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Zitat von t3mpUnd dennoch gibt es selbst innerhalb von Gentoo noch zwei alternative Paketmanager, weil halt manche Entwickler glauben sie können es besser, die aber auf dasselbe ebuild System aufsetzen. Letztendlich profitieren aber alle davon.

Ich greife als Gentoo User das tar.gz natürlich auch nicht selbst an bei der Installation (ich dachte, das hätte ich da oben verständlich beschrieben). Wieso verschiedene Möglichkeiten für den User schlecht sein sollen musst du mir aber erklären, wer sich nicht darum kümmert, der bekommt den Standard - Portage - und muss nie von den Alternativen erfahren. Wie auch immer...
Wenn es ein Dau-sicheres System gibt - und da ist ja scheinbar Ubuntu nach einhelliger Meinung nahe dran - das den Paketmanager sowieso fast perfekt abstrahiert, was kümmert es den Noob dann noch welche Technik unter der Haube steckt?
Harmonisierung bedeutet halt zwangsweise auch Kompromisse und weniger Flexibilität. Jede Distribution, jeder Paketmanager und jedes DE hat Vor- und Nachteile, die sich (u.a.) aus den jeweiligen Zielen ergeben. Eine Bleeding-Edge-Dist, bei der auch mal was schief gehen darf, kann man einfach nicht mit einem Enterprise-Linux mit 13 Jahren Support vergleichen. Da ist es einfach glasklar, dass die Libraries in unterschiedlichen Versionen mitbringen.
Wer hat jetzt recht? Für welche Distribution soll das harmonisierte Paket jetzt angeboten werden?
Vielleicht hilft hier auch eine Portion Wikipedia um eine wichtige Funktion des Paketmanagers zu erläutern und zumindest mit den Universal-Binary Fantasien aufzuräumen:
(aus http://en.wikipedia.org/wiki/Static_linking)ZitatIn static linking, the size of the executable becomes greater than in dynamic linking, as the library code is stored within the executable rather than in separate files. If you include the size of the library files in the application then the total size will be similar. On Microsoft Windows it is common to include the library files an application needs with the application. On Unix-like systems this is less common as package management systems can be used to ensure the correct library files are available. This allows the library files to be shared between many applications leading to space savings. It also allows the library to be updated to fix bugs and security flaws without updating the applications that use the library. These advantages are not the sole consideration, and many executables (especially those targeting Microsoft Windows) use both static and dynamic libraries.
Zitat von Burschi1620Sowohl Windows als auch MacOSX sind ootb ohne jeglichen Lernaufwand zu benützen. Das versucht zwar ein Ubuntu von mir aus auch, aber es scheitert elendigst daran.
Zitat von Burschi1620Is aber leider so. Vor allem perspektivisch betrachtet.
Ich hab genau 1x was versucht runterzuladen und zu installiern unter Ubuntu. Das schaffst du als vollnooob wie ich einfach NICHT. Gott ichhab schon tausend google searchtreffer durchwühlt die zwar lösungen hatten, doch dann scheiterte es am erstellen einer Textdatei weil ich einfach keine Berechtigung hatte, sudo hin sudo her. Nix ging.
Und ich rede von Ubuntu, nicht irgendeiner schwindlichen cli distri....
)Zitat von icaSolange es keine Linux PCs komplett fertig beim mediamarkt und hofer (und ähnlichen geschäften in anderen ländern) zu kaufen gibt wird das nie was werden. Ist wohl ein henne ei problem.
Zitat von icaAber ich finde ehrlichgesagt keinen linux desktop auch nur irgendwie ansprechend. Vorallem visuell sind die einfach nicht konkurrenzfähig.
mir ist schon klar wie das mit dem dynamischen linken funktioniert, man muss ja auch gar nicht auf (statisch verlinkte) binaries setzen sondern könnte genauso quelltexte zum selber kompilieren und verlinken parallel im einheitlichen packetmanagement verwalten lassen. auch verschiedene versionen sind kein problem.
ich wüsst auch nicht wieso das unflexibler sein müsste als bestehende systeme solange das ding vernünftig aufgebaut ist. es geht ja nicht darum vielfalt zu unterbinden sondern unnötige redundanzen zu vermeiden.
90% der user könnten dann auf ein standard-repo zugreifen und diejenigen die ihre builds anpassen wollen hätten trotzdem die möglichkeit dazu.
Zitat von Master99mich interessiert alleinig die tatsache wieso linux es im gegensatz zu anderen betriebssystem nicht schafft ein funktionierendes und vor allem für alle entwicklerschichten _interessantes_ ökosystem aufzubauen.
Android hats ja vor gemacht wie man innerhalb einer sehr kurzen Zeit den Markt erobern kann und ist ein weiteres Beispiel dafür, dass es nicht an einer fehlenden Stammuserschaft liegen kann.
Zitat von Master99@ colo:
weniger sudern und mehr aktiv benutzen? sag mir _eine_ prof. softwarelösung im DAW oder Videoschnittbereich die unter linux läuft. non existent, und sebst dann fehlt das ganze ökosystem (plugins, hardwareunterstützung) das man für den betrieb braucht.

ein paket wird aber nie und nimmer fuer 90% der benutzer passen. distributionsuebergreifenden pakete sind einfach eine utopie, die noch dazu eine ganze reihe von nachteilen mit sich bringt.
was waere der riesige vorteil fuer den benutzer, damit das gerechtfertigt waere?
