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Erbschaftssteuer

dio 28.07.2014 - 13:05 5921 100 Thread rating
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dio

OC Addicted
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Warum sollte eine Hinterlassenschaft noch einmal erneut besteuert werden, wenn alles rechtmäßig zu Lebzeiten versteuert wurde? Und was für einen Unterschied macht es bitte, ob man die zB. geerbte Wohnung selbst bewohnt oder vermietet?

Burschi1620

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Zitat von dio
Warum sollte eine Hinterlassenschaft noch einmal erneut besteuert werden, wenn alles rechtmäßig zu Lebzeiten versteuert wurde? Und was für einen Unterschied macht es bitte, ob man die zB. geerbte Wohnung selbst bewohnt oder vermietet?
Für mich persönlich, eine moralische.
Erst kürzlich wurde ich von einem freund in die raffinessen der schrebergartensiedlungen eingeweiht. Diese pachtverträge können kinder übernehmen, und wohlgemerkt zu gleichen konditionen. Mir hats den kukuk rausgehaut, aber jetzt hatte ich auch endlich eine erklärung dafür, warum man ein echte haus, mit beton, putz und echten glasfenstern auf ein 10x10m^2 grundstück baut :rolleyes: weil die jähliche pacht billiger ist als jede monatsmiete.


Die problematik des erbens ist die potentierung. Parent P baut ein haus, vererbt es und F1 hat ein eigenes haus + ein geerbtes. F2 erbt 2 häuser und baut sich ein eigenrs. F10 erbt schon 10 häuser. Diese kann er relativ geschickt vermieten und bekommt einen annehmbaren verdienst daraus, zusätzlich zu seinem eigenen. Mit ein bisserl geschick kann sich das ganze nun potentieren. Realistisch betrachtet geht das auch schon vor der zehnten generation xD


Wenn man das ganze nun von häuser auf geld umlegt, wird das ganze prekärer. Kapitaleinkünfte zahlen keine SV und weit geringere steuer als die lohnsteuer ist. Zwar hat das startkapital noch irgendjemand vielleicht "gerecht versteuert", also wie ein arbeiter, aber sämtliches folgendes kapital wurde nur noch mut kest versteuert. Also um auf deine anfangsfrage zu kommen warum man doppelt versteuern sollte: weil tendenziell größere erben wohl früher sowieso weniger besteuert wurden. Und natürlich der ganze potenzierungs schaß

Cuero

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Ein haus über 10 generationen zu bringen erfordert schon einiges an instandhaltung und wartung... Und das geld musst erst verdienen. Generationsabstand ist um die 30 jahre, da reden wir 300 jahre alten häusern...
Bearbeitet von Cuero am 01.08.2014, 06:39

böhmi

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Spießer
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Burschi, nach deiner Rechnung gäbe es 10 Generationen lang nur Einzelkinder.
Ich hoffe da ist keiner krank/unfruchtbar/homosexuell, sonst geht deine Rechnung nicht auf :D

Burschi1620

24/7 Santa Claus
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Geh stellts euch net so an wegen meiner milchmädchenrechnung.... Du hast dir nur vor 50 jahren ein gutes "billiges" grundstück(!!)/ wohnung kaufen müssen und du hast innerhalb einer generation ein millionenerbe sogar inflationsbereinigt.

Es ging mir vielmehr ums prinzip das dahinter steckt. Irgendwann wird sich aufgrund von erben wert akkumulieren. Das ist ansich nichts schlimmes (wie gesagt, auf ein einfamilienhaus ist eh nieman neidig), wenn man einen gewissen ausgleich schafft. Bei grund ist es in der theorie ohnehin etwas besser, da es hier zusätzlivhe steuern gibt. (Auch wenn sie nicht wertangepasst werden.......). Bei kapital ists eben problematischer mmn da hier stets weniger versteuert wird als wie durch sonstige einnahmen


Vielleicht sollten wir das thema lassen, oder einrn eigenen thread aufmqchrn. Wir/ich sind jetzt schon etwas abgedriftet

XelloX

Nasenbohrer deluxe
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und was ist wenn dir dein opa golddukaten im wert von 100k€ vererbt????
werden dann 50% erbschaftssteuer fällig, oder fällt das unter den freibetrag??

und was ist wenn dir dein vati eine firma um ~2mio vererbt??
da kannst dich dann mit dem (diskutierten) freibetrag schon brausen gehen, also wird eine "moralische" steuer fällig. woher zahlst du die dann??? oder muss ma das unternehmen denn verkaufen?

