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Linux am Desktop... Stagnation statt Revolution?!

Master99 01.11.2012 - 22:51 49023 296 Thread rating
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that

Hoffnungsloser Optimist
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Zitat aus einem Post von Rogaahl
Während Corona (weniger Business Umgebung, also Windows) waren Linux zahlen iirc fast 5-10x höher als normal.

Zahlen wovon?

Rogaahl

pinout
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Zitat aus einem Post von that
Zahlen wovon?

Marketshare, ich weiß nicht mehr wo ich das gesehen hatte, ich vermute es handelte sich um stats von einer Developerseite und da auch in einen kurzen Zeitraum. Privat nutzen anscheinend mehr Leute Linux Deskop als in cooperate Umgebungen.

Konnte jetzt auf die schnelle nur das finden: link

Auch hier ein beträchtlicher anstieg.
Bearbeitet von Rogaahl am 19.06.2020, 21:34

JDK

Oberwortwart
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Ich kenn ältere Linux Sucks Videos, aber wie kann man bitte mit Search Interest argumentieren anfangen...und dann noch dazu fehlende konkrete Quellenangaben und falsches Scaling.

Aus dem Video:
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Google Trends für "linux":
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Downhill, ja. Versteh sein Scaling aber nicht.

Google Trends für "linux", "windows", "os x", "mac" und "macos":
click to enlarge

Oh nein, Windows kontinuierlich am Fallen, es stirbt!!!!11

Dass die Terme alleine irreführend sind, da zum Beispiel "mac" auch Hardware beinhaltet (und MAC Cosmetics) und Linux aus unzähligen Derivaten besteht (ich Google sicher nicht nach Linux, sondern direkt nach der Distribution), kann sich auch wohl jeder ausdenken.

Das Argument, dass 10-15 Jahre alte Programme nicht laufen, ist vielleicht ein persönliches Problem des Herrn, aber come on.

"Snap and Flatpak don't work in practice, AppImage does" - super claims, leider failed er das auszuführen.

Linux sucked (2020), weil jemand im Board oder random Leute auf Konferenzen Macbooks verwenden (die oft auch noch gestellt werden)? Weil sein Buddy zu XP Zeiten nicht Linux als Desktop für Podcasts verwendet hat? Uhm ja, super Argument. Der Typ sollt echt mal von seinen 15 Jahre alten Stories und Apps ablassen.
Da auch das Bild zu malen, dass Devs und Co Linux eh nicht nutzen und Linux von bösen giant corps gesteuert wird, ist liebes Storytelling.

Der Hauptgrund, warum Linux nicht Mainstream ist und "sucked", ist dass Computer zu geschätzten 99,999% mit Windows und macOS ausgeliefert werden und jeder mit MS Office aufwächst. Nicht, dass es dutzende Distros und Forks gibt, oder das Desktop-Layout nicht passt.
Bearbeitet von JDK am 20.06.2020, 02:12

davebastard

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Zitat
Linux sucked (2020), weil jemand im Board oder random Leute auf Konferenzen Macbooks verwenden (die oft auch noch gestellt werden)? Weil sein Buddy zu XP Zeiten nicht Linux als Desktop für Podcasts verwendet hat? Uhm ja, super Argument. Der Typ sollt echt mal von seinen 15 Jahre alten Stories und Apps ablassen.

Tut mir leid aber dass einer von der Linux Foundation mit einem Macbook anrückt ist wie wenn ich bei einer apple Keynote mit einem Windows Notebook arbeite - da bin ich voll bei ihm.
Ebenso bei Konferenzen im Publikum, wenn nur jeder 5te ein Linux getriebenes notebook hat bei einer Veranstaltung wo es um Open Source geht ist das fail. Das find ich sogar wenig wenns rein um Linux Serverthemen geht.

Zitat
Da auch das Bild zu malen, dass Devs und Co Linux eh nicht nutzen und Linux von bösen giant corps gesteuert wird, ist liebes Storytelling.

kannst du das widerlegen dass Linux von "bösen giant corps gesteuert wird" ? Er hat Argumente gebracht, du wirfst das einfach so in den Raum.

Zitat
"Snap and Flatpak don't work in practice, AppImage does" - super claims, leider failed er das auszuführen.

das würde den Rahmen sprengen, und wie master schon sagt ist es eher eine politische Diskussion, er geht ja auch bei anderen Themen nicht auf technische Details ein. Das ist ja auch ok so. Im prinzip gehts eher darum warum man sich nicht auf ein Format einigen kann. Grad bei sowas essentiellen dass den Marktanteil von Linux entscheidend verbessern könnte...

