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Steam Machines - eine Konsole von Valve

Locutus 03.03.2012 74360 547
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Valve ist eigentlich für seine erfolgreiche Spieleserie Half-Life, sowie den Download-Service Steam bekannt. Doch nun möchte der Entwickler scheinbar neue Wege beschreiten, denn Gerüchten zufolge soll man bereits mit Hochdruck an einer Spielkonsole bzw. Plattform werkeln, die frischen Wind in das Gaming-Business bringen könnte.

Wer wollte nicht schon immer seine Steam-Library auf einem 50"-Fernseher spielen? Das könnte bald möglich sein, denn angeblich arbeitet Valve an der sogenannten Steam-Box. Dabei handelt es sich zwar momentan nur um zusammengereimte Fakten, aber sie klingen durchaus plausibel. Demnach soll die neue Konsole mehr eine offene Plattform für (Steam-)Spiele werden. Die tatsächliche Box würde anhand von bestimmten Vorgaben von Partnern produziert werden. Dabei ist die Rede von einem Intel Core-i7, einer NVIDIA GPU und 8 GB Arbeitsspeicher. Das ist im Prinzip nichts Besonderes und hört sich nach einem simplen Gaming-PC (mit etwas zuviel RAM) an.

Doch Valve hat angeblich noch ein paar Asse im Ärmel. Es wird nämlich vermutet, dass der Spieleentwickler an einem proprietären Game-Controller arbeitet, der nicht nur äußerst flexibel sein soll, sondern auch biometrische Daten aus den Händen des Spielers ablesen und im Spiel verarbeiten könnte. Gabe Newell verriet bereits im September 2010 mehr über diese Technik:
Zitat
Gabe Newell, Managing Director von Valve
With biometrics, rather than guessing, we can actually use a variety of things like gaze tracking, skin galvanic response, pulse rate and so on. Through combining those pieces of information, we can get a much more accurate indication of player state, so that's something we're super interested in.
[...]
If you're in a competitive situation and you see someone's heart rate go up, it's way more rewarding than we would have thought. And if you see somebody in a co-op game sweating, people tend to respond to that way more than we would have thought.
Gleichzeitig sollen die "Konsolen" auch den ebenfalls bereits angekündigten Big Picture-Modus verwenden. Dieser ermöglicht "eine Übertragung von einem PC oder Mac auf mehrere Screens des Hauses". Mit diesen Worten wurde die neue Technik zumindest vorgestellt. Wie das genau realisiert wird, hat man allerdings noch nicht verraten.

Im Moment handelt es sich hierbei nur um ein unbestätigtes Gerücht, das entweder komplett falsch ist oder einfach nur falsch interpretiert wurde. Es gibt nämlich genauso Stimmen, die von einem SteamOS sprechen, das normale PCs und Macs zu einem einfach zu bedienenden Spiele-System umfunktionieren soll. Valve könnte also vielleicht auch nur eine Richtlinie für Gaming-Komplettsysteme auf Lager haben. Wie auch immer, es ist bei Valve sichtlich etwas im Busch, das frischen Wind in die Branche bringen könnte. Auf der kommenden Games Developer Conference (5. - 9. März 2012) sollen bereits erste offizielle Fakten von Valve veröffentlicht werden.

Quellen: theverge.com | IGN.com

Update, 7.1.2014:

Mittlerweile ist die Konsole von Valve Realität und hört auf den Namen Steam Machine. Dabei handelt es sich nicht um eine einzige Konsole, wie bei der PS4 oder der Xbox One, sondern viel mehr um ein Konzept rund um einen normalen Gaming-PC. Daher gibt es mittlerweile 13 verschiedene Steam Machines von unterschiedlichen Herstellern, die grundsätzlich nur das SteamOS und den Steam Controller gemeinsam haben. Dementsprechend liegen die Geräte preislich zwischen 499 und 6.000 US-Dollar.

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Die Steam Machines kommen von Herstellern wie Alienware und Webhallen.


Quelle: derstandard.at/Games
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