und nein, es gibt keinen unterschied zwischen immobilien, gold oder einem unternehmen, denn alles ist "kapital", weils ichs "jederzeit" verkaufen kann und vom "elterlichen reichtum" profitieren könnte.
denn wenn wir bei einer erbschaftssteuer sind, braucht man konsequenterweise auch eine schenksungssteuer.

denn wenn man sagt, dass kein kind vom "reichtum" der eltern profitieren darf, wie rechtfertigst du dann, dass manche kinder von ihren eltern teure kleider, teure urlaube, und an batzen taschengeld "geschenkt" bekommen, während andere kinder nix bekommen?????
oder eltern die bis 30 gratis bei den eltern wohnen dürfen während andere mit 15 in die lehre getrieben werden, damits daheim a geld abliefern???

das fällt alles unter "reichtum der eltern profitieren"...
wer soll denn das nachvollziehen und nachprüfen?

und weil du schon von dem potenzierungs"schaß" redest:
SO funktioniert unser geldsystem. zins und zinseszins und so. und so wies halt überall ist, entweder man akzeptiert die regeln, die gelten und spielt mit, oder man lässt es bleiben. und das kann jeder für sich entscheiden, was man will.

manche haben das geldsystem und dessen auswirkungen halt schon in früheren jahren begriffen und haben angefangen geld zu sparen um sich später mal ein eigentum leisten zu können um nicht die zinsen zu zahlen, die man als MIETZINS bezeichnet, die für die benützung und den BESITZ eines kapitals in form von einer wohnung anfällt.
das ist ja im grunde auch nix anderes als ein kredit, weil der eigentümer überlässt dir sein kapital im gegenzug für einen zins.
und diesen zins zahlt jeder, der kein eigentum hat.

jeder kennt das system, jeder hat damit seit kindesbeinen an damit zu tun, und so viele leute machen mit leasing und konsumkrediten genau das gegenteil von sinnvoll für sich selbst. man hat nämlich immer die wahl, ob man sein geld spart oder nicht. jeden tag aufs neue. bei jeder kaufentscheidung wieder.

und jeden euro, den du heute sparst, der kommt dir morgen vielfach zugute.
und jeder euro, den du heute (mit zinsen bei der bank) ausborgst, fällt dir morgen vielfach am kopf.

dass das geldsystem krankt ist eine ganz andere geschichte.

aber mit erbschaftssteuern die leute in den konsum zu drängen (damit wir ja nix sparen, weil das beim sterben ja besteuert wird), damit wir noch mehr konsumieren, noch mehr wirtschaftsleistung haben, noch mehr ressourcen verbrauchen und unseren planeten dadurch noch mehr zu demolieren find ich ehrlichgesagt einfach nur blöd.

und jeder der sich für den weg des (teilweise kreditfinanzierten -> Mietzins) konsums entschieden hat [dessen kinder profitieren ja auch vom konsum - ja, urlaub machen ist auch "lebensqualität" - mir und meinen eltern war aber immer schon die finanzielle unabhängigkeit von banken(folglich auch vom mietzins, also muss eigentum angespart werden) wichtiger als unser "spass"], der sollte seine eigene entscheidung akzeptieren und nicht später wenn die Früchte des wirtschaftens anderer leute sichtbar werden aus lauter neid "erbschaftssteuer" schreien.

denn eigentlich kann sich ein jeder was dasparen. einfach nur nix ausgeben, fixkosten komplett runter und auf einmal bleiben im monat fast 1k€ über, was dann in einem jahr mit dem 13ten und 14ten schon fast 15k€ sind.
und damit kann man sich dann nach 10 jahren auch scho fast a nette wohnung leisten.
aber von auto/urlaub/ultraphone/schöner kleidung/fortegehen/kino/essen gehen ist man dann eben meilenweit entfernt.

aber jeder kann sich jeden tag aufs neue selbst eintscheiden, welchen weg er gehen will

Hansmaulwurf

u wot m8?
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Zitat von XelloX
und weil du schon von dem potenzierungs"schaß" redest:
SO funktioniert unser geldsystem. zins und zinseszins und so. und so wies halt überall ist, entweder man akzeptiert die regeln, die gelten und spielt mit, oder man lässt es bleiben. und das kann jeder für sich entscheiden, was man will.

