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Klima, oder das Wetter im Schnitt über 30 Jahre

kel 22.02.2007 - 17:42 117775 1010 Thread rating
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Dreamforcer

New world Order
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ja das ist dann halt wieder a ausnahme sonders gleichen, wenn ma so anfangen brauchst echt nichts zu machen, in österreich haben ma schon statisch kleinere familien und ich glaub auch nicht dass sich das so schnell wieder ändert.

Viper780

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In Wien sind halt die Öffentlichen gut ausgebaut. Wennst da täglich mim Auto fährst, innerhalb von Wien, rennt eh was falsch.

Aber das ist ja wieder so ein spezial Thema.

Dune

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Zitat aus einem Post von Dreamforcer
Es gibt ja die 70ps golfs, nur die kauft keiner, da muss sich aber der verbraucher an die nase fassen.

Eh, aber es würde schon was helfen wenn man die Preise am unteren Ende des PS Spektrums in der Flotte nicht künstlich hoch hält. Man möchte halt gut wirtschaften und seine Aktionäre happy machen, simple as that.

Wenn die Kritik selbst vom VdV kommt, kann man da wohl nicht von trololoyolo FFF Verschwörung sprechen :)

Golf ist nur insofern ein Negativbeispiel weil man da aufgrund der Historie schon kann wie er über die Jahre immer mehr an Gewicht zugelegt hat

WONDERMIKE

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Zitat aus einem Post von XXL
Die Frage ist halt wieso sowas wie Fahrtgemeinschaften nie funktioniert haben, man will halt individualität und unabhängigkeit, so wie das jede Autowerbung seit Jahren suggeriert, die Autoindustrie hat auch in den Gremien immer mitzureden :D

Da kommen so viele Faktoren mit hinein. Der Arbeitsmarkt hat sich starkt verändert, es pilgern nicht mehr Hunderte Menschen über 10 Jahre zum immergleichen Arbeitgeber(vielleicht sogar mit einem Werksbus).

Und selbst wo das noch so ist, sieht dann der Arbeitgeber Fahrgemeinschaften kritisch. Ich kann mich erinnern, dass HaBa da zB schon vor vielen Jahren Probleme hatte, weil der (traditionelle und riesige) Arbeitgeber die Flexibilität schwinden sah durch diese Idee.

Passend dazu auch alles was man zuletzt vom Arbeitsminister und dem AMS gehört hat. Man soll sich auch bitteschön nicht beschweren, wenn man 2 Stunden in die Arbeit fährt weil das ist ja zumutbar.

hynk

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Zitat aus einem Post von XXL
Stell dich mal an eine Kreuzung in Wien und zähl die Autos die mehr als 2 Insassen haben :D

Ich glaub in einer halben Stunde wirst da nicht 2stellig :D

Die Frage ist halt wieso sowas wie Fahrtgemeinschaften nie funktioniert haben, man will halt individualität und unabhängigkeit, so wie das jede Autowerbung seit Jahren suggeriert, die Autoindustrie hat auch in den Gremien immer mitzureden :D

Passt zwar eher in einen anderen Thread https://www.youtube.com/watch?v=4AA46NCfA48

Ist ein Video vom JP Performance, aber extrem interessant was der eine Ingenieur da so meint was die Autowirtschaft für Spiele spielt :D

Was ich mich da auch frage, ist warum gibts keine Car-Sharing Versicherungen? Zumindest vor ein paar Jahren hab ich keine Möglichkeit gefunden die Leute mit denen ich mein Auto regelmäßig teile in die Versicherung mitaufzunehmen. Sowas machts einem dann auch irgendwie schwerer solche Lösungen umzusetzen.

XXL

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Das Problem ist halt das Autofahren einfach viel zu billig ist ...

Und wenn du die Diskussion beginnst ist das erste Argument wieder: Die armen Menschen die sonst nicht in die Arbeit kommen, weil ...

Aber die armen Menschen können sich ein Auto leisten, das ihnen im Monat jetzt schon Geld kostet, also wären die im Grunde reicher wenn sie kein Auto hätten? Die ganze Diskussion ums Auto geht ja schon seit Jahren so, aber viele denken halt einfach nicht drüber nach ...

Dune

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Zitat aus einem Post von XXL
Das Problem ist halt das Autofahren einfach viel zu billig ist ...

