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Scythe Ninja II: Kein zweiter Mugen

Smut 15.02.2009 28837 16
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Unser übertaktetes Testsystem trifft den Ninja II hart! Der günstige Kühler ist eher was für die digitale Schreibmaschine – mit der Leistung des Mugen kann er nicht mithalten.

Geizhals.at | Herstellerseite

Lieferumfang & Montage



Eckdaten
Größe und Gewicht ohne Lüfter
  • Geeignete Sockel: Intel Socket LGA 775, 478; AMD AM2(+), 754, 939, 940
  • Höhe: 152 mm
  • Breite: 116 mm
  • Tiefe: 116 mm
  • Gewicht: 705 g
  • Material: Aluminium und Kupfer
Lieferumfang
  • Kühlkörper Ninja II
  • Montagesatz LGA-Push-Pin
  • Montagesatz AM2 & K8 mit Spange
  • 4 Lüfter-Halteklammern
  • 120-mm-Lüfter Scythe Slip Stream mit 1.000 U/min
  • No-Name-Wärmeleitpaste

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Scythe verkauft den voluminösen Kühlkörper zusammen mit einem 120-mm-Lüfter und Halteklammern für ihn und einen weiteren. Theoretisch kann man 4 Lüfter auf den würfelförmigen Kühlkörper montieren. Dass der dann aber höchstens “abhebt“ und es für die Kühlung wenig bringt, liegt auf der Hand. Der Vorteil dieser Bauform ist jedoch, dass man auch nach der Montage die Lüfter nach Wunsch anbringen kann und folglich die Strömungsrichtung bestimmt. Der Ninja II passt auf alle relevanten Mainstream-Sockel, auf LGA 1366 aber nicht - anders als der Scythe Mugen 2. Auf AMD-Mainboards befestigt man den Kühlkörper mit Spangen am vorhandenen Retention-Modul, bei Intels LGA 775 läuft es mit Push-Pins. Montieren lässt sich der Ninja II nur mit geschickter Hand – das liegt an der Größe des Kühlkörpers, denn der überragt nicht nur die Push-Pins sondern auch einen Speicher-Slot unseres Mainboards. Geübte Push-Pin-Drücker schaffen das in wenigen Minuten. Die Pins aber wieder zu lösen, ist frustrierend und braucht einiges an Kraft und Feingefühl!


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Insgesamt 6 U-förmige Heatpipes

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Lüfter können an allen Seiten montiert werden

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Braucht viel Platz: Auf unserem Testboard wird ein Speicher-Sockel blockiert


Hörprobe: Scythe Ninja II mit Scythe 1.000 U/min Slip-Stream



weitere Hörproben

Testergebnisse



Testsystem
  • Core 2 Quad Q6600 G0 @ 3,2 GHz @ 1,32 V-Core
  • ASUS Maximus II Formula R.o.G.
  • 2048 MB RAM, DDR2-800
  • Sapphire Radeon HD 3850 Ultimate, passiv
  • Enermax MODU82+ 425W
  • 2,5"-HDD
  • Gehäuse Gigabyte Poseidon 310
  • 2 x 120-mm-Lüfter, 1.200 U/min

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"Guten Tag, bitte nehmen Sie Platz!"

Getestet wird in einem Gigabyte Poseidon 310 mit einem blasenden 120-mm-Lüfter an der Vorderseite und einem saugenden 120-mm-Lüfter an der Rückseite. Bei der Wahl der Komponenten wurde besonderer Wert auf den leisen Betrieb gelegt, um ungestört Lüfter und Luftstromgeräusche aufzeichnen zu können. Damit deutliche Temperaturunterschiede zwischen den Testkandidaten entstehen können, verwenden wir eine CPU mit sehr hoher Abwärmeleistung. Intels Quadcore Q6600 im G0-Stepping ist dafür wie prädestiniert. Wir wären natürlich nicht overclockers.at, wenn die CPU mit Standardtakt laufen würde. Die gewählten 3,2 GHz pro Core sind zwar bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange, bieten dafür aber Spielraum um Passivtests durchführen zu können. Um faire Testbedingungen zu garantieren, tragen wir vor jedem Test die gleiche Wärmeleitpaste, nämlich Noctuas NT-H1, auf. Die gesamte Leistungsaufnahme wollen wir natürlich auch nicht verschweigen: im Leerlauf 88, unter CPU-Last 190 und bei 3D-Anwendungen 161 Watt, wobei der letzte Wert für diese Tests irrelevant ist.

Die typische Verlustleistung unter Last simuliert Prime95 Small FFT und dient zugleich als Stabilitätstest. Die Temperaturen der vier Cores werden nach etwa 15 Minuten Aufwärmzeit mit CoreTemp ausgelesen, da die meisten Kühlkörper nach dieser Zeit ihre Höchsttemperatur erreicht haben. Sollte sich danach eine weiter steigende Tendenz abzeichnen, wird sie entsprechend dokumentiert. Zur übersichtlicheren Darstellung der Ergebnisse verwenden wir das arithmetische Mittel der vier Kerne.

Um einen Vergleich mit herkömmlichen Lüftern zu ermöglichen, werden die PWM-Lüfter auf rund 1.300 beziehungsweise 800 U/min reduziert.


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Voluminös: Scythes Ninja II mit einem Scythe Slip Stream-Lüfter mit 1.000 U/min

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Trotz guter Gehäusebelüftung verliert der Ninja II den Anschluss - immerhin liegt er noch vor Intels Boxed-Kühler!


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Flüsterbetrieb: Auch bei gleicher Drehzahl ist der Ninja II weit abgeschlagen


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Im Passiv-Test begünstigt den Ninja II der großere Lamellenabstand, dennoch liegt er weit hinter dem Mugen



Fazit


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Wider Erwarten enttäuscht uns der Ninja II, obwohl die Tests anderer Websites vermuten ließen, der Ninja II funktioniere ähnlich gut wie der Scythe Mugen. Dass das zumindest nicht für übertaktete Systeme gilt, wurde spätestens nach einem zweiten Testlauf klar. Grundsätzlich ist der Ninja II aber sympathisch, der Ventilator läuft leise und auch ohne ihn sind die Ergebnisse gut - zumindest bei Allerwelts-Systemen. Die Testergebnisse zeigen übrigens nur, wie der Ninja II von Haus aus arbeitet: Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten läuft der Lüfter nämlich höchstens mit 1.000 und nicht mit 1.200 – 1.300 U/min – dafür ist er entsprechend leise.

Scythes Ninja II eignet sich für alle, die ihre CPU nicht überanstrengen - eine günstige und leise Lösung.
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