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Intel: Smithfield und Presler, in Wahrheit keine "echten" Dual-Cores

Mr. Zet 22.03.2005 10152 14
Wie man auch beim Inquirer erkannt hat, sind Intels kommende "Dual-Core"-CPUs (Smithfield und Presler) gar keine echten Dual-Cores - wie POWER5, Montecito oder Dual-Core-Opterons -, sondern eigentlich "nur" zwei zusammengestöpselte, aber komplett eigenständige CPUs in einem Chip (Smithfield), bzw. auf einem Module (Presler). Dies ist auch auf den von JC in diesem Post verlinkten Bildern ganz offensichtlich erkennbar.

Auf den ersten Blick mag es belanglos erscheinen, ob man nun eine CPU mit 2 Kernen sein eigen nennen kann, oder aber 2 getrennte CPUs auf einem Sockel sitzen. Doch handelt es sich dabei um einen Trugschluss, denn die 2 getrennten CPUs haben ein gemeinsames "Problem": den FSB.

Wärend sich zB bei AMDs Dual-Core-Chips der Crossbar-Controller um die I/O Anfragen der beiden Kerne kümmert und diese an den Memory-Controller weitergibt, besitzen Intels Dual-Chip CPUs jeweils noch ihre eigenen FSB Interfaces. Das bedeutet, dass nun 2 CPUs um die vorhandene Bandbreite konkurrieren und darüber hinaus auch noch die Kommunikation zwischen den beiden CPUs über diese (externe) Schnittstelle abgewickelt werden muss.
Man füge dem ganzen noch den (zumindest anfangs) mit 800MHz eher bescheiden schnellen FSB hinzu, die mit jeweils 1MB auch eher knapp bemessenen L2-Caches und addiere noch den P4-typischen Bandbreitenhunger (bedingt durch die lange Pipeline).
Nun kann man sich in etwa "ausrechnen", dass diese Konstellation nicht notwendigerweise mehr Performance bringt, als eine echte Dual-Core-CPU, oder auch nur eine schnelle Single-CPU.


Für ein wenig mehr Details, sowie den Hinweis, dass es bei ALPHA praktisch das gleiche bereits vor 6 Jahren gab, folgt dem Link zum Artikel weiter oben.
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