Silvasurfer
I do my own stunts
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Heute hat mich die moderne Technik ausgetrickst: Stromausfall in der Nachbarschaft - Klimaanlage tot - und die Jalousien hab ich auch nicht mehr hochfahren können (weshalb ich die Fenster und Terrassentüren nicht öffnen konnte).
also bei den ganzen feldversuchen wird sogar mit 5 stromtarifen gearbeitet um den verbraucher zu zeigen das du bitte nicht punkt 12:00 mittags nicht die stärksten verbraucher einschalten sollst! dafür zahlt man stattdessen wärend der abendstunden "nur" 5 cent die kWh Das ist schon richtig, aber: 40 Millionen Haushalte (so viele gibt es in etwa) != 40 Millionen Stromzähler, davon gibt es nämlich wesentlich mehr. Stromzähler sind z.B. auch in Gartenkolonien, Garagen, Werkstätten etc. die alle nicht als Haushalt zählen. In der Realität gibt es vermutlich noch viel mehr als 80 Millionen Stromzähler. Außerdem ändert es rein gar nichts an der Grundaussagen, egal ob es 10, 100 oder 1000 Millionen Stromzähler sind. wobei du musst noch die ganzen firmen dazurechnen Zur Info: Die Zahl mit 2 MW Leistung im Mittel habe ich von oben angegeben Link. Wenn kein Wind geht produziert ein Windkraftwerk gar nichts, wenn viel Wind geht, vielleicht auch mal 10 MW. Im Mittel waren es eben 2 MW Leistung. Mit durchschnittlicher Leistung ist eben genau das gemeint, was Durchschnitt bedeutet. Nicht Nenn- und nicht Spitzenleistung, das wäre nicht der Durchschnitt! Die Zahl mit der Braunkohle habe ich daher, dass in Wikipedia steht ein 1000 MW Braunkohlekraftwerk verbraucht 850 Tonnen Braunkohle in der Stunde. was bringen dir 10MW wenn die netze diese leistung nicht zu den leuten bringen kann die es auch brauchen. in deutschland ist es von der nordsee zum industriellen süden und wenn es um den netzausbau geht, dann jammern alle das sie keine hochspannungsleitung vor ihrer haustüre haben wollen. dann verlangen sie das ein erdkabel verlegt werden soll. aber das muss auch jemand bezahlen und das sind meistens wir! z.b österreich wird das 380kV netz ausgebaut weil es sehr wichtig für die netzsicherheit ist! aber wie lange braucht man so eine leitung zu bauen, jahre wenn nicht jahrzehnte! http://www.apg.at/de/projekte/380-kV-salzburgleitungauch bei kleineren leitungen wird ewig herumgejammert, in kärnten soll villach eine 3 hochspannungsleitung bekommen damit die versorgungsicherheit gegeben ist, aber dagegen wird durch lokale gruppierungen immer wieder protestiert Noch einmal, wer schreibt so etwas öffentlich? Alle Energieanbieter, diverse Forschungsinstitute (darunter renomierte wie das Fraunhofer oder Max Planck), der deutsche Verbraucherschutz, erzählen einem ohne Ausnahme, man würde mit Smart Metern Energie sparen. Zahlen schwirren da viele durch die Gegend, mal sind es 10 EUR im Jahr, mal 50 EUR im Jahr die man durch einen Smart Meter SPAREN soll. wenn man die energie außerhalb der spitzenlast bezieht zahlt man weit weniger als die 22 cent pro kWh, und dadurch spart man sich immer das geld quasi man erzieht die menschen, weil spitzenleistung (aus speicherkraftwerken) die teuerste energie ist die im freien handel verfügbar ist. Auch das Smart Meter ein wichtiger Aspekt im Smart Grid sind, stelle ich zur Diskussion. Bei Lastverteilung geht es ja z.B. darum, bestimmte Aktionen nur zu bestimmten Zeiten auszuführen. Denn sonst ist alles "willkürlich" wie bisher. Mir vorzuschreiben wann ich meine Waschmaschine anschalte oder auf sonst irgendeine Art- und Weise Strom verbrauche ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Ein Smart Grid, in dem Smart Meter bestimmten wann ich meine Wäsche mache und wann ich das Licht aus-/anzumachen habe ist utopisch und in Demokratien nicht möglich. Meine Meinung! auf kurz oder lang werden die ganzen stromverbraucher selbst bestimmen wann sie sich einschalten, z.b du sagst einfach der waschmaschine ich will die wäsche bis 16:00 gewaschen haben, dann schaltet sie sich dann nur ein wenn der tarif am