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Overclocking Tagebuch - Dabei sein ist alles, oder?

mat 31.01.2012 14624 11
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Lang, lang ist's her, dass wir in unser virtuelles Tagebuch geschrieben haben. Die letzten Einträge sind gar noch auf Sockel 775 und von flüssigem Stickstoff ist auch keine Spur. Es wird also Zeit, dass wir die vergilbten Seiten mit neuem Stoff befüllen, bevor sie komplett von der Sonne zersetzt werden. Vielleicht lernen wir ja wieder etwas dabei!

Donnerstag, 26. Jänner

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15:03 Ich halte einen neuen Prozessor in Händen. Zum Glück ist es dieses Mal kein Sandy Bridge-E, denn sonst würde ich mir im Laufe des Nachmittags noch alle Haare ausreißen wollen (… aber das ist eine andere Geschichte). Nein, es handelt sich hier nicht einmal um ein High-End-Produkt. Es ist ein AMD Llano, also ein Quadcore auf guter alter Deneb-Basis, aber in 32 nm gefertigt und mit integriertem Radeon-Grafikkern. Eine APU also! Aber es ist nicht irgendein Modell der Serie, sondern das Topmodell, ein A8-3870K Black Edition aus der sogenannten A-Serie. Das Ding hat 3 GHz und kommt mit freiem Multiplikator. Letzteres wird übrigens seit dieser CPU APU nun zusätzlich (oder eigentlich hauptsächlich sogar) wie bei Intel mit dem Postfix „K“ gekennzeichnet. Warum das gute alte Black Edition nicht mehr ausreicht, wird mir wohl für immer ein Rätsel sein.

15:11 Ich habe den Prozessor jetzt ausreichend angestarrt und überlege nun, was ich damit wohl so anstellen könnte. Ein normales Review ist irgendwie fad (besonders für den Reviewer selbst) und einfach nur übertakten und Ergebnisse posten, wird AMD auch nicht sonderlich gefallen. Glücklicherweise findet gerade eben auf hwbot.org ein internationaler Overclocking-Wettbewerb für Llano statt, der von Gigabyte veranstaltet wird. Die einzige Limitation sollte damit klar sein: Es muss auf einem Gigabyte-Mainboard übertaktet werden. Wie es mein absoluter Sammelwahnsinn so will, habe ich ein Gigabyte GA-A75-UD4H in der Redaktion, das zufällig sogar das Topmodell des Herstellers für den Sockel FM1 ist. Dazu gesellt sich noch unser standardmäßiger LN2-Vorrat von 25 Litern und eine deutlich spürbare Unlust, diese Woche noch konstruktive Arbeit zu vollbringen. Auf gut Deutsch: Einer Teilnahme beim GIGABYTE X'MAS & New Year Contest steht nichts mehr im Wege!

15:39 Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Das Mainboard wird um den Sockel herum mit Knetradiergummi versehen, um es vor etwaigem Kondenswasser zu schützen. Drüber kommt eine zurechtgeschnittene Lage gut saugende Küchenrolle, sowie eine Schicht Armaflex zur Dämmung. Verdammt, wieder einmal vergesse ich, den Temperatursensor neben der CPU einzubauen. Also alle Schichten wieder entfernen und Sensor mit ein bisschen Knete so nahe wie möglich beim Heatspreader des Prozessor befestigen. Bei der Gelegenheit bemerke ich auch gleich, dass es einfacher wäre, die Wärmeleitpaste ebenfalls jetzt schon aufzutragen. Momentan bin ich ein absoluter Fan der Coolink Chillaramic. Sie ist für die beachtliche Menge äußerst günstig, besonders leicht aufzutragen und bei Minusgraden mehr als ausreichend leitfähig. Von der Performance soll zwar die Gelid Extreme besser sein, aber sie muss so mühsam verschmiert werden, dass ich sie nur mehr bei Grafikkarten verwende. Wenn überhaupt …