Same as Fliegen und Fleisch. Will aber keiner hören und alle fürchten sich vor "wird dann teurer" :)

Scheint als würde es so eine Art unausgesprochenes Grundrecht auf billigen Konsum geben, das abzufechten ist asozial und unfair.

In die imaginäre Gleichung beziehen die Gegner dann auch keine Folgekosten von zB Umweltkatastrophen, Dürreperioden, Überflutungen und steigenden Meeresspiegel ein. Wenn die Wirtschaft mit Konkurrenzfähigkeit kommt muss ich halt auch an sowas denken, scheint in deren Bilanz wahrscheinlich auch nicht auf.
Bearbeitet von Dune am 18.07.2021, 16:47

Dreamforcer

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Zitat aus einem Post von Dune
Same as Fliegen und Fleisch. Will aber keiner hören und alle fürchten sich vor "wird dann teurer" :)

ich versteh das argument und es stimmt natürlich vollumfänglich, ABER gibts ein Szenario wo das ganze halt wirklich nicht teurer wird für den Normalverdiener ? ich sehs nicht, die Löhen steigen ja seit Jahrzehnten nicht mit so dass ma da was ausgleichen könnte.
Von daher kann ich das fürchten vor der Teuerung schon verstehen.

Dune

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Aber das ist genau der Punkt, muss sich jeder 2x Thailand, 2x Auto und 300x Schnitzel im Jahr leisten können? Das war ja früher auch nicht der Fall und Ist jetzt nur dadurch möglich dass viele Sektoren alles andere als Nachhaltig produzieren.

Bei dem Bevölkerungswachstum müssen wir uns imho künstlich eine Verteuerung erschaffen um die nicht nachhaltige Produktion zu kompensieren. Wenn wir bald 15 oder 20 Mrd sind (das werden manche von uns noch erleben) ist es gar nicht mehr möglich dass jeder gleich viele Ressourcen verbraucht wie jeder einzelne von uns heute. Das ist irgendwo beschränkt, ob man's wahrhaben will oder nicht.

Viper780

Er ist tot, Jim!
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Natürlich muss ein Luxusleben für den Normalo teurer werden - aber auch für die Top 1% unattraktiv.

Nein wir müssen nicht zu jedem Meeting um die Welt Jetten oder 5x im Jahr nach Dubai auf Urlaub.
Wir müssen auch nicht zu 20 Mahlzeiten in der Woche Fleisch essen.

Aber man muss auch Alternativen bieten können. Wenn ich mit Kollegen essen gehe dann gibts in vielen Lokalen gerade mal 2 - 3 Gerichte ohne Fleisch oder Tofu.
In den üblichen Kochbüchern ist oft nichtmal die Gemüsesuppe oder die Krautfleckerl ohne Fleisch.

Jetzt nur als Beispiel.
Man sollte die ideale die gepredigt werden evtl mal überdenken und den Kindern was anderes vorleben, als das beste wennst ein dickes Auto hast, jeden Tag Schnitzel isst oder HON Circle member bist.

Dune

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Bin ich voll bei dir, mir graut's jedes mal aufs neue in der Kantine wenn ich die Wahl zwischen Matschgemüse oder 2x Fleischmenü à 2€ habe. Und nicht falsch verstehen, ich ess gern Fleisch und hin wieder auch mal Junk.

Also ich glaub man sollt den Punkt bei der Debatte vor allem aus ner sozialistischen Perspektive klären, mir ist da immer noch nicht so ganz klar was das Ziel sein soll. Mit "keiner muss sich irgendwie anpassen" und jeder kann seine Gewohnheiten behalten wird's meiner Meinung nach nicht hinhauen, vor allem nicht wenn wir uns vermehren wie die Karnickel und die anderen auch ein bissl Wohlstand wollen.

Da braucht's einen großen Bruch, ein paar wischiwaschi Ziele in ferner Zukunft werden's nicht richten.

WONDERMIKE

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Miracolo Michele
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Zitat aus einem Post von XXL
Das Problem ist halt das Autofahren einfach viel zu billig ist ...

Und wenn du die Diskussion beginnst ist das erste Argument wieder: Die armen Menschen die sonst nicht in die Arbeit kommen, weil ...

