"We are back" « oc.at

Sry, folks - Linux Security A Myth!

COLOSSUS 30.01.2005 - 13:58 3220 40
Posts

COLOSSUS

Administrator
GNUltra
Avatar
Registered: Dec 2000
Location: ~
Posts: 12321
Zitat von mat
hehe, war grad im abseits :p

allerdings hat open source eine schlechte qualitätssicherung für beitragende, sowie beiträge. kommt natürlich auch auf die projektleitung an (siehe oc.at :eek:).

bei einer firma wird strengstens geschaut welche mitarbeiter eingestellt werden, welche wieviel bezahlt bekommen und wieviel sie tatsächlich wert sind und welche aufgaben sie deshalb erfüllen können bzw. dürfen.

in einer open source community ist jeder willkommen und niemand wird jemals "gefeuert" werden - ergo, es existiert kein ausleseverfahren.

Dafür gibt es Project-Maintainer, die entscheiden, welches Patchset von welchem Kontributor eingenäht wird. Damit wird die Vertrauensfrage von einer Firma auf eine Person abgebildet. Und im Falle von Leuten wie Linux Torvalds, Alan Cox oder Andrew Morton habe ich zumindest damit kein Problem. Und viele andere auch nicht. Solltest du einmal der Meinung sein, dieses Projekt ist Müll weil a und b und c, kannst du die Codebasis immer noch für deinen Fork davon ohne a und b und c verwenden, während du bei proprietärer Software fast einzig und allein auf das Image des Produzierenden angewiesen bist, da du eben keine Einsicht in die Codebase hast. Wobei ich dir das sicher nicht erklären, sondern allerhöchstens verdeutlichen muss.

bluefoxx

Legend

Avatar
Registered: Oct 2001
Location: Vienna
Posts: 7088
Zitat von funka
das pdf von dio ist u.a. von peter purgathofer geschrieben
er unterrichtet an der tuwien
seine faecher werden von den meisten eher belaechelt (user interface design etc) aber er imho einer der besten lehrer der universitaet und wer die moeglichkeit hat sollte vorlesungen bei ihm besuchen

http://info.tuwien.ac.at/histu/pers/10469.html

ack, ebenfalls jörg pflügler, der datenschutz und datensicherheit bzw. verlässlichkeit von offenen computersystemen an der TU Wien am selben institut wie p.purgathofer unterrichtet. habe selber seine VO besucht...

topic: konkurrenzkampf ist immer da. solche artikel sollte man mit einem lachenden und einem weinenden auge lesen,... aber eher mit dem lachenden :D

Ringding

Pilot
Avatar
Registered: Jan 2002
Location: Perchtoldsdorf/W..
Posts: 4300
[OT]Naja, also in der Datenschutzvorlesung vom Pflüger bin ich regelmäßig eingeschlafen. Einige Stunden waren ganz interessant, aber meistens war's ziemlich ermüdend...[/OT]

@funka: Sommer 2001?

funka

Legend
ex-prophet(down below)
Registered: Sep 2000
Location: Vienna / SF
Posts: 6131
ringding:
in anderen worten ich fuehl mich durch diese diskussion benahe zeitlich zurueckversetzt

Ringding

Pilot
Avatar
Registered: Jan 2002
Location: Perchtoldsdorf/W..
Posts: 4300
Du meinst, wir sind jetzt alle erwachsen und streiten nicht mehr über solche Dinge? :D

mat

Administrator
Legends never die
Avatar
Registered: Aug 2003
Location: nö
Posts: 25903
Zitat von funka
mat der gedankengang ist genau verkehrt herum
ich glaube dass in oss projekten ein haerteres auslese verfahren herrscht als in betrieblich hergestellter software

survival of the fittest


du stellst dir oss projekte zu sehr wiki aehnlich vor
sie haben aber meistens mehr etwas von einem magazin mit einem dicken leserbrief teil und vielen gast authoren
ich habe selber schon zu open-source projekten beigetragen, nicht alle waren gut koordiniert, manche wurden sogar monatelang nicht von den projektleitern abgefasst und plötzlich ging es wieder weiter. wenn ich kommerzielle software schreibe, dann kann ich mich nicht auf den freien willen anderer stützen, dass etwas weiter geht oder nicht. gutes beispiel ist php.. super aufgezogen, aber man kann nicht erwarten, dass ein bug innerhalb einer gewissen zeit gefixt wird. anders als bei einer firma, die sonst kundenstamm usw. verlieren würde.

es ist nicht dass man es mir verdeutlichen muss, imo muss man auch die nachteile von open source sehen.