15:45 Alle Schichten sitzen wieder sattelfest um den Sockel herum und der SF3D Inflection Point (Danke oanvoanc!), ein äußerst angenehm zu bedienender Kupferkühler für LN2, sitzt direkt auf der CPU und wartet auf seinen Einsatz. Bevor ich jetzt gleich ordentlich herunterkühle, nehme ich mir noch kurz Zeit, um mir die Kategorien des Wettbewerbs genau anzusehen. Denn jetzt kann ich mir auch wirklich problemlos Zeit nehmen, ohne ständig auf das stark unterkühlte System achten zu müssen. Der Wettbewerb besteht aus drei unterschiedlichen Stages: Höchster CPU-Takt, höchster Speichertakt und höchster Referenztakt. Alle drei müssen einfach nur mit CPU-Z validiert werden - die F7-Taste (der Shortcut, um eine Validierung zu speichern) meiner Benchtastatur kann sich also schon mal freuen. Die Ergebnisse sind bisweilen alles andere als übel. Ein Amerikaner hat bereits 5,9 GHz mit so einem Chip erreicht, 176 MHz muss beim Referenzteakt geknackt werden und der Speichertakt liegt bei über 2700 MHz. Es liegt also eine Menge Arbeit vor mir …

16:09 Einem aktuellen Windows 7 SP1 mit 64 bit verpasse ich gerade noch die letzten Treiber, damit die grundlegenden Fehlerquellen ausgeschlossen werden können, bevor es ans Übertakten geht. Bei über -100 °C und Taktraten jenseits von Gut und Böse möchte ich nämlich keine standardmäßigen Windows-Probleme mehr lösen. Genauso bereite ich auch das BIOS vor: Alle unnötigen Mainboard-Features abschalten, alle wichtigen Einstellungen von automatisch auf manuell umstellen und als BIOS-Profil speichern (F11 im Hauptmenü). Sobald sich das System ohne Macken hochfahren lässt und das Windows schnurrt, bin ich bereit. Allgemein gilt hier übrigens die Faustregel: „Was noch ohne Kälte erledigt werden kann, sollte getan werden“. Egal, ob es sich um eine Installation, einen Kopiervorgang oder eine Optimierung handelt. Glaubt mir, alles andere kostet nur flüssigen Stickstoff und eure Nerven.

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Vorbereitungen sind wichtig: Erst muss das BIOS und Windows geschmeidig laufen, bevor das LN2 zum Einsatz kommt!


16:18 Ich schütte zum ersten Mal LN2 in den Pot und kühle gleich auf ungefähr -100 °C runter. Dann geht es ins BIOS, wo ich gleich einmal alle Spannungen auf ein ungesundes Level bringe. VCore auf 1,6 Volt und die Northbridge-Spannung wird auch gleich um +0,2 Volt erhöht. Dann setze ich den Multiplikator auf die maximale Einstellung von 47x. Die 4,7 GHz booten schon einmal ohne Probleme, den Rest muss ich jetzt über den Referenztakt machen. Dafür nutze ich das offizielle Overclocking-Tool von Gigabyte namens „Easy Tune 6“. Es schaut zwar furchtbar aus, aber lässt sich relativ einfach bedienen. Bei 110 MHz sehe ich im CPU-Z erstmals 5,1 GHz. Sehr nett, denn wir sind noch immer nur bei 1,6 Volt. Mehr geht allerdings nicht, das System stürzt sofort per Bluescreen ab. Also gleich mehr Prozessorspannung im BIOS geben – viiiiel mehr Prozessorspannung sogar! Aber zu früh gefreut: Das BIOS lässt nicht mehr als 1,8 Volt zu. Egal, ich probiere das mal. Zuvor gehe ich aber sicherheitshalber auch mit der Temperatur noch weiter runter. -165 °C zeigt der Thermometer an, tiefer geht es nicht. Dafür lässt sich die CPU sehr einfach bei dieser Temperatur halten. Das LN2 köchelt seelenruhig vor sich hin.

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Der SF3D "Inflection Point" in Aktion


16:27 Der A8-3870K bootet gerade mit 4,7 GHz und 1,8 Volt ins Windows. Den Referenztakt bekomme ich auf 122 MHz, was mir eine maximale Taktfrequenz von 5734 MHz bringt. Wahrscheinlich brauche ich mehr Spannung am Prozessor … nur wie, wenn das BIOS nicht höher will? Verdammt, ich muss jetzt schon recherchieren. Genau das sollte eigentlich nicht passieren. Ich durchsuche so schnell wie möglich xtremesystems.org und hwbot.org, aber nirgendwo wird ein Voltmod oder ein Software-Trick erwähnt, der zusätzliche Prozessorspannung bringt. Das System taut mittlerweile langsam ab, ich muss mich also beeilen!

