"We are back" « oc.at

Performanter Server (Web, usw)

s4c 10.05.2008 - 21:34 3863 31 Thread rating
Posts

quilty

Ich schau nur
Avatar
Registered: Jul 2005
Location: 4202
Posts: 3157
Ich würde mal sagen bei der oben als Beispiel genannten Hardware ist es komplett egal ob Windows oder Linux.
Sobald die Anforderungen einen gewissen Umfang erreichen, dass sagen wir mal ein Server nicht mehr ausreicht, kann man sich Gedanken übers OS machen. Wobei selbst dort, nicht das OS, sondern dessen Konfiguration das Zünglein an der Wage ist.

Man kann natürlich jetzt einen schönen Win vs. *nix Flameware starten oder einfach einsehen, dass beides seine Berechtigung hat.
Was für Linux spricht, ist das man Lizenzkosten sparen kann (fällt ab einer gewissen Professionalität aber auch nicht mehr ins Gewicht):

nexus_VI

Overnumerousness!
Avatar
Registered: Aug 2006
Location: südstadt
Posts: 3884
COLOSSUS, mein Retter in der goldenen Rüstung :D
Zu Performance gehört für mich eben mehr als nur rein die messbare Mehrleistung, die ist meist eh mehr oder weniger wurscht.

spunz

Elder
Elder
Avatar
Registered: Aug 2000
Location: achse des bösen
Posts: 11583
Zitat von COLOSSUS
@spunz: kA warum du hier so mit der Brechstange gegen nexus' vorgebrachte Punkte zu argumetnieren versuchst, aber zumindest das Nutzen eines tmpfs fuer die Nutzdaten einer Webapplikation kann sehr wohl in der Praxis etwas bringen, wenn man nicht unbedingt dauernd den ganzen Arbeitsspeicher mit vfs-Cache vollhaben moechte.

welche argumente? er würfelt mit ein paar funktionen herum die mit praktisch jedem server os machbar sind?


Zitat von COLOSSUS
es schadet ganz sicher nicht, sich mit der Technologie vertraut zu machen, wenn man einen performanten und hochverfuegbaren Server betreiben moechte oder soll.

es schadet nicht wenn man über den linux tellerrand hinausblickt, manche sind scheinbar bei nt4 stehen geblieben.

jives

And the science gets done
Avatar
Registered: Sep 2001
Location: Baden
Posts: 3548
Ich habe in den letzten Wochen zum ersten mal einen Linux-Server (Arch Linux und Ubuntu 8.04 Server) und kurz darauf einen Windows Server (2003) aufgesetzt. Zugegeben, beide sind Kindergeburtstage, was Userzahl und laufende Services betrifft, und ich bin was Serveradministration anbelangt alles andere als ein Profi (wie denn auch, mit kaum Praxiserfahrung und selbst angelerntem Halbwissen). Ich bitte also um Nachsehen, wenn einige nachfolgend von mir aufgezählte Punkte und Vergleiche nicht ganz richtig oder gar nicht richtig sind :)

Mein Eindruck war jedoch, dass die Linux-Lösung (vor allem Arch) bei der Installation viel kontrollierbarer war. Keine Dienste und Wizards ("Zauberer", im Krankl-Sinne des Wortes ;) Ich _hasse_ die Dinger) die einfach mal laufen, weil ichs vielleicht brauchen könnte. Da läuft nix, was nicht unbedingt für das OS notwendig ist. Und wenn ich einen Server aufsetze, schaff ichs auch wirklich ganz allein (sprich ohne Wizard), den DHCP-Dienst zu konfigurieren :eek: ;)

Ich möchte schon auf einem Desktop das OS so weit wie möglich anpassen und kontrollieren können, und bei einem Server ist das - denke ich - noch viel wichtiger, weil ja jeder Dienst der unnötig läuft eine potentielle Sicherheitslücke darstellt.

Die Administration per ssh ist auch weit komfortabler und schneller als per VNC - finde ich zumindest (das Windows Server ohne GUI läuft, wusste ich gar nicht. Wie funktioniert dann die Administration? Ist da etwa schon die Power-Shell dabei?). Ebenso die POSIX- vs. NTFS permissions, die Userverwaltung, usw. Ich persönlich finde Textfiles zur konfiguration auch besser, vor allem, wenn man sich die (fast immer) hervorragende Dokumentation der Optionen im Textfile selbst ansieht.

Also ich bin mit meinem Linux-Server sehr zufrieden, vor allem wenn man die Performance auf einer sehr beschränkten Hardwareplattform in betracht zieht. Ich kann irgendwie nicht glauben, dass das mit Windows auch möglich wäre (aber darum gehts hier ja auch nicht ;)).

