" eben keine Lösung sein!
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