Zitat
Nicht, dass es dutzende Distros und Forks gibt, oder das Desktop-Layout nicht passt.

das sagt er ja auch nicht, im gegenteil er sagt das ausgefallene distros wie gentoo ein "non-reason" sind. Das mit dem Desktop Layout wird auch nicht angesprochen imho.

edit: weil du das vorinstallierte OS ansprichst. Vergleichs mal mit einem Windows user der auf Mac OSX umsteigt, da gibts auch Hürden:
- man muss sich (überteuerte) Hardware kaufen
- man muss sich auf ein neues Tastaturlayout gewöhnen
- man muss neue Bedienkonzepte von Mac OSX erlernen die meistens noch weiter von Windows entfernt sind wie bei einer average Linux Distri

also ja, es gibt die Hürde mit der Installation, aber solche Hürden gibts auch anderswo. Außerdem wenn ich mir ein Business Notebook hol ist ein vorinstalliertes Ubuntu z.B. gar nicht mehr so selten. Bzw. sind viele zertifiziert/getestet dass es nach der Installation auch garantiert läuft...

edit2: ein paar punkte von deinem post, wie das mit den Suchanfragen seh ich eh auch so, aber was mich bei deinem Post stört ist dass du nur die negativen Sachen aufgreifst... ich finds schon gut dass jemand offen die Probleme aufzeigt...
Bearbeitet von davebastard am 20.06.2020, 12:25

Master99

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full ack dave!

JDK

Oberwortwart
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Zitat aus einem Post von davebastard
Tut mir leid aber dass einer von der Linux Foundation mit einem Macbook anrückt ist wie wenn ich bei einer apple Keynote mit einem Windows Notebook arbeite - da bin ich voll bei ihm.
Zumindest auf Youtube hab ich das Macbook nicht gesehen, gschweige denn macOS. Ich geb natürlich zu, dass das nicht gut wirken würde (auf einer Konferenz der Linux Foundation, auch wenn sie auf "Open Source" und nicht bloß auf Linux abzielt).

Zitat aus einem Post von davebastard
Ebenso bei Konferenzen im Publikum, wenn nur jeder 5te ein Linux getriebenes notebook hat bei einer Veranstaltung wo es um Open Source geht ist das fail. Das find ich sogar wenig wenns rein um Linux Serverthemen geht.
Erstens einmal sind das völlig subjektive Wahrnehmungen und Behauptungen des Videoerstellers.
Zweitens heißt ein Apple Logo am Macbook noch nicht, dass da kein Linux genutzt wird.
Drittens heißt Open Source nicht, dass jeder Linux nutzen muss. Da geht es um ein bisschen mehr, als nur Linux als OS. Open Source wird unter jedem OS entwickelt und genutzt. Dass hier die Userbase nicht zum Großteil auf Linux zurückgreift, ist doch kein Fail, sondern to be expected und erwünscht.
Viertens werden Konferenzen viel von Presse und non-technical Personen besucht. Die haben auf der Konferenz auch Speaker wie Joseph Gordon-Levitt, der in seinem Talk "free culture" auf Preis und nicht auf Lizenzen bezieht und dann in Richtung Audience "this is something I am sure you guys think about a lot" sagt.

Zitat aus einem Post von davebastard
kannst du das widerlegen dass Linux von "bösen giant corps gesteuert wird" ? Er hat Argumente gebracht, du wirfst das einfach so in den Raum.
Ich habe "in den Raum geworfen", dass "das Bild zu malen, dass Devs und Co Linux eh nicht nutzen und Linux von bösen giant corps gesteuert wird" liebes Storytelling ist. Das Video hast ja angeschaut. Er listet ein paar Firmen, sagt, dass ein paar Boards eventuell Leute von den Firmen drin haben und, dass sie Einfluss ausüben. Er bezeichnet diese "Megacorps" als "multiheaded hydra beast". Er sagt Linux is "kinda corporate controlled / kinda not" und stellt dann nur Behauptungen auf, ohne eine EINZIGE Quelle. Was ist das, wenn nicht "etwas in den Raum werfen"?

