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Preview: NVIDIA GeForce GTX Titan

oanszwoa 19.02.2013 18736 134
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Mit dem heutigen Tag löst sich der Schleier um die neue NVIDIA GeForce GTX Titan. Zumindest teilweise, denn die ersten Tests und Benchmark-Ergebnisse dürfen wir erst ab 21. Februar posten. Bis dahin bieten wir euch aber den ersten Ausblick auf die neuen Features und Leistungsdaten der schnellsten Grafikkarte der Welt.

Mission Briefing

In den letzten Wochen wurden viele Gerüchte in die Welt gesetzt. Unter anderem hörte man, dass die neue NVIDIA-Karte doppelt so schnell wie zwei GTX 680 sein soll. Dazu gesellte sich ein 3DMark11-Ergebnis mit über 7000 Punkten, das diese Prognose sogar bestätigt hätte - wäre er nicht gefälscht gewesen. Weiters soll die Karte auf nur 10.000 Stück limitiert sein und laut erster Shop-Einträge rund 1.000 US-Dollar kosten. Mit dieser Fülle von Gerüchten können wir heute aufräumen.

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Die Spezifikationen der Titan-Grafikkarte haben es gelinde gesagt in sich. Auf Basis des GK110 packt NVIDIA über 7 Milliarden Transistoren in einen 521 mm² großen GPU-Die, der wie schon beim Vorgänger, der GTX 680, im 28-nm-Verfahren hergestellt wird. Da für noch höhere Taktraten erneut die Boost-Technologie zum Einsatz kommt, ist wie auch schon beim GK104 zwischen Basis- und Boost-Takt zu unterscheiden. Die Default-Taktrate der Titan beläuft sich auf 837 MHz, während dank des neu eingeführten GPU Boost 2.0 - mehr dazu weiter unten - ein garantierter Boost-Clock von 876 MHz erreicht werden kann. Insgesamt 6 GB GDDR5-Grafikspeicher arbeiten mit 1502 MHz, respektive 6008 MHz effektiv, und sind über eine Bandbreite von 356 bit angebunden. Mit 75 Prozent mehr Core- und Textur-Einheiten als beim Vorgänger, legt NVIDIA einiges vor. Beachtliche 2688 CUDA Cores und 224 Textur-Einheiten stehen der GeForce GTX Titan zur Verfügung. Inwieweit sich diese beeindruckenden Rohdaten auch in Spielen und Benchmarks bemerkbar machen, werden wir ab 21. Februar genauer analysieren können. Hier seht ihr den Vergleich der Spezifikationen zur GTX 680:



GPU Boost 2.0

Auch der zuvor bereits erwähnte GPU Boost 2.0 dürfte recht interessant sein. Während der herkömmliche GPU Boost für die bisherigen Kepler-Grafikkarten ausschließlich über das sogenannte Power-Target geregelt wurde, fließt von nun an auch die GPU-Temperatur in die Bestimmung des Boost-Taktes mit ein. In der Praxis spricht NVIDIA hier von einer standardmäßig eingestellten Maximaltemperatur von 80 Grad Celsius, die für einen Takt-Boost nicht überschritten werden darf. Diese Grenze kann vom User auch manuell bis zu einem gewissen Grad angehoben werden, aber dazu wissen wir noch nichts Genaueres. Unterm Strich könnte diese Funktion sehr interessant für Bastler sein, um die Karte etwa durch eine Wasserkühlung besonders kühler zu halten und dadurch automatisch zusätzliche Performance zu ergattern. Trotzdem will NVIDIA zusätzlich am Power-Target festhalten und legt hier eine maximale Anhebung um 6 Prozent auf 265 Watt fest. Für alle, die aus ihrer Grafikkarte noch mehr herausholen und es ganz genau wissen wollen, werden die Board-Partner ohnehin wieder eine Overvoltage-Funktion anbieten, um noch höhere Taktraten zu erzielen. Dank der 6+2 Phasen Stromversorgung im Referenzdesign sollen Geschwindigkeiten von rund 1,1 GHz auf der GPU problemlos möglich sein. Overclocker, die ihre Karte unter flüssigem Stickstoff an ihre Grenzen bringen wollen, müssen aber aufgrund des Power-Limits - wie auch schon bei der GTX 680 - ziemlich sicher zum Lötkolben greifen.

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GPU Boost 2.0 ermöglicht einen höheren Maximaltakt bei ausreichender Kühlung.


Referenzkühler

Um die enstehende Abwärme auch schnellstmöglich wieder aus dem Gehäuse zu bringen, setzt NVIDIA erneut auf die Vapor-Chamber-Cooling-Technologie, wie man sie zuletzt in der GTX 580 vorfinden konnte. Dabei wird über geschlossene Kupferrohre Wärme direkt zum Dual-Slot-Aluminium-Kühlkörper transportiert. Eigenen Angaben zufolge setzt NVIDIA allerdings diesmal auf eine verbesserte Wärmeleitpaste von der Firma Shin-Etsu, die eine doppelt so hohe Performance wie bei der GTX 680 bieten soll. Durch die Abdeckung aus Aluminium bietet ein Sichtfenster zudem einen freien Blick auf den Kühlkörper. Genauere Informationen zur Temperatur, der Lautstärke und dem Stromverbrauch liefern wir euch dann nach Ablauf der NDA am 21. Februar.

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Beim Referenzkühler setzt NVIDIA erneut auf die Vapor-Chamber-Cooling-Technologie. Sogar mit verbesserter Wärmeleitpaste.


SLI

Offiziell unterstützt die neue GeForce GTX nur SLI-Verbünde von bis zu drei Grafikkarten. Wem das nicht genug ist, der kann dennoch ein 4-Way-SLI betreiben, es ist technisch möglich und wird auch durch den Treiber erlaubt. Eine Empfehlung seitens NVIDIA gibt es dafür jedoch nicht und angesichts des tatsächlich recht hoch angesetzten Preises wird dieses Vorhaben wohl den meisten Endusern verwehrt bleiben.

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Bis zu drei Grafikkarten werden offiziell von NVIDIA unterstützt, trotzdem ist ein 4-Way-SLI möglich!


Preis und Verfügbarkeit

Im Moment ist die NVIDIA GeForce GTX Titan auf Geizhals noch nicht gelistet und auch DiTech und e-tec konnten uns keine zuverlässigen Informationen zur Verfügbarkeit in Österreich geben. Trotzdem haben wir in Erfahrung bringen können, dass die Karte nicht in limitierter Auflage erscheinen wird und deshalb gehen wir davon aus, dass wir nicht allzu lange auf die versprochenen Exemplare von Asus, EVGA, Gainward, Palit, Gigabyte und Zotac warten müssen - ja, für Mitteleuropa ist derzeit keine Version von XFX geplant.

Was den Preis angeht, müssen wir den aktuellen Gerüchte leider ebenfalls recht geben: Die GeForce GTX Titan wird hierzulande schier unglaubliche 960 Euro kosten. Daher kann man sich jetzt bereits ausrechnen, wie schnell diese Grafikkarte wohl sein könnte. Mehr dazu am 21. Februar um Punkt 15:00.

Quelle: NVIDIA Briefing
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