COLOSSUS

Administrator
GNUltra
Avatar
Registered: Dec 2000
Location: ~
Posts: 12377
Zitat von spunz
welche argumente? er würfelt mit ein paar funktionen herum die mit praktisch jedem server os machbar sind?
Machbarkeit ist nicht unbedingt ein Maszstab - ich kann auch MS DOS einen TCP/IP-Stack einpruegeln, eine Ramdisk erstellen, und dann mit irgendeinem Webserver davon Daten ins WWW pushen lassen. Sinn macht das freilich keinen :) Windows Server haben jedenfalls seit jeher fuer mich ein "me too!"-Aroma, so nach dem Motto "das koennen wir auch!". Koennen sie ja auch - nur halt vergleichsweise oft mangelhaft.
Windows und UNIX haben beide krasse konzeptuelle Unterschiede unter der Haube, die in verschiedensten Vor- und Nachteilen fuer beide Plattformen auswachsen. Meiner persoenlichen Erfahrung nach ueberwiegen ganz klar die Vorteile der unix-artigen, und es muesste eine ganze Menge passieren, um mich von dieser Geisteshaltung abzubringen.
http://colo.us.to/ntvsunix.jpg

Und selbst wenn Windows jedem GNU/Linux ueber Nacht ums Zigfache technologisch ueberlegen wuerde, waere mir das noch nicht Grund genug, wieder zurueckzuwechseln - ich kann mit einem freien System einfach (alleine schon aus rechtlichen Gruenden) noch viel coolere Sachen machen, als ein MCSE sie je aus seiner dicken Tipps-und-Tricks-Sammelmappe mit Klickrezepten wird herauskitzeln koennen.

...und es ist ja nicht so, dass ich mich nicht auch (theoretisch) ueber die Moeglichkeiten des Windows Server Systems informieren wuerde. Kenne deinen Feind, hat Sun Tzu vor einer Weile mal gesagt :D

spunz

Elder
Elder
Avatar
Registered: Aug 2000
Location: achse des bösen
Posts: 11583
Zitat von COLOSSUS
Windows Server haben jedenfalls seit jeher fuer mich ein "me too!"-Aroma, so nach dem Motto "das koennen wir auch!". Koennen sie ja auch - nur halt vergleichsweise oft mangelhaft.
Windows und UNIX haben beide krasse konzeptuelle Unterschiede unter der Haube, die in verschiedensten Vor- und Nachteilen fuer beide Plattformen auswachsen.

die unterschiede sind aus meiner sicht nur noch minimal. aber da kannst du ja nicht wirklich mitreden - du steckst noch in den 90igern fest. früher hat man über unnützes zeug bei einer windows server installation geklagt - heute ist es aber umgekehrt....

Viper780

Elder
Er ist tot, Jim!
Avatar
Registered: Mar 2001
Location: Wien
Posts: 52453
Zitat von spunz
die unterschiede sind aus meiner sicht nur noch minimal. aber da kannst du ja nicht wirklich mitreden - du steckst noch in den 90igern fest. früher hat man über unnützes zeug bei einer windows server installation geklagt - heute ist es aber umgekehrt....

stimmt, ärger mich da über Suse und RHL distris herum die ich händisch abspecken kann und um rüsten das sie endlich mit Materialstudios und dem Lizenzserver zusammen arbeiten.

während bei einem Win2008 server hast schon alles so weit abgespeckt und lauffähig aus der Box.

s4c

FSB400
Avatar
Registered: Nov 2003
Location: Kreutal
Posts: 1386
Woho das sind ja Diskussionen, ich meinte ja nur als Beispiel. Das war etwas, was mir persönlich als Aufwändige anwendung vorgeschwebt ist.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist, welches OS in rießen Netzwerken zuerst aufgibt. Von mir aus auch Dauerbelastung, usw

Unabhängig von den Lizenzkosten, ist mir zumindest bisher immer Aufgefallen, dass die GUI unter Linux um einiges langsamer ist und manchmal sogar klickts gar nicht registriert (obwohl definitiv geklickt wurde). Is klar das die einsparung der GUI vor allem den RAM entlastet, aber genau davon braucht ein Server meiner Meinung nach so viel wie Möglich.

Momentaner Stand des Threads fasse ich zusammen:
Linux braucht bei gleicher Anwendung weniger Resourcen, ist komplexer zu Installieren, bietet aber zu Einstellungen zugang die unter Server 2003/2008 mitunter nicht vorhanden oder nachgerüstet werden müssen. Daraus folgt aber auch kontrolliertere Installation, keine Crapware läuft im Hintergrund was wiederum mehr Sicherheit, Stabilität und (minimalst?!) Performance bedeutet.

Was auch noch ein rießiger Pluspunkt bei zB Ubuntu (weil da ist es mir aufgefallen) ist, dass ein gigantischer Treibersupport dahinter steht. zB Finde ich keine XP/2003 oder gar Vista/2008 Treiber für die Ovislink GE-2000N Gigabit-Netzwerkkarte die mich damals ein schweine Geld gekostet hat, unter Linux schon ist das ein Klick wenn es nicht automatisch erkannt wird und das Gerät läuft wie ein Glöckerl.