günstigsten ist oder wenn der netzbetreiber sagt das last verbaucht werden muss (damit bekommst du auch einen günstigen stromtarif) es geht hier nicht um die kleinen verbrauchen (licht computer fernseher) sondern um die grösseren verbraucher die man teilweise so hat. herd, elektroboiler, elektrische heizung etc. also alle verbraucher mit einer leistungsaufnahme von > 2kW. wenn in einen bereich von 100 haushalten alle gleichzeitig eine 2 kW last einschalten, dann ist spontan ein bedarf von 200 kW notwendig und das muss erst mal nachgeregelt werden --> sehr sehr teuer P.S. Ich bin für Energie sparen. Wie vielfach geschrieben, braucht man dafür meiner Meinung nach aber keine Smart Meter. Jeder sollte zumindest ungefähr wissen, welche Geräte im Haushalt wie viel Strom brauchen und kann auch ohne irgendwelcher zusätzlicher Technik, den Stromverbrauch sinnvoll steuern. aber wie oft im monat schaust du auf dein stromzähler? vermutlich 1 mal im jahr wenn du dein stromverbrauch bekanntgeben musst. mit modernen methoden kann man den verbraucher zeigen wie sein verbrauch ist. per web, app etc kann man den mensch bewusst machen wie verschwenderisch oder sparsam man ist. um das eben umzusetzen braucht man eben elektronik wovon man die daten abrufen kann.
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wacht
pewpew
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grmlgrmlgrml... Noch einmal, wer schreibt so etwas öffentlich? Alle Energieanbieter, diverse Forschungsinstitute (darunter renomierte wie das Fraunhofer oder Max Planck), der deutsche Verbraucherschutz, erzählen einem ohne Ausnahme, man würde mit Smart Metern Energie sparen. Zahlen schwirren da viele durch die Gegend, mal sind es 10 EUR im Jahr, mal 50 EUR im Jahr die man durch einen Smart Meter SPAREN soll. Du schreibst es sogar gerade selbst selbst - man spart ENERGIE. Es laufen die selben kWh aus deiner Steckdose, du Verbrauchst genausoviel kWh wie vorher - ABER! - deren Erzeugung wird durch konstantere Last effizienter - man spart also Kohle, Gas, Netzgebuehren, Transportverluste, neue Leitungen wwi alles noch. Dadurch sinken die Kosten und die Umweltbelastung. Natuerlich wuerden Smartmeter (bzw. ein Smartgrid) genau solche 'Preis = Angebot/Nachfrage' Tarife einfuehren (falls es sie noch net gibt) - das is der Grund warum wir ein Smartgrid wollen - ohne solche Tarife geht das einfach nicht. Denn das Smarte am Smartgrid is ja genau dass, das die Leistungsverteilung moeglcihst gut funktioniert - und das funktioniert entweder genauso wie du es sagst mit harten Abschaltungen und Rationierung oder mit Smartmetern die das ganze 'sanft' ueber den Geiz der Kunden regeln. Wie beschrieben - du kannst deine Waesche um 1100 Waschen um 43c pro kWh oder um 0200 um 12c (natuerlich Hausnummern...) Das is exakt der Grund warum die Industrie bzw andere Grossverbraucher nicht nur die kWh (tatsaechlich verbrauchte Energie) sondern auch die kW (maximal beziehbare Leistung) zahlen. Eben weil man die Gesamte Infrastruktur nach dem statistischen worst case auslegen muss dass der Grossverbraucher seine maximale Leistung aus dem Netz ziehen kann ohne das alles finster wird. Die Zahl mit 2 MW Leistung im Mittel habe ich von oben angegeben Link. Wenn kein Wind geht produziert ein Windkraftwerk gar nichts, wenn viel Wind geht, vielleicht auch mal 10 MW. Im Mittel waren es eben 2 MW Leistung. Mit durchschnittlicher Leistung ist eben genau das gemeint, was Durchschnitt bedeutet. Nicht Nenn- und nicht Spitzenleistung, das wäre nicht der Durchschnitt! Nur weil da steht "durchschnittlich installierte Leistung pro Windenergieanlage lag im Jahr 2010 bei über 2 MW" heist das noch lange lange lange nicht das eine Windenergieanlage im Durschnitt 2MW liefert... vl isses auch der Durchschnitt der Nenn(oder Peak?)leistung ueber alle Typen von Windraedern? Oder der Durchschnitt ueber Standorte pro Windrad? Ueblicherweise bezeichnet man mit 'installierter Leistung' allerdings die Nennleistung...
