"Christmas - the time to fix the computers of your loved ones" « Lord Wyrm

oc.at Weihnachtssession

mat 20.12.2010 20314 22
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Wenn draußen die Weihnachtsglocken klingeln und die Supermärkte den unanfechtbaren Klassiker "Last Christmas" zu Tode spielen, dann braucht die Welt einen gewissen Gegenpol, um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen. Und was könnte dafür besser geschaffen sein, als 150 Liter flüssiger Stickstoff und ein riesiger Haufen männlicher Hardware?

So kam es, dass wir uns am letzten Wochenende vor dem Weihnachtsfest in der Zentrale bei DiTech versammelt haben, um die kommenden Feiertage auf unsere Art und Weise einzuläuten. Die größten Teile des Overclocking Team Austria hatten es tatsächlich über die verschneiten Autobahnen aus aller Herren Bundesländer nach Wien geschafft, nur wenige mussten zurückgelassen werden. Leider auch unsere Guest-Bencher tiborrr und Moonman aus Slowenien, die gerne unserer Einladung gefolgt wären, aber dann wegen dem schlechten Wetter ihre Reise nicht antreten konnten. Mates, we'll find another chance to bench the hell out of some systems and grab some beers afterwards!

Coolness-Faktor: Sandy Bridge

Da wir in keinem Fall uncool sein wollten, hatten wir natürlich ein Sandy Bridge-System vor Ort, das ohne viel Diskussion gleich direkt unter einen Pot geklemmt und mit LN2 versorgt wurde. Die tiefen Temperaturen brauchten wir unserem i7-2600K allerdings nicht zumuten, denn die Gerüchte sind im Moment noch wahr: 4,7 GHz ... je nach Mainboard ein bisschen mehr, aber auch ein bisschen weniger. Es ist so, als würde bei zuviel Spannung(en) ein Limit in der CPU erreicht werden, das den Prozessor zum Stallen bringt. Trotz stundenlanger Rumspielerei mit diversen Einstellungen und neustem BIOS war weder beim Gigabyte P67A-UD7, noch beim ASUS P8P67 Deluxe mehr drinnen. Und dafür brauchte der Chip nicht wirklich flüssigen Stickstoff, sondern lediglich einen besseren Luftkühler.

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Erstes Opfer: ASUS P8P67 Deluxe mit einem i7-2600K


Nachdem schnell klar war, dass Sandy Bridge für Extreme-Overclocking noch nicht das Gelbe vom Ei ist, konnte uns nur das EFI-BIOS des ASUS-Mainboards einige Zeit lang fesseln. Danach landeten die Mainboards aber schnell in der sprichwörtlichen Ecke, denn es war noch genug andere Hardware zum Quälen da.

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Die Sandy Bridge Mainboards bekamen nicht viel Beachtung


It's on: Dual-Quadcores

Das nächste Projekt konnte deutlich länger in seinen Bann ziehen. Unser EmineM hat vor kurzem tief in seine Taschen gegriffen und sich ein EVGA SR-2 geholt. Das Mainboard kostet derzeit um die 600 Euro und das lässt es sich auch anmerken. Alleine die Größe der Platine ist beeindruckend und nicht weniger Sex haben zwei verbaute Xeon DPs. In unserem Fall hatten wir das Glück, das wir an zwei Xeon-Quadcores gekommen sind, die erst im Februar 2011 das Licht der Welt erblicken werden. Beide haben wir vorab einzeln getestet und kommen unter Last problemlos mit 6 GHz klar. Das musste aber nicht viel heißen, denn im Zusammenspiel mit dem Intel 5520-Chipsatz erwarteten wir uns einige zusätzliche Probleme.

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Das EVGA SR-2 ist ein Monster!


Aber wir kämpften uns langsam aufwärts und benchten immer wieder wPrime 32M, um zu überprüfen, ob die Taktrate auch wirklich noch für zusätzliche Performance sorgen konnte. Bis 5,4 GHz verhielt sich das Board mit den beiden Quadcores sehr angenehm und brauchte kaum Kälte. Mit -40 bis -50 °C waren beide CPUs glücklich und ließen uns sogar mit einer BClock von 200 MHz ins Windows - zwar nur per Warm-Boot, aber immerhin. Im Windows erhöhten wir diese dann Schritt für Schritt per EVGAs ELEET-Tool. Eigentlich recht komfortabel für den Server-lastigen Intel 5520-Chipsatz. So kamen wir recht flott auf 5,68 GHz und konnten einen (zugegeben nicht besonders umstrittenen) wPrime 32M Weltrekord mit 8 Cores (16 Threads) verbuchen.

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wPrime 32M 8x Weltrekord - EVGA SR-2, 2x Intel Xeon-Quadcore, 6x 2GB Corsair Dominator GT/GTX2


Während wPrime problemlos mit dem Takt skalierte, war 3DMark Vantage nicht so glücklich. Mit 5,6 GHz konnten wir kaum einen höheren CPU-Score erringen, als es mit 5,4 GHz der Fall war. Das war allerdings auch nicht wirklich nötig, denn mit 5,4 GHz heimsten wir schon über 60.000 3DMarks ein. Deshalb beschlossen wir kurzerhand oanvoanc's asiatisch importierte Colorful GTX 580 durchzubenchen. Die Karte war bereits mit LN2-Kühler versorgt und so konnte es gleich losgehen. Per GPU-Z deaktivierten wir den OCP der Grafikkarte und mit NVIDIA Inspector tasteten wir uns langsam mit dem GPU-Takt nach oben. Da zusätzlicher Speichertakt kaum Einfluss auf das Endergebnis hatte, ließen wir ihn vorerst in Ruhe. Mit über 1,2 Volt konnten wir allerdings lockere 1050 MHz auf der GPU durch den Vantage jagen. Die Temperatur der Karte hielten wir dabei auf unkomplizierte -50 °C.