Es tut mir leid wenn es so wirkt als wenn ich einfach nur einen Pro Linux/Windos Thread gestartet hab, aber diese Fragen finde ich durchaus relevant wenn ich wissen will wie in großen Netzwerken (zB auf einer LAN-Party) einen guten DHCP, DNS, Proxy oder so stelle. Das sind jetzt nicht die gerade hoch fordernde Dienste, deswegen hab ich noch das Schäufal mit der Webpage+PHP+SQL zuleget. In der Praxis hat man natürlich mehrere DHCP für verschiedene Bereiche bzw teilweise statische IPs und pro Bereich optimalerweise auch noch einen DNS die vor dem WAN nochmals auf einen DNS oder Proxy gebündelt werden... ist mir alles klar. Nur meistens Netzwerke mit vielen Nutzern (egal ob KMU, LAN-Party, usw) sind Kosten pro Kopf so gering wie möglich zu halten, wobei ich die Lizenzkosten jetzt mal beiseite lassen möchte.
Bearbeitet von s4c am 20.05.2008, 10:35

COLOSSUS

Administrator
GNUltra
Avatar
Registered: Dec 2000
Location: ~
Posts: 12377
Also ich weisz aus Sekundaerquellen, dass ein commodity-Hardware Linux-Server mit aktuellem 2.6er-kernel ueber Monate hinweg Loads im Bereich von weit jenseits der 20000(!) aushaelt. Auch die kernel.org-FTP-Server hatten vor dem Upgrade auf die neuen ProLiant-Maschinen Loads jenseits der 4000, und das 24/7. Und ja - darauf kann man dann immer noch administrative Taetigkeiten durchfuehren, wenn man die Geduld dazu hat. :D

Viper780

Elder
Er ist tot, Jim!
Avatar
Registered: Mar 2001
Location: Wien
Posts: 52453
Wenn du in richtung größe und Sicherheit willst, dann kommst um Unix/BSD Systeme nicht herum (os/z,AIX,Solaris,...). Da stehst auch mit Linux an. Als Webserver sollte sowas aber weniger Probleme machen.

Aber gerade SUN ist für ihre hohen I/Os bekannt.

Der kosten Faktor ist so a Sache, Linux hat zweifelsohne einen höheren Administrativen Aufwand als Windows, man kann damit meist aber auch mehr administrieren.

Crash Override

BOfH
Registered: Jun 2005
Location: Germany
Posts: 2951
???
@Viper: Hast du schon einmal Windows und Linuxserver administriert? meistens wird gerechnet: 3 Windowsserver - 1 Admin; 10 Linuxserver - 1 Admin

Das kann ich aus Erfahrung bestätigen.

spunz

Elder
Elder
Avatar
Registered: Aug 2000
Location: achse des bösen
Posts: 11583
du kannst tausende hosts mit einem 4 mann team betreuen - der aufwand entsteht durch die laufenden anwendungen. welches os ist aus meiner sicht egal, die administration läuft heute ja mehr oder weniger automatisch.

COLOSSUS

Administrator
GNUltra
Avatar
Registered: Dec 2000
Location: ~
Posts: 12377
Zitat von Viper780
Wenn du in richtung größe und Sicherheit willst, dann kommst um Unix/BSD Systeme nicht herum (os/z,AIX,Solaris,...). Da stehst auch mit Linux an. Als Webserver sollte sowas aber weniger Probleme machen.

Hey Viper - einfach mal keinen Scheisz reden, wenn du nicht die leiseste Ahnung von der Materie hast. Wie waer's? ":-)"

Pyros

fire walk with me
Avatar
Registered: Sep 2002
Location: Traun
Posts: 3105
Zitat von COLOSSUS
Hey Viper - einfach mal keinen Scheisz reden, wenn du nicht die leiseste Ahnung von der Materie hast. Wie waer's? ":-)"
But the crystal ball commands!!

Viper780

Elder
Er ist tot, Jim!
Avatar
Registered: Mar 2001
Location: Wien
Posts: 52453
Zitat von COLOSSUS
Hey Viper - einfach mal keinen Scheisz reden, wenn du nicht die leiseste Ahnung von der Materie hast. Wie waer's? ":-)"

:rolleyes:

Tja sag mir dann warum sie mir für das was ich mache sogar Geld geben? ;)

Bin zwar sicher nicht der beste Sysadmin (is ja auch nur neben bei) aber die wichtigen Dinge kann ich sehr wohl.

Ich hab keine Ahnung was du für eine Erfahrung hast. Meine ist jedenfalls im HPC Bereich auf Workstations, Cluster und teilweise Mainframes.
Kontakt | Unser Forum | Über overclockers.at | Impressum | Datenschutz