Bearbeitet von wacht am 30.07.2013, 10:44
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jet2sp@ce
Wie weit?
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Wenn mein Stromverbrauch durch diesen smartmeter höher ausfällt, dann wäre eine Sammelklage sicher zu überlegen.
Was gibt es eigentlich bei den Kleinhaushalten so groß zu regulieren? Wenn der kleine Stromverbraucher eh wurscht ist, und wenns täglich eh ca. die gleiche Kurve an Stromverbrauch gibt, dann können sie sich ja was uns Private betrifft eh darauf einstellen! Je länger ich den Argumenten folge die meinen irgendwas besser verteilen zu müssen, desto sinnloser wirken sie wenn im Gegenzug gesagt wird dass das Peanuts ist im Vergleich zu Industrianlagen. Für mich wirkt das ganze eher wie der verlängerte Arm der NSA, die es wieder mal geschafft hat, mehr Kontrolle über die europäischen Bürger zu erlangen.
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noir
Overclocking Team Member
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OMG Wieso reichst du nicht gleich eine Klage ein weil du gerade erfahren hast das dein jetziger Zähler auch Strom verbraucht? Wieso man das nicht in der Industrie einsetzen kann sollte doch eigentlich klar sein. Oder wie stellst du dir das vor? Das der Netzbetreiber der Industrie einfach mal dort eine Anlage abschalten darf und hier mal einen Motor? Was sollen dann die Arbeiter und Angestellten in der Zwischenzeit machen Kaffeepause? Geht wohl auch nicht weil die Kaffee Maschine gerade abgedreht wurde  Wenn du aber Zuhause unbedingt deine Wäsche um 12:00 waschen willst kannst das ja weiterhin machen da wird dich sicherlich keiner daran hindern, denn das wäre gesetzlich nicht tragbar
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Castlestabler
Here to stay
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Der Industrie schreibst du vor, wann sie wieviel Energie haben kann und wenn sie mehr braucht, dann muss sie es im vorhinein bekannt geben. Bei einem Privaten geht das nicht, weil die Leute es nicht hinnehmen würden und eben anders gewöhnt sind.
Die Energie die kurzfristig benötigt wird, muss irgendwo gespeichert werden um sie dann zur Verfügung zu haben und das kostet.
Schönes Beispiel ist auch Windernergie. Wind bläst nicht immer dann, wenn der höchste Verbrauch ist, sondern halt ab und zu mal. Normalerweise speist man diese unnötige Energie dann in einen Stausee. Sinnvoller wäre es, wenn mehr Verbraucher diesen Strom sofort verbrauchen. Also in der Nordsee herscht ein starker Wind, deshalb sagt man allen Verbrauchern, sie sollen möglichst jetzt den Strom verbrauchen.