17:22 Ich lache über mich selbst. Fast eine Stunde verschwendet und dann komme ich drauf, dass im Easy Tune 6 unter dem Advanced-Mode ein Regler ist, der problemlos die Spannung auf 2 Volt und mehr erhöht. Das war zu einfach, um wahr zu sein! Egal, weiter geht es. Vielleicht schaffe ich ja jetzt die 6 GHz?! Die Hoffnung stirbt zuletzt!

17:39 5875 MHz und kein bisschen mehr. Egal wieviel Spannung ich anlege. Woran kann es nur liegen? Ist das vielleicht das Maximum der CPU? Es wäre aktuell nur Platz 2 in dieser Kategorie und die anderen Stages sind ziemlich umkämpft. Schaut also schlecht aus für diesen Wettbewerb. Doch ganz nach dem Motto meiner Oma - „Aufgeben tua i nur an Brief!“ – probiere ich weiter. Da muss einfach noch etwas gehen.

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Mein Llano-System: Ein A8-3870K auf einem Gigabyte GA-A75-UD4H


17:59 Trickreich, aber doch irgendwie logisch! Das Problem ist, dass der Referenztakt die CPU zurückhält. Es gibt im Mainboard nämlich diverse Teiler und Multiplikatoren, die sich nach dem Referenztakt ausrichten. Wenn ich also händisch im Windows langsam nach oben gehe, dann bekomme ich zum Beispiel mit einem Teil der Southbrigde irgendwann Probleme. Das scheint genau bei 125 MHz zu passieren. Also versuche ich eine neue Taktik: Ich rechne mir aus, welchen Referenztakt ich brauche, um über 6 GHz zu kommen – mindestens 128 MHz. Dann setze ich den Multiplikator runter und boote mit 40x 128 MHz … also knapp über 5 GHz. Im Windows erhöhe ich dann den Multiplikator wieder mittels K10Stat, einem kleinen Tool, das erlaubt, die P-States der einzelnen Kerne zu kontrollieren. So kann ich auch erstmals die Kerne getrennt durchprobieren, vielleicht ist ja einer der vier stärker als der Rest. Übrigens komme ich auch gerade drauf, dass man dort ebenfalls die VCore erhöhen kann. Na ja, egal! Ich setze also drei Kerne auf P1 und damit auf 26x 128 MHz, die sie locker schaffen. Den zu testenden Kerne heize ich gehörige ein und gehe gleich auf den 42x-Multiplikator und damit auf 5376 MHz. Geht problemlos. Gleich weiter auf 43x, 44x, 45x und zack. Okay, der erste Kern ist es also nicht …

18:07 Ich teste bereits den vierten und letzten Kern der CPU. Schaut verdammt schlecht aus für mich. Doch erstmals sehe ich den 46x-Multiplikator aktiv: 5888 MHz. Okay, vielleicht geht ja noch ein Schritt … ja, er geht! 6016 MHz tauchen auf und ich hämmere auf die F7-Taste, um die Taktrate zu validieren. Danach schmiert das System naturgemäß gleich ab. Also nehme ich gleich die SSD, gebe sie in das mehr als praktische USB-2.0-Gehäues von Kingston und stecke sie bei einem Redaktionsrechner an. Es wird spannend, denn noch ist nicht klar, ob das Validierungsfile es auch komplett auf die SSD geschafft hat. Das findet nämlich erst die Webseite valid.canardpc.com heraus. Mit nervösen Fingern lade ich die Datei hinauf und warte auf den Validierungslink. Mit Freude wird die Seite neu geladen und wirft mir das Objekt der Begierde zu: http://valid.canardpc.com/show_oc.php?id=2218634

18:53 Ich habe noch eine ganze Menge probiert, aber es sieht so aus, als wären die 6016 MHz für jetzt das Maximum. Wie auch immer, ich muss ohnehin schauen, dass ich weiterkomme. Es sind ja noch zwei Stages des Wettbewerbs vor mir! Also gehe ich gleich den Speicher an. Hier kommt ein Stick mit feinen Hynix BFR-Chips genau richtig. Es handelt sich um denselben ADATA-Speicher, den ich auch bei meinem Memory-Clock-Weltrekord mit Bulldozer bereits verwendet habe. Es gibt also keine Zweifel, dass dieser auch hier gute Dienste leisten wird.