Linux wird u.A. von Unternehmen gefunded. Jo, die haben offensichtlich ein Interesse, dass Linux 1.) nicht stirbt und 2.) sich weiterentwickelt. Ob die Richtung von ihnen vorgegeben wird, in welchem Ausmaß, ob zum Guten oder Schlechten (wenn wir hier weiter das black and white Schema aus dem Video fortführen wollen) und ob sie das aus Überzeugung und/oder Eigennutzen machen ist sicher ein spannendes Thema, darauf wird nur leider nicht genauer eingegangen, sondern einfach als Reason für "Linux sucks" angeführt.

Interessant ist dazu auch Torvalds "Interview" von der selben Konferenz die vorhin erwähnt wurde: https://www.youtube.com/watch?v=qlR...nth&index=5 (zirka ab Minute 5)

Zitat aus einem Post von davebastard
das würde den Rahmen sprengen, und wie master schon sagt ist es eher eine politische Diskussion, er geht ja auch bei anderen Themen nicht auf technische Details ein. Das ist ja auch ok so. Im prinzip gehts eher darum warum man sich nicht auf ein Format einigen kann. Grad bei sowas essentiellen dass den Marktanteil von Linux entscheidend verbessern könnte...
Er verkauft imho in erster Linie AppImage als Lösung und Flatpak und Co als inferior. Ohne Details ist das halt wertlos und haltlos. Wie du von mir "Argumente" fordern kannst und das so hin nimmst, versteh ich nicht. Hier übrigens ein Reddit-Post in dem genau das aus dem Video nachgebrabbelt wird: https://www.reddit.com/r/linux/comm...or_all_distros/
Inklusive Antwort eines SUSE Entwicklers:
Zitat
[...]
And AppImage is a castle of sand made on a beach at low tide with a tsunami of assumptions on the horizon..

Unfortunately there always seems to be enough new gullible fools to fall in love with the idea after each time the waves crash in and send seasoned veterans like myself running away.

Source: Former advocate cited on the frontpage of appimage.org

Ohne auszuführen, was er sich unter "support" bzw. "nicht ignorieren" vorstellt wäre interessant. Sonst ist das alles nur genau das, was du mir vorwirfst: "du wirfst das einfach so in den Raum".

Unter Manjaro hab ich sowieso kein Problem: ich kann mir AppImages installieren und im Store bequem nach Snaps und Flatpaks suchen. Dass mir keiner ein AppImage eines 10-15 Jahre alten Spiels machen wird...tja.

Zitat aus einem Post von davebastard
das sagt er ja auch nicht, im gegenteil er sagt das ausgefallene distros wie gentoo ein "non-reason" sind. Das mit dem Desktop Layout wird auch nicht angesprochen imho.
Der Punkt des "Distrodschungels" und des Layouts kam hier im Thread, deshalb hab ich ihn aufgegriffen. Ersterer übrigens im selben Post, in dem das Video verlinkt wurde.

Zitat aus einem Post von davebastard
edit: weil du das vorinstallierte OS ansprichst. Vergleichs mal mit einem Windows user der auf Mac OSX umsteigt, da gibts auch Hürden:
- man muss sich (überteuerte) Hardware kaufen
- man muss sich auf ein neues Tastaturlayout gewöhnen
- man muss neue Bedienkonzepte von Mac OSX erlernen die meistens noch weiter von Windows entfernt sind wie bei einer average Linux Distri
Da musst du mir den Zusammenhang bitte erklären, denn Macs werden Preinstalled bei jedem größeren Techladen verkauft und es gibt MS Office (neben z.B. Photoshop und Co) dafür, was meinen Punkt von vorhin unterstreicht.

Zitat aus einem Post von davebastard
also ja, es gibt die Hürde mit der Installation, aber solche Hürden gibts auch anderswo. Außerdem wenn ich mir ein Business Notebook hol ist ein vorinstalliertes Ubuntu z.B. gar nicht mehr so selten. Bzw. sind viele zertifiziert/getestet dass es nach der Installation auch garantiert läuft...
"Business", "nicht mehr so selten". Jo und jetzt schau mal, wie viel Linux Laptops ein Media Markt verkauft. Selbst direkt bei Dell kriegst z.B. Ubuntu nur als Business-Kunde und die Modellpalette ist klein. Abgesehen davon, dass auch noch mit 18.04 ausgeliefert wird.