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Chrissicom
Rise of the Ryzen
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Wirklichen Nutzen bringt es nur für den Netzbetreiber, der die Kapazitäten besser regeln kann. Kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen inwiefern da Smart Meter helfen sollten. Was behindert denn jetzt die Regelung? Es heißt nicht umsonst Spitzenlastzeit, also ist diese Zeit ja wohl offensichtlich bekannt (auch ohne Smart Meter). Ist die Bevölkerung denn schon so brainwashed? Glaubt irgendjemand im Ernst, ein Energiekonzern würde etwas machen, bei dem die Kunden sparen können?? du Verbrauchst genausoviel kWh wie vorher Falsch! Ich schreibe ich brauche mehr Energie als vorher, weil die Smart Meter und die ganze zusätzliche digitale Technik herum Strom verbraucht! Strom den ich vorher nicht gebraucht habe. Dem Energiebetreiber sind auch jetzt die Spitzenlastzeiten bekannt, also wieso sollte sich die Regelung durch Smart Meter in Privathaushalten so stark verbessern, dass man gleich ganze Kraftwerke die unnötig laufen abschalten kann? Du nennst z.B. das Fallbeispiel "ich sage meiner Waschmaschine ...". Um so etwas zu tun, muss die Waschmaschine auf Stand-By sein und digitale Steuerungstechnik (womöglich sogar noch mit Funk) haben, die es mir erlaubt eine Uhrzeit zu programmieren oder noch schlimmer, dem Energiekonzern per Funk die Möglichkeit zu geben, die Waschmaschine anzuschalten wenn es ihm gerade passt (Dazu muss ich auch die passende Wäsche in der Waschmaschine lagern). Alles komplexe Technik die zusätzliche Energie benötigt. Meine Waschmaschine ist ca. 165 Stunden in der Woche aus, nicht per Funk zu erreichen, nicht im Stand-By und braucht 0 Watt. Das andere Beispiel mit der Herdplatte. Nun ja, Mittags essen nun mal die meisten Menschen (in Mitteleuropa) warmes Essen. Das Glück haben leider nicht alle. Aber irgendjemand vorzuschreiben man müsse nun aus Solidarität eine Stunde später Kochen, weil die anderen schon alle die vorhandene Leistung aufsaugen, ist mit Verlaub schwachsinn. Also ein schlechtes Beispiel für Netzregelung, da es sich hier um eine völlig erwartbare Spitzenlast handelt. Gleiches gilt Abends, wo nun mal im Durchschnitt deutlich weniger Menschen arbeiten (in Mitteleuropa) und entsprechend mehr Fernseher und Co. laufen. Dafür sind die Computer in den Büros dann aus. Alles völlig erwartbar. Wozu brauche ich dafür Smart Meter? Ich sag's nochmal, den Netzbetreibern sind die Spitzenlasten durchaus bekannt und ein Smart Meter im Haushalt führt nur zu EINER EINZIGEN Sache: Die Energiekonzerne verdienen am Ende noch mehr, Wissen noch mehr über ihre Kunden (Dinge die sie überhaupt nichts angehen) und sichern sich ihre Marktmacht. P.S. Die Diskussion mit der Windkraft ist auch unnütz. Ich wollte lediglich einen Referenzwert angeben, um zum Ausdruck zu bringen wieviel zusätzliche Energie alleine 80 Millionen Smart Meter benötigen würden.
Bearbeitet von Chrissicom am 30.07.2013, 11:20
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jet2sp@ce
Wie weit?
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OMG
Wieso reichst du nicht gleich eine Klage ein weil du gerade erfahren hast das dein jetziger Zähler auch Strom verbraucht?
Wieso man das nicht in der Industrie einsetzen kann sollte doch eigentlich klar sein. Oder wie stellst du dir das vor? Das der Netzbetreiber der Industrie einfach mal dort eine Anlage abschalten darf und hier mal einen Motor? Was sollen dann die Arbeiter und Angestellten in der Zwischenzeit machen Kaffeepause? Geht wohl auch nicht weil die Kaffee Maschine gerade abgedreht wurde  Wenn du aber Zuhause unbedingt deine Wäsche um 12:00 waschen willst kannst das ja weiterhin machen da wird dich sicherlich keiner daran hindern, denn das wäre gesetzlich nicht tragbar Bitte lass mich nicht zweimal erklären müssen, dass ich ohnehin schon die Spitzenlastzeiten vermeide und ließ mal den thread!  Ich finds traurig wie leicht manche auf die Lobbyistenmasche reinfallen.
