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System Guide for Summer

rettich 24.06.2002 12120 4
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Wenn es auf dem Kalender Richtung Sommer geht, der Umsatz der Eisgeschäfte unaufhörlich steigt und die G33ks lange Hosen gegen Shorts tauschen, dann bedeutet das für die Schüler und Studenten auch eines: Sommerferien und Zeugnisse.

Introduction



Introduction

Wenn es auf dem Kalender Richtung Sommer geht, der Umsatz der Eisgeschäfte unaufhörlich steigt und die G33ks lange Hosen gegen Shorts tauschen, dann bedeutet das für die Schüler und Studenten auch eines: Sommerferien und Zeugnisverteilung.

Wer zum Abschluss des Sommersemesters ein gutes Zeugnis nach Hause bringt, der wird nicht selten von Eltern, Tanten, Onkeln und Großeltern fürstlich belohnt. Für alle, die diesen kleinen oder großen Batzen Geld noch nicht restlos für non-computer Investments verplant haben, stellen wir hier einen vorsommerlichen Systemguide zusammen.

Wir beschreiben die Zusammenstellung von drei Systemen in verschiedenen Preisklassen und begründen die Auswahl von Komponenten. Dieser Guide stellt nicht eine unumstrittene Referenz dar, sondern ist viel mehr ein Anhaltspunkt für alle, die auf der Suche nach einzelnen Teilen oder einem neuen Gesamtsystem sind. Unser System Guide beschränkt sich auf die Hauptkomponenten eines Computersystems: Spezielle Ausstattung, wie DVD-Laufwerke, werden von uns nicht berücksichtigt. Weiters stellen wir hier nur Single-CPU Systeme vor.

Viel Spaß beim Lesen und Kritisieren. Kommentare sind herzlich willkommen – in den nächsten System Guide werden wir verstärkt Usercomments einbeziehen.


Keep it Cheap



Keep it Cheap

Das erste System unserer Zusammenstellung ist im Low Cost Segment angeordnet. Der kleine Preis geht in diesem Fall vor tollem Design oder großartiger Ausstattung. Trotzdem sollte auch bei einem Low Cost System die Handhabung und Funktionalität stimmen, sonst leidet die Freude beim Arbeiten mit diesem Computer stark.


Komponentenliste

Gehäuse: Calvin 350 ATX inkl. Netzteil [ca 62 Euro]
  • Die Ansprüche an ein LowCost Gehäuse sind gering. Platz für alle eingebauten Komponenten und ein geringer Preis stehen im Vordergrund.

Gehäuselüfter: 2x Y.S. Tech Standard 80mm [ca 20 Euro]
  • Auch wenns billig ist, sollte es leise und kühl sein. Zwei Y.S. Tech Lüfter machen etwas Wind zum kleinen Preis. Mit ganz großen Overclocking-Ergebnissen darf man da aber nicht rechnen :(

Motherboard: ELITEGROUP K7S5A LAN [ca 64 Euro]
  • ECS Motherboards sind einfach billig - oder auch "preiswert". Mit SiS735 Chipsatz bestückt, kann das Board entweder mit SDR oder DDR Ram ausgerüstet werden. Das bietet allen Wenigverdienern die Möglichkeit, erst später teuren DDR Ram nachzukaufen. Das Board hat sowohl Lan- als auch Sound-Karte onBoard, spart also PCI Steckplätze und teure Einzelkarten.

CPU: AMD Athlon XP 1700+ [ca 115 Euro]
  • Die 1700+ CPU aus der Athlon XP Palette bringt mit einem realen Takt von 1466 MHz mehr als genug Rechenpower für unser Low Cost System. Im Preisvergleich zu den Modellen 1600+ und 1800+ schneidet der 1700+ sehr gut ab.

CPU-Kühler: Coolink H2Twin [ca 39 Euro]
  • Billig, einfache Montage, für extremes Overclocking aber nicht geeignet.