Zitat aus einem Post von davebastard
edit2: ein paar punkte von deinem post, wie das mit den Suchanfragen seh ich eh auch so, aber was mich bei deinem Post stört ist dass du nur die negativen Sachen aufgreifst... ich finds schon gut dass jemand offen die Probleme aufzeigt...
Wenn er sein Video mit falschen, nicht belegten Zahlen und einer irrwitzigen Prämisse beginnt, kritisiere ich nunmal eher die Punkte, die mir missfallen bzw. ich anders sehe. Bis zu diesem Edit hast du auch nur angeführt, was dich an meinem Post stört bzw. in deinen Augen "negativ" ist. ;)
Bearbeitet von JDK am 21.06.2020, 00:52

davebastard

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Zitat
Zweitens heißt ein Apple Logo am Macbook noch nicht, dass da kein Linux genutzt wird.
Darauf geht er doch explizit ein und sagt er redet von Macbooks mit MacOSX

Zitat
Drittens heißt Open Source nicht, dass jeder Linux nutzen muss. Da geht es um ein bisschen mehr, als nur Linux als OS. Open Source wird unter jedem OS entwickelt und genutzt. Dass hier die Userbase nicht zum Großteil auf Linux zurückgreift, ist doch kein Fail, sondern to be expected und erwünscht.
Viertens werden Konferenzen viel von Presse und non-technical Personen besucht. Die haben auf der Konferenz auch Speaker wie Joseph Gordon-Levitt, der in seinem Talk "free culture" auf Preis und nicht auf Lizenzen bezieht und dann in Richtung Audience "this is something I am sure you guys think about a lot" sagt.

da kommts natürlich drauf an um welche Konferenz es genau geht und welche Themen da sind. z.B. wärs bei KDE oder Gnome wärs big fail :p bei einer Sache wos um Webtechnologien geht wärs wieder eher verständlich

Aber auch bei einer open source konferenz allgemein fänd ichs schade wenn nicht mal 50% sind die ein open source Betriebssystem verwenden. Kann ja auch BSD oder so sein.

Und wenn bei der Konferenz mehr als 50% business und presse sind find ich das auch schade ich schätz das aber wesentlich geringer ein, so sehr steht open source nicht in der Öffentlichkeit.
alles IMHO

Zitat
Er verkauft imho in erster Linie AppImage als Lösung und Flatpak und Co als inferior. Ohne Details ist das halt wertlos und haltlos. Wie du von mir "Argumente" fordern kannst und das so hin nimmst, versteh ich nicht. Hier übrigens ein Reddit-Post in dem genau das aus dem Video nachgebrabbelt wird: https://www.reddit.com/r/linux/comm...or_all_distros/
Inklusive Antwort eines SUSE Entwicklers:

mir, und ich glaub auch ihm ist wurscht welches format sich durchsetzt solange es "funktioniert", aber es ist essentiell dass es nicht 3 oder 4 parallel gibt.
Wie schon gesagt es geht nicht um die technischen Feinheiten dabei.
Selbst wenn sich das technisch eine spur schlechtere durchsetzt und erst später mal die bugfixes kommen ist mir das noch immer lieber als 3 lösungen die parallel laufen und es dadurch sowieso wieder keine app entwickler anspricht.

Zitat
Da musst du mir den Zusammenhang bitte erklären, denn Macs werden Preinstalled bei jedem größeren Techladen verkauft und es gibt MS Office (neben z.B. Photoshop und Co) dafür, was meinen Punkt von vorhin unterstreicht.

was muss ich da erklären, ich hab beispiele für hürden gebracht, die auftreten können wenn man ein OS wechselt. und ich wollte aufzeigen dass es die hürden auch bei anderen Betriebssystemen gibt.

Zitat
"Business", "nicht mehr so selten". Jo und jetzt schau mal, wie viel Linux Laptops ein Media Markt verkauft. Selbst direkt bei Dell kriegst z.B. Ubuntu nur als Business-Kunde und die Modellpalette ist klein. Abgesehen davon, dass auch noch mit 18.04 ausgeliefert wird.