Zitat von XelloX
manche haben das geldsystem und dessen auswirkungen halt schon in früheren jahren begriffen und haben angefangen geld zu sparen um sich später mal ein eigentum leisten zu können um nicht die zinsen zu zahlen, die man als MIETZINS bezeichnet, die für die benützung und den BESITZ eines kapitals in form von einer wohnung anfällt.
das ist ja im grunde auch nix anderes als ein kredit, weil der eigentümer überlässt dir sein kapital im gegenzug für einen zins.
und diesen zins zahlt jeder, der kein eigentum hat.
Und wenn ich mit 16 vom Papa 32 Mille bekomme, dann hab ich was genau geleistet, und das System wie verstanden ausser "ich bekomms eh in A geblasen" ? Und erklär das mal wem der 40h/Woche hackelt beim Hofer dafür aber 1100 netto bekommt von denen nicht mal ein Paar mit Kind genug zum fressen hat ?


Zitat von XelloX
jeder kennt das system, jeder hat damit seit kindesbeinen an damit zu tun, und so viele leute machen mit leasing und konsumkrediten genau das gegenteil von sinnvoll für sich selbst. man hat nämlich immer die wahl, ob man sein geld spart oder nicht. jeden tag aufs neue. bei jeder kaufentscheidung wieder.
Sorry. Wenn ich nicht weiß ob ich nächstes Monat meine Miete zusammenbekomme, dann kann ich sparen was ich will, ich komm nicht oder knapp über die Runden.


Das ist genau dasselbe wie "jeder kann alles erreichen", deine ganze Theorie beruht darauf das man schon genug Geld hat (!!) Jo, sicher. Als weißer Mitteleuropäer wenn deine Eltern mehr 40k/Jahr verdienen ist alles möglich.


Zitat von XelloX
denn eigentlich kann sich ein jeder was dasparen. einfach nur nix ausgeben, fixkosten komplett runter und auf einmal bleiben im monat fast 1k€ über, was dann in einem jahr mit dem 13ten und 14ten schon fast 15k€ sind.
Ich verdien knapp mehr als 1k. Wie zum Henker soll ich da 1k über Fixkosten einsparen ? (Ausser ich wohn auf der Straße, Chef legt aber Wert auf Leute die sich hin und wieder duschen und sauberes Gewand haben, warum auch immer)
Bearbeitet von Hansmaulwurf am 01.08.2014, 14:06

eitschpi

alles wird gut
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Vor allem wennsd auf Dich alleine gestellt bist, und Dich nicht von Eltern durchfüttern lassen kannst. Und wenn Miete kein Fremdwort is.

/edit: Weißt Du, was der _Durchschnitts_lohn in Ö ist? Die Billakassierin ist nicht gerade eine Ausnahme.

Aber vl sollt ma den OT lassen...
Bearbeitet von eitschpi am 01.08.2014, 15:07

Burschi1620

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Xellox du kapierst unser wirtschaftssstem leider gar nicht, auch wenn du es noch so häufig wiederholst. Angefangen davon, dass du behauptest dass ein unternehmen ein realwert ist (nivht besitzt, sondern IST), bis dahin, dass du behsuptest (nachkriegspropaganda ole), dass sparen das richtigste und wichtigste derzeit ist und schon immer war. Ganz im gegenteil. Sparer haben schon seit mehr als einem jahrzehnt realverluste, nur sowas schreibt die krone hslt nicht, weilkein kroneleser die definition von inflation kennt - er erkennt nur die "teuerung"

Und zu den krediten: zwar eine umstrittene meinung, aber viele sagen, auch bestätigt durch die vergangenheit, das jetzt mit abstand die beste zeit für kredite ist. Was glaubst warum seit 2009-2010 an jeder straßenecke ein neues gerüst aufgebaut wird?

Und genau das ist das problem an der erbschaftsdebatte. Die meisten verstehen das leider nichtmal (wovei ivh mich hier auch gerne eines besseren belehren lasse, ich versuche mich hslt such ohne vwl studium rec viel damit in letzter zeit zu befassen), und so kommt dann das totschlagargument der neiddebatte.

Auf die vielen Beispiele brauch ich nicht eingehen. Ich hab das ganze versucht ideologisch aufzuziehen und nicht pragmatisch wie du, weil damit würde ich dir einen gefallen tun, weil ich direkte politische antworten bräuchte um diese zu wiederlegen. Und da selbst die spö zu blöd oder feige st klare forderungen zu stellen, werde ich sicher nicht darauf eingehen
Bearbeitet von Burschi1620 am 01.08.2014, 15:12

Pedro

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Ein wahrlich interessanter Thread!