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wacht
pewpew
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Falsch! Ich schreibe ich brauche mehr Energie als vorher, weil die Smart Meter und die ganze zusätzliche digitale Technik herum Strom verbraucht! Strom den ich vorher nicht gebraucht habe. Dem Energiebetreiber sind auch jetzt die Spitzenlastzeiten bekannt, also wieso sollte sich die Regelung durch Smart Meter in Privathaushalten so stark verbessern, dass man gleich ganze Kraftwerke die unnötig laufen abschalten kann? Ok, es is ein bisserl mehr... Natuerlich sind die Zeiten bekannt... aber fuer genau diese Zeiten muss der Betreiber planen, das tut er mit zusaetzlichen Spitzenlastkraftwerken, Pumpspeichern und sonstigen Dingen - die ALLESAMT einen schlechteren Wirkungsgrad als Dauerlastkraftwerke haben... Wenn der Verbrauch ein bisserl konstanter is dann muss der Betreiber zmittag ein Spitzenlastkraftwerk weniger hochfahren und in der Nacht dafuer ein Dauerlastkraftwerk weniger zrueckregeln oder Pumpspeichern - beides kostet jede Menge an Wirkungsgraden und damit Energie... Nur weil es planbar ist sind dafuer nicht die Kosten (bzw. Verluste) geringer? Es is auch erwartbar das beim naechsten Rapidspiel viele Polizisten im Einsatz sein werden - ausbilden, anstellen, ausruesten, transportieren und bezahlen muss ich die Leute aber trotzdem. Es is ernsthaft toll wenn sich jemand ohne Smartmeter darum kuemmert WM, Trockern und so in die Nacht zu verlagern - das macht durchaus Sinn - nur glaubst du das macht eine sinnvolle Masse an Leuten fuer die der Strom aus der Steckdose kommt? Nochdazu ohne den finanziellen Anreiz eines deutlich guenstigeren Nachtstroms? Darum versucht man den Leuten genau diese Arbeit abzunehmen und aufs SM zu schieben... Uebern Datenschutz streit ich mit dir e net, das is ein Problem - da simma uns einig
Bearbeitet von wacht am 30.07.2013, 11:52
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Chrissicom
Rise of the Ryzen
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Eine Waschmaschine braucht während des gesamten Waschvorgangs rund 1 kWh. Sagen wir ein Waschvorgang dauert im Schnitt nur 1,5 Stunden, also werden pro Stunde ca. 0,66 kWh fällig was den Einzelnen betrifft. Stellen wir uns mal vor es würden nun zur Spitzenlastzeit zur Mittagsstunde 40 Millionen Waschmaschinen eingeschaltet (willkürlich hohe Zahl gewählt). So wären das 26,4 Mio. kWh oder 26400 MWh. Das ist in etwa die Menge, die alle deutschen Solarkraftwerke an einem sonnigen Freitagmittag produzieren. Die Referenz Solarkraftwerk verwende ich hier aus folgendem Grund: Es kann sein das die Sonne mal nicht scheint, und dann muss diese 26,4 MW Last von anderen Kraftwerken getragen werden. Das passiert aber nicht plötzlich, sondern vorhersehbar (Wetterbericht). Ein Smart Meter hilft hier in keinster Weise. Mal ganz abgesehen von der etwas unrealistischen Annahme, dass in einem Netz 40 Mio. Waschmaschinen gleichzeitig angeschalten werden, so soll mir bitte einmal einer erklären, welchen Nutzen hier Smart Meter bringen? Wo wäre denn z.B. der Unterschied, wenn dank Smart Meter diese 40 Mio. Waschmaschinen alle abends laufen würden? Es würde sich um die gleiche Spitzenlast handeln und die gleiche Menge plötzlich zusätzlich benötigter Energie erfordern, wenn diese fiktiven WM alle zur gleichen Zeit angeschaltet werden.
Grundlast, Mittellast, Spitzenlast sind alles bekannte Parameter die auch jetzt schon sehr genau gemessen werden und bekannt sind und das ganz ohne Smart Meter. Ein Smart Meter hilft NICHT Spitzenlasten auszugleichen!!! Jede andere Meinung (normalerweise bin ich ja sehr offen für Diskussion, aber in dem Fall will ich meine durchsetzen :P) ist pures Lobby-Brainwash-Gewäsch.
Unvorhersehbare Spitzenlasten gibt es nur, wenn z.B. ein großes Kraftwerk ausfällt. Dagegen helfen Smart Meter aber reichlich wenig. Die normalen Spitzenlasten zur Mittags- und Abendzeit sind bereits jetzt vorhersehbar und bekannt und werden nicht "bekannter" durch Smart Meter.