@COL:
du redest _nur_ von linux, mir geht es aber allgemein um open source. ich habe kA welchen beitrag du für irgendwelche open source communities da draussen leistest, aber wenn du "nur" power user bist, dann solltest du dir selbst einmal verdeutlichen warum es nicht möglich ist neben einem vollzeitjob, 100% in ein freiwilliges projekt reinzustecken.

Mr. Zet

Vereinsmitglied
resident spacenerd
Avatar
Registered: Oct 2000
Location: Edge of Tomorrow
Posts: 12104
Zitat von funka
das pdf von dio ist u.a. von peter purgathofer geschrieben
er unterrichtet an der tuwien
seine faecher werden von den meisten eher belaechelt (user interface design etc) aber er imho einer der besten lehrer der universitaet und wer die moeglichkeit hat sollte vorlesungen bei ihm besuchen

http://info.tuwien.ac.at/histu/pers/10469.html
word! :)

@dio
wie bist du auf dieses .pdf gestoßen? zufällig einen Vortrag von Prof. Purgathofer in Graz gehört, (Jemand hat mir erzählt, dass er im Sommer auch irgendwo in Graz unterrichtet, iirc), oder mehr durch zufall?

funka

Legend
ex-prophet(down below)
Registered: Sep 2000
Location: Vienna / SF
Posts: 6131
ringding: naja hat weniger mit dem alter zu tun
dieses ganze pauschalierte linux/windows gerede
(in dem fall halt opensource/prop. software) gab es doch bereits hunderte male - ist schon fast retro imho ;)

da ich nicht spielverderber sein will:

mat es ist aber leider tatsache dass die meisten software schmieden nichts anderes machen als geschickt zu pfuschen
und ist man gebunden an eine software und hat einen fehler der nicht beseitigt wird kann man nichts machen ausser selbst zu pfuschen - sprich zu in kleinen schritten zu verzweifeln

bei opensource software kann man (sofern der aufwand gerechtfertigt ist) versuchen die software zu fixen - bzw jemanden dafuer zu bezahlen

wenn opensource software monate lang nicht weiter entwickelt wird dann verwende eine andere - schnittstellen sind meist standards - oft gibt es neue projekte die aus den alten entspringen etc etc

wie gesagt pauschaliertes geplapper

dio

Here to stay
Registered: Nov 2002
Location: Graz
Posts: 5006
Zitat von mat
ich habe selber schon zu open-source projekten beigetragen, nicht alle waren gut koordiniert, manche wurden sogar monatelang nicht von den projektleitern abgefasst und plötzlich ging es wieder weiter. wenn ich kommerzielle software schreibe, dann kann ich mich nicht auf den freien willen anderer stützen, dass etwas weiter geht oder nicht. gutes beispiel ist php.. super aufgezogen, aber man kann nicht erwarten, dass ein bug innerhalb einer gewissen zeit gefixt wird. anders als bei einer firma, die sonst kundenstamm usw. verlieren würde.

es ist nicht dass man es mir verdeutlichen muss, imo muss man auch die nachteile von open source sehen.

@COL:
du redest _nur_ von linux, mir geht es aber allgemein um open source. ich habe kA welchen beitrag du für irgendwelche open source communities da draussen leistest, aber wenn du "nur" power user bist, dann solltest du dir selbst einmal verdeutlichen warum es nicht möglich ist neben einem vollzeitjob, 100% in ein freiwilliges projekt reinzustecken.
Du dramatisierst wieder. Davon abgesehen hat Microsoft mehrere Monate gebraucht, um den letzten IE Bug (der mir leider abrupt nicht einfallen möchte) zu fixen - und dennoch gibt es neue Sicherheitslücken, die auf dem Exploit aufbauen. Bei Server Applikations (nehmen wir zum Beispiel Apache, wie wir wissen DIE Webserver App schlechthin) wird _ständig_ gewerkelt; sicherheitsrelevante Fehler werden viel schneller ausgemerzt als bei Microsoft Produkten (sofern sie Fehler überhaupt zugeben). Sobald ein Opensource Projekt starke Resonanz findet, mangelt es auch nicht an qualifizierten und willigen Programmierern.