19:44 Ich spiele mich jetzt schon eine ganze Weile mit dem Speicher herum, aber es schaut nicht allzu gut aus. Ich komme nicht einmal ordentlich über 2600 MHz und schon stürzt das System komplett ab. Außerdem scheint der Referenztakt auf grade mal 160 MHz zu gehen, egal was ich mache. Damit habe ich also eine gute CPU-Taktfrequenz, aber bei den beiden anderen Wettbewerbskategorien schaut es traurig aus.

20:56 Nein, nein und nochmals nein. Das System will einfach nicht. Jetzt gehen nicht einmal mehr die 160 MHz, die CPU scheint immer schlechter zu gehen. Ich beschließe, dass ich entweder zu dumm bin oder die Hardware schlecht. Wahrscheinlich eher beides. Frustriert taue ich das System mit meiner Heatgun ab und will heute nichts mehr vom Übertakten hören!

Freitag, 27. Jänner

13:01 Ich stehe vor dem DiTech und versuche nicht hineinzugehen. Ich darf keinesfalls einen neuen Prozessor kaufen, das Geld wäre sowieso verschwendet. Außerdem habe ich eh schon schlecht geschlafen und bin noch immer schlecht drauf, dass ich das auf keinen Fall heute wiederholen möchte. Niemals!

13:06 Ich habe einen A4-3400 gekauft. Vielleicht geht er besser in Sachen Referenztakt und hat auch noch einen besseren Speicher-Controller. Vielleicht ist das die CPU, mit der ich meine schlechte Laune noch rumreißen kann. Vielleicht gewinne ich sogar diesen Wettbewerb noch! Ich bin temporär glücklich, auch wenn ich weiß, dass mir diesbezüglich nicht zu helfen ist – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

14:46 Ich bin wieder in der Redaktion und freue mich auf die neue CPU. Es bleibt mir aber auch nichts anderes über. Rein damit, mühsam abdichten, Sensor wieder vergessen, Schichten wieder entfernen, Sensor einsetzen usw – das übliche Spiel halt! Ich kühle gleich hochmotiviert runter auf deftige Minusgrade und beginne die CPU auszuquetschen.

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Mir ist nicht zu helfen: Der A4-3400 sitzt bereits im Sockel!


15:14 Die ersten Spielereien ergeben auf Anhieb schon einmal einen beachtlichen Referenztakt von 174 MHz. Nicht so übel, denn damit bin ich schon vorne mit dabei, auch wenn es 176 MHz zu schlagen gilt. Aber es ist ja noch ein wenig Zeit ...

15:39 Nein, höher geht es nicht. Der Chip bootet zwar problemlos mit 160 MHz, aber egal wie kalt der Chip ist oder wie hoch die Spannungen sind, mehr will er nicht. Lustigerweise komme ich jetzt nicht einmal mehr auf 174 MHz, obwohl alle Settings gleich sind. Das ist halb Overclocking - nicht mehr und nicht weniger! Egal, gehen wir weiter zum Arbeitsspeicher, vielleicht ist mir ja dort das Glück hold.

15:55 1,9 Volt lege ich trotz Luftkühlung auf dem ADATA XPG+ an. Das muss er kurzzeitig schon aushalten, er wird ja auch durch den nahen Pot mitgekühlt. Die Northbridge-Spannung gebe ich jetzt aufs Maximum, also +0,3 Volt zur Standardspannung dazu. Außerdem stelle ich die Speicher-Timings so gering wie möglich ein: CL13-13-13-31 und 2T. Mit dem höchsten Memory-Multiplikator von 9,33x geht es bereits mit über 2400 MHz ins Windows. Dort muss wieder der Referenztakt herhalten, um den Speicher an sein Maximum zu bringen. Also ET6 öffnen, langsam vorkämpfen und bei einer Höchstmarke schön brav jedes Mal F7 drücken.

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1,9 Volt muss der nur leicht vereiste ADATA XPG+ schon verkraften können, um mitspielen zu dürfen!


16:02 Okay, 2600 MHz sind schon einmal im Kasten, aber da muss noch was gehen. Vielleicht hilft ja ein Boot mit einem höheren Referenztakt. Ich probiere gleich mal 140 MHz, denn damit sollte er bereits mit 2600 MHz ins Windows booten. Wieso nicht?

