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Ivy Bridge: The Overclocking Guide by mat - 30th August 2012 11:35 [Choose your weapons] 2 3 4 5 6 » |
| Mit der aktuellen Prozessorgeneration Ivy Bridge kann Intel dank neuer Fertigungstechnik in 22 nm den Stromverbrauch senken und dennoch gleichzeitig für mehr Leistung im Mainstream-Sektor sorgen. Wem der Leistungssprung mit seinem Core i5-3570K und i7-3770K nicht ausreicht, der kann derzeit so einfach wie noch nie zuvor die CPU übertakten. Wir zeigen euch, wie ihr das Maximum aus "Ivy" herausholt. Choose your weapons Auch wenn wir davon ausgehen, dass ihr mit den Grundlagen des Übertaktens vertraut seid, weisen wir trotzdem gerne darauf hin: Overclocking ist die Kunst, aus Hardware mehr herauszuholen. Dabei steckt ein guter Teil der Aufgabe schon im korrekten Kauf der Komponenten, Kühler und Lüfter. Wer bereits bestens ausgestattet ist, der kann dieses Vorgeplänkel gerne auslassen. Mit dem Rest wollen wir kurz darauf eingehen, was bei der Wahl der Hardware wichtig für einen stabilen Overclock ist:
Mainboard
Das Mainboard nennen wir nicht zufällig gerne Mutterschiff. Es verbindet all eure Komponenten und versorgt sie mit Strom. Beim Übertakten kommt es nicht selten durch höhere Taktraten und zusätzlichen Spannungen zu einer deutlich gröberen Belastung des Mainboards. Deshalb raten wir dazu, ein Modell mit angemessenen Spannungswandlern (VRMs) auszuwählen, das auch tatsächlich das Übertakten im Dauerbetrieb übersteht. Gute Indizien sind die Anzahl der MOSFETs - meist knapp nebeneinander angeordnete, rechteckige Bausteine rund um den CPU-Sockel im linken oberen Eck des Mainboards - und der darauf liegende, passive Kühlkörper. Diese Kombination sorgt für eine effiziente, kühle und langlebige Stromversorgung.
Bezüglich Chipsatz könnt ihr zu Z77, Z68 und P67 greifen. Alle anderen Chipsätze können je nach Hersteller bei ihren Overclocking-Features stark eingeschränkt sein und erlauben teilweise nicht einmal das Übertakten des Prozessors mittels Multiplikator.
Netzteil
Beim Netzteil sollte der zusätzliche Stromverbrauch einberechnet werden. Wieviel das ist? Wir haben euch ein kleines Diagramm bei unterschiedlichen Taktraten unter Volllast erstellt, damit ihr den Verbrauch besser einschätzen könnt:
Aus der Steckdose gezogener Strom bei Übertaktungen zwischen 4 und 4,7 GHz
Euer Netzteil sollte ungefähr doppelt so stark wie euer maximal angepeilter Verbrauch sein, um möglichst effizient den Wechselstrom aus der Steckdose umwandeln zu können. In unserem Fall wäre bei angedachten 4,5 GHz ein Modell mit circa 550 Watt optimal.
Arbeitsspeicher
Ivy Bridge hat einen außerordentlich guten IMC und erlaubt dadurch einen exzellenten Speichertakt mit engen Latenzen. Allerdings sollte für herkömmliche Anwendungen oder Spiele prinzipiell jedes Kit mit 1600 MHz und CL9 (zB 2x4 GB von ADATA, Corsair, Kingston) auch bei hohen CPU-Taktraten kein Bottleneck darstellen.
1600 MHz, CL9 sind für Anwendungen und Spiele absolut ausreichend. Wer mehr will, muss auf die verwendeten Chips achten!
Wer sich damit nicht zufrieden stellen lässt, der sollte sich am besten Module mit BBSE oder Hynix CFR-Chips kaufen, die beide sowohl hohen Takt, als auch enge Latenzen ermöglichen. Als Geheimtipp für hohen Speichertakt mit lockeren Latenzen gelten derzeit Speicher mit Samsung-ICs. Hier können auch sehr günstige Speicherkits (teilweise sogar ohne Heatspreader) höllisch übertaktet werden. Nur wie findet man heraus, welche Chips auf den unzähligen Modulen verbaut werden? Genau das ist der Knackpunkt. Hier helfen entweder diverse Berichte in den Foren, sehr selten Reviews und hie und da diese Datenbank von i4memory.com. Leider wechseln viele Hersteller bei ein und demselben Produkt je nach Marktsituation gerne mal die Chips und machen den Kauf zum Glücksspiel. Garantie gibt es also keine!
CPU-Kühlung
Die Kühlung ist und bleibt das Um und Auf beim Overclocking. Durch die höheren Spannungen wird bei Volllast des Prozessors jede Menge Abwärme erzeugt. Diese muss bei Luftkühlung über eine ordentlich Wärmeleitpaste in einen möglichst großen Kühlkörper abtransportiert werden. Dort müssen grundsätzlich 1-2 Stück aktive CPU-Lüfter die Wärme abnehmen und im besten Fall gleich aus dem Case verbannen. Dabei können auch ein oder mehrere Gehäuselüfter mithelfen, damit die warme Luft nicht im Gehäuse hängenbleibt und einen Hitzestau bildet.
Unser Testsystem wurde von einem Noctua NH-D14 mit insgesamt drei Lüftern gekühlt.
Bei der Wahl des CPU-Kühlers sollte nicht gespart werden! Er ist der Preis für die zusätzliche Performance und muss ordentlich arbeiten, damit der Prozessor nicht überhitzt. Die aktuellen Generationen takten sich zwar bei ungefähr 85 °C ohnehin automatisch herunter (Stichwort: Throttling), dennoch sollten langfristig derlei hohe Temperaturen vermieden werden, um die Qualität des Prozessor zu schonen (Stichwort: Degrading). Aber das erörtern wir auf der folgenden Seite noch genauer.
Ebenfalls wichtig ist die Qualität und das Alter der Wärmeleitpaste. Bitte nehmt keine 7 Jahre alte Noname-Paste für einen High-End-Kühler! Auch die Montage ist nicht zu vernachlässigen und sollte entsprechend der Anleitung geschehen. In diesem Bereich hat sich doch einiges getan und viele Pasten sollten nicht mehr verstrichen bzw. müssen mit Fön aufgetragen werden. Gute Wärmeleitpasten sind zum Beispiel die Noctua NT-H1, die Gelid GC-Extreme oder die Arctic MX-Serie. | |
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