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Thermalright True Black 120

Smut 11.01.2009 30277 21
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Der Thermalright True Black ist soetwas wie der Nachfolger des Klassikers Ultra 120 eXtreme. Er kühlt ausgezeichnet - daran lässt unser Test keinen Zweifel. Dem preisbewussten Overclockers wird er leider weniger gerecht!

Geizhals.at | Herstellerseite | Caseking

Lieferumfang & Montage


Spezifikationen
  • Sockel: Intel LGA 775 und AMD AM2(+)
  • Höhe: 161 mm
  • Breite: 132 mm
  • Tiefe 64 mm
  • Gewicht: 790 g
  • Material: vernickeltes Aluminium, Bodenplatte aus vernickeltem Kupfer
Lieferumfang
  • Kühlkörper True Black 120
  • Montagesatz LGA, Push-Pin
  • Montagesatz AM2(+), aber ohne Backplate - die muss das Mainboard haben
  • 4 x Anti-Vibrations-Streifen
  • 4 x Halteklammer für Lüfter
  • Wärmeleitpaste Thermalright Chill Factor 2

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Der Thermaltake True Black ist nur ein Kühlkörper - für den Lüfter muss man selber sorgen. Was schon dabei ist, sind Halteklammern für zwei Lüfter und vibrationshemmende Gummistreifen. Das zweite Paar Klammern ist aber nur für den Push-Pull-Betrieb notwendig, der an sich unnötig ist und den man höchstens verwendet, wenn man die letzten 0,5°C aus seinem Kühlkörper holen will. Praktisch sind Halteklammern in Reserve aber allemal! Der Montagesatz eignet sich für Intels LGA775 und AMDs AM2(+) Sockel, ältere AMD-Sockel werden nicht mehr berücksichtigt. Einen Montagesatz für den Sockel LGA 1366 listet Thermalright zumindest auf seiner Homepage, im Handel ist er aber noch nicht.

Anders als bei älteren Thermalright-Modellen, liegt keine Multisockel-Backplate bei. Wegen der Kompatibilität ist man bei aktuellen Mainboards auf möglichst kleine Backplates angewiesen. Erwähnenswert ist jedoch, dass keine AM2(+) Backplate beiliegt. Hier geht man offenbar davon aus, dass ein Großteil der AM2(+)-Boards eine Backplate hat.

Der Kühlkörper ist exzellent verarbeitet und die Kühllamellen sind unglaublich stabil. Knapp 800 Gramm ist er schwer und sieht so aus, als könnte er mehrere Stürze überstehen. Um ihn montieren zu können, muss man das Mainboard ausbauen - zumindest bei Intel Mainboards ohne Backplate. Die Federschrauben sind zwar gut zugänglich, dennoch ist Geduld und Geschick nötig, um den Kühlkörper zu befestigen.



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Die konkave Bodenfläche soll die konvexe Form der CPU-Heatspreader ausgleichen

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Schön verarbeitete Lamellen

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Befestigungsklammer für Intels LGA-775-Sockel

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Hörprobe: Thermalright True Black mit einem Noctua NF-P12



Testergebnisse



Testsystem
  • Core 2 Quad Q6600 G0 @ 3,2 GHz @ 1,32 V-Core
  • ASUS Maximus II Formula R.o.G.
  • 2048 MB RAM, DDR2-800
  • Sapphire Radeon HD 3850 Ultimate, passiv
  • Enermax MODU82+ 425W
  • 2,5"-HDD
  • Gehäuse Gigabyte Poseidon 310
  • 2 x 120-mm-Lüfter, 1.200 U/min

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"Guten Tag, bitte nehmen Sie Platz!"

Getestet wird in einem Gigabyte Poseidon 310 mit einem blasenden 120-mm-Lüfter an der Vorderseite und einem saugenden 120-mm-Lüfter an der Rückseite. Bei der Wahl der Komponenten wurde besonderer Wert auf den leisen Betrieb gelegt, um ungestört Lüfter und Luftstromgeräusche aufzeichnen zu können. Damit deutliche Temperaturunterschiede zwischen den Testkandidaten entstehen können, verwenden wir eine CPU mit sehr hoher Abwärmeleistung. Intels Quadcore Q6600 im G0-Stepping ist dafür wie prädestiniert. Wir wären natürlich nicht overclockers.at, wenn die CPU mit Standardtakt laufen würde. Die gewählten 3,2 GHz pro Core sind zwar bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange, bieten dafür aber Spielraum um Passivtests durchführen zu können. Um faire Testbedingungen zu garantieren, tragen wir vor jedem Test die gleiche Wärmeleitpaste, nämlich Noctuas NT-H1, auf. Die gesamte Leistungsaufnahme wollen wir natürlich auch nicht verschweigen: im Leerlauf 88, unter CPU-Last 190 und bei 3D-Anwendungen 161 Watt, wobei der letzte Wert für diese Tests irrelevant ist.

Die typische Verlustleistung unter Last simuliert Prime95 Small FFT und dient zugleich als Stabilitätstest. Die Temperaturen der vier Cores werden nach etwa 15 Minuten Aufwärmzeit mit CoreTemp ausgelesen, da die meisten Kühlkörper nach dieser Zeit ihre Höchsttemperatur erreicht haben. Sollte sich danach eine weiter steigende Tendenz abzeichnen, wird sie entsprechend dokumentiert. Zur übersichtlicheren Darstellung der Ergebnisse verwenden wir das arithmetische Mittel der vier Kerne.

Um einen Vergleich mit herkömmlichen Lüftern zu ermöglichen, werden die PWM-Lüfter auf rund 1.300 beziehungsweise 800 U/min reduziert.



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Für den Luftstrom sorgt ein Noctua NF-P12

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Glückwunsch an Thermalright! Der True Black ist zusammen mit dem Ventilator Noctua NF-P12 die neue Nummer 1 im Standard-Test.

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Bei 800 U/min fällt Thermalrights True Black hinter den voluminösen Scythe Mugen

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Gemeinsam mit Xigmateks Achilles auf dem 2. Platz

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In schlecht gekühlten Gehäusen zeigen Thermalright-Kühler offenbar ihre Stärke

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Aufgrund der engen Lamellenabstände war dieses Ergebnis absehbar - immerhin ist das System nicht ausgefallen!



Fazit



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Die Temperaturen zeigen klar, wo die Stärken des Thermalrights True Black liegen: Bei circa 1.300 U/min sichert er sich den ersten Platz mit Gehäusekühlung und den zweiten Platz ohne Gehäusekühlung. Auch ohne Gehäuselüftung kommt er sehr gut zurecht, ohne Ventilator – sieht es weniger rosig aus. Das liegt an den kleinen Abstände zwischen den Lamellen.

Leider fehlt dem True Black eine AM2(+)-Backplate. Ein CPU-Kühler dieser Preisklasse sollte alles nötige Montagematerial dabei haben! Das bringt uns auch schon zum Preis: Gut 60 Euro ohne Lüfter sind sozusagen konkurrenzlos im negativen Sinn. Gut 10 Euro erspart man sich, wenn man auf die schwarze Farbe verzichten kann: In diesem Fall greift man besser zum gleich gebauten Ultra 120 Extreme.

Liste der kompatiblen Mainboards
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