16:04 Es funktioniert. Der höhere Referenztakt bringt mich auf heiße 2800 MHz im Windows und damit habe ich vorerst den 1. Platz in der Speicher-Kategorie. Das reicht mir vorerst, weil ich muss ja noch beim Referenztakt nachbessern.

16:27 Ich gebe auf. Dieser Chip will einfach keinen höheren Referenztakt hergeben, obwohl er weit weniger zickig diesbezüglich ist, als es beim A8-3870K der Fall war. Vielleicht sollte ich ja den noch einmal einspannen und herumprobieren. Immerhin bin ich ja jetzt schon schlauer und weiß, wie sich Llano in diesem Bereich nun verhält. Ich taue mal ab.

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510 °C heiße Luft trifft auf über -100 °C Kälte. Das ist Overclocking!


17:16 Der A8-3870K ist wieder drinnen und ich bin schon fleißig am herumprobieren. Woher ich diese Motivation habe? Ich weiß es nicht! Es ist ein unerklärlicher Drang, wieder und wieder LN2 in den Pot zu schütten und noch mehr herauszuholen. Wie auch immer, der Chip ist schon wieder zickig. Er will nicht einmal ansatzweise mit 160 MHz booten. Nach dem Setzen der Einstellungen im BIOS kommt er nämlich einfach nicht mehr hoch.

17:19 Plötzlich funktioniert es! Was hab ich jetzt gemacht? Ahhh, ein Warm-Boot muss es sein! Also Einstellungen im BIOS setzen und wenn der Bildschirm nach dem Reboot eine "Overclocking failed"-Meldung anzeigt, einfach mit Strg+Alt+Entf noch einmal starten lassen. Doch es ist nicht ganz unproblematisch, denn jetzt findet er plötzlich unsere SSD nicht mehr und kann nicht mehr booten. Vielleicht ist AHCI das Problem? Ich habe schon irgendwo gelesen, dass das der Fall sein könnte, also stelle ich den Controller mal zum Testen um.

17:22 Nein, IDE-Modus bringt auch nichts. Lustig, ich kann stabil ins BIOS, aber die SSD löst sich trotzdem in Luft auf. Ich stecke einfach mal den SATA-Stecker in einen anderen Port. Auch nicht. Vielleicht will ja dieser Port hier ... hah, der geht! Wieso darf man mich nicht fragen, aber das ist mir jetzt auch egal. Ich will jetzt einfach nur einen ordentlichen Referenztakt sehen!

17:40 Nach ein paar Anläufen ist es soweit, ich sehe 178 MHz und kann den Wert sogar noch validieren. Schwer genial! Jetzt brauch ich nur mehr auf hwbot.org submitten und dann sollte ich einen beträchtlichen Vorsprung in der Competition haben. Dann heißt es abwarten und Tee trinken ... und nervös alle paar Stunden nachschauen, ob eh nicht jemand irgendetwas Höheres hochgeladen hat. Das ist definitiv der furchtbarste Teil des Wettbewerbs. Man kann nämlich auch noch kaum etwas dagegen machen ...

19:10 Der Schweizer Christian Ney toppt sowohl meine CPU-Frequenz, als auch mein Speicherergebnis. Aber beim Referenztakt ist er äußert schwach, weshalb ich die österreichische Flagge noch immer zum Sieg führen könnte. Es bleibt aber spannend.

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Jeder Krieg braucht sein Schlachtfeld. Dieses hier ist mitten in unserer Redaktion!


Dienstag, 31. Jänner

20:11 Heute ist der letzte Tag der Competition. Mittlerweile bin ich nur mehr auf Rang 3 und teile mir sogar diese Platz noch mit einem Russen. Zeit zum Benchen hatte ich die letzten Tage leider nicht mehr, aber das ist eben so. Irgendwie stört es mich aber gar nicht, weil ich hatte mir von Anfang an nichts erhofft. Außerdem weiß ich, dass die anderen Overclocker wirklich viel Zeit investiert haben, um ihre Ergebnisse zu verbessern. Genau so sollte es auch sein und das macht einen fairen Wettkampf auch aus. Deshalb lehne ich mich jetzt einfach zurück, beobachte den Contest und denke mir, dass Dabei sein, tatsächlich alles sein sollte.

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So schaut's grade aus: Rang 3 gemeinsam mit einem Russen
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