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Pixelfreak #1

master_burn 04.10.2008 15931 31
Pixelfreak was here!
Nun habe ich mich doch dazu entschlossen es unserem mat gleichzutun und mir etwas für die Allgemeinheit aus den Fingern zu saugen. Jedoch ist aller Anfang schwer... und das ist leider der Anfang!

Wer sich noch an mein Kommentar erinnern kann, der wird jetzt vielleicht denken: "Na da widerspricht sich doch jemand", aber inzwischen ist ja alles ganz anders. Ich bin es leid ewig vor dem PC zu sitzen und bei anderen Blogs auf die F5 Taste zu hämmern, nur in der Hoffnung das irgendjemand endlich wieder etwas Interessantes zum Besten gibt.

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Da ich mich in letzter Zeit wieder häufiger mit Photoshop beschäftige, bin ich auf meiner Suche im Netz auf eine wie mir scheint gute Alternative zu Adobe Bridge und Konsorten gestoßen: Lightroom! Wie viele andere auch hab ich mich gefragt was die Unterschiede sind und mir die Testversion heruntergeladen. Nach kurzer Installation war Lightroom 2.0 - die Erstausgabe ist völlig stillschweigend an mir vorübergegangen - auch schon bereit, um meine Bilder aufzunehmen. Bei meiner doch sehr umfangreichen Fotosammlung, die auf meiner kürzlich gekauften 500-GB-Festplatte schon wieder bedrohlich umfangreiche Ausmaße einnimmt und überzuquellen droht, braucht Lightroom dann doch einige Stunden bis alle Bilder samt Metadaten und Thumbnails importiert sind. Danach geht der Workflow jedoch sehr flott von der Hand.

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Aufnahmeprüfung: Der Import braucht seine Zeit, ist allerdings später bei der Arbeit jede Sekunde wert!


Die aus anderen Programmen bekannten Ladezeiten für Thumbnails fallen weg oder es geht so schnell, dass es einem einfach nicht auffällt. Wer denkt hier handle es sich nur um ein einfaches Bildverwaltungsprogramm, liegt weit daneben! Mit Lightroom lassen sich Bilder von der Festplatte, von Speicherkarten und Kameras direkt importieren. Sehr angenehm ist hier die Funktion Metadaten auf vielfältige Weise automatisiert gleich beim Import anzulegen. RAW-Daten lassen sich als DNG (Digitales Negativ) oder im originalen RAW-Format plus DNG (zum Beispiel in einem separaten Verzeichnis) in allen erdenklichen Kombinationen ablegen. Dazu gesellen sich auch nette Profile, die den Prozess dauerhaft erleichtern. Wenn dann die Bilder alle geladen und vorbereitet sind, ist selbst das Browsen von umfangreichen Sammlungen inklusive diversen Pixelmonstern sehr schnell erledigt. Die einzigartige Vergleichsfunktion lässt keine Wünsche übrig und das schärfste Bild aus einer Serie ist bald gefunden und die anderen gelöscht.

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Die Vergleichsfunktion vereinfacht die Entscheidungen, welche Bilder in die Sammlung aufgenommen werden und welche in den Papierkorb wandern.


Da wird meine Fotosammlung hoffentlich in Zukunft nicht mehr ganz so schnell verwuchern. Wie der volle Name "Adobe Photoshop Lightroom" vermuten lässt, handelt es sich hier nicht nur um ein einfaches Bildverwaltungsprogramm, wie anfangs schon festgestellt wurde. Hier lassen sich gleich die häufigsten Bearbeitungsschritte wie Kontrast, Schärfe, Farbkorrektur, Schwarzweiß-Optionen, Gamma, Gradationskurven, Chromatische Aberrationen und dergleichen ebenfalls verändern beziehungsweise entfernen. Diese Funktionen werden additiv als Einstellung zu dem Bild abgespeichert und erst der "Entwickeln"-Dialog ermöglicht dann die Bearbeitung auf das Bild anzuwenden und das Original zu überschreiben oder eine Kopie abzuspeichern. Dank der einfach zu bedienenden Batch-Funktion funktioniert dies auch gleich bei ganzen Bildserien.

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Diverse Anpassungen werden erst beim "Entwickeln" in das Foto übernommen

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Praktisch, praktischer, Batch-Funktion!


Die Zusammenarbeit mit den anderen Programmen der Creative Suite läuft reibungslos, wie es für Adobe typisch ist. Wer also ein Programm sucht, mit dem er die rudimentärsten Aufgaben durchführen kann ohne die Bildverwaltungssoftware verlassen zu müssen, beziehungsweise oft RAW fotografiert und/oder große Mengen Bilder verwalten möchte und sich Photoshop nicht leisten kann oder will ist bei Lightroom genau richtig. Ein Ersatz für Photoshop ist Lightroom dennoch nicht, auch wenn es durchaus eine gute und günstige Lösung ist, um gute Bilder noch besser zu machen. Die Retail Version geht ab ca. 250 € über den Ladentisch, während man für Photoshop CS3 noch immer rund 900 Euro berappen muss. Von der Extended Edition um etwa 1.300 Euro ganz zu schweigen...

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Seit gestern ist es so weit! Obwohl es zwar draußen schon länger herbstlich kalt und ungemütlich ist, kann es ja mat hier (Anm. von mat: Das bin ich gar nicht!) gleichtun und sich nach drinnen ans warme Kaminfeuer verziehen. Die Ankündigung von CS4 lässt mich auf viele spannende Stunden Bildbearbeitung hoffen und auch Canon, die ständig neue Kameras ankündigen, wodurch praktischerweise die "älteren" Modelle immer billiger werden, lässt die Möglichkeit für ein nettes Digitalkamera-förmiges Paket unterm Weihnachtsbaum offen. Außerdem scheint die Kinofilm-Flaute nachzulassen und es gesellen sich endlich wieder gute Produktionen in den Kinos (Wall-E, Max Payne, POTC IV, Baader Meinhof Komplex, usw). Selbst die Spritpreise sind nach den Sommerferien wieder gesunken und wenn jetzt noch meine beantragter Heizkostenzuschuss bewilligt und überwiesen wird, bin ich für den Herbst gerüstet!

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Aber jetzt bin ich Sturm-trinkender Weise dabei die letzten Sonnenstrahlen digital festzuhalten und wünsch euch schon mal im Voraus eine schöne kalte Jahreszeit.
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