RAM: 256MB Noname DDR [ca 45 Euro]
  • DDR-RAM ist Optional, da das Board auch mit langsamerem SD-Ram (zum Beispiel aus einem alten System) bestückt werden kann.

Graphikkarte: ATI Radeon 7500 mit 64MB DDR [ca 130 Euro]
  • ATI-Verfechter loben die gute Bildqualität der Radeon Baureihe. Auf der Radeon 7500 werden langsamere und damit billigere Bauteile verbaut, als beim großen Bruder 8500. Trotzdem ist die Karte mit DVI, TV-Out, AGP und 64 MB DDR (Core 290/ Ram: 230MHz) eine gute Wahl für ein billiges System.

Soundkarte: [ca 0 Euro]
  • Ist onBoard.

HDD: Seagate Barracuda IV 40GB [ca 90 Euro]
  • Für genug Speicherplatz muss auch beim Low Cost System eine große Platte her. Sowohl die von Fans liebevoll Cuda genannte Platte von Seagate als auch die Maxtor bieten ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Alles in allem kommt unser Low Cost System auf rund 560 Euro und bietet gute Leistung für alle Einsteiger, Internet-Surfer und Home-Office Arbeiter.


Power to the People



Power to the People

Das zweite System besteht aus Komponenten, die ausgezeichnete Leistung mit einem fairen Preis verbinden. Die Teile des „Power Systems“ sind zwar nicht die Speerspitze der Technologie, dafür auch für Leute mit weniger Geld durchaus leistbar.

Bei der Zusammenstellung eines Power Systems stellt sich unweigerlich die Frage: Intel oder AMD? Während Intel derzeit mit viel MHz-Power immer mehr Leistung aus den Cpus quetscht, bietet AMD gute Leistung zu einem wesentlich geringeren Preis. Auch im Hinblick auf die erforderlichen Systemteile RAM und Motherboard haben wir uns deshalb für unser Power System für AMD entschieden. Die XP-Plattform erfreut sich noch immer ganz großer Beliebtheit bei den Anwendern; nicht zuletzt durch gute Übertaktbarkeit.


Gehäuse: Chieftech CS-901 [ca 95 Euro]
  • Das beliebteste Modell aus dem Hause Chieftech bietet viel Platz für Komponenten und gute Kühlungseigenschaften. Der große Nachteil: auf Lanparties steht dieses Gehäuse, beziehungsweise sein kleinerer Bruder CS-601, auf jedem zweiten Tisch.

Gehäuselüfter: je nach Bedarf Y.S. Tech Standard [ca 40 Euro]
  • Gute Umluft im Gehäuse ist das Um und Auf für stabilen Betrieb und Übertaktbarkeit eines Systems. Die Y.S. Tech Lüfter bieten eine gute Leistung bei geringer Geräuschkulisse und fairem Preis.

Netzteil: Coba Gold 350W [ca 62 Euro]
  • Das Coba Gold bietet gute Leistung bei geringer Geräuschentwicklung. 350 Watt sollten auch für den Betrieb von mehreren Festplatten und Laufwerken reichen.

Motherboard: ABIT KR7A-RAID (DDR) [ca 120 Euro]
  • Abit senkt die Motherboard-Preise dramatisch. Mit dem KR7A um 120 Euro wählen wir ein gut ausgestattetes Board mit optimalen Übertaktungseigenschaften. Der KT266A Chipsatz zählt zwar nicht mehr zu Speerspitze der Technologie, aber das Board schlägt die meisten seiner Mitbewerber um Längen. Ein RAID Controller mit ATA133 zusätzlich zu den 2 IDE Kanälen mit ATA100 machen das Board für bis zu 8 Festplatten oder Laufwerke tauglich. Auf Features, wie Lan oder Sound onBoard muss man hier aber verzichten.


CPU: XP 2200+ [ca 290 euro]
  • Die Geld/MHz Rate des mit realen 1800 MHz getakteten XP 2200+ liegt nur marginal schlechter als bei den langsameren Modellen der gleichen Serie.