Aber die armen Menschen können sich ein Auto leisten, das ihnen im Monat jetzt schon Geld kostet, also wären die im Grunde reicher wenn sie kein Auto hätten? Die ganze Diskussion ums Auto geht ja schon seit Jahren so, aber viele denken halt einfach nicht drüber nach ...

Mich macht das Auto reicher. Denn so kann ich einen Arbeitsort erreichen, bei dem ich gleich mal 33% mehr verdiene als wenn ich zB auf ein kürzlich gepostetes Jobangebot aus diesem Thread eingehe.

Und natürlich sind ärmere Menschen eher auf ein Auto angewiesen. Die wohnen nämlich zwangsweise in Gegenden, die öffentlich kaum sinnvoll erschlossen sind. An solche Menschen verschwenden unsere Regierungsparteien aber eh keinen Gedanken, die wirds sowieso hart treffen und die müssen dann beim Klima-Sozialfonds betteln gehen.

Und dann wundern wir uns, dass diese Menschen irgendwelche Populisten und deren Versprechungen wählen ;) Wie wärs mit einer Politik, die Chancen auf Konsens hat anstatt Träumereien wie "wir müssen den Kapitalismus beenden"? Und die nicht ignorant eine riesige Menge an Verlierern erzeugt(mit den zu erwartenden Folgen)?

Dein Ansatz "machen wir Autofahren Scheiße" ist imo einfach nur destruktiv. Der wird nicht dabei helfen, dass ich zB in Hagenbrunn in eine U6 einsteigen kann oder? Ich soll ja ab nächstem März in Stammersdorf in die Bim einsteigen. Mein Auto darf ich dort aber nur für 2 Stunden stehenlassen. Und das wird beklatscht, für geil gefunden und gefeiert(um es mit Dunes Worten zu sagen)? Eigentlich sollte ich mich ja verarscht fühlen und FPÖ wählen :p Oder gemeinsam mit tausend anderen in eure Gegend ziehen damit die Mieten anziehen? Damit es euch dann womöglich an den Stadtrand drückt?

Und zum Einsparungspotential beim Autofahren hat ja die Pandemie leider die Erwartungen stark gedämpft. In einem Jahr, wo wir kaum mit dem Auto gefahren sind, sogar die Öffis ihre Intervalle zurückgefahren haben und der Flugverkehr eingebrochen ist waren die Einsparungen enttäuschend.

InfiX

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Zitat aus einem Post von WONDERMIKE
Und natürlich sind ärmere Menschen eher auf ein Auto angewiesen. Die wohnen nämlich zwangsweise in Gegenden, die öffentlich kaum sinnvoll erschlossen sind. An solche Menschen verschwenden unsere Regierungsparteien aber eh keinen Gedanken, die wirds sowieso hart treffen und die müssen dann beim Klima-Sozialfonds betteln gehen.

Und dann wundern wir uns, dass diese Menschen irgendwelche Populisten und deren Versprechungen wählen ;)

qft.
die haben auch nix davon wenn elektroautos gefördert werden, weil sie sich sowieso nie eins leisten können.
Bearbeitet von InfiX am 18.07.2021, 20:09

Dune

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Die größte Anzahl an Verlierern wird dann erzeugt wenn wir genau so weiter machen.

Ob so viele aus der Autokarawane arm sind, kann ich nicht beurteilen. Es sind aber meiner bescheidenen Erfahrung nach auch verdammt viele Cherry picker dabei.

Und es sagt ja keiner dass man Ökosteuern nicht sozial staffeln darf. Bittets die oben und die Unternehmen proportional mehr zur Kasse, ich hab kein Problem damit zahl gern meinen Beitrag.
Bearbeitet von Dune am 18.07.2021, 17:45

Dune

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Und weils so vor Arroganz trieft dass ichs schwer stehen lassen kann, wer sind die "Armen" für dich?

Die Leute unten an der Pyramide in den Wohlstandsregionen, für die vielleicht das Autofahren teurer wird sind hier sicher nicht das Opfer.

Am meisten sind Menschen aus Entwicklungsländern betroffen (auch zahlenmäßig), denen in zB Äthiopien die Ernte ausfällt oder in Bangladesch das Zuhause wegschimmt. Aber für die interessiert sich halt keine Socke weil sie außerhalb der Wahrnehmung liegen.
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