@Mr. Zet: Ich weiß leider nicht mehr, von wem ich das PDF zugespielt bekommen habe... ich vermute aber von colo.

mat

Administrator
Legends never die
Avatar
Registered: Aug 2003
Location: nö
Posts: 25903
Zitat
wenn opensource software monate lang nicht weiter entwickelt wird dann verwende eine andere - schnittstellen sind meist standards - oft gibt es neue projekte die aus den alten entspringen etc etc
wir benutzen ja alle schliesslich jegliche designpatterns um unseren source von apis so stark wie möglich zu abstrahieren um einen möglichst geringen umstellungsaufwand zu haben ;)

nochmal: ich bin keinesfalls gegen open source, nur sollte man problembedingt abwägen können, welche vor- und nachteile man davon erhält. genauso natürlich auch bei kommerziellen angeboten. ich denke nicht dass hier schwarz-weiss denken angesagt ist, jede software/os/api hat ihren bestimmten verwendungszweck und ihre zielgruppe.

that

Hoffnungsloser Optimist
Avatar
Registered: Mar 2000
Location: MeidLing
Posts: 11357
Zitat von mat
manche wurden sogar monatelang nicht von den projektleitern abgefasst und plötzlich ging es wieder weiter.
[...]
php.. super aufgezogen, aber man kann nicht erwarten, dass ein bug innerhalb einer gewissen zeit gefixt wird. anders als bei einer firma, die sonst kundenstamm usw. verlieren würde.

es ist nicht dass man es mir verdeutlichen muss, imo muss man auch die nachteile von open source sehen.

OK, vergleichen wir also die Möglichkeiten, die du hast, wenn der Hersteller das Produkt aufgibt:

1. Open Source
Ein kleines, lose organisiertes Team hat die Software entwickelt, und der Projektleiter verliert die Lust daran. Es geht monatelang nichts mehr weiter. Du kannst die Software weiter verwenden, es gibt nur keine neuen Releases. Wenn du wirklich dringend Bugfixes oder neue Features brauchst, kannst du sie selbst einbauen (lassen).

2. Closed Source
Eine kleine (oder große) Firma hat die Software entwickelt. Die kleine Firma verschwindet vom Markt oder wird von einer großen Firma aufgekauft, die beschließt, das Produkt einzustellen (z.B. Cool Edit gibts nicht mehr, weil Adobe kein Interesse daran hat). Du kannst die Software weiter verwenden, es gibt aber keine neuen Releases mehr. Wenn du dringend Bugfixes, Features, Support oder irgendwas brauchst, kannst du dich brausen gehen.

3. Closed Source mit DRM, Produktaktivierung, etc.
Der Hersteller verschwindet vom Markt oder stellt das Produkt ein, und du kannst deine teuer gekaufte Software nicht mal mehr verwenden. (Windows XP, Half-Life 2, ...)


Wo ist da jetzt exakt der Nachteil von Open Source?
Bearbeitet von that am 30.01.2005, 20:13

mat

Administrator
Legends never die
Avatar
Registered: Aug 2003
Location: nö
Posts: 25903
Zitat
Wenn du wirklich dringend Bugfixes oder neue Features brauchst, kannst du sie selbst einbauen (lassen).
das ist für 99% der user dasselbe wie das
Zitat
Wenn du dringend Bugfixes, Features, Support oder irgendwas brauchst, kannst du dich brausen gehen.

that

Hoffnungsloser Optimist
Avatar
Registered: Mar 2000
Location: MeidLing
Posts: 11357
Zitat von mat
das ist für 99% der user dasselbe wie das

Ja, für Enduser. Hier gehts aber um Firmenkunden.

COLOSSUS

Administrator
GNUltra
Avatar
Registered: Dec 2000
Location: ~
Posts: 12321
Ungut nur, dass wenn du bei kommerzieller Software, wenn du zeitnah "Bugfixes, Features, Support oder irgendwas brauchst", auch meistens brausen gehen kannst.

that

Hoffnungsloser Optimist
Avatar
Registered: Mar 2000
Location: MeidLing
Posts: 11357
Zitat von COLOSSUS
Ungut nur, dass wenn du bei kommerzieller Software, wenn du zeitnah "Bugfixes, Features, Support oder irgendwas brauchst", auch meistens brausen gehen kannst.

Es reicht schon, wenn man die vor längerer Zeit gekauften Features benutzen möchte...

http://www.boingboing.net/2005/01/2...sables_the.html
Kontakt | Unser Forum | Über overclockers.at | Impressum | Datenschutz