CPU-Kühler: Coolermaster Heatpipe HHC-001 [ca 45 Euro]
  • Coolermaster bringt mit der Heatpipe HHC einen leistungsfähigen Socket A Kühler - inklusive temperaturgeregeltem Lüfter, der von Ruhe-Fanatikern durch einen leiseren Lüfter ersetzt werden kann.

RAM: 2x256 MB Kingmax TinyPGA 2700 DDR [ca 220 Euro]
  • Der Name Kingmax steht für gute Stabilität bei hohem Systemtakt. Der Mehrpreis gegenüber NoName DDR Speicher rechnet sich bei jedem MHz an FSB, dass man höher takten kann – und das wollen wir doch alle ;)

Graphikkarte: Gainward GeForce 4 Ti4200 64MB [ca 220 Euro]
  • Gainward verbaut auf seiner 64MB Version der GeForce 4 3,6 ns RAM. Die Karte ist damit nicht nur schneller als die 128MB Version, sondern auch besser übertaktbar.

Soundkarte: Creative Sound Blaster Audigy Player [ca 73 Euro]
  • Eine Audigy muss sein. Die Audigy von Creative Labs erfreut sich immer höherer Beliebtheit, da sie mit ausgeklügelten Filtern und digitalen Soundprozessoren eine noch nie da gewesene Klangqualität hervorbringt. Alle Videoschnitt-Freaks aufgepasst: die Bulk-Version der Karte hat keine Firewire-Schnittstelle.

HDD: Seagate Barracuda IV 80gb [ca 130 Euro]
  • Wer sich ein Power System zusammenstellt, der will auch massenhaft Daten speichern. Die 80er Barracuda bietet auch für längere Zeit genug Platz für Spiele, Filme, mp3s und was sonst noch alles an „Datenmüll“ anfällt.

Das Power System kommt in Summe auf etwa 1300 Euro - Komponenten wie Bildschirm, Drucker, Cd-Laufwerke usw sind da aber noch nicht dabei. Für alle, die ein schnelles System der Mittelklasse suchen, sollten hier aber optimale Komponenten zu finden sein.

Gimme all you have, Buddy



Gimme all you have, Buddy

Das dritte System in unserer Reihe wird von uns schlicht als „w00t sys“ bezeichnet – nur die feinsten und teuersten Komponenten finden den Weg in diese Liste. Einzige Voraussetzung: die Teile müssen auch wirklich am Markt zu haben sein. Jetzt schon mit einer (hoffentlich im Sommer erscheinenden) Matrox Parhelia zu spekulieren, wäre vermessen.

Dieses „w00t sys“ wird den Finanzstarken unter uns vorbehalten bleiben, die wenigsten werden so tief in die Tasche greifen können und wollen. Leuten mit geringerem Taschengeld bleibt nur die Schadenfreude, dass die Speerspitze der Technologie am schnellsten an Wert verliert. Aber wer weiß? Möglicherweise pickt sich aber der eine oder andere einzelne Komponenten aus diese Liste, um sein Power System zu verfeinern.


Gehäuse: Coolermaster ATC-310GX1 [ca 1010 Euro]
  • Wer an Gehäuse im oberen Preissegment denkt, kommt an einem Namen nicht vorbei: Coolermaster. Feinste Verarbeitung und toller Look machen diese Gehäuse zum unwiderstehlichen Schauobjekt für Computerfetischisten. Das Coolermaster ATC-310GX1 ist ein Servergehäuse, das 5 5,25" und 6 3,5" Laufwerken Platz bietet, weiters ohne Probleme redundante Netzteile aufnimmt. Ein spezielles Lüftungssystem hilft, die Komponenten im Gehäuse schön kühl zu halten.

Gehäuselüfter: nach Bedarf: Noiseblocker S2 [ca 60 Euro]
  • Wem das Surren der Gehäuselüfter auf die Nerven geht, der steigt auf Lüfter von Noiseblocker um. Die S2 bieten gute Fördermenge bei geringer Lautstärke.