Bezüglich Erbschaftssteuer/Schenkungssteuer kann ich als Eigentümer nur sagen, dass ich das sehr wohl für Schwachsinn halte, ganz einfach weil für die Hütte permanent und vorab schon die geltenden Summen an den Staat abgeführt werden mussten. Wie kommt mein Kind dazu, nach meinem Ableben abermals das bereits versteuerte Haus/Grundstück nochmals zu versteuern?

Dass das nicht Eigentümern klarerweise in den Kram passt versteh ich durchaus! Aber hier wären wir dann wieder beim Glashaus Spruch... denn wehe dem, der es eventuell mal doch schafft sich seine Hütte jahrelang als Bankenleibeigener zu leisten.

Ist halt interessant, dass die nicht Eigentümer genau das fordern, von dem sie grundsätzlich mal zum Zeitpunkt der Forderung nicht betroffen sind. Wir leben halt in einer von Neid geprägten Gesellschaft, die es einem einigermaßen schwer macht Besitz (egal in welcher Form) zu haben ohne gleich als Neureicher, Poser oder wwi tituliert zu werden, und von daher kann ich den Unmut des einen oder anderen durchaus verstehen, selbst wenn ich manch einer Argumentation nicht folgen kann.

pari

grml
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du zahlst einkommensteuer und umsatzsteuer, für manche güter(tabak, sprit) sogar noch eine zusätzliche steuer...doppel- und 3-fachsteuer!!! ;)

...also darf man keine erbschaftssteuer einführen, weil man dann doppelt besteuert wird? ;)

ehrlicherweise müsste man eine gesamtsteuerquote ausverhandeln, die es einzuhalten gilt. derzeit is ja so, dass bei einer neuen steuer die alte nicht abgeschafft oder gesenkt wird. dann wären manche eher für neue steuer, weil sie im gleichen augenblick wüssten, dass eine andere gesenkt wird.

bei einer erbschaftssteuer mit ausreichendem freibetrag triffts dich als normalsterblicher eh net; siehe deutschland: http://de.wikipedia.org/wiki/Erbsch...und_Schenkungen

als richtiger kapitalist muss man für die erbschaftssteuer sein: der kapitalismus ist sehr effizient, aber nicht gerecht. man gesteht einem die ungerechtigkeit, so viel geld zu verdienen zu, weil es an massiver anreiz für innovation und effizienz ist. (zB silicon valley, was dort leute leisten, nur mit der hoffnung mal von fb und co für ein paar milliarden $ aufgekauft zu werden) - aber es ist nicht effizient fürs system, wenn deine kinder (ohne eigenleistung) reich ins (berufs-)leben starten.

Pedro

Legend
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Zitat
du zahlst einkommensteuer und umsatzsteuer, für manche güter(tabak, sprit) sogar noch eine zusätzliche steuer...doppel- und 3-fachsteuer!!! ;)
genauso wie jeder andere auch, der die o.g. dinge konsumiert und das ist gut so.

Zitat
...also darf/soll man keine erbschaftssteuer einführen, weil man dann doppelt besteuert wird? ;)
Da es hierbei nicht um z.B. o.g. "Popelbeträge" geht... imo ja, wennst mich so fragst!
Denn wie komm ich bzw. mein Kind dazu, nur weil wir es uns leisten konnten und wollten? Ich verstehe schon den Impuls (da es ein leicht gefundenes Fressen ist) auf den klassischen Häuslbauer hinzupecken, denn gegen die wirklich g´stopften kommt man eh nicht an. (Und genau da wäre allerdings vieles an Geld zu holen, dass in Wirklichkeit den Herrschaften nicht wirklich abgehen würd) und nicht beim Mittelstand.

Was mich im Grunde wundert/ärgert ist die meinem Verständnis nach allgemein vorherrschende Meinung, dass ausnahmslos jeder Besitzer einer Immobilie eine Geldsau wär und von daher gerechtfertigterweise geschröpft werden kann bis ihm der Ar.sch blutet. Oder aber die nächste Generation.

Aber wie bereits erwähnt, just in genau dem Moment wo man selbst in die Situation kommt, wird man merken wie eben Situationselastisch man ist und auch dagegen sein.