Abgesehen davon braucht niemand einen Smart Meter um sinnvoll mit Energie haushalten zu können oder Nachts Wäsche zu waschen. Wer, sorry, zu dumm dafür ist, der kann auch die Smart Meter Technik nicht intelligent nutzen. Was der Smart Meter nämlich nicht macht, ist die Waschmaschine zu befüllen. Der Smart Meter der dafür sorgt, dass die Waschmaschine in der Nebenzeit läuft, bringt nur etwas, wenn die Waschmaschine auch entsprechend sinnvoll befüllt ist. Wenn durch diese neue Technik die Waschmaschine immer halb voll anspringt, wird erst recht Energie verschwendet. Eine gewisse Intelligenz beim Nutzer muss man also ohnehin voraussetzen. Diese ganzen angeblich so smarten Geräte machen die Leute nur dümmer.
Ich möchte hier mit der Bezeichnung "dumm" niemanden beleidigen, ich will nur zum Ausdruck bringen, dass Wissen beim Nutzer erforderlich ist und gefördert werden muss und dies durch Smart Meter eher noch gehemmt wird, weil man dann der falschen Meinung verfallen könnte, ach dieses Smart Dings macht ja alles für mich, ich muss mich gar nicht mehr um den Energieverbrauch kümmern.
Edit: Gott bewahre uns vor dem Tag, an dem alles smart ist, nur die Menschen nicht mehr.
Bearbeitet von Chrissicom am 30.07.2013, 12:16
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Castlestabler
Here to stay
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Wenn alle drei Lasttypen gleich hergestellt würden, hättest du recht. So wie es im realen Leben ist, liegst du falsch.
Spitzenlast wird durch Kraftwerke erzeugt, welche einen deutlich geringeren Wirkungsgrad haben, dafür aber sehr schnell geregelt werden können. Nur weil man weiß, man braucht in der Früh mehr Strom, kann man trotzdem nicht andere Kraftwerke benutzen, wenn diese von 30% Leistung auf 100% 6-7Stunden benötigen.
Ein gleichmäßigerer Strombedarf verbaucht wneiger Energie. Ich kann aber deiner Wärmepumpe sehr wohl sagen, wann es am vernünftigstens fürs Netz ist zu arbeiten. Bei dieser ist es komplett egal ob sie eine Stunde früher oder später arbeitet und es gibt noch andere Geräte.
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wacht
pewpew
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Wenn alle drei Lasttypen gleich hergestellt würden, hättest du recht. So wie es im realen Leben ist, liegst du falsch.
Spitzenlast wird durch Kraftwerke erzeugt, welche einen deutlich geringeren Wirkungsgrad haben, dafür aber sehr schnell geregelt werden können. Nur weil man weiß, man braucht in der Früh mehr Strom, kann man trotzdem nicht andere Kraftwerke benutzen, wenn diese von 30% Leistung auf 100% 6-7Stunden benötigen.
Ein gleichmäßigerer Strombedarf verbaucht wneiger Energie. Ich kann aber deiner Wärmepumpe sehr wohl sagen, wann es am vernünftigstens fürs Netz ist zu arbeiten. Bei dieser ist es komplett egal ob sie eine Stunde früher oder später arbeitet und es gibt noch andere Geräte. Ganz genau das... E-Autos zB. sind eine Sache die noch vielviel staerker da reinspielen als die Waschmaschine...
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wergor
connoisseur de mimi
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edit: Persönlich finde ich, dass das größte Problem mit Smart Metern die Security ist - es wird imo viel zu wenig getan, dass die Dinger schwierig hackbar/manipulierbar sind, und so fürcht ich dass einfach Blackhats Tür und Tor geöffnet wird. das denke ich auch. mir grausts wenn ich daran denke dass die energieversorgung jedes hausaltes von einer zentralen stelle per knopfdruck abgeschaltet werden kann, so gut kann die sicherheit gar nicht sein.