Geht es jetzt eigentlich in erster Linie um:
a) Den Entwickler, dem ein "attraktives Ökosystem" geschaffen werden soll
oder
b) Den User, dem ein Dau-sicheres System geboten werden soll
oder
c) Den Burschi, der sich für einen Poweruser hält und dann mit angewandter Windows-Logik gegen die Wand fährt? 
Weil,
für a) gibt es wohl kaum etwas Attraktiveres als ein so offenes System mit klaren Strukturen wie GNU/Linux, gescheiten Fehlermeldungen etc. Der passt sich seine Umgebung so an dass es passt, mit welcher Distribution auch immer, und entwickelt fröhlich drauf los, mit welcher Distribution auch immer. Am Ende stellt er ein tar.bz2 online, mit einer README und einem Changelog drin, dass auch andere es anschauen und vielleicht in ihren Paketmanager integrieren können, wovon b) dann profitiert. Wo ist das Problem?
b) freut sich über ein wunderbares GUI und ein idealerweise großes Repository, möglicherweise durch Ubuntu, und muss nie mit sowas grauslichem wie dem CLI in Berührung kommen. Was ein Paketmanager ist, erfährt er nur über einen schönen Katalog mit Bildern von Software drin. Da fehlen vll. noch die letzten Meter.
c) sollte halt einfach vom hohen Ross herunter steigen und lernen, weil aller Anfang ist schwer - ansonsten zurück zu b)
Ich bin mir jetzt nicht sicher ob du mich falsch verstanden hast, oder einfach nur ein bisserl bashen wolltest, t3mp, aber ich habe mich doch exakt gegenteilig präsentiert: Als DAU. Und als dieser DAU wollte ich ein dämliches Widget in meiner Leiste installieren
Da war nix mit poweruser, administration o.Ä.
Zu Schulzeiten waren wir auch mal auf Linux angewiesen und da musste ich leider lernen wie blöd die Umstellung etc. ist und ich sooooo vieles nicht konnte. Damals hatten der braindeath und ich den Colossus oftmals um Hilfe gebeten und er hatte immer eine Lösung dafür - danke nochmal! Das war zwar extrem elendig für uns, da wir ohnehin andere Probleme hatten als erstmal "zu lernen mit dem Computer umzugehen"; doch diese Meinung und Erfahrung habe ich nicht mitgeteilt in meinen Beiträgen von oben. Im Gegenteil. Sogar trotz dieses kleinen Vorwissens konnte ich eine watschneinfache Aktion nicht durchführen. Und das brachte mich damals einfach zur Weissglut. Das eher miese UI das meine Ubuntu Version hatte, ständige WLAN Probleme und weiteres festigten meine Meinung darüber.
Vielleicht ist das falsch rübergekommen was ich wirklich machen wollte - ich wollte einfach ein System für meine Mutter bereitstellen in der Hoffnung, dass es leicht zu bedienen sei. Rausgekommen ist dabei ein schwer zu bedienendes lahmes OS das WLAN Probleme hat, ruckelt und mich nichtmal so ein komisches Widget installieren hat lassen 
Zitat von LukasLightworks. Eine (limited/closed) Alpha gibt es seit Ende Oktober.
Ardour ist zwar keine DAW aus einer großen Softwareschmiede aber arbeiten kann man damit sehr, sehr gut.
Vinci, möglicherweise ist nicht von vornherein jeder GNU/Linux User ein Experte im Audio/Video/CAD Bereich und kann daher nicht einschätzen, wie ernstzunehmend oder Freeware-Bastler-mäßig ein Softwarepaket ist, das zwar existiert, aber man selbst nicht verwendet. Zumindest bei Lukas scheint letzteres ja gegeben zu sein. Soll man diese Packages deshalb stillschweigen, obwohl gut und gerne so mancher damit zufrieden sein könnte?
Und dass es am Interesse großer Firmen scheitert sollte in diesem Thread ja wohl hoffentlich zur Genüge schon breitgetreten worden sein.
@Burschi1620: Man kann GNU/Linux natürlich auf so ziemlich jedem System installieren, egal wie gut die Hardware unterstützt wird oder nicht. Im Normalfall informiert man sich aber vorher, was man da kaufen sollte damit es läuft - sonst ist es wirklich schade, dass es an der unzureichenden Treiberunterstützung irgendeines depperten WLAN-Chips scheitert. Und die Installation deines E-Mail Widgets ist halt ein Musterbeispiel für "applied Windows failure". Widgets hat man vor zwei Jahren auch schon ohne Root-Rechte installieren können und dafür nicht einmal in einen File Manager gehen müssen.
Zitat von VinciDas ist eines der Dinge, die ich an der Linux Community nie verstehen werden... Wieso kann man nicht einfach akzeptieren, dass es für gewisse Sachen keine ernstzunehmende Software gibt?
Das trifft vor allem Audio/Videoschnitt und CAD-Anwendungen.
Zitat von Master99mir ist schon klar wie das mit dem dynamischen linken funktioniert, man muss ja auch gar nicht auf (statisch verlinkte) binaries setzen sondern könnte genauso quelltexte zum selber kompilieren und verlinken parallel im einheitlichen packetmanagement verwalten lassen. auch verschiedene versionen sind kein problem.
was Lightworks ist, weißt du schon? Wenn nicht klick mal den Link.. Freeware-Bastler Gschichten, lol.Zitat von VinciIst ja auch ok, nur wieso sieht man das nicht einfach ein? Dann statt irrwitzig teurer Programme auf irgendwelche Freeware-Bastler Gschichten zu verweisen is halt auch nicht realistisch...
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