Ich wäre stattdessen für eine (u.a. weitere) Erhöhung der Mineralölsteuer, Maut, Rauchen und Alk sollens teurer machen, Strafen weiter erhöhen und "Luxusgüter"... anstatt den Mittelstand unwiederbringlich auszurotten indem man Häuser abermals versteuert.

e: ich trinke, rauche und fahre Auto... nur zur Info.
e2: so wie ich das verstehe, geht's aber darum auch die Freibeträge nach denen, die eben kein Eigentum haben am besten gänzlich "auszunullen"
Bearbeitet von Pedro am 01.08.2014, 19:59

wacht

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Zitat von Pedro
Ich wäre stattdessen für eine (u.a. weitere) Erhöhung der Mineralölsteuer, Maut, Rauchen und Alk sollens teurer machen, Strafen weiter erhöhen und "Luxusgüter"... anstatt den Mittelstand unwiederbringlich auszurotten indem man Häuser abermals versteuert.

e: ich trinke, rauche und fahre Auto... nur zur Info.

Na bitte net, sonst fangen auch noch Raucher und Alkoholiker an zu sudern sie sind die 'Melkkuehe der Nation' und das in einem Land wo sowohl Sprit als auch Zigarettn und Alkohol ziemlich billig sind..

// Ich hoff man merkt den Sarcasm ;)
Ich rauch selber zeitweise und trink auch ganz gern mal was, imo ghoert beides (vorallem die billigst-Alkoholika ala 5eu/l vodka) dramatisch mehr versteuert.
Bearbeitet von wacht am 01.08.2014, 20:09

pari

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20% vom neuen auto san a kane popelbeträge, das argument der doppelbesteuerung macht so keinen sinn, bzw. müsste man es konsequent anwenden und weiterdenken. da landet man schnell bei der kopfsteuer, jeder zahlt 10k im jahr und sonst gibts keine steuern. da wäre sozial a bissi heftig ;)

wenn ich das dt. modell hernehmen; wär alles über 400k zu besteuern jetzt so ein verbrechen, bei dem der mittelstand geschröpft wird? das einfamilienhaus meiner eltern ist fix net so viel wert dem haushaltseinkommen gemäß fallen sie fix in die mittelklasse.

das mit der situationselastizität kann ich nachvollziehen, mich ärgert es jedesmal, wenn ich die "aktiensteuer" zahlen muss. vorher war ich dafür, jetzt bin ich nur mehr widerwillig dafür ;)

es gibt einzelkinder die erben in summe (irgendwann) 3 häuser/eigentumswohnungen und zahlen nix dafür. (jeder elternteil hat eines geerbt und das haus der eltern erbens auch mal) klingt nicht ganz fair.

Pedro

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Zitat
20% vom neuen auto san a kane popelbeträge, das argument der doppelbesteuerung macht so keinen sinn, bzw. müsste man es konsequent anwenden und weiterdenken. da landet man schnell bei der kopfsteuer, jeder zahlt 10k im jahr und sonst gibts keine steuern. da wäre sozial a bissi heftig ;)
Najo, wennst von an Pagani Zonda o.ä. sprichst okay, bei nem Golf ist´s in Relation zu einem Haus/Wohnung ein "Popelbetrag" imo

Zitat
wenn ich das dt. modell hernehmen; wär alles über 400k zu besteuern jetzt so ein verbrechen, bei dem der mittelstand geschröpft wird? das einfamilienhaus meiner eltern ist fix net so viel wert dem haushaltseinkommen gemäß fallen sie fix in die mittelklasse.
Bin voll bei Dir... nur wie viel kannst theoretisch einnehmen wennst auf 300k oder 250k runtergehst? Und wer sagt, dass das nicht das mittelfristige Ziel einer Regierung ist? Klarerweise gehe ich jetzt zusätzlich mal ganz ganz fest davon aus, dass genau die nicht Eigentümer, also Mieter -wie oben bereits erwähnt, und so wie ich das deute- eher von der Abschaffung von Freibeträgen ausgehen bzw. diese gut heißen würden.

Zitat
das mit der situationselastizität kann ich nachvollziehen, mich ärgert es jedesmal, wenn ich die "aktiensteuer" zahlen muss. vorher war ich dafür, jetzt bin ich nur mehr widerwillig dafür ;)
muss bzw. sollte im Grunde für jeden normal denkenden Menschen nachvollziehbar sein

Zitat
es gibt einzelkinder die erben in summe (irgendwann) 3 häuser/eigentumswohnungen und zahlen nix dafür. (jeder elternteil hat eines geerbt und das haus der eltern erbens auch mal) klingt nicht ganz fair.
Da stimme ich Dir zu, nur sind das "Härtefälle" und weniger die Norm. Also zumindest bei uns in der Gegend (zum überwiegendem Teil Eigenheime) hat jeder seinen Beruf gelernt, und sich mühsam (mit Hilfe einer Bank) "seines" -in Wirklichkeit gehörts ja auf Jahrzehnte der Bank) erarbeitet.
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