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Chrissicom
Rise of the Ryzen
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Mir ist schon klar, dass ein Grundlastkraftwerk sehr viel effizienter arbeitet, dass bestreite ich nicht. Was ich bestreite, ist, dass man vorhersehbare Spitzenlasten vermeiden kann. Wir haben z.B. in Deutschland eine Windkraft- und Solarkraftleistung von mittlerweile über 30.000 MW installiert. Da aber nicht immer gleich viel Wind geht oder gleich viel Sonne scheint, kann man unmöglich eine reine Grundlastversorgung mit solchen Energieträgern aufrecht erhalten. Insbesondere bei der Sonne ist ja z.B. klar, dass Nachts die Sonne nicht scheint. Andere Dinge die z.B. klar sind (absolut unvollständige Liste): - Mittags wird gekocht - Abends wird fern geschaut - Tagsüber laufen die Computer in den Büros usw. Das was du beschreibst, ein Netz in dem immer die gleiche Last (dann würde man nur Grundlastkraftwerke benötigen, außer bei Ausfällen), ist in meinen Augen genauso realistisch wie eine Welt in der es keinen Hunger und keinen Krieg gibt. Ich kann aber deiner Wärmepumpe sehr wohl sagen, wann es am vernünftigstens fürs Netz ist zu arbeiten. Du (bezogen auf den Energienabieter), hast mir schon mal gar nichts zu sagen. Anders formuliert: Die Wärmepumpe läuft so, dass dann Warmwasser vorhanden ist wenn ich duschen will und auch das ist statistisch vorhersagbar, wann das der Fall ist (die meisten duschen morgens). Würde ich jetzt die Wärmepumpe irgendwann (je nachdem wann der Energieanbieter gerade Lust hat) laufen lassen, müsste ich womöglich sehr lange Warmwasser speichern oder noch schlimmer, es könnte gar nicht lange genug gespeichert werden und ich müsste erneut aufheizen. Warmwasser lange und in großen Mengen zu speichern ist sehr ineffizient. Daher ist auch die Wärmepumpe ein schlechtes Beispiel. Da die Leute wie erwähnt im Durchschnitt alle in etwa zur selben Zeit (morgens) duschen, wird auch da Warmwasser benötigt und so ist ohnehin fast jede Wärmepumpe so konfiguriert, dass sie um ca. 4 Uhr das Wasser aufheizt. Wer seine Wärmepumpe nicht so betreibt, dass einige Stunden vor dem Verbrauch des Wassers aufgeheizt wird, verschwendet Energie. Smart Meter helfen dabei rein gar nichts. Wenn nun der Energieanbieter alle Wärmepumpen steuern würde und Wasser unnötig lange aufbewahrt wird, kann man davon ausgehen, dass auch überdurchschnittlich oft (im Vergleich zu jetzt) Wasser wieder neu erwärmt werden muss, weil es im Speicher nicht mehr warm genug ist. Das würde noch viel mehr Energie verbrauchen und die Energiekonzerne würden mehr Geld verdienen. Bei dieser ist es komplett egal ob sie eine Stunde früher oder später arbeitet und es gibt noch andere Geräte. Welche Geräte wären das z.B.? Sag mir bitte ein Gerät, dass durch eine flexible Smart Meter Steuerung für eine gleichmäßigere Netzlast und Energieersparnisse sorgt. Mit Küchengeräten, Fernseher, Waschmaschine*, Wärmepumpe, Rasenmäher, Computer ... funktioniert das alles schon mal nicht. *Selbst wenn hier Spitzenlasten minimal kleiner werden würden, so würde die Grundlast aufgrund der Steuerungstechnik größer werden und insgesamt mehr Energie verbraucht werden und die Gewinne der Energiekonzerne könnten weiter steigen. Wie gesagt, meiner Meinung nach das einzige Ziel was mit Smart Metern erreicht werden soll. Alleine der Anschaffungspreis ist ja schon ein vielfaches. Man nennt sowas auch, erfundenes Wirtschaftswachstum.
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Castlestabler
Here to stay
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Warum ist ein bei einer Wärmepumpe nicht möglich diese eine Stunde früher oder später zu betreiben? Hast du als erster eine Durchlaufwärmepumpe?
Ich will dir gar nichts vorschreiben, aber wenn du leiber 22cent je kWh zahlst, als 10cent, freue ich mich und bau dir das Kraftwerkt nebst 380kV Leitung direkt neben dein Haus, kein Problem.
Gerät die mir schnell einfallen: Kühlschrank, Gefriertruhe, Wärmepumpe, Waschmaschine, Wäschetrockner, Boiler, E-Auto, Ladegeräte
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Taltos
Here to stay
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(normalerweise bin ich ja sehr offen für Diskussion, aber in dem Fall will ich meine durchsetzen :P) schön dass du wenigstens offen zugibst, argumentresistent zu sein. somit erübrigt es sich offensichtlich, mit dir zu argumentieren.
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