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SR-2 mit zwei Quadcores + GTX 580: Drei Pots auf einem System!

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3DMark Vantage Single-GPU Platz 35 - EVGA SR-2, 2x Xeon-Quadcore, 6x 2GB Corsair Dominator, Colorful GTX 580 OC


Luftgekühlte GTX 580 auf 1000 MHz?

Die anderen Mitglieder des Benchmark-Teams waren natürlich auch nicht untätig und ließen es genauso krachen. Oxygen und sein namenloser Bench-Buddy hatten ebenfalls eine GTX 580 dabei, die außerordentlich hohe Taktraten bei standardmäßiger Luftkühlung erreichte. Oder würdet ihr sagen, dass 1000 MHz auf der GPU und 2400 MHz am Speicher normal sind? Gepaart mit einem noch unveröffentlichten Hexacore w3690 (das Workstation-Äquivalent des i7 990X) auf bis zu 5,8 GHz lassen sich die Ergebnisse in jedem Fall sehen.

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Unveröffentlichter w3690 + Gigabyte X58A-UD9 + GTX 580 + Oxygen = HWBoints!

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Oxygen's Lieblingsbenchmarks: 3DMark 03, 05, 06 und Aquamark


Turrican = Oldschool

Unser Turrican ließ sich die Möglichkeit natürlich nicht entgehen und brachte jede Menge alter Hardware mit. Zuerst benchte er einen P3 Coppermine und holte für wenige Sekunden den CPU-Z-Weltrekord für diese Plattform. Warum nur für wenige Sekunden? Weil ein Bluescreen nur kurze Zeit später alle Ergebnisse von der Festplatte entfernte. Für Platz 2 hat es dennoch gereicht, auch wenn er sich zurecht ärgern durfte. Weiter ging es mit 3DMark 99. Kennt ihr nicht? Der 3D-Benchmark ist auch tatsächlich aus 1999 und die gerenderten Frames lassen dementsprechend Retro-Stimmung aufkommen. Dass der alten 3D-Grafik mit einem Core2Duo E8700 auf 6,25 GHz und einer GTX 280 eingeheizt wurde, ist da ja fast Nebensache, oder?

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3DMark 99 + E8700: Turrican quälte alte Benchmarks mit seltener Hardware


Die ersten Schritte von noir

Unser neustes Mitglied im Overclocking Team war ebenfalls anwesend und hatte wieder eine neue Kühlerkonstruktion dabei. Diesmal feilte er an einem GPU-Kühler für LN2, den er einer voltgemoddeten 8800 GTS umhängen wollte. Doch als der Kupferkühler mit den Minusgraden in Berührung kam, wurden die Klebestellen undicht und verteilten das LN2 auf dem darunterliegenden Mainboard. Zu guter letzt fiel ihm dann beim Abbauen noch die Grafikkarte inklusive montiertem Kupferblock aus der Hand und landete ungünstigst mit vollem Gewicht im Rücken auf einer Platinenkante. Aber nicht aufgeben, noir ... deine Ambitionen werden sich früher oder später bestimmt bezahlt machen!

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Heute ist ein guter Tag zum Sterben: noir's vorbildlich voltgemoddete 8800 GTS


It's on II: Dual-Hexacores

Den Abschluss bildete eine kurze Orgie mit zwei (leider schon wieder unveröffentlichten) Xeon Hexacores. Deshalb dürfen wir hierzu auch nicht viele Worte verlieren, außer vielleicht, dass diese einen zu kleinen Multiplikator von 23x hatten und wir uns deshalb mehr auf die BClock des Mainboards konzentrieren mussten. Bei 215 MHz - was für das SR-2 gar nicht übel ist - ging uns dann allerdings die Zeit aus und unser letzter Screenshot war überhaupt nur bei 212,5 MHz. Das ergibt aber immerhin doch 4,89 GHz und damit einen 7. Platz im weltweiten wPrime 32M-Ranking.

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Noch ein Foto des Dual-Socket-Setups ... weil's so schön ist!

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wPrime 32M Platz 7 - EVGA SR-2, 2x Intel Xeon-Hexacores, 6x 2GB Corsair Dominator


Random Impressions

Wie immer war die Zeit viel zu knapp, um genügend mit der Hardware herumzuspielen. Dafür könnt ihr euch sicher sein, dass ihr bald im Forum mehr von unseren Team-Mitgliedern lesen werdet. Oxygen bencht seine GTX 580 garantiert noch bis zur Unkenntlichkeit, noir bastelt wahrscheinlich schon an einem neuen Kühlerdesign und das SR-2 hat noch lange nicht seine letzte Bench-Session hinter sich gebracht. Und 2011 ist ja auch noch ein Jahr ...

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Ich zitiere unseren EmineM: "weoeoeoeowoeowoeoe die meisten stehn von euch grad auf!
I kum grad heim! Party on! Session continues!"


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So sieht es aus, wenn man Turrican beim Benchen über die Schulter schaut

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Garbage (schwarz), oanvoanc (rot) und Turrican (lacht)

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Overclocking - wenn +300 auf -100 °C trifft!

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Oldschool Intel ... Turrican was here!

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Zu Besuch: Hampti

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noir mit einem P55-Setup

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oanvoanc beim ... wahrscheinlich blöd reden!


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Herzlichen Dank an den DiTech, der diese Session ermöglicht hat!



Coolink-Logo No<em></em>ctua-Logo

Ein weiteres Dankeschön geht an unser Christkind von Noctua und Coolink,
das mit seinen Geschenken das gesamte Team mit Lüftern und Wärmeleitpasten versorgt hat!
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