Das geht halt nicht von heut auf morgen, mit dem momentanen Marktanteil gibt es doch nicht mal genügend Personen im Bekanntenkreis die den DAUs support geben können... Da ist es schon richtig dass man sich zuerst an die Business Käuferschicht wendet weil die tendenziell schon mal mehr Ahnung von Computern generell haben. Oder überhaupt zur Gruppe der technikaffinen User gehören die aber vielleicht wegen Hardwareunterstützung noch zögerlich war. Ich glaub das man Laptops mit Linux beim MM verkauft dazu braucht es mal einen sehr viel größeren Marktanteil bei den Powerusern. Wenn das erreicht ist kann man auf fortgeschrittene oder DAUs gehen.
Bearbeitet von davebastard am 22.06.2020, 16:10

Viper780

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Ihr verzettelt euch da aber trotzdem grade an einer Statistik mit Sample 1

Ja es mag dein einen oder anderen Missstand aufzeigen, aber es geht beständig weiter.
Wen ich an meine ersten Suse Erfahrungen denke und wie selbstverständlich ich jetzt diverse Linux systeme boote ist es auch am Desktop weit gekommen.

Aber wie immer der größte Vorteil des Systems ist auch der größte Nachteil für die meisten User.
Zu viel Angebot und zu viel "Hands on" Charakter

davebastard

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Zitat
Ja es mag dein einen oder anderen Missstand aufzeigen, aber es geht beständig weiter.

seh ich eh auch so, auch wenn ich mir anschau was sich bei den Games tut was rogaahl immer postet. Umso zacher ist es aber dass sich das nicht in den Marktanteilen widerspiegelt. Und da kann man sich schon fragen warum...

Viper780

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Weil die meisten Menschen faul sind und möglichst wenig Veränderung wollen.
Einen gesättigten Markt zu ändern geht nur sehr disruptive (Preis, extrem überlegen, Marketing).
Da wurde halt von MS und Apple Jahrzehntelang dagegen gearbeitet und das wird nochmal so lang dauern

mr.nice.

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Microsoft könnte schon etwas dagegen tun, wenn es Windows 10 nur noch in ihrem store zum UVP gäbe, würden einige gamer und home office user, bei denen die Börse nicht so locker sitzt, zu Linux wechseln. Aber so ist Microsoft halt auch zu ihrer marktbestimmenden Position gekommen, durch einen ziemlich florierenden Graumarkt.

Viper780

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Ja klar, MS hat immer schon gewusst dass sie ihre Macht nur ausbauen können wenn das OS fürn Privaten nix kostet (und beim Rechner dabei ist).

Früher waren Firmen durch Office und diverse Programme an MS gebunden.
Die Leute kannten Windows von der Firma und haben sichs halt günstig für daheim besorgt. Weil damit hab ich Erfahrung und der Admin XY kann mir zur Not auch privat helfen.

Das selbe bei Adobe oder Autocad früher.
Seit dem das dort nicht mehr geht gibt's Alternativen und es bleibt nur mehr für Firmen interessant (und auch dort setzt sich lamgsam was anderes durch)

JDK

Oberwortwart
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Zitat aus einem Post von davebastard
Darauf geht er doch explizit ein und sagt er redet von Macbooks mit MacOSX
Sicher wird man Macbooks mit macOS sehen, aber hands down, wie vielen Leuten wird er auf einer Konferenz so gespannt in den Bildschirm linsen und das OS erkennen? Oder assumed er das aufgrund eines "sea of glowing apple logos"?

Dass Macbooks generell stark vertreten sein werden, wundert mich nicht, da sie bis auf die Tastatur (hat sich ja mit dem 16" Macbook angeblich gebessert) richtig nice Geräte sind. Ich würde mir aber ehrlich gesagt auch kein Linux darauf installieren, weil ich gefühlt längere Laufzeiten (das wäre übrigens ein Grund, wieso Linux sucked) mit macOS erreiche, es vorinstalliert kommt und mir Paketverwaltung (brew) und Terminal (inkl. posix support) bietet (was für mich persönlich die allerwichtigsten Punkte sind, aber das sieht ja jeder anders).

Zitat aus einem Post von davebastard
da kommts natürlich drauf an um welche Konferenz es genau geht und welche Themen da sind. z.B. wärs bei KDE oder Gnome wärs big fail :p bei einer Sache wos um Webtechnologien geht wärs wieder eher verständlich
Wie gesagt: Open Source Summit 2017. Klar ist es schade, aber jeder soll nutzen, wo er sich am produktivsten fühlt bzw. am besten klarkommt. Soll ja kein Kreuzzug sein. :D

Zitat aus einem Post von davebastard
mir, und ich glaub auch ihm ist wurscht welches format sich durchsetzt solange es "funktioniert", aber es ist essentiell dass es nicht 3 oder 4 parallel gibt.
Wie schon gesagt es geht nicht um die technischen Feinheiten dabei.
Selbst wenn sich das technisch eine spur schlechtere durchsetzt und erst später mal die bugfixes kommen ist mir das noch immer lieber als 3 lösungen die parallel laufen und es dadurch sowieso wieder keine app entwickler anspricht.
Er sagt explizit: "these problems are not fully solved by Flatpak and Snap[py] [...] AppImage solves them".

