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DaVinci Resolve - Photo - Lightroom Alternative

Dreamforcer 16.04.2026 - 19:53 325 5 Thread rating
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Dreamforcer

New world Order
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Grad bei nem Editor gesehen den ich folge, davinci hat jetzt auch ein photo editing modul, ist noch beta aber free to try und bleibt in der basis wohl auch frei. werd ich mir mal am we genauer ansehen.

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Als jemand der mal am Rande mit der 'Kernkompetenz' dieser Suite zu schaffen hatte (also mit Color Grading / Farbkorrektur, in nem anderen Bereich auch einfach mit Formwandlungen/Scaling/Proxy- & Dailies-Anfertigung); DaVinci Resolve ist extrem mächtig - und im Grunde genommen kann man damit komplette Filmprojekte von A bis Z 'abwickeln' was Anfangs nicht so war.

Aber gleichzeitig: Es ist extrem fragmentiert, die Lernkurve ist in einzelnen Bereichen recht steil und vieles ist 'überladen' bzw. wird man gerade als Laie dazu verleitet einfach Dinge zu probieren und zu machen an die man früher nur Experten ran gelassen hat.

Kann man gut finden, kann man aber auch schlecht finden.
Mir ist Resolve einfach oft schon 'too much' bzw. denke ich mir es 'will' zu viel. Auch wenn man fairerweise sagen muss, dass es enorm ist was es alles (schon) kann.

Aber im Gunde genommen ist das ne lange Diskussion darüber ob man lieber 'dedizierte' Tools hat oder Tools die 'alles können'.
Ich bin da inzwischen eher wieder bei 'dediziert' gelandet auch wenn's praktisch sein kann nur ein Programm starten zu müssen.
Bearbeitet von whitegrey am 17.04.2026, 14:16

Master99

verträumter realist
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ich hab immer wieder phasen wo ich mich mehr mit dem thema color grading in resolve beschäftige und da hab ich mir schon öfter gedacht - > wär cool die color pipeline auch für fotobearbeitung zu verwenden.

von dem her find ichs super dass sie das jetzt in diese richtung weiterentwickeln und werde das auch sicher mal ausprobieren.

für leute die also ohnehin schon regelmässig resolve verwenden kann hat es wirklich potential eine extra foto lösung zu ersetzen zukünftig.

aber wie whitegrey schon sagt, resolve ist sehr umfangreich und die lernkurve ist steil, wer also nicht ohnehin schon berührungen hatte durch die videoseite und von einem klassischen fotoprogramm kommt, der wird vermutlich erstmal überfordert sein.

ich schätze allerdings dass es 1-2 weitere majorversionen brauchen wird bis es wirklich cool wird von den features und diverse workflowprobleme ausgemerzt.

es ist btw auch noch gar nicht sooo lange her als blackmagic die ganze schnittmöglichkeiten eingebaut haben, vorher war es ja reine fx und grading suite. und inzwischen hat es den markt in dem segment ziemlich erobert, premiere und final cut sehr viel marktanteil abgenommen und ich kenn auch einige dokus die vollkommen in resolve geschnitten worden sind.

auch der audioeditor-teil kommt inzwischen in einem bereich wo man kleinere projekte bereits abwickeln kann darin.

der grosse vorteil von dieser ‚megasuite‘ lösung ist dass alle module timeline-kompatibel sind und man nicht zwischen verschiedenen programmen daten hin und herschieben muss. d.h. ich kann eine erste schnittversion machen, dann schonmal cc balancing machen, kleine audiokette bauen, bissl musik vormischen usw und verlier nichts von meiner arbeit wenn ich dann weiter am schnitt arbeite.
das ist nicht nur effizient sondern man kann auch quasi immer ein ‚good enough‘ master rausspielen wenn zeit oder budget zu ende gehen und doch noch 3 änderungen gemacht werden mussten.

whitegrey

Wirtschaftsflüchtling
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Zitat aus einem Post von Master99
... das ist nicht nur effizient sondern man kann auch quasi immer ein ‚good enough‘ master rausspielen wenn zeit oder budget zu ende gehen und doch noch 3 änderungen gemacht werden mussten.
Und genau da - an dem 'good enough - sträuben sich bei mir als Perfektionisten die Haare :D
Wenn alles eine Person macht (oder: machen muss) fallen auch Kontrollinstanzen und Mechnanismen weg die 'früher' für eine saubere Übergabe - zb. von Video an Audio - einfach nötig gewesen sind. Und damit werden massiv Schlampigkeiten und Fehler verschleppt die dann oft im finalen Produkt landen weil 'good enough'. Mag sein, dass das Kleinigkeiten sind die kaum wem auffallen und vom Kunden abgenommen bedeutet abgenommen - ich zucke immer innerlich zusammen wenn mir sowas auffällt, aber ich muss mir auch eingestehen, dass ich das wohl kaum mehr objektiv beantworten kann seit ich in der Materie stecke.

Viper780

Elder
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DxO hat mir der U Point "Technologie" viel vom colorgrading wie man's bei Video kennt integriert. Damals wie ich mit DaVinci gearbeitet habe ist es mir gleich bekannt vor gekommen (Ergebnis war trotzdem nicht besser)

Aber eine Frage die sich unsere Foto signal Gruppe gestellt hat ist, wie geht man mit gescanntem negativ Film um?
Machen das die Hardware scanner?

Master99

verträumter realist
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zwischen perfektion und schlamperei gibt es aber noch seeeeehr vielplatz dazwischen. und natürlich bedingt es eine gute arbeitsdisziplin damit dieser ansatz funktioniert - plus ich sag auch nicht dass das ein gangbarer weg für jegliche videoprojekte ist - aber für viele kleinere sachen die ich mache ist das super.

professionelle arbeit anbieten heisst nicht nur ein konstante gute qualität abzuliefern sondern auch das der weg dorthin möglichst effizient ist und man weder seine eigene zeit noch die seiner kunden vergeudet.

spätestens wenn man selber unternehmerisch tätig ist und nicht nur angestellt ist wird man lernen müssen dass man seine eigenen qualitätsansprüche auch an die gegebenen zeitlichen bzw budgettechnischen rahmenbedingungen des projektes anpassen muss.

und dabei mein ich jetzt nicht pfusch, aber das man man sich auf das wesentliche konzentriert… und die letzten 10% die noch nett wären eben sein lasst.
klar, wenn man lust hat kann man die auf seine eigene rechnung/zeit noch drauf legen, aber dann sollte man sich auch nicht wundern wieso die budgets die man bekommt nie gösser werden (weil man dauernd einen bmw für den preis eines vws abliefert) oder das man irgendwann im burnout landet weil die zeit die man für ein projekt hat nie reicht.

es hilft dabei auch das lange genug gemacht zu haben, dass man irgendwann realisiert, dass man diese letzten 10% eigentlich für sich selber im moment macht. weil die weder dem kunden aber auch einem selber dann grossartig auffallen mit ein bissl abstand.

so, das ganze ist aber eigentlich eine gänzlich andere diskussion, vielleicht mag das ein mod abtrennen bitte?
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