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Review-Roundup: NVIDIA GTX 650 Ti

oanszwoa 10.10.2012 7014 5
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NVIDIA vervollständigt seine Grafikkarten-Palette mit der am 9. Oktober vorgestellten GTX 650 Ti. Durch die Preisempfehlung des Herstellers von etwas weniger als 150 Euro positioniert sie sich zwischen HD 7770 und HD 7850. Doch wie schlägt sich die neue Budget-Grafiklösung im Vergleich zu den sich schon länger am Markt befindlichen AMD-Karten?

Hersteller-Webseite | Geizhals-Preisvergleich

Spät aber doch komplettiert NVIDIA ihr Kepler-Portfolio. Denn für etwas mehr als 100 Euro ist derzeit die GTX 650 erhältlich, während für rund 100 Euro mehr bereits die GTX 660 zu haben ist. Als Lückenfüller in genau diesem Bereich soll die GTX 650 Ti nun die 150-Euro-Klasse unsicher machen. Mit dem GK106-Grafikkern verfügt sie, so wie auch die GTX 660, über 2,54 Milliarden Transistoren und wird wie gehabt im 28-nm-Verfahren produziert. Jedoch mit abgespeckten Shader-Clustern, denn die werden von fünf auf vier reduziert, wodurch sich insgesamt 768 Shader-Einheiten ergeben. Bei 16 ROPs (Render Output Units) pro Shader-Cluster stehen somit 64 TMUs (Texture Mapping Units) zur Verfügung. Desweiteren wurde das Speicherinterface von 192 auf 128 Bit reduziert. Im Referenz-Layout taktet die GTX 650 Ti mit 925 MHz ohne zusätzlicher Boost-Funktion, während der ein GB große Grafikspeicher mit 2700 MHz arbeitet. Die TDP wird dabei vom Hersteller mit 110 Watt angegeben. Hier eine Übersicht der Spezifikationen im Vergleich:

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Eine Übersicht der Mitstreiter und der Konkurrenz der GTX 650 Ti (Bildquelle: computerbase.de)


Performance

Bevor wir auf eine genaue Einschätzung der Grafiklösungen im 100-200-Euro-Segment eingehen wollen, sollten wir uns zuerst die gelieferten Frameraten genauer ansehen. Während aktuelle Spiele wie Diablo 3 oder World of Warcraft auch in hohen Auflösungen wie etwa 1920x1080 nicht all zu anspruchsvoll sind und mit der GTX 650 Ti noch spielbare Ergebnisse von über 45 fps liefern, sieht es beispielsweise bei Metro 2033 oder Skyrim auch ohne Qualitätseinstellungen schon ganz anders aus. Von spielbar sind wir hier weit entfernt und angesichts der Tatsache, dass die neu erschienenen Grafikkarten von NVIDIA eher im niedrigpreisigen Segment unterwegs sind, entscheiden wir uns dazu, den Fokus vorwiegend auf die flüssiger spielbare Auflösung von 1680x1050 zu legen.

Die GTX 650 Ti tummelt sich im NVIDIA-Gehege wie bereits zuvor erwähnt preislich genau in der Mitte zwischen GTX 650 und GTX 660. Dies spiegelt sich auch in der gebotenen Leistung wieder, denn der neue Lückenfüller hängt die GTX 650 um fast 50 Prozent ab, ist im Schnitt aber auch 50 Prozent langsamer als die GTX 660. Wagen wir einen Vergleich zu den preislich in der Nähe positionierten HD 7770 und HD 7850. Es ergibt sich folgendes Bild: Die bereits ab 160 Euro erhältliche HD 7850 ist durchschnittlich 27 Prozent schneller, während die HD 7770 fast 30 Prozent weniger Bilder pro Sekunde rendert, dafür auch nur 110 Euro kostet. Vergleicht man also die gebotene Leistung mit den Marktpreisen der Referenzkarten, gefällt uns die HD 7850 deutlich besser als die neue GTX 650 Ti, die zwar in übertakteten Versionen fast an die Leistung ihres AMD-Pendaten heranreicht, sich dies aber aufgrund des Aufpreises von 20-30 Euro kaum rentiert. Wirklich schmackhaft dürfte sie den Käufern erst ab einem Preis von 130 Euro abwärts werden. Auf Geizhals macht sich bereits ein Trend in diese Preisregion bemerkbar, nur haben Shops mit günstiger gelisteten Karten noch nichts auf Lager.