Ich kann deinen Punkt schon verstehen, aber er redet nicht davon. Er spricht nur von AppImage Support und dass es für den Usecase halt besser ist.

Zitat aus einem Post von davebastard
was muss ich da erklären, ich hab beispiele für hürden gebracht, die auftreten können wenn man ein OS wechselt. und ich wollte aufzeigen dass es die hürden auch bei anderen Betriebssystemen gibt.
Eine Erklärung wäre deshalb toll, weil die Punkte den von mir angeführten Hauptgrund ("Der Hauptgrund, warum Linux nicht Mainstream ist und "sucked", ist dass Computer zu geschätzten 99,999% mit Windows und macOS ausgeliefert werden und jeder mit MS Office aufwächst.") unberührt lassen.

"naja dort gibt es auch Hürden" - ja sicher, nur in welchem Ausmaß und welche Faktoren spielen bei Apple noch mit?
Auf Seite 1 dazu ein etwas zynischer Post von COLOSSUS: https://www.overclockers.at/linux/l...295#post3381254

Zitat aus einem Post von davebastard
Das geht halt nicht von heut auf morgen, mit dem momentanen Marktanteil gibt es doch nicht mal genügend Personen im Bekanntenkreis die den DAUs support geben können... Da ist es schon richtig dass man sich zuerst an die Business Käuferschicht wendet weil die tendenziell schon mal mehr Ahnung von Computern generell haben. Oder überhaupt zur Gruppe der technikaffinen User gehören die aber vielleicht wegen Hardwareunterstützung noch zögerlich war. Ich glaub das man Laptops mit Linux beim MM verkauft dazu braucht es mal einen sehr viel größeren Marktanteil bei den Powerusern. Wenn das erreicht ist kann man auf fortgeschrittene oder DAUs gehen.
Dass das nicht von heute auf morgen geht, ist ein völlig anderes Thema. Du hast von "Business" und "nicht mehr so selten" geschrieben (um meinen Punkt der Pre-installs entkräften zu wollen), was halt den Endkunden nicht tangiert (deshalb das MM Beispiel) und trotzdem noch immer selten ist. Wie Viper780 eben auch sagt, ist es schwierig, hier den Markt zu ändern und wir stehen dann auch ein bisschen vor einem Henne-Ei Problem: Die Pre-installs müssen kommen damit Linux weiter verbreitet wird und die Pre-Installs kommen aber eher nur, wenn Linux weiter verbreitet ist. xD

Rogaahl

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Zitat aus einem Post von davebastard
seh ich eh auch so, auch wenn ich mir anschau was sich bei den Games tut was rogaahl immer postet. Umso zacher ist es aber dass sich das nicht in den Marktanteilen widerspiegelt. Und da kann man sich schon fragen warum...

Ich denke das es einfach eine Zeit braucht bis sich sowas auswirkt. Linux, vor allem für Gamer, kann man heute nicht mehr mit vor 3 Jahren vergleichen.


Die Distro Auswahl für newcomer ist imho auch nicht so schwer, PopOS oder Manjaro KDE, damit sollte fast jeder bedient sein.


Sobald EAC in Proton funktioniert, wird der richtige influx erst kommen, es gibt ja seit kurzem endlich ein positives update vom codeweaver dev:


Statt huge binaries nutzen sie halt standardisierte libs.

Edit: oje, oc.at löscht anscheinen timestaps?
https://youtu.be/5PmHRSeA2c8?t=645 (t=645)
Bearbeitet von Rogaahl am 22.06.2020, 20:18

Snoop

Here to stay
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Ich habe jetzt seit einigen Tagen Ubuntu 20.04 im Einsatz. Bin eigentlich ganz zufrieden, weil es mit Docker wirklich traumhaft funktioniert. Das Einzige was mich wirklich stört ist, dass beim Scrollen Microruckler deutlich sichtbar sind. Ich habe eine integrierte Graka beim i7. Hat da jemand eventuell einen Tipp wie ich das loswerde?
Habe einen Bildschirm via usb-c und einen via hdmi angesteckt.
Bei dem über HDMI geht es besser als über den usb-c.
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