Netzteil: Noiseblocker NB-550ADP 550 Watt [ca 175 Euro]
  • Eine weitere Komponente, die viel Krach machen kann, ist das Netzteil. Aus diesem Grund greifen wir auch hier zu Noiseblocker. Das 550 Watt Netzteil bietet viel Leistung für alle im Gehäuse betriebenen Geräte.

Motherboard: Abit TH7-II RAID [ca 220 Euro]
  • Der i850 Chipsatz unterstützt mit RDRAM derzeit die schnellste Speicherplattform. Der Name Abit steht für Geschwindigkeit und Stabilität pur.

CPU: Intel P4 2,53 MHz [ca 900 Euro]
  • Bei unserem „w00t sys“ bleibt uns nur eine Wahl: Intel. Diese Firma presst derzeit über die radikale Erhöhung der MHz Zahl immer mehr Leistung aus den Pentium IV CPUs. Der P4 2,53 stellt derzeit die Speerspitze in diesem Segment dar – unerreichte Ausgangsleistung paart sich mit toller Übertaktbarkeit; stellt sich nur mehr die Frage, wer aus der Oc.at Community zuerst die 3 GHz in einem Single-System durchbricht? :cool:

CPU-Cooling: Prometeia [ca 475+50 Euro]
  • Wer beim Namen Prometeia an eine griechische Göttin denkt, liegt gar nicht so falsch: die neue Sensation unter den Kompressorkühlungen katapultiert CPUs in die kältesten Regionen der Unterwelt. Für ein gutes Übertaktergebnis ist eine so starke Kühlung unerlässlich. Die Prometheia ist eine Gehäuse+Kühlungslösung, das schicke Coolermaster Case kann daher hier nicht verwendet werden. Die +50 Euro beim Preis stammen vom Adapter-Set, das die Prometeia mit der CPU verbindet; das kann je nach CPU Typ seperat gekauft werden.

    Wer nicht auf das Coolermaster verzichten will, der wählt eine EVA Kompressorkühlung.

RAM: 2x Samsung RIMM 512MB PC800 [ca 710 Euro]
  • RAM ist gut. Viel RAM ist besser. 512 MB Samsung PC 800 RIMM rockt einfach alles weg.

Graphikkarte: Asus AGP-V8460Ultra/Deluxe, GeForce4 Ti4600 [ca 510 Euro]
  • Auch bei der Grafikkarte greifen wir zur derzeitigen Spitze am Markt – die GF4 in der Version 4600 bietet unerreichte Leistung bei allen 3D Spielen. Die Ausstattung der Asus Karte liest sich beeindruckend: 128MB, VIVO, DVI, 3D-Brille, AGP; stolz leider auch der Preis von über 500 Euro.

Soundkarte: Creative Sound Blaster Audigy Platinum eX [ca 280 Euro]
  • Wer Speed will, will auch Sound. Die teurste Karte der Audigy-Serie bietet einige tolle Features, wie Firewire, Fernbedienung, Zusatzkarte mit digitalen Anschlüssen, usw

HDD: Western Digital Caviar WD1200JB Special Edition 120GB, 8MB Cache [ca 270 Euro]
  • Mit 8MB Cache ist diese Festplatte eine der schnellsten Lösungen für IDE Systeme und steckt sogar einige SCSI Lösungen performancemäßig in den Sack. Einfach nur w00t :cool:

Unser w00tSys kommt mit den CoreKomponenten bereits auf den unglaublichen Preis von rund 4650 Euro - nichts für schmale Geldbörsen. Doch wer Speed will, der bekommt ihn: pure Leistung, von allen Komponenten.

Fazit



Fazit

Der Markt ist voll mit Hardware und jeder, der einen neuen PC kaufen will - sei es nun ein billiges System oder die ultimative Maschine schlechthin - findet zu ihm passende Teile. Viel Spaß beim Nachkaufen, beim Zusammenstellen (und Posten) eigener Hardwarelisten oder einfach beim Träumen vom nächsten System.

Comments und verbale Watschen sind jederzeit herzlich willkommen. :)
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