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Ein Performance-Vergleich der konkurrierenden GPUs (Bildquelle: 3dcenter.org)


Lautstärke, Stromverbrauch, Temperatur

Im laufenden Windows-Betrieb dürften manche Karte Schwächen mit der Lüftersteuerung haben. Sowohl Computerbase als auch Anandtech stellen bei ihren Testsamples so gut wie keinen Unterschied der Lautstärke zwischen Idle und Load fest. Trotzdem ist man den Konkurrenzkarten von AMD hier etwas voraus. Diese Ergebnisse korrelieren auch mit den gemessenen Temperaturen. Beim Stromverbrauch ohne anliegender Last zieht die GTX 650 Ti nur etwa 8 Watt aus der Steckdose, AMD braucht sich mit Werten zwischen 10 und 12 Watt selbst für die HD 7850 nicht zu verstecken. Unter Last spiegelt der Stromverbrauch in etwa die gebotene Leistung wieder: HD 7770 - 69 Watt, GTX 650 Ti - 72 Watt, HD 7850 - 96 Watt

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Diesmal raten wir nicht zur ASUS DirectCU - es geht auch deutlich kleiner, ohne dass die Temperatur leiden muss.


Overclocking

Im Gegensatz zur GTX 660 dürfte das Power Target dieser Karten so weit hinaufgesetzt worden sein, dass dies kein limitierender Faktor mehr zu sein scheint. Der GK106 schien sich von fast allen Testern um fast 20 Prozent übertakten lassen, auch beim Speicher war in den meisten Fällen 3000 MHz drinnen. Wie Anandtech es geschafft hatte, aus allen ihrer vier Testsamples den gleich hohen Overclock auf immerhin 1175 MHz an der GPU und 6600 MHz am Grafikspeicher zusammenzubringen ist sogar ihnen ein Rätsel. Trotzdem scheint die GTX 650 Ti ein besserer Übertakter zu sein als die GTX 660, die ja über den gleichen Grafik-Chip verfügt.

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Ein Overclocking-Wunder? Vier verschiedene GTX 650 Ti erreichen bei Anandtech die gleichen Taktraten.


Preise und Verfügbarkeit

Ein Tag nach der offiziellen Vorstellung listet Geizhals mittlerweile 19 verschiedene Modelle. Aber nur etwa die Hälfte davon sind in Österreich auch lagernd, trotzdem kann man durchaus von einem Hard-Launch sprechen. Übertaktete Versionen mit bis zu 1071 MHz gibt es genauso, wie abgeänderte Lüfterdesigns, wovon wir aber eher wenig halten, da diese Karte ohnehin keinen besonderen Anspruch auf eine verbesserte Kühllösung fordert und sich in der Regel auch gut übertakten lässt. Ab 140 Euro lagernd, zeichnet sich wie zuvor bereits erwähnt, schon jetzt ein Trend in Richtung der 130-Euro-Marke ab, wodurch die GTX 650 Ti gegenüber der HD 7850 etwas an Attraktivität gewinnen könnte.

Reviews

Wie immer haben wir das Internet durchstöbert und die wichtigeren Tests für euch ausfindig gemacht:

Deutsch:

Test: Nvidia GeForce GTX 650 Ti @ computerbase.de
Geforce GTX 650 Ti im Test: Die beste Grafikkarte bis 150 Euro? @pcgameshardware.de
Test: NVIDIA GeForce GTX 650 Ti @ hardwareluxx.de
GeForce GTX 650 Ti: Nvidias teurer Lückenfüller @ heise.de

Englisch:

The NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Review, Feat. Gigabyte, Zotac, & EVGA @ anandtech.com
ASUS GeForce GTX 650 Ti Direct Cu II 1 GB @ techpowerup.com
MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition 1 GB @ techpowerup.com
NVIDIA GeForce GTX 650 Ti 1GB Review @ hardwarecanucks.com
GeForce GTX 650 Ti review @ guru3d.com
MSI GeForce GTX 650 Ti review @ guru3d.com
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