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oc.tv - Das war die lange Nacht der Forschung 2009

mat 26.11.2009 26510 53
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Das war die lange Nacht der Forschung, die erste Overclocking-Meisterschaft Österreichs und die erste Möglichkeit prominente Übertakter aus ganz Europa live auf einer österreichischen Bühne zu sehen. Wie versprochen haben wir für euch eine oc.tv-Ausgabe parat, um die Stimmung dieser Nacht gebührend wiederzugeben.

Und die Nacht wurde wirklich sehr lange. Sogar so lange, dass uns die 250 Liter LN2 ausgingen, sonst hätten die geladenen Overclocker wahrscheinlich noch durchgemacht, um einen Weltrekord zu brechen. Dennoch konnten wir einen spannenden SuperPI-Wettbewerb beobachten und auch wenn viel schief ging - und hinter dem Scheinwerfer war so einiges daneben - konnten wir in den Schlussminuten trotzdem einen tollen Durchlauf zum 3. Weltranglistenplatz in 3DMark Vantage sehen. Seht selbst:

Das war die lange Nacht der Forschung 2009: Download (720p, 180 MB)


SuperPI 1M

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Nachdem die Teilnehmer weit länger für die Vorbereitungen gebraucht haben, als wir es einkalkuliert hatten, ging es Schlag auf Schlag: Zuerst setzte sich das österreichische Team mit EmineM und Jackinger an die erste Stelle und konnte diese auch längere Zeit behalten. Doch ein CPU-Wechsel erwies sich bei den Österreichern als zu zeitintensiv und so ergriffen die Slowenen und Spanier die Führung, die sich darauf konzentrierten das Maximum aus nur einer CPU herauszuholen. Nicht ganz so gut erging es dem Team aus Lettland, deren erstes Mainboard bereits Dead on Arrival war und aus beiden i7 975 keine besonderen Leistungen herausquetschen konnten. Und weil sie schon vorab schlecht drauf waren, ließen sie den Kingston Hyper-X DDR3-2000 auf 2,5 Volt laufen und begossen die Heatspreader gleich direkt mit LN2. Ihr dürft raten, ob die Speichersteine das ausgehalten haben. Besser erging es den Finnen, die sich auch einen CPU-Wechsel trauten und damit sogar auf den 2. und 3. Platz zeitgleich mit Slowenien springen konnten. Im Endeffekt holten sich aber die Spanier mit einem einzigen goldenen Run die verdiente Bestzeit von 7,406 Sekunden und damit die 5000 Euro Preisgeld.

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Die Gewinner des SuperPI-Bewerbs: Predator und DaCoSa aus Spanien!


3DMark Vantage

Mit einem Haufen Probleme begann der zweite Teil unserer langen Nacht. Einige Teams hatten mit defekter Hardware zu kämpfen, die den Transport im Flugzeug nicht überlebt hat, der Rest brachte schlicht und ergreifend keine guten Werte zusammen. Aber das kannten wir ja bereits vom Vorjahr und so blieben alle locker und taten ihr Bestes, denn die Show musste ja weitergehen. Und das sollte auch belohnt werden: Das Team aus Finnland war das erste, das mit Punktezahlen über 37.000 überraschen konnte. Zurückgehalten wurden sie nur von einer defekten HD5870, die dem Crossfire-Verbund sichtlich schadete. Doch die Slowenen hatten noch eine HD5870 mit LN2-Pot in Reserve und borgten sie ohne Umschweife her. Zwar fehlte den Finnen dann schlussendlich die nötige Zeit, doch konnten sie mit ungefähr 38.000 3DMarks noch kurz auf den Putz hauen.

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Professioneller Auftritt: Sampsa und SF3D vom Team Finnland


Mit Problemen durchsetzt waren die Durchläufe des österreichischen Teams. Andauernd scheiterte es an den CPU-Tests, obwohl der Core i7 975 ein ganz spezielles Exemplar direkt aus den Händen von coolaler war und noch am Tag zuvor weit bessere Ergebnisse versprach. Aber das ist nun mal Overclocking und so erkämpfte sich das Team Österreich, in dieser Kategorie vertreten durch Turrican und n3ocort3x, noch auf ungefähr 37.500 3DMarks vor und zeigte damit, dass Geduld und Ausdauer zwei grundlegende Faktoren beim Übertakten sind.

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Turrican und n3ocort3x are into serious business!


Die Überraschung des Abends konnten die Griechen hipro5 und gprhellas bieten. In der SuperPI-Kategorie verhielten sie sich sehr unauffällig und ebenso bescheiden waren ihre Ergebnisse. Doch in der grafischen Kategorie ließen sie es ordentlich krachen und auch wenn es anfangs ebenso Probleme gab, erkämpfte man sich den 3. Platz der Weltrangliste mit 41.993 3DMarks. Dabei lief die CPU auf 5,1 GHz bei ungefähr -100° C. Die vier Stück HD5870 erreichten ihr Maximum bei 1150 MHz für die GPU und 1250 beim Speicher und mussten deshalb bis zu -50° C ertragen.

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Wer LN2 schüttet, wird Eis ernten: Die vier Stück HD5870 der Griechen waren deutlich am Limit


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hipro5 und gprhellas 3. Weltranglistenplatz in 3DMark Vantage: 41993 3DMarks


Hier noch einige Schnappschüsse vom Event, die noch nicht gepostet wurden:

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Die Hardware für die lange Nacht der Forschung - vor der Orgie!


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Das klassische Gruppenfoto ... eines muss sein!


Zum Abschluss wollen wir noch allen oc.at'lern danken, die vorort waren und sich engagiert haben. Ohne dem Tweed, euren helfenden Zwischenrufen und den vielen lautklatschenden Händen wäre das Event nur halb so erfolgreich geworden. Ganz in diesem Sinne hoffen auch wir nächsten Jahr wieder die Möglichkeit zu erhalten das Thema Overclocking auf die Bühnen Österreichs zu bringen. Wir bleiben auf alle Fälle dran!
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